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Nr. 1 / 2018

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Schweizer Hausapotheke 1/18 – Gesunde Lektüre seit 1929

Rückbesinnung auf die

Rückbesinnung auf die Natur und ihre Heilkräfte Zunehmende Antibiotika-Resistenzen zwingen uns zum Umdenken Die Wunderwaffe der modernen Medizin ist stumpf geworden, ja sogar gefährlich. Der übermässige Konsum von Antibiotika hat dazu geführt, dass viele krank machende Bakterien, die früher damit bekämpft werden konnten, in alarmierendem und rasch weiter zunehmendem Ausmass resistent, ja sogar multiresistent geworden sind. Zudem schädigen Antibiotika, soweit sie überhaupt noch wirken, auch die guten Bakterien, ohne die wir nicht leben können, sowie die Mitochondrien, die Kraftwerke in unseren Zellen. Ohne sie wird unser körpereigenes Immunsystem geschwächt, welches bei der Abwehr unerwünschter Erreger eigentlich die wichtigste Rolle spielen sollte – umso mehr dann, wenn Antibiotika nicht mehr wirken. All das sind Gründe genug, den Einsatz von Antibiotika zu überdenken, ihn auf das Allernötigste zu beschränken und sich auf Alternativen zu besinnen. Dies hat im Wesentlichen mit einer Rückbesinnung auf eine naturgemässe Lebensweise einerseits und auf natürliche Heilmittel andererseits zu tun. Das eigene Abwehrsystem stärken Im Zentrum stehen dabei unser eigenes Abwehrsystem und all das, was uns hilft, es zu stärken. Das beginnt bei unserer Ernährung: Je naturbelassener und vielfältiger sie ist, je weniger Schadstoffe und Pestizidrückstände Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär- und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden, müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen. Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A-Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf der Webseite www.nvs.swiss aufgeführt. 52 Schweizer Hausapotheke 1-2018 sie enthält, desto mehr führt sie unserem Organismus jene Nährstoffe zu, die er benötigt, und desto weniger belastet sie ihn mit Chemikalien, die ihn schädigen. Gleiches gilt hinsichtlich Antibiotikarückständen und multiresistenten Keimen. Denn beide sind in unserem Essen enthalten, falls es aus Tierfabriken und Fischzuchten stammt, in denen Antibiotika ins Futter gemischt werden, um in tierunwürdigen Verhältnissen die Ausbreitung von Krankheiten zu unterdrücken oder schlimmer noch, um als Wachstumsbeschleuniger zu wirken. Zu einer naturgemässen Lebensweise, verbunden mit der Stärkung unseres Abwehrsystems, gehören auch genügend Bewegung, ausreichend Schlaf auf der Basis eines regelmässigen Schlafrhythmus, bewusste Entspannung und die Vermeidung von übermässigem Stress. Gesundheitsfördernd wirken zudem das Meiden von Suchtmitteln und synthetischen Medikamenten sowie die Minimierung und Abschirmung von Elektrosmog vor allem in Form von Mikrowellenstrahlung, wie sie von unseren Mobil- und Schnurlostelefonen oder über WLAN und Bluetooth ausgesendet wird. Darüber hinaus sollten wir auf eine übertriebene Hygiene verzichten; denn nur so kann vor allem der kindliche Organismus lernen, sich eigenständig mit Bakterien auseinanderzusetzen. Heilkräuter, die auch Leben retten können Unser Abwehrsystem stärken können wir aber auch mit Naturheilmethoden. Bei vielen von ihnen stellt die Förderung der Selbstheilungskräfte nicht von ungefähr ein zentrales Element dar, umso mehr, als diese viel grösser sind, als manche denken. Ein wichtiger Stellenwert kommt dabei Heilpflanzen zu. Sie enthalten Wirkstoffgemische, die dank ihrer natürlichen Zusammensetzung eine Vielzahl von Körperfunktionen fördern. Bei richtiger Anwendung haben sie im Gegensatz zu isolierten oder gar chemisch hergestellten Substanzen kaum unerwünschte Nebenwirkungen. Falls sie antiseptisch nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren wirken, sind bei ihnen zudem keine Resistenzen zu befürchten. Denn die natürliche Vielfalt an antibiotisch wirkenden Stoffen ist bei ihnen im Gegensatz zu synthetischen Antibiotika derart gross, dass es Bakterien nicht gelingt, Resistenzen dagegen zu entwickeln. Es wird deshalb angesichts der vielen multiresistenten Keime in Spitälern, Pflegeheimen und Arztpraxen wohl nicht mehr lange dauern, bis bekannte Pflanzen wie die Kapuzinerkresse, der Beifuss, Salbei, Thymian und Ingwer oder weniger bekannte wie das Bergbohnenkraut, Cryptolepis, Sida oder der Zweizahn sowie der altbewährte Honig auch in der etablierten Medizin wieder einen grösseren Stellenwert erhalten werden. Eine wichtige Hilfestellung dazu gibt das Buch «Pflanzliche Antibiotika» von Stephen Harrod Buhner, einem der weltweit führenden Experten für angewandte Pflanzenmedizin. Es enthält vielfältige und gut verständliche Hinweise, wie wirksame und unter Umständen lebensrettende pflanzliche Heilmittel auch selber hergestellt werden können. Tipps für eine naturgemässe Lebensweise sowie für wirksame Heilkräuter erhalten Sie zudem in einem Reformhaus, in der Drogerie oder Apotheke sowie bei den vielen Komplementärtherapeutinnen und Naturheilpraktikern auf www.nvs.swiss. Dr. oec. Hans-Peter Studer ist Mitwelt- und Gesundheitsökonom, Erwachsenenbildner und Buchautor.

Schweizer Firma lüftet das Geheimnis Tibetischer Rezepturen In der Schweiz der Siebziger- Jahre waren Yoga, Akupunktur, Meditation und Ingwer keine gängigen Begriffe. Man wusste wenig über asiatische Kulturen und Heilpraktiken. Trotzdem versuchte eine kleine Schweizer Firma Brücken zwischen diesen Welten zu schlagen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Jahrhunderte alte Rezepturen aus der Tibetischen Medizin wissenschaftlich zu erforschen und herzustellen. Mit Erfolg. Die bekannteste Rezeptur «Padma 28» ist seit 40 Jahren auf dem Markt und ist heute ein bewährter Klassiker der Phytotherapie. Am Anfang stand eine uralte Formel aus der überlieferten Rezepturen-Sammlung einer tibetischen Ärztefamilie: Die Kampfer-Rezeptur «Gabur». 1977 gelang der Schweizer Padma AG eine Sensation. Sie schaffte es, die komplexe 28. Rezeptur dieser Sammlung weiterzuentwickeln und als Arzneimittel gegen Durchblutungsstörungen zu registrieren. Gegen «versteckte Hitze» «Die originale Formel heisst ‹Gabur› und löst gemäss den alten Quellen ‹versteckte Hitze›. Heute wissen wir, dass damit Formen chronischer Entzündungen gemeint waren – vergleichbar mit dem modernen Begriff der ‹silent inflammation› für Entzündungsprozesse», erklärt Dr. Herbert Schwabl, Geschäftsführer der Padma AG. Chronische Entzündungen, von Rheuma bis Arteriosklerose, sind heute Volkskrankheiten. Sie hängen direkt mit dem modernen Lebensstil zusammen, der von Bewegungsmangel und üppiger Ernährung geprägt ist. «Äussern sich erste Gesundheitsprobleme, so ist es wichtig, auf sanfte Weise gegenzusteuern, um auf lange Sicht eine gute Lebensqualität zu bewahren.», so Schwabl. Padma 28 wirkt bei Anzeichen von Durchblutungsstörungen: Einschlafen von Händen und Füssen, Ameisenlaufen, Schweregefühl in den Gliedmassen. Geheimnis liegt im ganzheitlichen Ansatz Die Rezepturen aus der Tibetischen Medizin bestehen aus einer Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe, die sich gegenseitig in der Wirkung unterstützen und mögliche unerwünschte Effekte ausgleichen. Dadurch wirken diese Vielstoffgemische gleichzeitig auf mehreren Ebenen im Körper und sind nebenwirkungsarm. «Pflanzen tragen Schutzstoffe in sich, die sie vor Sonnenstrahlung oder Feinden schützen», erklärt Dr. Schwabl. «Stoffe wie Polyphenole, Tannine oder Flavonoide entfalten auch in unserem Körper eine Wirkung. Jedoch haben wir sie fast vollständig aus unserer modernen, industriell produzierten Ernährung verbannt – und jetzt fehlt uns ihre Schutzfunktion. Pflanzliche Präparate wie Padma 28 können diese Lücke füllen.» Diesen Umstand macht sich der 56-jährige Biophysiker auch persönlich zunutze: «Als Büromensch und Chef der Firma bin ich nicht immer vor Stress und Bewegungsmangel gefeit. Unsere pflanzlichen Rezepturen sind für mich eine ideale Form der Prävention. Allerdings schlucke ich die Kapseln nie ganz, sondern öffne sie, um den Geschmack des Pulvers zu befreien. Die Bitterstoffe darin sind für mich wie ein Echo jener Ganzheit, die uns heute fehlt.» «Bitter» nötig in unserer Zeit Die Tibeter haben früh erkannt, dass die herben und bitteren Substanzen in den Pflanzen auch wichtige Botenstoffe für unsere Gesundheit enthalten. Da der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann, müssen sie dem Organismus zugeführt werden. In der heutigen Ernährung sind aber genau die Geschmacksrichtungen «herb» und «bitter» nicht Gemäss der Tradition der Tibedards in der Schweiz hergestellt. beliebt und nahezu verschwunden. durchblutungsfördernd, entzüntischen Medizin wirkt die Formel Bei der Komposition Tibetischer dungshemmend und bei Atemwegsinfektionen antibakteriell. Arzneien ist die Myrobalane mit ihrem herben und bitteren Es ist ein zugelassenes Arzneimittel und in Apotheken und Droge­ Geschmack eine der zentralen Pflanzen. Auch die moderne Forschung weiss, dass ihre pflanzrien in der Schweiz erhältlich. lichen Schutzstoffe entzündungshemmend und positiv auf das Lesen Sie die Packungsbeilage. Immunsystem wirken. Tibetisches Wissen in Schweizer Qualität Padma 28 besteht aus 20 pulverisierten Kräutern, einem Mineral und Kampfer. Die Mischung wird nach höchsten Qualitätsstan­ PADMA AG ist europaweit das einzige Unternehmen, das pflanzliche Arzneimittel aus der Traditionellen Tibetischen Medizin (TTM), nach international gültigen pharmazeutischen Qualitätsrichtlinien (GMP, Good Manufacturing Practice) herstellt. Seit der Gründung 1969 werden alle Rezepturen ausschliesslich in der Schweiz hergestellt. Das inhabergeführte KMU beschäftigt knapp 40 Mitarbeitende in Wetzikon ZH. Aktuell werden 10 Pflanzenkompositionen, basierend auf der TTM, für den weltweiten Markt produziert und vertrieben. www.padma.ch Schweizer Hausapotheke 1-2018 53

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