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Nr. 1 / 2020

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Je weiser, desto

Je weiser, desto glücklicher? Wissen hat in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Von Weisheit wird etwas weniger gesprochen. Leider! Wenn ich jetzt einen Text über das Thema «Weisheit und Wissen» schreiben soll, so stellt sich die Frage, welches der beiden nun wichtiger sein könnte, um einen wirklich guten Text zu verfassen. Muss ich weise sein, um einen guten Text über dieses Thema schreiben zu können, oder muss ich viel wissen? Und weitere Fragen folgen auf dem Fuss: Kann man weise sein, ohne viel zu wissen? Was nützt uns grosses Wissen, wenn es an Weisheit fehlt? Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Wissen und Weisheit? Kann man Weisheit auch irgendwo an einer Universität lernen? Bevor ich mit dem Schreiben beginne, zerbreche ich mir fast ein wenig den Kopf und laufe einige Tage mit der Frage herum, ob ich denn über genügend Wissen und vor allem auch über genügend Weisheit verfüge, um dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Schliesslich treffe ich einen Entscheid, wie dieser Text geschrieben werden soll. Der Entscheid sieht folgendermassen aus: Das Thema «Wissen» werde ich in diesem Text nur am Rande bearbeiten. Wir wissen ja alle, dass es Menschen gibt, die viel wissen. Es sind meist vielseitig interessierte Menschen mit einem sehr guten Gedächtnis und Vergessen Sie Kotztüten ZINTONA – das einzige rein pfl anzliche Naturheilmittel mit Ingwer gegen Reisekrankheit, Übelkeit und Magenbeschwerden. Nachweislich beste Wirkung und Verträglichkeit, bestätigt durch mehr als 20 klinische Studien. Neue Indikation Nach Absprache mit dem Arzt auch gegen Schwangerschaftserbrechen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. www.chrisana.ch 48 Schweizer Hausapotheke 1-2020 einer breiten Schulbildung. Sie kennen die Hauptstadt von Guatemala, sie kennen das chemische Zeichen für Sauerstoff, sie wissen, wer 1982 Fussballweltmeister geworden ist und sie wissen auch, dass Beethoven neun Sinfonien geschrieben hat. Doch was nützt uns eigentlich all dieses Wissen? Fördert es meine persönliche Entwicklung, wenn ich alle diese Daten und Zahlen im Kopf habe? Ich zweifle ein wenig daran. Und so scheint es mir sinnvoller, mich in diesem Text eher dem Thema «Weisheit» zu widmen. Definition Im Gegensatz zu vielen anderen Begriffen gibt es keine offizielle Definition des Begriffes «Weisheit». Augustinus hat es so definiert: «Weisheit ist letztlich nichts Anderes als das Mass unseres Geistes, wodurch dieser im Gleichgewicht gehalten wird, damit er weder ins Übermass ausschweife, noch in die Unzulänglichkeit falle. Verschwendung, Machtgier, Hochmut und ähnliches, womit hilflose Menschen sich Lust und Macht zu verschaffen versuchen, lassen ihn masslos aufblähen. Habgier, Furcht, Macht, Trauer, Neid und anderes, was ins Unglück führt – wie die Unglücklichen selbst gestehen – engen ihn ein. Hat der Geist jedoch Weisheit gefunden, dann braucht er weder Unmass, noch Mangel, noch Unglück zu fürchten. Dann hat er sein Mass, nämlich die Weisheit und ist immer glücklich». Gemäss Augustinus hat Weisheit also einen direkten Zusammenhang mit dem Glücklichsein. Und glücklich wollen wir ja alle sein. Bekanntlich gibt es aber sehr grosse individuelle Unterschiede, wo und wie wir das Glück suchen. Lao Tse Seit Menschengedenken ist die Suche nach dem Glück ein Thema. In allen Kulturen und zu allen Zeiten gab es philosophisch interessierte Menschen. Einen Abriss über die gesamte Philosophie zu erstellen übersteigt natürlich den Rahmen dieses Textes. Und so entscheide ich mich für einen ziemlich geheimnisvollen Philosophen. Lao Tse heisst er. Gelebt hat er im 6. Jahrhundert vor Christus in China und über ihn ist fast nichts bekannt. Man sagt, dass er der Begründer des Taoismus sei und dass er das berühmte «Tao te King» verfasst habe. Sicher ist aber gar nichts. Sicher ist nur, dass eine Schrift mit dem Titel «Tao te King» überliefert ist. Sicher ist auch, dass diese Schrift gar nichts mit Wissen, aber sehr viel mit Weisheit zu tun hat. Der Name «Lao Tse» bedeutet übrigens «alter Meister». Noch einmal zurück zum Unterschied zwischen Wissen und Weisheit. Wenn es um Wissen geht, dann ist unser Verstand gefragt. Nicht aber, wenn es um Weisheit geht. Weisheit kann oftmals gar nicht mit dem Verstand begriffen werden. Es hat eher etwas mit Intuition zu tun. Hier nun ein Text von Lao Tse zum Thema «Gelassenheit»: «Fülle deine Trinkschale bis zum Rand, und sie wird überlaufen. Schärfe dauernd dein Messer, und es wird stumpf werden. Jage Geld und Sicherheit nach, und dein Herz wird sich niemals öffnen. Sorge dich um den Beifall der Leute, und du wirst ihr Gefangener sein. Verrichte dein Werk und tritt dann zurück. Das ist der Weg der Gelassenheit». Mit weisen Sprüchen ist es so eine Sache. Die einen finden einen Spruch gut und sinnvoll, andere sehen das anders. Wenn wir jetzt aber davon ausgehen, dass dieser Spruch der Wahrheit entspricht - oder zumindest im Kern etwas Wahres hat - und dann diesen Spruch in Beziehung zu unserer modernen Lebensart stellen, dann kann das schon ziemlich zu denken geben. Wir leben ja bekanntlich in einer Konsum- und Spassgesellschaft, wo es nicht zuletzt auch immer darum geht, im Rampenlicht zu stehen und Beifall zu suchen. Und jetzt sagt Lao Tse, dass genau das nicht getan werden sollte. Und obschon dieser Spruch schon über 2600 Jahre alt ist, hat er von seiner Gültigkeit wohl kaum etwas eingebüsst. Das ist übrigens auch ein wesentlicher Unterschied zwischen Wissen und Weisheit. Weisheiten haben ewige Gültigkeit, das Wissen veraltet. Das kennen wir beispielsweise von der digitalen Welt. Wer vor 25 Jahren einen PC-Kurs absolviert hat, kann die dazugehörenden Kursunterlagen längst ins Altpapier schmeissen. Und noch etwas: Allzu viel über den obigen Spruch nachzudenken, bringt wohl auch

nicht sehr viel. Diesen Text aber auf sich wirken zu lassen und danach gewisse eigene Verhaltensweisen zu hinterfragen, wäre wohl der nützlichere Weg. Die höchste Tugend Fast alle Philosophen haben sich mit dem Thema «Tugend» befasst. So auch Lao Tse: «Kannst du deinen Geist von seinem Herumwandern abbringen und am ursprünglichen Einssein festhalten? Kannst du deinen Körper so geschmeidig werden lassen, dass er dem eines neugeborenen Kindes gleicht? Kannst du deine innere Sehkraft reinigen, bis du nur noch das Licht siehst? Kannst du die Menschen lieben und sie führen, ohne ihnen deinen Willen aufzuzwingen? Kannst du die wichtigsten Angelegenheiten bewältigen, indem du den Ereignissen freien Lauf lässt? Kannst du von deinem eigenen Geist Abstand nehmen und so alle Dinge begreifen? Hervorbringen und nähren, haben, ohne zu besitzen, handeln, ohne zu erwarten, führen, ohne zu herrschen: Das ist die höchste Tugend.» So gut das auch klingt, ganz einfach ist die Umsetzung dieser Anweisung sicher nicht. Gerade in unserer Kultur, wo wir in der Erziehung oft andere Werte vermittelt bekommen und wo das Haben die viel grössere Bedeutung hat als das Sein. Wenn man aber sieht, wie viele Menschen trotz materiellem Wohlstand grundsätzlich unglücklich sind, so könnte ein Versuch, sich anders zu orientieren, vielleicht doch nicht schaden. Es gibt übrigens auch in unserer modernen Welt Menschen, die offenbar über sehr viel Weisheit verfügen, wie das folgende Beispiel zeigt: Ein älterer Mann lebt in bescheidenen Verhältnissen. Eines Tages wurde bei ihm eingebrochen. Jemand drang in seine Wohnung ein, stahl ihm seine Brieftasche und alles Geld, was er besass. Als er den Diebstahl bemerkte, setzte er sich an seinen Schreibtisch und trug folgende Bemerkung in sein Tagebuch ein: «Lasst mich danken. Erstens, weil ich bisher noch nie bestohlen worden war, zweitens, weil man zwar mein Geld, nicht aber mein Leben genommen hat, drittens, weil es nicht viel war, was ich hatte und viertens, weil ich der Bestohlene und nicht der Dieb bin.» Könnten Sie diesen Diebstahl auch so hinnehmen wie dieser Mann? Und wie finden Sie diese Reaktion? Weise? Oder gar nicht weise? Sicher ist: Mit Wissen hat diese Reaktion gar nichts zu tun! Albin Rohrer Solmucol ® & Solmucalm ® Erkältungshusten Weniger husten, besser atmen. Aus der TV-Werbung Wieder frei durchatmen. www.erkältungshusten.ch Hustensirupe IBSA, in der Schweiz hergestellt. - Einfach drehen, frisch zubereiten. - Angenehm fruchtiger Geschmack für Gross und Klein. - Frei von Farbstoffen, Alkohol, Laktose und Gluten. - Frei von kariogenen Zuckern, für Diabetiker geeignet. Löst den Schleim, befreit die Atemwege. Löst den Schleim und beruhigt den Husten. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. IBSA Institut Biochimique SA, Headquarters and Marketing Operations, Via del Piano 29, CH-6926 Montagnola, www.ibsa.swiss Schweizer Hausapotheke 1-2020 49

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