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Nr. 2 / 2019

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Eltern, bleibt gelassen!

Eltern, bleibt gelassen! «Trotzanfälle» bei Kindern zwischen zwei und vier Jahren sind völlig normal. Die Kinder befinden sich in einem Zwiespalt zwischen Trennungsangst und Abenteuergeist, möchten die Welt entdecken, benötigen aber gleichzeitig die Geborgenheit der Eltern. Hin- und hergerissen zwischen beiden Bedürfnissen, sind sie verunsichert. Diese inneren Spannungen führen oft zu heftigen Gefühlsausbrüchen. Nicht umsonst wird das Trotzalter «Pubertät im Kleinkindalter» genannt. Ähnlich wie pubertierende Teenager entdecken die kleinen Persönlichkeiten im Alter von zwei bis vier Jahren ihren eigenen Willen und versuchen, ihre Grenzen auszutesten – oftmals zu Lasten von Zeit und Nerven der Eltern. Und so manche jungen Eltern fragen sich, wie «streng sein» überhaupt geht. Oder ob man so einiges auch mal durchgehen lassen kann, um den Willen des Kindes nicht zu brechen. Beispiele zuhauf Eltern kennen solche Situationen bestens: Luca möchte lieber Orangensaft statt Apfelsaft und schmeisst sich einfach tobend auf den Boden. Marco will weiter auf der Schaukel bleiben und nicht nach Hause. Lea will trotz strömendem Regen unbedingt mit ihren Ballerinas in den Kindergarten gehen. Sie trommelt wütend gegen die Tür und Sie müssen nicht immer müssen! zum kalt oder warm Trinken Medizinprodukt zur Akutbehandlung und Vorbeugung von Blasenentzündungen. Ohne Antibiotika, Zuckerzusatz, künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe. www.alpinamed.ch Alpinamed Preiselbeer D-Mannose Trinkgranulat 18 Schweizer Hausapotheke 2-2019 schmeisst ihre Stiefel durch den Flur. Allen drei gemeinsam ist ein ohrenbetäubendes «Neeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnn!» Echte Klassiker, diese Trotzanfälle, bei denen die Kinder innert Sekunden von null auf hundert sind. Ein Trotzanfall ist mit einer durchgebrannten Sicherung vergleichbar: Bei diesem Kurzschluss entlädt sich explosionsartig aufgestauter Frust, zum Teil in Kombination mit Sorgen und Ängsten. Zwar mag die Ursache noch so klein erscheinen, sie ist trotzdem die Initialzündung für einen grossen Knall. Das Kind wird von einem inneren Zorn überwältigt, den es in diesem Moment selbst nicht kontrollieren kann. Diese Erkenntnis ist wichtig, da sich bei Trotzanfällen weder ein geduldiges Einreden auf ein Kind noch eine grosse Schimpftirade auszahlt. Es ist für die Eltern eine äusserst nervenaufreibende Situation – für das Kind aber auch! Wichtiger Schritt ins Leben Auch wenn die Trotzphase noch so schwierig ist und manche Eltern sich nicht mehr zu helfen wissen: Genau in dieser Zeit macht das Kind einen Schritt, der für sein weiteres Leben und das Zusammenleben wichtig ist – es lernt seinen Willen steuern. Eine ungeheure Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz ist für Kinder die Voraussetzung, um gut durch die ersten Lebensjahre zu kommen. Bereits früh lernen sie: Im Leben muss man durchhalten, nicht nachlassen, bis man geschafft hat, was man schaffen will. Und zum Schluss ist man schliesslich mächtig stolz. Wie jedes Kind laufen lernen muss, muss es auch lernen, die eigenen Emotionen zu regulieren; und Geduld zu haben, wenn die Bedürfnisse nicht umgehend befriedigt werden. Kleinkinder entwickeln einen Plan und wollen diesen dann hochmotiviert und voll Stolz umsetzen. Leider scheitern sie dann entweder an den noch unzureichend ausgebildeten motorischen oder sprachlichen Fähigkeiten, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, die eigenen Vorstellungen umzusetzen – oder aber die Eltern machen ihnen einen Strich durch die Rechnung. Nur ein Fachbegriff Es gibt Fachleute, die gehen davon aus, dass es ein so genanntes «Trotzalter» gar nicht gebe. Es sei eine natürliche Entwicklung, dass sich das Kind ab zwei Jahren aus der kompletten Abhängigkeit von den Eltern zu einem teilweise unabhängigen Individuum entwickle. Wenn die Eltern versuchten, diese Entwicklung des Kindes zu verhindern, zu beeinträchtigen oder gar darüber zu bestimmen, würde das Kind mit gutem Grund trotzen. Gerade in dieser Phase bräuchten Kinder Eltern, welche sie wertschätzen und anleiten würden. Diese Phase sei entscheidend für das Kind, um neue Fertigkeiten, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu entwickeln. Sie sei auch prägend für die Herausbildung des Charakters und die Qualität der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Deshalb sollten Eltern die wachsende Unabhängigkeit ihres Kindes eigentlich als grosses Geschenk und nicht als Problem betrachten. Immer gleich behandeln Was gar nicht geht: Das Kind zu Hause und in der Öffentlichkeit verschieden zu behandeln. Es verliert so das Vertrauen in die Eltern. Es ist überhaupt nicht verboten, das Kind auch einmal anzuschreien. Kinder brauchen echte und emotionale Menschen um sich herum. Danach sollten Eltern ihrem Kind allerdings auch sagen, dass sie überreagiert haben, und dafür die Verantwortung übernehmen. Und schliesslich ist es auch ganz wichtig, nicht an der Situation zu verzweifeln; sich selber zu vergeben, einen Schlussstrich zu ziehen und das Verhalten des Kindes ja nicht persönlich zu nehmen. Häufig löst ein trotziges Verhalten des Kindes frühere (Kindheits-)Erinnerungen an Ablehnung bei den Eltern aus, die mit der aktuellen Situation wenig zu tun haben. Wichtig ist hier also, sich dessen bewusst zu sein und inneren Abstand zu schaffen. Es sollte versucht werden, dem Verhalten des Kindes ruhig zu begegnen. Und schliesslich heisst es auch: «Übung macht den Meister.» Auch aus einem momentanen Versagen lernen die Kinder:

Fünf Regeln gegen Wutanfälle Die ungeliebten Anfälle lassen sich zwar nicht völlig vermeiden; aber die Zahl lässt sich dezimieren. Auch die Heftigkeit des Ausbruchs lässt sich etwas begrenzen. Stress-Situation Viele Ausbrüche entstehen, wenn Kinder entweder überfordert, müde oder hungrig sind. Reduzieren Sie die Auswahlmöglichkeiten des Kindes bei Essen und Spiel. Richten Sie zum Beispiel die Kleider für den nächsten Tag gemeinsam mit dem Kind nach dem Abendessen. Und vermeiden Sie, wenn immer möglich, einen Einkauf mit einem hungrigen Kind. Ruhe Halten Sie sich an feste Abendrituale und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind genügend schläft. Beides hilft gegen abendliche Wutanfälle. Wenn nämlich bestimmte Abläufe immer gleich sind, lernt das Kind schnell, dass sich ein Auflehnen dagegen nicht lohnt. Regeln Jedes Kind braucht Halt. Stellen Sie deshalb verlässliche Regeln auf – und halten Sie daran ohne Diskussionen und Ausnahmen fest. Das Kind wird so gar nicht auf die Idee kommen, Grenzen auszuloten. Ablenkung Kleine Kinder lassen sich in manchen Situationen leicht ablenken, etwa mit: «Schau mal, da drüben ist ein grosser Lastwagen.» Oder: «Hilf mir doch mal, das Regal mit dem Brot zu finden.» Die Chance besteht, dass der Sturm so relativ rasch vorüberzieht. «Gezielter» Wutausbruch Helfen Sie Ihrem Kind herauszufinden, wie es mit seiner Wut umgehen kann: Wenn die Wut raus muss, helfen Einschlagen auf ein dickes Kissen oder Schläge mit Boxhandschuhen auf einen Boxsack. Auch hier gelten klare Regeln, was erlaubt ist – und was nicht. zum Beispiel, dass Fehler erlaubt sind, dass man stets an sich arbeiten kann und auch muss, dass alle Menschen menschliche Tugenden haben. Kein böser Wille Kein Kind im Trotzalter möchte seine Eltern bewusst durch Trotz beleidigen oder ihre Liebe und Geduld auf die Probe stellen. Wer das begriffen hat, der weiss: In ein paar Minuten ziehen die Wolken vorüber. Dann nimmt man sich gegenseitig in die Arme und spricht darüber – und morgen ist ein neuer Tag. Das zu begreifen ist die eine Sache. Das andere sind die Gefühle, mit denen Eltern konfrontiert werden, Gefühle von Hilflosigkeit, Wut und Unverständnis. Ein kleiner Trost: Allen Eltern geht es in dieser Situation ähnlich. Die Wutausbrüche haben nichts mit schlechter Erziehung zu tun. Und: Kinder bekommen ihre Wutanfälle meist nur bei Menschen, zu denen sie volles Vertrauen haben. Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR-Fachmann. Seit 2001 arbeitet er selbständig im Bereich Gesundheit und Gesellschaft. Müde? Schlapp? Andreabal AG, 4123 Allschwil www.andreafer.ch Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Folsäure, Vitamin B6 + B12 und Vitamin C. • ohne Gluten, Zucker und Laktose • Einnahme ohne Wasser, 1× täglich • leckerer Geschmack mit Himbeeraroma Gutschein: Ich möchte gratis ein Stick-Muster AndreaFer® Eisen. ■ Frau Name ■ Herr Gratismuster AndreaFer Eisen Stick-Muster erhältlich unter www.andreafer.ch Strasse, Nr. Vorname PLZ, Ort Einsenden an: Andreabal AG, Binningerstrasse 95, 4123 Allschwil NEU AndreaFer ® Eisen Die Eisen-Sticks leckeren Gratismuster erhältlich unter www.andreafer.ch oder mit diesem Gutschein. ✁ V2018 Schweizer Hausapotheke 2-2019 19

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