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Ernährung in der Schwangerschaft

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In der wohl schönsten Ausnahmesituation des Lebens verändern sich die Bedürnisse des Körpers an die Ernährung. Michèle Wattinger erklärt, welche Lebensmittel in dieser Zeit besonders wertvoll sind und worauf Frau besser verzichten sollte.

Ernährung in der

Essen und trinken für zwei Eine Schwangerschaft ist die wohl schönste Ausnahmesituation der Welt. Mit dem Körper verändern sich auch die Bedürfnisse der Frau an die Ernährung. Michèle Wattinger erklärt, welche Lebensmittel in dieser Zeit besonders wertvoll sind und worauf besser verzichtet werden sollte. Übelkeit und Müdigkeit prägen jenes Bild, das unwissende Männer von schwangeren Frauen haben. Das sei von Frau zu Frau unterschiedlich, präzisiert die Naturheilpraktikerin, Ernährungsexpertin und zweifache Mutter Michèle Wattinger: «In der Regel beschränkt sich die Übelkeit auf die ersten drei Monate der Schwangerschaft.» Nach diesem ersten Trimester könne meistens wieder an eine normale Ernährung gedacht werden. Besonders sei die Tatsache, dass sich während der Schwangerschaft völlig neue kulinarische Gelüste entwickeln. Der klischeehaften Kombination aus Gurken und Schokoladensauce sei sie in der Realität jedoch noch nie begegnet. Ebenfalls könne es sein, dass man gewisse Gerüche und Geschmacksrichtungen nicht mehr ertrage. Sollte sich die Übelkeit nicht regulieren und eine normale Ernährung nachhaltig ausbleiben, dann müsse mit Blick auf das Kindswohl ein Arzt konsultiert und schlimmstenfalls sogar eine vorübergehende Hospitalisierung in Betracht gezogen werden: «Das ist hierzulande aber selten. Mir persönlich ist kein Fall bekannt.» Spezieller Nährstoffbedarf Folsäure sei in den ersten sechs Wochen der Schwangerschaft essentiell; denn solange braucht das Neuralrohr, um sich zu schliessen: «Die Krux liegt darin, dass viele Frauen erst nach dieser Zeit überhaupt erfahren, dass sie schwanger sind.» Deshalb empfiehlt Michèle Wattinger bei bestehendem Kinderwunsch vorsorglich Folsäure einzunehmen. Was ändert sich weiter, wenn ein Mensch «für zwei» essen und trinken muss? «Ab dem zweiten Trimester erhöht sich der Kalorienbedarf um zirka 300 Kilokalorien. Nach der Geburt, im sogenannten Wochenbett, klettert dieser Wert sogar auf bis zu 500 Kilokalorien. Auch die Blutmenge erhöht sich mit fortlaufender Schwangerschaft.» Letzteres habe zur Folge, dass der Bedarf an Eisen und sämtlichen B-Vitaminen steige. Kommt es während und nach der Geburt zu erheblichen Blutverlusten, dann rückt die Zufuhr dieser blutrelevanten Nährstoffe noch stärker in den Fokus. Überproportional steigt der Bedarf an Eiweiss: «Für den Muskel- und Knochenaufbau des Kindes benötigt der weibliche Körper die doppelte Menge an Eiweiss.» Das sei insbesondere für Frauen anspruchsvoll, die sich vegan ernähren. Die klassischen Eiweisslieferanten Fisch, Fleisch, Milchprodukte und Eier werden von Veganern bekanntlich gemieden: «Kompensiert werden kann dieser Verzicht etwa mit der Kombination aus Nüssen und Vollkornprodukten.» Als weitere, während der Schwangerschaft besonders wichtige Nährstoffe nennt Wattinger die Vitamine A, B, D, K sowie Magnesium und Zink. Insbesondere bei Vitamin A müsse jedoch darauf geachtet werden, dass nicht zu viel davon vorliegt. Ergänzungspräparate sind heute üblich Die Grundlage bilde auch während der Ausnahmesituation Schwangerschaft eine vollwertige und ausgewogene Ernährung, so Wattinger. Daneben sei es heute üblich, auf die spezielle Bedarfssituation angepasste Nahrungsergänzungspräparate zu konsumieren: «In der Regel erfolgt die Aufklärung und Empfehlung heute frühzeitig beim betreuenden Frauenarzt. Daneben hat die zweifache Mutter gute Erfahrungen mit Kräuterhefe gemacht: «Diese Präparate helfen dem Körper, Nährstoffe besser aufzunehmen.» Selbstverständlich spielt auch die Flüssigkeitsaufnahme eine besonders wichtige Rolle. Zwei Liter sollten es schon sein pro Tag. Manchmal liege auch ein übermässiges Durstgefühl vor. Wasser, verdünnte Frucht- oder Gemüsesäfte sowie ungesüsster Tee seien besonders zu empfehlen: «Beim Tee sollte aber darauf geachtet werden, dass er keine ätherischen Öle enthält.» So sei zum Beispiel Pfefferminztee während der Schwangerschaft zu meiden. Ätherische Öle fördern die Durchblutung, was im schlimmsten Fall gefährliche Folgen haben könne. Frauenmäntelitee sei eine hervorragende Alternative für Frauen in allen Lebenslagen: «In der Regel spüren Schwangere aber selbst, welche Teesorten ihnen gut tun.» Ganz schön kompliziert, so eine Schwangerschaft. Aber zum Glück gibt es ja Fachleute, die einem beratend zur Seite stehen. Übrigens ist die Ernährung auch für werdende Väter wichtig. Nicht nur, um der Liebsten während der neun Monate und danach emotional zur Seite zu stehen. Die Zeugungsfähigkeit eines Mannes hängt nämlich zu einem wesentlichen Teil von einer guten Nährstoffbilanz ab. Mischa Felber Michèle Wattinger ist diplomierte Naturheilpraktikerin TEN mit den Schwerpunkten Ernährung und Vitalstoffe. Die zweifache Mutter arbeitet im Müller Reformhaus Vital Shop an der Pelzgasse 13 in Aarau und ist online unter www.tenvital.ch erreichbar. 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