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Nr. 2 / 2020

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Masseure – mehr nicht.

Masseure – mehr nicht. Medizinische Betreuung im eigentlichen Sinn gab es damals nicht. Trainingseinheiten, Trainingsaufbau und Ernährung sind mit heute nicht zu vergleichen. Die zukünftigen Fussballer werden schon bei den Junioren auf dieses Leben vorbereitet und dementsprechend strukturiert trainiert. Sie sind fit und haben eine bessere Kondition. Wir machten bei den Junioren im Training ein «Mätschli» – und das wars. Beim FCB waren wir einst drei Stürmer, alle waren 1,70 Meter gross. Auch das hat sich geändert: Die heutigen Spieler sind im Schnitt viel grösser, aber trotzdem wendig und athletisch. Fussball ist heute viel schneller, aber auch härter geworden. Zudem sind die heutigen Spieler besser geschützt. Bei groben Fouls zückt der Schiedsrichter schneller eine gelbe oder rote Karte. Das war zu meiner Zeit noch nicht so – leider. Was ist beim Teamsport am wichtigsten? Das Wichtigste ist ganz klar der Teamgeist. Wenn der Teamgeist stimmt, kann eine Mannschaft viel mehr leisten und schlussendlich auch gewinnen. Das hängt nicht unbedingt vom Talent ab. Auch eine weniger talentierte Mannschaft kann über sich hinauswachsen und gegen einen Goliath gewinnen – wenn der Teamgeist stimmt. Wenn aber in schlechten Zeiten jeder die «Schuld» an den anderen delegiert und keiner bereit ist, für das Team zu gehen und mannschaftsdienlich zu spielen, dann wird es gefährlich. Jeder muss über sich hinauswachsen und alles geben. Eine Mannschaft mit zu vielen Häuptlingen und keinen Indianern «ICH WOLLTE IMMER SPIELEN. WENN ICH AUSGEWECHSELT WURDE, WAR ICH ENTTÄUSCHT.» kann keinen anhaltenden Erfolg feiern. Wie wichtig ist der Kopf – der mentale Bereich – im Fussball? Das war früher noch kein Thema. Der Trainer redete mit uns – manchmal auch unter vier Augen. Er kritisierte, wurde auch einmal laut oder gab uns einen persönlichen Tipp. So wie heute auf dieser Ebene gearbeitet wird, das kannten wir damals nicht. Auch wir waren bereits einem Leistungsdruck und psychischen Belastungen ausgesetzt, aber im Hintergrund gab es keinen Staff, der betreute und unterstützte. Heute haben die meisten Spieler einen privaten Psychologen und im Club einen Mentalcoach. Wir mussten mit all dem In seiner Freizeit ist Erni Maissen regelmässig auf zwei Rädern unterwegs. Druck alleine zurechtkommen. Wer das konnte, hatte Erfolg; wer das nicht konnte, bekam Probleme. Ein gutes Beispiel ist das Versagen, wenn es «um die Wurst ging». Im Training top zu sein und dann vor den Fans in einem wichtigen Spiel nicht zu genügen, das war hart und kam schon vor. Diese persönlichen Niederlagen musste jeder alleine verarbeiten. Heute ist die Treue zu einem Club nicht mehr so in Mode. Weshalb? Oft ist ein Club ein Sprungbrett, um in eine bessere Liga wechseln zu können. Da spielt leider das Herz keine Rolle mehr. Das ist nicht verwerflich, aber es ist spürbar. Viele Spieler, die wechseln, sitzen oft auf der Ersatzbank und warten auf kleine Einsätze – wenn sie überhaupt welche bekommen. Das wäre für mich schlimm gewesen. Ich wollte immer spielen. Wenn ich einmal ausgewechselt wurde, war ich enttäuscht. Für uns war das zu jener Zeit eine harte Strafe. © Foto: zvg Hattest du Verletzungen? Am Anfang spielte ich lange verletzungsfrei. Von schweren Verletzungen blieb ich mehr oder weniger verschont. Einmal riss ein Innenband am Knie und ein Aussenband am Knöchel. Gegen Ende meiner Karriere – im Alter von dreissig Jahren – litt ich häufig unter Zerrungen. Offensichtlich waren diese auf eine Überbelastung der Muskulatur zurückzuführen. Diese Folgen äusserten sich vor allem in den Waden und hinten an den Oberschenkeln. Da meldete sich mein Körper, der jahrelang stark strapaziert wurde. Das war ein Zeichen für mich, auf meinen Körper zu hören – und die Fussballschuhe an den Nagel zu hängen. © Foto: Sylvia Felber Wie gingst du mit Niederlagen um? Niederlagen im Fussball sind am nächsten Tag schon vergessen. Das muss so sein. Die Trainings müssen voll konzentriert stattfinden und der Fokus bereits auf dem nächsten Spiel liegen. In einem Mannschaftssport geht das einfacher als in einem Einzelsport. Da kommt der Teamgeist wieder zum Tragen. Jeder 8 Schweizer Hausapotheke 2-2020

versucht, den anderen zu motivieren. Im Fussball ist vieles berechenbar – aber nicht alles. Mit der Routine eines Spielers wächst auch der Glaube, dass es nach Niederlagen auch wieder aufwärts gehen kann. Du bist 62 Jahre alt. Hat der Spitzensport bei dir Spuren hinterlassen? Nein, eigentlich nicht. Ich habe keine Knie- oder Hüftprobleme. Viele meiner ehemaligen Kollegen leiden unter solchen Folgen. Ich fühle mich wohl, kann jeden Sport ausüben, der mir Freude bereitet und mache es auch. Wenn ich heute Fussball spiele, dann will der Kopf immer noch wie früher. So kommt es vor, dass meine Muskeln sich melden — und zwicken. Wie war das Karriereende für dich? Im ersten Moment war es wie eine Erlösung. Zur Person Erni Maissen spielte im offensiven Mittelfeld 406 Spiele für den FC Basel und wurde mit ihm zweimal Schweizer Meister. Von 1982 bis 1983 spielte er beim FC Zürich und von 1987 bis 1989 bei den Berner Young Boys. Zudem bestritt er 26 Spiele für die Schweizer Nationalmannschaft. 1991 beendete er seine Profikarriere. Als Fussballexperte ist Erni Maissen immer montags in der Sendung «FCB total» bei Telebasel zu Gast. In seiner Freizeit verbringt er viel Zeit auf dem Mountainbike, draussen in der Natur. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Der tägliche Druck, bedingt durch die Trainings und wichtigen Spiele, fiel gänzlich weg. Ich musste nicht mehr immer Leistung zeigen, gewinnen und mich exponieren. Ich spielte ja zwei Jahre bei YB und kam dann zurück zum FC Basel, der zu dieser Zeit in der Nationalliga B spielte. Die Zufriedenheit war allgemein nicht mehr da und der Druck und die Erwartungshaltung auf die Mannschaft waren riesig. Ich spürte bei mir, dass ich diesem Druck nicht mehr ganz gewachsen war, bedingt auch durch mein Alter. Etwa zwei Jahre nach meinem Rücktritt spürte ich eine Art Wehmut – vor allem, wenn ich im Stadion sass – und ich musste mir eingestehen, dass es eine wirklich gute Zeit gewesen war. Das geht mir heute noch so. Das bleibt einfach! Ich würde heute sofort wieder spielen – leider geht es nicht mehr … Was hat dir der FC Basel gegeben? Dieser Club hat mir ermöglicht, meinen Traum zu leben. Die Unterstützung der Fans war riesig und die Anerkennung spürbar. Das hat mein Leben bestimmt, beeinflusst und ist auch heute noch tief in mir drin. Ich habe bei Erni Maissen während des ganzen Gesprächs ein Funkeln in den Augen gesehen und eine grosse Begeisterung für seinen Sport gespürt. Das ist nicht selbstverständlich und ein grosses Geschenk, das scheinbar bis heute wie ein grosser Schatz in ihm ruht. Fussballherz, was willst du mehr … Erni, vielen Dank für das spannende Gespräch! Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin und FCB-Fan. Zähneknirschen ‒ Schnarchen – Schlafapnoe Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben. Sind es psychische Gründe wie Depressionen, Angststörungen oder neurologische Erkrankungen, können oft pharmazeutische oder natürliche Mittel Hilfe bringen. Haben die Symptome jedoch eine mechanische, physische Ursache, so helfen meist keine Medikamente. Nehmen wir zum Beispiel das Schnarchen und die häufig damit verbundene, obstruktive Schlafapnoe: Während des Schlafes erschlaffen die Zungenmuskulatur und das umliegende Gewebe. Die Öffnung der oberen Atemwege verringert sich und das Vibrieren des erschlafften Mundgewebes verursacht die Schnarchgeräusche. Oft unbemerkt verschliessen sich Atemwege vollkommen, und es entstehen die gefährlichen Atemaussetzer. Verständlicherweise gibt es kein Medikament, um diesen mechanischen Vorgang zu behandeln. Es mussten also mechanische Lösungen für das Problem gefunden werden. Forschungen und Studien haben schliesslich die zwei besten Lösungen identifiziert: 1. Das CPAP-Verfahren. Hierbei wird der Patient über durch einen Kompressor erzeugten, kontinuierlichen Atemwegsüberdruck mit Luft versorgt. 2.Mithilfe einer speziellen Zahnschiene wird der Unterkiefer während des Schlafes für einige Millimeter nach vorne verlagert. Dadurch wird das Zurückfallen der Zunge verhindert. Dies öffnet die Atemwege, verhindert das Schnarchen und die gefährlichen Atemaussetzer. Eine andere, weit verbreitete Ursache von Schlafstörungen ist das Zähneknirschen (Bruxismus). Das vom Unterbewusstsein gesteuerte Pressen und Knirschen ist eine Reaktion auf erlebte Stresssituationen im Alltag. Man kann zwar versuchen, diesen Stress durch gewisse Übungen abzubauen; aber wenn dies nicht gelingt, gibt es kein Medikament, um diese unbewusste Parafunktion zu verhindern. Um wenigstens die schweren Folgen des Bruxismus abzuwenden, gibt es nur die mechanische Lösung einer individuellen Zahnschiene. Diese schützt die Zähne gegen Abrieb, entlastet das Kiefergelenk und die gesamte Kopfmuskulatur. Seit über zehn Jahren haben sich die Knirschschiene SoluBrux und die Anti- Schnarchschiene SoluNox als wirksame Alternative nicht nur im Alltag, sondern auch in Universitätsstudien bewährt. In Apotheken und Drogerien erhältlich. Alle Informationen: www.w3.solutions Schweizer Hausapotheke 2-2020 9

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