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Schweizer Hausapotheke 1/18 – Gesunde Lektüre seit 1929

Zweithaar und Haarersatz

Zweithaar und Haarersatz sind Vertrauenssache Ein Haarteil oder eine Perücke zu tragen kostet viele Menschen Überwindung. Erst wenn der Leidensdruck über schütteres Haar oder gar totalen Haarverlust gross genug ist, fällt die Entscheidung für einen Haarersatz. Sind die Ängste rund um das künstliche Haar heute noch begründet? Wir haben uns bei einem führenden Schweizer Zweithaarspezialisten umgesehen. Unauffällig bis unsichtbar Marco Roth ist CEO der «Perückeria/haarpraxis». Er führt durch einen grossen Showroom, in dem hunderte von unterschiedlichen Zweitfrisuren in allen Längen, Formen und Farben ausgestellt sind. Die meisten Perücken, Halbperücken und Haarteile sind aus Synthetik- und aus Echthaar. Wobei die Unterschiede zwischen echt und «falsch» bei den hochwertigen Zweithaaren für einen Laien nicht auszumachen sind, selbst aus der Nähe betrachtet. Die riesige Auswahl sei für viele Klientinnen aus der ganzen Schweiz ein entscheidender Grund für den persönlichen Besuch in Zofingen (AG). Vertrauen durch Beratung Am Anfang jeder Entscheidung, welches Modell das Richtige für die Kundin ist, steht eine ausführliche Fachberatung. Die Kundin geniesst eine Stunde individuelle Einzelberatung in einem separaten Raum, ohne die Anwesenheit anderer Kunden. Alles läuft ruhig, diskret und ungestört, weshalb Beratungen nur auf Voranmeldung erfolgen können. Solche Beratungsgespräche seien nicht immer einfach. Ein Teil der Kundinnen in der «haarpraxis» seien nämlich Krebspatientinnen, denen eine Chemotherapie bevorstehe oder die sie schon hinter sich hätten. «Es ist ganz wichtig, das Vertrauen der Kundin zu spüren. Wir möchten, dass sie sich wohl fühlt mit dem Haarersatz und vor allem glücklich ist mit ihrem Aussehen.» Aber auch Kundinnen ohne Krebsdiagnose haben oft einen langen Leidensweg hinter sich, bevor sie sich für einen Haarersatz entscheiden. Beim «Kreisrunden Haarausfall» sind auch sehr viele junge Frauen betroffen. Je nach Schweregrad des Haarverlustes sind hier Vollperücken oder Haarergänzungen für Teilbereiche nötig. Auch Haarverdichtungen sind sehr gefragt Diese Nachfrage hat markant zugenommen, weil immer mehr Frauen wegen extrem feinen oder zu dünnen Haar mit ihrer Frisurensituation unglücklich sind. «Die Kundinnen sind von unseren Echthaar-Integrationen so begeistert, weil sie unsichtbar sind und endlich die Frisuren ermöglichen, die sie sich oft schon sehr lange gewünscht haben.» Handwerker und Künstler Im Laufe der Beratung zeigt sich, welche Art von Zweithaar geeignet ist und wie es befestigt werden soll. Auch die Befestigungsmöglichkeiten von Haarersatz sind eine kleine Wissenschaft. Sie reichen von Toupet-Clips über die verschiedensten Klebemöglichkeiten bis hin zu innovativen Mini-Klettverschlüssen. Heute ist es nämlich durchaus möglich, Zweithaar beim Sport, zum Beispiel Schwimmen zu tragen. «Es ist grundsätzlich wichtig, dass die Kundin einem Haarersatz nicht negativ gegenübersteht.» Haarersatz aus dem Internet? Natürlich hat auch die Perückeria einen modernen Webshop. «Wir können es aber nicht oft genug betonen: Für einen richtigen Haarersatz geht nichts über eine grosse Auswahl und eine kompetente Fachberatung. Haarprobleme löst man keinesfalls mit einem Kauf via Webshop», erklärt Marco Roth. Markante Zeichen für die hohe Qualität des Anbieters sind auch die ISO 9001 Zertifizierung des Betriebes sowie eine über 25-jährige Erfahrung. Wenn Zweithaar ein «Muss» ist An Haarersatz, der medizinisch oder beruflich begründet ist, leistet die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) Kostenbeiträge. So haben Menschen, bei denen die Voraussetzungen für IV-Leistungen an den Haarersatz erfüllt sind, zum Beispiel bis zum AHV-Alter Anspruch auf maximal 1500 Franken jährlich für Perücken/Haarersatz. Grundvoraussetzungen sind die nachgewiesene Bedürftigkeit nach dem Zweithaar sowie eine ebenfalls medizinisch nachgewiesene voraussichtliche Mindesttragedauer von einem Jahr. Fazit Haare haben eine enorme Bedeutung für das persönliche Wohlbefinden. Jede/r wird bestätigen, wie sehr ein missratener Haarschnitt oder eine widerspenstige Frisur sich auf die Stimmung auswirkt. Noch viel belastender sind schütteres Haar, Haarlücken oder Glatzenbildung. Mit Zweithaar gewinnen viele Menschen ein grosses, bedeutendes Stück Lebensqualität zurück. Weitere Informationen erhalten Sie bei Perückeria/haarpraxis by Hairplay GmbH, Untere Grabenstrasse 8 4800 Zofingen Telefon 062 752 57 00 www.perueckeria.ch oder E-Mail info@perueckeria.ch. Bitte beachten Sie, dass für Beratungstermine eine telefonische Voranmeldung unerlässlich 50 Schweizer Hausapotheke 1-2018

Gesundheit in Blogform Gelenkschmerzen und Anlaufschwierigkeiten Es gibt Dinge, die weiss man erst zu schätzen, wenn sie einem plötzlich fehlen. Im Juni letzten Jahres wurde ich mit der Diagnose Hämochromatose konfrontiert. Eine Eisenspeicherkrankheit, die auf einem Gendefekt beruht. Die Folgen sind penetrante Gelenkschmerzen, insbesondere in Füssen, Knien und Handgelenken. Mit 57 Jahren fiel es mir natürlich besonders schwer, die plötzlichen schmerzhaften Einschränkungen hinzunehmen. Als lebensfroher Mensch gehören bei mir Mobilität und Spaziergänge zur Existenzgrundlage. Für mich war das immer selbstverständlich und entsprechend wenig erfreute ich mich daran. Erst als mich die fortschreitende Krankheit bewegungstechnisch immer stärker einschränkte, begann ich die schmerzfreie Bewegungsfreiheit im Alltag zu vermissen und richtig wertzuschätzen. Besonders schlimm waren die Schmerzen beim Aufstehen am Morgen oder nach längerem Sitzen am Schreibtisch. Ich hatte regelrechte Anlaufschwierigkeiten. Auch das Tragen hoher Schuhe, das für viele Frauen bei entsprechenden Anlässen einfach dazugehört, wurde zur unerträglichen Qual. Hämochromatose ist ein Gendefekt und deshalb nicht heilbar. Zur gängigen Behandlungsstrategie gehören drei bis vier Blutspenden pro Jahr. Mit jedem Aderlass verringert sich der Eisengehalt im Blut und die Gelenkentzündungen werden etwas abgeschwächt. Begleitend wurden mir Schmerzmittel verschrieben. Hämochromatose ist relativ selten. Zum Glück aber gibt es viele andere Krankheiten, die ebenfalls hauptsächlich Gelenkschmerzen verursachen. Zum Beispiel Arthrose, mit über 90 Prozent Betroffenen ab 65 Jahren eine echte Volkskrankheit. Entsprechend breit ist die Palette verschiedenster Salben und Cremes, die Linderung versprechen. Ausprobiert habe ich viele, sowohl auf pflanzlicher als auch auf chemischer Basis – mit oder ohne Schmerzmittel. Doch allen Versprechungen zum Trotz brachte keine Anwendung die ersehnte Linderung. In einer Anzeige las ich von einem Präparat namens Soufrol Arthro, das unter anderem organischen Schwefel und Menthol enthält. Diese Kombination erschien mir einzigartig und ich erinnerte mich daran, vormals bereits an anderer Stelle gelesen zu haben, dass Schwefel eine positive Wirkung auf Entzündungen und Verspannungen habe – insbesondere auch bei Problemen mit Arthrose. Sogar der Tubenverschluss ist den Einschränkungen im Handbereich entsprechend einfach zu öffnen. Bereits zwei Wochen nach der ersten Anwendung stellte sich endlich eine nachhaltige Besserung ein. Die doppelte Wirkung mit unmittelbarer Kühlung und nachfolgender Anregung körpereigener Heilungsmechanismen erwies sich als angenehm und effektiv. Neben der Creme für Knie und Handgelenke gibt es auch ein Schwefel-Öl-Bad. Dieses eignet sich besonders für die Behandlung der in Mitleidenschaft gezogenen Füsse. Mittlerweile ist ein bisschen Zeit vergangen und die verloren geglaubten Selbstverständlichkeiten meines Alltags kehren langsam zurück. Nun bin ich guter Dinge, dass ich pünktlich zum Schneetreiben bereit bin für entspannende und vor allem schmerzfreie Winterspaziergänge. Dass ich diese in vollen Zügen geniessen und wertschätzen werde, dessen bin ich mir heute absolut sicher. Heidi Dotta Ihre Meinung zum aktuellen Beitrag oder Ihre eigene Gesundheitsgeschichte in Blogform: blog@schweizerhausapotheke.ch Schweizer Hausapotheke 1-2018 51

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