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Nr. 1 Februar/März 2018

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Schweizer Hausapotheke 1/18 – Gesunde Lektüre seit 1929

Zeckenschutz aus der

Zeckenschutz aus der Apotheke Kaum sind die Festtage und damit die klischeeträchtigsten aller Wintertage vorbei, beginnt für viele Menschen das Warten auf den Frühling. Das Erwachen der Natur bringt aber nicht nur warme Sonnenstrahlen und prachtvolle Blüten mit sich. Mit den steigenden Temperaturen klettern auch die Zecken wieder aus dem wintergeschützten Unterholz, bereit, Menschen und Tiere zu beissen und dabei gefährliche Krankheiten zu übertragen. Beatrice Zwicky-Keel ist eidg. dipl. Apothekerin ETH und Geschäftsführerin der Topwell DorfApotheke in Zuchwil. 10 Schweizer Hausapotheke 1-2018 Die Zeckensaison dauert in der Schweiz je nach Gesamtwetterlage von März bis Oktober. Ein milder Winter verlängert das Treiben der kleinen Blutsauger entsprechend. Jedes Jahr begeben sich während dieser Periode im Schnitt rund 23 000 Menschen wegen eines Zeckenbisses in professionelle Behandlung. Die Dunkelziffer aller Bisse dürfte um einiges höher liegen. Das weiss auch Beatrice Zwicky-Keel, geschäftsführende Apothekerin der Topwell DorfApotheke im solothurnischen Zuchwil: «Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Zeckenbiss mit Krankheitserregern infiziert zu werden, ist hoch. In der Schweiz ist mittlerweile etwa jede dritte Zecke eine Trägerin von Borrelien-Bakterien. Ungefähr drei Prozent sind mit dem FSME-Virus infiziert.» Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME bildet gemeinsam mit der Borreliose das Duo der beiden bedeutendsten Zeckeninfektionen: «Die Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst und kann unbehandelt zu schweren Nervenerkrankungen, Gelenksentzündungen und schweren Hauterkrankungen führen», so Zwicky-Keel. Eine Impfmöglichkeit gegen Borreliose gebe es nicht, jedoch biete der Apothekerschrank eine Vielzahl anderer Schutzmassnahmen, die je nach individuellen Gegebenheiten getroffen werden können. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei FSME um eine Viruserkrankung. Die Möglichkeit einer daraus hervorgehenden Hirnhautentzündung dürfte mittlerweile den meisten Menschen bekannt sein: «Bleibende Schäden in Form von Kopfschmerzen, Müdigkeit oder fortlaufenden Konzentrationsstörungen können die Folgen einer Infektion sein.» Individuelle Beratung für den optimalen Schutz Wer einen Biss nicht unmittelbar bemerkt, der erkennt ihn etwa an der sogenannten Wanderröte, dem insbesonders für Borreliose typischen, kreisförmigen Fleck rund um die betroffene Stelle. Andere Anzeichen, wie beispielsweise grippeähnliche Gelenk- und Muskelbeschwerden oder eine ganzheitlich auftretende Müdigkeit, deuten hingegen auf einen Biss ohne Borrelien-Bakterien hin. In jedem Fall ist der Gang zum Arzt sinnvoll, begleitet durch die latente Unsicherheit, ob und in welcher Form die Zecke Trägerin gefährlicher Krankheiten war. Um solche Szenarien so gut es geht zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich bereits vor der Saison Gedanken zum Thema Zeckenschutz zu machen. Anders als bei der Borreliose gibt es die Möglichkeit, sich gegen eine FSME-Infektion zu impfen. Beatrice Zwicky-Keel betont an dieser Stelle die Wichtigkeit, sich vor einer Zeckenimpfung individuell beraten zu lassen: «Nicht für jede Person ist sie in gleichem Masse geeignet. Individuelle Faktoren wie das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand, das Wohngebiet, der Arbeitsort sowie die Freizeitgestaltung machen eine Impfung mehr oder weniger sinnvoll.» Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig und individuell abstimmbar. Zwicky-Keel und ihre qualifizierten Kolleginnen und Kollegen der Topwell-Apotheken bieten an insgesamt 40 Standorten eine fachkompetente und auf persönliche Bedürfnisse abgestimmte Beratung rund um das Thema Zeckenschutz. Mischa Felber Weitere Informationen gibt es auch im Netz unter www.topwell.ch

Proteine und essenzielle Aminosäuren: zentral für Ihre Gesundheit Die entscheidende Rolle, die die Zufuhr von Proteinen beziehungsweise essenziellen Aminosäuren für den menschlichen Körper spielt, wird zu wenig beachtet oder gar vernachlässigt. Dies ist besorgniserregend und stellt ein Problem für die Volksgesundheit dar. Was sind essenzielle Aminosäuren? Die Proteine, aus denen unser Körper besteht und die seinen Stoffwechsel sicherstellen, bestehen aus einem bestimmten Verhältnis von Aminosäuren. Manche kann der Körper selbst bilden, aber die acht sogenannt essenziellen Aminosäuren müssen aufgenommen werden. Optimal in Menge und Anteil sind sie als tierisches Protein vorhanden, in geringerem Mass in pflanzlicher Nahrung. Eine zu geringe Menge einer einzigen Aminosäure reicht dabei aus, um die gesamte Protein synthese auszubremsen. Wer riskiert eine zu geringe Zufuhr von Proteinen oder essenziellen Aminosäuren? All jene, die mit zu wenig Proteinen versorgt sind, insbesondere aus tierischen Quellen, riskieren Stoffwechselstörungen; nachzuweisen sind diese bereits nach zwei Wochen. Ältere Menschen essen allzu oft weniger und sind schon deshalb am häufigsten betroffen, vor allem wenn sie auf Proteine tierischen Ursprungs und damit auf essenzielle Aminosäuren verzichten. Dieselben Probleme tauchen bei strikten Abmagerungskuren auf. Geradezu grotesk ist die Situation von Veganern und von Vegetariern, wenn sie zu wenig Eier und Milchprodukte konsumieren. Mangelzustände tauchen auch in der Rekonvaleszenz nach chirurgischen Eingriffen oder nach einer Krankheit häufig auf. Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit Ja beantworten, ist es höchste Zeit, Ihre Zufuhr an Proteinen und insbesondere essenziellen Aminosäuren zu überprüfen, so dass Ihr Stoffwechsel (wieder) optimal läuft. • Nehmen Sie im Alltag wenig oder keine Proteine tierischen Ursprungs ein (Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Milchprodukte)? Ja Nein • Haben Sie Muskelmasse verloren oder den Eindruck, Ihre Kräfte liessen nach? Ja Nein • Leiden Sie an Osteoporose oder hatten Sie bereits einen Knochenbruch? Ja Nein • Wenn Sie als Frau im gebärfähigen Alter sind, ist Ihre Regelblutung unregelmässig oder fällt sie gar aus? Ja Nein • Ernähren Sie sich vegan oder vegetarisch? Ja Nein • Machen Sie eine Abmagerungskur? Ja Nein Welche Folgen hat eine mangelnde Zufuhr an Proteinen oder essenziellen Aminosäuren? Ein Mangel an Proteinen oder essenziellen Aminosäuren wirkt sich auf den gesamten Hormonhaushalt aus. Schon nach zwei Wochen gehen die Produktion von Wachstumsfaktoren und der Gewebeaufbau zurück. Die Produktion von Sexualhormonen wird eingeschränkt und kann bei Frauen zum Ausbleiben des Zyklus und bei Männern zu Hypogonadismus (sinkender Testosteronspiegel) führen. Die hormonellen Veränderungen und die Verminderung der Bausteine zur Bildung der Proteine belasten rasch den gesamten Organismus. Dies lässt sich beispielsweise beim Knochenschwund beobachten, der zu Osteoporose und zu Komplikationen infolge von Knochenbrüchen führt. Die schwindende Muskelmasse lässt ihrerseits die Kräfte schwinden und zieht Schwäche und Stürze nach sich. Welche vorbeugende oder heilende Massnahmen sind bei einer mangelnden Zufuhr an Proteinen oder essenziellen Aminosäuren zu treffen? Die Lösung liegt logischerweise darin, verschiedene Proteine tierischen Ursprungs zu konsumieren, aber oft stehen dieser natürlichen Funktion Unlust, Appetitlosigkeit, Glaubenssätze oder psychische Störungen im Weg. Zwar sind Nahrungsergänzungen mit Proteinen verfügbar und werden auch oft eingesetzt. Da sie tierischen Ursprungs sind, ist ihre Zusammensetzung nicht mit den Bedürfnissen der Veganerinnen und Veganer vereinbar. Leider hemmen Konsistenz und Kaloriengehalt überdies oft den Appetit, besonders bei älteren Menschen, und schränken damit die übliche Ernährung als Quelle unabdingbarer Nährstoffe ein. Eine kalorienarme Nahrungsergänzung ausschliesslich aus essenziellen Aminosäuren benötigen deshalb nicht nur Seniorinnen und Senioren, sondern auch Veganerinnen und Veganer. Vonnöten ist sie auch während Abmagerungskuren und in der Rekonvaleszenz nach einem chirurgischen Eingriff. Eine solche Nahrungsergänzung lässt nicht bloss in weniger als einer Woche die Hormonproduktion wieder anlaufen, sondern regt auch die Knochenbildung und die Muskelfunktion an. Zurzeit ist in der Schweiz nur ein einziges Nahrungsergänzungsmittel dieser Art im Handel, und zwar Nutrinamin ® . Es ist nie zu spät zum Handeln – Ihre Gesundheit steht auf dem Spiel! Professor Patrick Ammann Abteilung Knochenkrankheiten Universitätsspital Genf Schweizer Hausapotheke 1-2018 11

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