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Nr. 1 / 2018

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Schweizer Hausapotheke 1/18 – Gesunde Lektüre seit 1929

Schwarzer Knoblauch

Schwarzer Knoblauch Rohrreiniger der Natur für verstopfte Gefässe Mit schwarzem Knoblauch uralt werden Knoblauch ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die weltweit zur Stärkung, Gesunderhaltung und als Heilmittel genutzt werden. Heute ist das «Gesund alt werden mit Knoblauch» wissenschaftlich untermauert. Schwarzer Knoblauch ist wirksamer als roher Knoblauch und dabei geruchlos. Die Knoblauchfahne ist ein Kontakt- Killer. Das übel riechende Lüftchen nach dem Genuss von Knoblauch nehmen jedoch nur die Menschen wahr, die selbst keinen Knoblauch gegessen haben. Wird Knoblauch unter Verschluss bei definierter Hitze und Luftfeuchtigkeit fermentiert, werden Zucker und Aminosäuren in dunkle Verbindungen umgewandelt, die den Knoblauch schwarz färben. Die wasserlöslichen Schwefelverbindungen des schwarzen Knoblauchs werden nicht über die Haut und die Ausatemluft ausgeschieden. Das Geheimnis der schwarzen Perle Freie Radikale im Körper beschleunigen das Altern und machen krank. Sie fördern die Gefässverkalkung, die Krebsentstehung und andere Krankheiten. Aus vielen Untersuchungen der modernen Wissenschaft geht hervor, dass Schwarzer Knoblauch dem Schaden durch die freien Radikale im Körper vorbeugen und bei bereits eingetretenem Schaden die Funktionen wieder verbessern kann. Der Knoblauch-Wirkstoff entspannt die Gefässmuskulatur, senkt den Gefässwiderstand und so den Blutdruck. Der Wirkstoff im Knoblauch hemmt die Bildung von Cholesterin in isolierten Zellen und senkt das Cholesterin im Serum. Knoblauch hemmt 20 Schweizer Hausapotheke 1-2018 die Verklumpung der Blutplättchen und verbessert den Blutfluss in den Gefässen. In Modellen zur Alzheimer- und Parkinson-Krankheit sowie zur vorzeitigen Hirnalterung wurden die Hirnfunktionen durch Knoblauch verbessert. Gefässverkalkung – Volkskrankheit Nummer eins Die Gefässverkalkung (Arteriosklerose) ist die Hauptursache für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, jeder dritte Schweizer stirbt durch eine solche Komplikation. Das Vorliegen eines hohen Blutdrucks, zu hoher Fettwerte im Blut, einer Zuckerkrankheit und Rauchen beschleunigen die Gefässverkalkung. Studien an Patienten zeigten eine Abnahme der mit Ultraschall ermittelten Gefäss-Ablagerungen um bis zu 18 Prozent. Die Elastizität der Gefässwände war angestiegen. Auch die mittels Computertomographie ermittelten Kalkablagerungen in den Gefässwänden hatten nach Gabe von Knoblauch zusätzlich zur Statin-Therapie über ein Jahr deutlich abgenommen. Die aktuellste und umfassendste Studie aus dem Jahr 2016, bei der die Daten von acht zusammenführenden Studien gemeinsam ausgewertet wurden, kam zu dem Schluss, dass vor allem Präparate mit wasserlöslichen Knoblauch-Inhaltsstoffen das Gesamtcholesterin senkten. Dabei hatte der Knoblauchextrakt auch eine günstige Wirkung auf die Kalkeinlagerungen in den Herzkranzgefässen und auf die Elastizität der Gefässwände. Dieses Ergebnis weist darauf hin, dass eine langjährige Einnahme von Knoblauch vor einer Gefässverstopfung durch Arteriosklerose schützen kann. Obwohl Studien auf eine längere Lebensdauer nach Herzinfarkt und eine Besserung bei Durchblutungsstörungen in den Beinen hinweisen, konnten die Wirkgrössen noch nicht errechnet werden. Studien über längere Zeiträume sind hierzu erforderlich. Nur hoher Blutdruck wird gesenkt Mehrere zusammenführende Studien belegen, dass Knoblauch den Blutdruck senkt. Bei hohem Blutdruck sank der obere Wert im Mittel um neun mmHg, der untere um sechs mmHg. Ein normaler Blutdruck wird durch Knoblauch nicht beeinflusst. Warum aber nicht alle Patienten mit Bluthochdruck oder hohen Blutfettwerten auf Knoblauch ansprechen, wird gegenwärtig untersucht. Schwarzer Knoblauch ist weder schleimhautreizend noch geruchsbildend. Unerwünschte Wirkungen sind nicht bekannt. Nur gelegentlich tritt eine Allergie gegen den Wirkstoff auf. Wechselwirkungen von frischem Knoblauch und Gerinnungshemmern und anderen Arzneien sind beschrieben. Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, dass schwarzer Knoblauch Wechselwirkungen mit Medikamenten eingeht. Dennoch sollte man den Hausarzt vom Verzehr oder der Einnahme eines Extrakts aus schwarzem Knoblauch informieren, wenn man einen Gerinnungshemmer einnimmt. Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann

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