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Nr. 1 / 2021

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GEMMOTHERAPIE ficus

GEMMOTHERAPIE ficus Feigenbaum Der Feigenbaum ist klein, aber in der Breite ausladend. Trotz der knorrigen Gestalt, wirkt er überaus sanft. Er erinnert an eine liebenswerte Nonna, die über dem Wohlergehen ihrer Lieben wacht. Seine Heimat liegt in Südwestasien, doch bereits in der Antike war der Feigenbaum (Ficus carica) im ganzen Mittelmeerraum verbreitet und spielte in der Ernährung der Menschen eine zentrale Rolle. Seine wichtige Stellung zeigt sich auch in der Symbolik: Die Feige steht für Liebe, Sinnesfreude, Fruchtbarkeit, aber auch für Reichtum und Überfluss. Grabungen in einer 11 000 Jahre alten Fundstätte bei Jericho brachte zahlreiche Feigen zutage, die meisten davon waren samenlos. Solche Früchte können nur von stecklingsvermehrten Bäumen stammen, was beweist, dass damals bereits Feigenbäume kultiviert wurden. Damit gehört der Feigenbaum zu den ersten Kulturpflanzen und ist sogar älter als das Getreide. Der Legende nach soll der Feigenbaum aus einem Blitz von Zeus entstanden sei. Der Göttervater schien dem Baum jedenfalls besonders zugetan, denn Feigenbäume sollen vor Blitzen verschont sein. Als einzige Pflanze wird der Feigenbaum namentlich als Bewohner des Gartens Eden erwähnt. Seine Blätter mussten denn auch als Verhüllung herhalten, nachdem Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis genascht hatten. So ein Feigenblatt ist recht gross und kann einiges bedecken, die fingerförmige Lappung erfordert allerdings etwas modisches Geschick, damit nichts hervorblitzt. Eine schöne Legende, die dem Wesen des Baumes besonders gerecht wird, besagt, dass auch der wildeste Stier sofort ruhig und sanft wird, wenn man ihn an einen Feigenbaum anbindet. Botanisch gehört er in die Familie der Maulbeergewächse. Er ist ein sommergrüner kleiner Baum und erreicht eine Höhe von knapp zehn Metern. Der Stamm ist kurz, knorrig und oft gedreht. Die grossen Blätter sind oberseits rau behaart, unterseits heller und flaumig. Alle Pflanzenteile enthalten Milchsaft. Diesen verwendeten die alten Maler als Bindemittel für ihre Farben. Er enthält das eiweissspaltende Enzym Ficin und wird deshalb auch in der Küche verwendet: Der Milchsaft macht das Fleisch zart und lässt die Milch gerinnen. 30 Schweizer Hausapotheke 1-2021 Nie sieht man einen Feigenbaum in Blüte. Er verbirgt sie nämlich geheimnisvoll im Innern der grünen, kleinen Feigen. Die Befruchtung ist ein «Ménage-à-trois», ein einzigartiges Zusammenspiel zwischen einer Wespe und dem Feigenbaum. Dieser tritt in zwei Varietäten auf, als Essfeige und als ungeniessbare Holz- oder Bocksfeige. Die Essfeige besitzt nur weibliche Blüten, die Holzfeige weist männliche und sterile (unfruchtbare) weibliche Blüten auf. In diesen sterilen Blüten entwickeln sich die Feigengallwespen (Blastophaga psenes). Die flugunfähigen Wespenmännchen begatten die Weibchen im Innern der Holzfeigenfrüchte. Die Weibchen fliegen danach aus, suchen eine Feige zur Eiablage und befruchten dabei sowohl Essfeigen als auch Holzfeigen. Nach der Befruchtung wächst die kleine Feige, die botanisch gesehen ein Fruchtverband winziger Steinfrüchte ist, bis sie nach drei bis fünf Monaten gross und saftig ist. Es gibt jedoch auch parthenokarpe Feigensorten, die ohne Bestäubung samenlose Feigen bilden. Sie eignen sich besonders auch für kühlere Gegenden, wo die Feigenwespe nicht vorkommt. Feigen sind ausgezeichnete Energiespender und reich an Mineralstoffen, Aminosäuren, Vitaminen und Ballaststoffen. Auch in der Volksmedizin spielte der Feigenbaum stets eine grosse Rolle: Früchte, Blätter, Rinde und Milchsaft werden bei Verdauungsbeschwerden, Atemwegserkrankungen und zur Stärkung von Herz und Kreislauf eingesetzt. Die Früchte sind mild abführend, antioxidativ und entzündungshemmend, tonisieren den Magen und entkrampfen die Darmmuskulatur. Sie lindern Hämorrhoiden, helfen bei Harnund Nierengriess und zeigen zudem eine hemmende Wirkung auf Bakterien, Pilze und Würmer. Der Milchsaft wurde zur Behandlung von Warzen und bei Hautinfektionen, Skorpion- und Insektenstichen verwendet. Der Saft aus den Blättern wurde bei Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) eingesetzt. Die überlieferte Wirkung auf Diabetes durch Feigenblättertee erhält durch neue Studien Bestätigung. Der Tee wurde zudem bei Bronchitis, Halsschmerzen, Husten und Herz- Kreislaufproblemen eingesetzt. Als Wirkstoffe findet man Cumarine, ätherisches Öl, Polysaccharide, Triterpene, Gerbstoffe und Rutin. In der Gemmotherapie werden die sich entfaltenden Frühlingsknospen des Feigenbaumes verwendet. Das Mazerat harmonisiert das vegetative Nervensystem. Mit ihrer angstlösenden und stressabbauenden Wirkung hilft sie bei Angstzuständen, depressiven Verstimmungen, Panikattacken, aber auch bei stressbedingten Leiden wie Magenbrennen, Magen- und Darmschleimhautentzündung, nervösen Herzbeschwerden, Schlafstörungen und bei Hautkrankheiten mit nervösem Hintergrund. Kombiniert mit dem Gemmomazerat von Sommerlinde hilft sie besonders auch Kindern, die einen Kummer verarbeiten müssen – eine tröstende Umarmung der Nonna. Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste 2008 das Buch «Kaninchenapotheke».

Husten? Husten ist ein nützlicher Reflex, der die Erreger und den Schleim aus den Atemwegen befördert und daher nicht einfach unterdrückt werden sollte. Doch Husten ist auch anstrengend und kann sogar schmerzhaft sein. Bei Kindern lernt das Immunsystem nach und nach (mit jeder Erkältungskrankheit) den richtigen Umgang mit Erkältungsviren. Deshalb sind bei Kindern fünf bis zehn Erkältungen pro Jahr durchaus normal und für den Aufbau eines schlagfertigen Immunsystems sogar von Vorteil. Für die Eltern sind diese «Trainingsaktionen» nicht selten mit ungeliebten Nachtübungen verbunden. Denn Husten verhindert oft das Einschlafen oder ruft mitten in der Nacht die Eltern ans Kinderbett. Wie haben unsere Eltern in einer solchen Situation reagiert? Sie tauchten mit unserem Lieblingsmedikament, dem feinen Hustensirup, auf – und schnell war die Nachtruhe wieder hergestellt. Hustensirup, der Klassiker bei Husten, geriet etwas in Verruf, da Zucker Karies begünstigt und codeinhaltige Sirupe als Rauschmittel missbraucht werden können. Inzwischen gibt es Hustensirupe ohne Zucker und ohne suchtpotentielle Inhaltsstoffe. Ein zuckerfreier, homöopathischer Hustensirup erfüllt die Wünsche von Eltern und Kindern perfekt: Das Kind freut sich über die süsse Hilfe, und die Eltern können mit der Gewissheit, dass der Sirup keine suchtpotentiellen Inhaltsstoffe enthält, ruhig schlafen. Mit einem homöopathischen Hustensirup können Sie Ihrem Kind Erleichterung verschaffen. Similasan Hustenstiller. Bei trockenem Husten Similasan Hustenlöser. Bei Husten mit Schleimbildung Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilagen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Similasan AG IM WACHSTUM LIEGT DIE KRAFT Mit Gemmotherapie von PHYTOMED NATÜRLICH GESUND In der Schweiz gesammelte Knospen aus Wildsammlung oder biologischem Anbau. Produkte ohne Zusatzstoffe. 40 der wichtigsten Präparate aus eigener Herstellung. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf der äusseren Packung oder lassen Sie sich von einer Fachperson beraten. Zulassungsinhaberin/Herstellerin: www.phytomed.ch PHYTOMED AG · CH-3415 Hasle/Burgdorf Telefon +41 (0)34 460 22 11 Schweizer Hausapotheke 1-2021 31

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