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Nr. 2 / 2019

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Lästiger Reizhusten

Lästiger Reizhusten Husten schützt die Bronchien vor Fremdkörpern. Gelegentlich wird aus dem natürlichen Reinigungsmechanismus ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden sollte. Husten ist eines der typischen Anzeichen einer Erkältung. In der Anfangsphase tritt er häufiger auf und klingt trocken. Einige Tage später scheint er von tief unten zu kommen und Sekret mit sich zu führen. Er sorgt dafür, dass die Atemwege nicht durch Schleim blockiert und Mikroben nach aussen befördert werden. Neben Erkältungen können auch andere Ursachen Reizhusten auslösen: Kehlkopfentzündungen, Asthma, Bronchitis, Lungenembolien, Sodbrennen, bestimmte Medikamente sowie Allergien und Luftverschmutzung – etwa durch Abgase, Reinigungsmittel oder Tabakrauch. Wenn ein Reizhusten ungewöhnlich häufig und/oder über mehrere Wochen auftritt, ist er ein wichtiger Warnhinweis. Beispielweise können chronische Nebenhöhlenentzündungen ebenfalls zu Reizhusten führen. Ein Arztbesuch ist bei anhaltendem Husten sicherheitshalber ratsam. Häufiger Urindrang Oberflächlicher Husten kommt bei älteren Menschen gehäuft vor. Auslöser ist öfters Flüssigkeitsmangel: Da mit abnehmenden Körperkräften der Gang zur Toilette immer beschwerlicher wird, reduzieren manche Senioren die Trinkmenge. Bei anderen funktioniert der Verschlussmechanismus der Blase nicht mehr richtig, etwa aufgrund einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder wegen einer vergrösserten Prostata; auch sie begegnen dem Problem mit weniger Trinken. Dieses Verhalten ist verständlich – ratsam ist es nicht. Durch das Flüssigkeitsdefizit sind auch die Schleimhäute der Atemwege zu trocken: Krankheitserreger, Fusseln und Staubpartikel können kaum mehr nach aussen befördert werden, dadurch entsteht vermehrter, trocken klingender Husten. Die Atemwege versuchen die Fremdkörper loszuwerden; aber mit zu trockenen Schleimhäuten und einem trockenen Kehlkopf gelingt dies nur schwerlich. Der mit wenig Flüssigkeit versorgte Organismus neigt zudem zu Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnis störungen, Kreislaufproblemen sowie Verstopfung. Kaffee, Schwarztee, Cola und Alkohol in grösseren Mengen wirken harntreibend. Daher sollten sie mit Augenmass konsumiert werden. Auch zunehmende Vergesslichkeit kann zu Flüssigkeitsdefiziten führen, wenn der Überblick über die Trinkmenge verloren geht. Abhilfe schafft eine morgens gut sichtbar hingestellte Flasche Wasser, die bis abends geleert sein muss; als Alternative eignen sich ein Krug Kräutertee sowie verdünnte Obstsäfte. Gezieltes Muskeltraining im Beckenboden kann bei Frauen und Männern helfen, Probleme beim Wasserlassen zu reduzieren. Gegen häufigen Hustenreiz helfen neben den klassischen Hustenbonbons, Hustensäften, -salben und -tees auch Hausmittel: wie der Saft von Zwiebeln (mit Honig vermengt), Isländisch Moos, Thymian, Eibischtee sowie Inhalationen mit Kamille. Zusätzlich sollte insbesondere während der Heizperiode für genügend befeuchtete Raumluft gesorgt werden. Wichtig: Wenn der Hustenreiz quälend wird, kann er mit pharmazeutischen Heilmitteln reduziert werden; er sollte aber nicht komplett unterdrückt werden, weil sonst seine wichtige, reinigende Wirkung der Atemwege ausser Funktion gesetzt wird. Mikroben und Fremdkörper können sich so leichter festsetzen, Schleim wird nicht mehr nach aussen befördert. Dies kann zu Infekten führen. Warnsignal In eher seltenen Fällen wird Reizhusten durch die Psyche beeinflusst. Menschen haben sehr unterschiedliche Mechanismen, mit Stress, Druck oder Angst umzugehen. Manche kauen an den Fingernägeln, weitere nesteln an ihren Haaren oder Kleidern, bei einigen wird die Nervosität als anhaltendes Räuspern oder als Hustenreiz abreagiert. Durch Heilmittel lässt sich diese Art von Reizhusten kaum reduzieren – helfen können beispielsweise Atemtherapie sowie Ent - spannungstrainings. Ständiger Hustenreiz kann ein Warnzeichen für kaum zu ertragende Umstände in der Familie oder am Arbeitsplatz sein. 40 Schweizer Hausapotheke 2-2019 Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit 1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig.

Was beim Zahnen helfen kann Viele Eltern können ein Lied davon singen: Unruhige Tage und Nächte mit einem weinerlichen, reizbaren und vielleicht leicht fiebrigen Säugling – das Zahnen kann für alle ganz schön anstrengend sein. Bis zum Alter von drei Jahren verschaffen sich 20 Milchzähne ihren Platz im kleinen Kiefer; Klein und Gross schätzen in diesen Phasen wirksame Linderung. Schon vor der Geburt sind die Milchzähne und die bleibenden Zähne im Kieferknochen angelegt. Durchschnittlich ab dem sechsten Lebensmonat brechen die ersten an die Oberfläche durch: In der Regel sind es die unteren beiden Schneidezähne, die den Anfang machen. Ihnen folgen die oberen und seitlichen Schneidezähne, zuletzt die Backen- und Eckzähne. Bis zum dritten Geburtstag ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen vollständig. Bei manchen Babys läuft das Zahnen fast unbemerkt ab, sie leiden kaum und die Zähnchen werden von den Eltern rein zufällig entdeckt. Abgesehen von den paar Glückspilzen sind Beschwerden beim Zahnen aber weit verbreitet; ein zwar ganz normaler, aber häufig ziemlich anstrengender Entwicklungsschritt. Ein Zahndurchbruch dauert im Schnitt acht Tage und wiederholt sich in unterschiedlichen Abständen und bis zum vollständigen Gebiss zwanzig Mal. Wirksame Hilfsmittel stehen also hoch im Kurs. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Zulassungsnummer: 59057 Im Beratungsalltag von Frau Wattinger, Drogistin, ist das Zahnen ein immer wiederkehrendes Thema. Wir haben sie nach ihren Tipps gefragt. Was sind die typischen Anzeichen fürs Zahnen, Frau Wattinger? Weil der bevorstehende Zahndurchbruch mit einer lokalen Zahnfleischentzündung verbunden ist, juckt und schmerzt das angeschwollene Zahnfleisch. Die Säuglinge plagen sich damit, sind untröstlich und unleidig. Dazu kommen unruhiger Schlaf, Weinerlichkeit und ein erhöhter Speichelfluss; manchmal auch leichtes Fieber und ein verminderter Appetit. Die zeitweilige Verweigerung beim Trinken kommt bei manchen Babys daher, dass die Saugbewegung die Durchblutung anregt und die betroffene Stelle damit noch empfindlicher macht. Oft lässt sich beobachten, dass die Kleinen auf allem herumkauen, was greifbar ist? Genau, das ist sehr typisch, wenn der Durchbruch des Zähnchens kurz bevorsteht. Das «Sabbern» steigert sich weiter und das Baby schnappt sich und kaut alles, was in der Nähe ist: Im Gegensatz zur Saugbewegung scheint leichter Druck den Schmerz etwas zu lindern. Achten Sie also speziell darauf, was sich in der Phase so alles in Griffweite befindet. Und das Reiben an den Ohren? Babys reiben sich beim Zahnen gerne mit den Händen an den Wangen und Ohren, das lindert das Spannungsgefühl im Kiefer. Falls Sie aber den Eindruck haben, dass Ihr Baby übermässig leidet, sollten Sie sich vergewissern, dass weder eine Grippe noch eine Ohrenentzündung dahinterstecken. Was können Eltern tun, um dem geplagten Säugling zu helfen? Auch wenn Eltern und andere Betreuungspersonen während der unruhigen «Zahn-Zeit» selber an Grenzen stossen, ist es wichtig, den Kleinen besonders viel Zuwendung und Ruhe zu schenken. Schon einfache Hilfsmittel erleichtern die Situation für alle: So sorgen etwa Halstücher oder Lätzchen dafür, dass auch beim starken Sabbern Hemdchen und Strampler trocken bleiben. Spezielle, leicht gekühlte und einfach zu desinfizierende Beissringe sorgen für Erleichterung beim Baby, bieten Sicherheit beim Kauen und unterstützen die Mundhygiene. Und schliesslich gibt es auch natürliche Präparate, die Linderung verschaffen und fürs Kleine unbedenklich sind. Was empfehlen Sie? Sehr praktisch in Dosierung und Anwendung sind die homöopathischen Trinklösungen Camilia von Boiron. Als Einzeldosen verpackt sind sie sehr handlich – auch für unterwegs –, immer hygienisch und leicht zu verabreichen. Die Homöopathie ist eine schonende Behandlungsmethode, die sich schon für Babys eignet. Auf der Basis von gereinigtem Wasser entfalten die drei natürlichen Wirkstoffe, beispielsweise wilde Kamille, ihre Wirkung bei allen Symptomen des Zahndurchbruchs: Sie lindern ein verstärktes Kau-, Beissoder Saugbedürfnis, den erhöhten Speichelfluss oder die Reizbarkeit Ihres Babys. Erhältlich in Apotheken und Drogerien Michèle Wattinger ist diplomierte Naturheilpraktikerin TEN mit den Schwerpunkten Ernährung und Vitalstoffe. Die zweifache Mutter arbeitet im MÜLLER Reformhaus Vital Shop an der Pelzgasse 13 in Aarau und ist online unter www.tenvital.ch erreichbar. Schweizer Hausapotheke 2-2019 41

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