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Nr. 1 / 2021

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Gefühle und Ahnungen

Gefühle und Ahnungen Der Bauch ist ein geheimnisvoller Ort, der ein vielfältiges Eigenleben führt. Wie bei einem Eisberg bleibt der grösste Teil von ihm verborgen. Er bietet den Forschenden viel Arbeit. «Da hätte ich wohl besser auf meinen Bauch gehört», heisst es in der Umgangssprache. Wenn Entscheide ohne langes Nachdenken getroffen werden, sind sie aus dem «hohlen Bauch heraus» entstanden. Der Bauch ist auch ein Hort intensiver Gefühle: Man kann eine «Wut im Bauch» sowie auch «Schmetterlinge im Bauch» haben. Belastendes «liegt einem schwer auf dem Magen». Menschen, die sich nicht wehren wollen oder können, «schlucken» vieles hinunter. Damit entsteht die Vorstellung, im Bauch würden sich mit der Zeit Enttäuschungen, Verletzungen und Ungerechtigkeiten sowie weitere negative Gefühle ansammeln. Dies könne zu einem Magengeschwür führen, wird vermutet. Auch positive Erfahrungen sind mit dem Unterleib verbunden, bei einer köstlichen Mahlzeit etwa kann man sich «den Bauch vollschlagen». Orientalische Tänzerinnen ihrerseits wissen den Bauch virtuos zu bewegen; Asiaten sehen dort das Energiezentrum des Menschen. Im Weiteren ist der Bauch der Mutter die Herkunft jedes Menschen, dort hat er die ersten Monate seines Lebens verbracht. Heftige Gefühle, Verdauung, Schwangerschaft ... Vielfältiges spielt sich im Bauch ab; einiges bleibt im Verborgenen, ist lediglich in seinen Auswirkungen wahrnehmbar und wirkt sich auf verschiedene Aspekte des Lebens aus. Kopf und Bauch sind Partner Man spricht oft vom Kopf als Sitz des Verstandes, des Wissens und der Intelligenz; das Herz seinerseits gilt als Hort des Gefühlslebens. Dass auch der Bauch bei der Bewältigung des Lebens eine entscheidende Rolle 12 Schweizer Hausapotheke 1-2021 spielt, wird oft unterschätzt – dem Bauch wird der Sitz der Intuition zugeschrieben. Damit sind blitzartige Erkenntnisse und Entscheide gemeint, die ohne langes Überlegen zustande kommen. Dass der Bauch weit mehr ist als eine Körperregion, die Organe wie Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse enthält, erweckt seit einiger Zeit das Interesse der Forschung. Gehirn und Darm sowie weitere Organe sind über den Vagusnerv verbunden, der ihre Funktion steuert; über diesen Strang laufen ständig Impulse hin und her. Die Wissenschaft versteht zunehmend besser, wie Kopf und Bauch wechselseitig zusammenwirken. Einen Einfluss hat dabei unter anderem die Darmflora. Rund 400 verschiedene Bakterienarten siedeln an den zottigen Wänden des 1,2 Meter langen Dickdarms. Neben der Verwertung der Nahrung sind sie auch für die Produktion einzelner Vitamine und die Stimulierung des Immunsystems zuständig. Einseitige Ernährung, Dauerstress und verschiedene Krankheiten können die Vielfalt und die Balance der Mikroben stören, mögliche Folgen sind unter anderem depressive Verstimmungen sowie ängstliches Verhalten. Wie diese Wechselwirkung genau zustande kommt, wird derzeit weiter untersucht. Vorahnungen im Unterleib Im Bauch sitzt ein sehr komplexes Nervengeflecht, das sogenannte Bauchgehirn. Es ist mit dem Kopf verbunden, führt aber auch ein Eigenleben, von dem sehr wenig ins Bewusstsein vordringt; gelegentlich sind Empfindungen schwierig zu deuten. Oft ist es ein Grummeln, ein diffuses Unwohlsein, das zur Vorsicht mahnt. «Ich hatte von Anfang an ein komisches Gefühl im Bauch», heisst es gelegentlich. Diese Bemerkung bedeutet: Eine mir unerklärliche Vorahnung veranlasste mich, in einer Situation sehr vorsichtig zu sein. Es ist so etwas wie eine innere Stimme, die warnt. Gemäss Forschung enthält das menschliche Nervensystem, von dem das Gehirn ein Teil eines komplexen Gebildes ist, entwicklungsgeschichtlich uralte Elemente. Sie halfen ursprünglich, das Überleben zu sichern, wenn eine Situation wegen eines Steppenfeuers oder wegen Raubtieren sehr gefährlich wurde. Heutige Stressreaktionen haben ihre Ursprünge in dieser Frühphase der Menschheit. Hormone sorgen durch Beschleunigung des Herzschlags und Erhöhung der Muskelspannung innert Sekunden reflexartig dafür, dass gekämpft oder geflohen werden kann, um sein eigenes Leben zu schützen. Auch wenn in der heutigen zivilisierten Welt lebensgefährliche Situationen selten sind, ist dieser Schutzreflex im Alltag noch immer sehr aktiv. So auch die Gefühlsregungen im Bauch, die sich gelegentlich ganz unerwartet melden; sie laufen unterhalb der Schwelle zum Verstand ab. Intuition: Unbewusst bewusst Forscher wissen um einen Teil des Gedächtnisses, das Erfahrungen und Eindrücke im Körper abspeichert. Sie sind dem Bewusstsein kaum zugänglich, gleichwohl machen sie sich in entsprechenden Situationen bemerkbar. Die meisten Menschen nehmen von sich selber an, dass sie viele Entscheidungen durchdacht und sehr bewusst treffen. Dies ist eine zu optimistische Einschätzung der Tatsachen; gemäss Wissenschaft spielen bei

über neunzig Prozent kaum bewusste Faktoren eine entscheidende Rolle. Ob beispielsweise eine Person als sympathisch oder als unsympathisch wahrgenommen wird, entscheidet sich innert Augenblicken, ohne dass die Gründe für die Unterschiede klar benannt werden können. Es sind minimale Details in der Mimik, in der Gestik, im Augenausdruck oder in der Stimmlage, die über Sympathie oder Antipathie bestimmen. Mit Aufnahmen in Zeitlupe können Forscher kleinste Veränderungen in der Mimik darstellen, die das Gegenüber kaum bewusst wahrnimmt; sein Unbewusstes aber hat sie registriert. Es bemerkt womöglich, dass das freundliche Lächeln nur vorgespielt ist – oder dass sich die Botschaft der Gestik und der gesprochenen Worte nicht decken; dann mahnt die innere Stimme zur Vorsicht, ohne dass der Ursprung dieser Warnung bewusst ist. Welche wichtige Rolle die Intuition im Alltag spielt, wird oft unterschätzt. Wenn etwa ein Arzt bei rätselhaften Symptomen eines Patienten ganz plötzlich einen Verdacht auf deren Ursache hat, spricht man von Intuition. Manche Mütter spüren intuitiv, wenn ihr Kind in Gefahr ist. Ballsportler ihrerseits ahnen, wo der fliegende Tennis-, Golf- oder Fussball auftreffen wird: Sie haben keine Zeit für lange gedankliche Analysen der wahrscheinlichen Flugbahn. Weder der Arzt, noch die Mutter, noch der Sportler können präzis benennen, woher sie ihr «Wissen» haben; sie hätten es «irgendwie im Gefühl» gehabt, würden sie wohl auf eine entsprechende Frage antworten. Es sind Eindrücke, die ausserhalb des bewussten Denkens ausgewertet werden und als blitzartige Erkenntnisse im Verstand auftauchen. Wohltaten für den Bauch Nachdem der Bauch im Gefühlsleben, im Stoffwechsel und bei Frauen im Monatszyklus sowie in der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle spielt, sollte er regelmässig Zuwendung und Wertschätzung erfahren, beispielsweise durch Wärme. Sie löst eine verspannte Bauchmuskulatur und besänftigt eine unruhige Verdauung. Die simple Methode ist, ein Wärmekissen oder eine Bettflasche aufzulegen. Wenn beides nicht zur Hand ist, eignet sich ein in warmes Wasser getauchtes Leinen- oder Frotteetuch, das im Liegen auf den Bauch gelegt und mit einem weiteren trockenen Tuch abgedeckt wird. Ein übererregtes vegetatives Nervensystem kann sehr unangenehm sein; es macht sich unter Umständen durch Bauchschmerzen und Durchfall bemerkbar. Es lässt sich durch den Atem beruhigen. Dazu wird beispielsweise eine Handinnenfläche auf den Unterbauch gelegt und mit den Atemzügen bewusst bewegt. Auf dieser Weise wird der Atemfluss automatisch ruhiger und tiefer. In der Folge sinkt die Muskelspannung, und auch der erhöhte Pulsschlag und Blutdruck regulieren sich. Ein angespannter Bauch kann auch mit einer sanften Massage gelockert werden: Dazu braucht es langsame, umkreisende Bewegungen mit einem warmen Waschlappen. Im Weiteren sind Tees aus Fenchelfrüchten, Anis, Kamille sowie Pfefferminze eine Wohltat für einen strapazierten Unterleib. Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit 1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig. Senkt die Sprühlösung Dequonal das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2? In einem In-vitro-Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum zeigten Forscher aus der molekularen und medizinischen Virologie gemeinsam mit Kollegen anderer Universitäten eine viruzide Wirkung von Dequonal gegen insgesamt drei klinische Isolate des pandemischen SARS-CoV-2. In der Laboruntersuchung senkte Dequonal, das als Gurgel- und Sprühlösung verfügbar ist, dabei bereits nach einer Einwirkzeit von 30 Sekunden die Menge der Viren unter die experimentelle Nachweisgrenze. Die Autoren der Untersuchung sehen in diesen ersten Ergebnissen einen Hinweis, dass Dequonal im Mund-Rachen-Raum die Anzahl der Viren verringern könnte. Dies könnte laut Toni Meister – einer der Hauptautoren der Untersuchung – in Situationen wie beim Zahnarzt oder bei der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten nützlich sein: «Das Gurgeln mit einer Mundspülung kann nicht die Produktion der Viren in den Zellen hemmen, könnte aber die Viruslast kurzfristig dort senken, wo das grösste Ansteckungspotenzial herkommt, nämlich im Mund-Rachen- Raum.» So beschreibt es die Ruhr- Universität Bochum in einer Pressemitteilung vom 10. August 2020. Das Arzneimittel Dequonal könnte also helfen, das Risiko einer Übertragung des pandemischen SARS-CoV-2 herabzusetzen. Dequonal ist in der 50 ml Flasche mit praktischem Sprühaufsatz für eine schnelle und flexible Anwendung für unterwegs sowie in der 200 ml Flasche mit Messbecher in Ihrer Apotheke unter folgendem PharmaCode erhältlich. 50 ml Flasche mit Spray: 5943841 200 ml Flasche: 947828 DEQUONAL® kann bei der lokalen Behandlung von akuten entzündlichen Erkrankungen in Mund und Rachen – wie Aphten, Gingivitis, Stomatitis, Glossitis – angewendet werden. Als Adjuvans bei Tonsilitis, Laryngitis, Pharyngitis, Candidiasis, Parodontopathien und Zahnfleischblutungen. Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen: Dieses Arzneimittel enthält 6 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zulassungsinhaberin: Resinag AG, 6300 Zug. Vertreiber: Profimed AG 8802 Kilchberg. Ausführlichere Informationen finden sich auf swissmedicinfo.ch Schweizer Hausapotheke 1-2021 13

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