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Nr. 2 März/April 2018

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90 Jahre – modern wie nie! In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Hausapotheke biegen wir ein ins Jubiläumsjahr. Unter anderem beleuchten wir wie es früher war. Als Vergleichsquelle diente unser Archiv..

.... es Früher war …

.... es Früher war … besser, entspannter, ruhiger – vielleicht sogar lebenswerter? Als Kind habe ich mich ab älteren Menschen genervt, die dauernd in den früheren Zeiten schwelgten. Heute sehe ich es mit anderen Augen. Das gab mir Anlass einmal ins Archiv zu steigen und unseren «Schatz» von damals näher in Augenschein zu nehmen. Die Schweizer Hausapotheke wurde 1929 zum ersten Mal gedruckt und ist seither auf dem Markt. In diesen fast 90 Jahren war sie mal dicker, mal dünner, aber immer fest im Zeitschriftenmarkt verankert. 1940 stand auf dem Titelbild: Schweizer Haus-Apotheke: Belehrende Monatsschrift mit praktischen Winken für Familie und Haus, für gesunde und kranke Tage. Sie klärte unter anderem ihre Leserinnen und Leser über die neusten medizinischen Errungenschaften auf, gab Tipps zur Haushaltsführung und setzte mit festen Rubriken Zeichen. Das machen wir ebenfalls – seit bald 27 Jahren. Dazu kommt die neue Rubrik «Wie war es eigentlich damals?»: Meine Recherchen im Keller haben Früchte getragen. In Zukunft nehmen wir Sie mit auf eine interessante Zeitreise und erzählen Ihnen, welche Neuigkeiten auf den Markt kamen, welche Trends Zeichen setzten und wie die Menschen beraten wurden und gelebt haben. Auch Tipps rund um den Haushalt und die Gesundheit kommen nicht zu kurz. Starten möchte ich aber nun mit dem weiblichen Geschlecht. Das Frauenbild war damals völlig anders, und ohne diese Tatsache zu werten, möchte ich Ihnen einen Einblick in den Alltag einer Frau von einst geben. Beim Recherchieren musste ich – wie schon im Editorial erwähnt – ein paar Mal schmunzeln, staunen oder sogar den Kopf schütteln. Sprache von früher Alle Texte, die nun folgen, sind in der Schweizer Hausapotheke einmal erschienen. Ich werde die Originaltexte abdrucken. Sprachlich gibt es Unterschiede zum Schreibstil von heute. Zuerst möchte ich Ihnen aufzeigen, wie die Schweizer Hausapotheke 1943 Werbung in eigener Sache veröffentlichte: Die Schweizer Hausapotheke ist in erster Linie eine Hauszeitschrift und kein Reklameprospekt. Dies hebt ihren Werbewert und bedingt, dass die darin enthaltenen Anzeigen auch gelesen werden. Konzentrieren Sie Ihr Werbebudget auch auf die Schweizer Hausapotheke und Sie werden überrascht sein, wie viel mehr Sie herausholen können. Bitte verlangen Sie einmal unseren unverbindlichen Besuch. Wir können Sie dann weitgehend und erschöpfend orientieren. (Schweizer Hausapotheke, Nr. 9, September 1943, 14. Jahrgang) Klippen für den Hausfrieden Jedes echte Männerherz krampft sich zusammen beim Gedanken an die bevorstehende Frühjahrsputzete, an abgenommene Gardinen, schwimmende Fussböden und ähnliche Begleiterscheinungen, die nicht gerade dazu beitragen, die Gemütlichkeit 6 Schweizer Hausapotheke 2-2018

im trauten Heim zu fördern. Und jedes echte Frauenherz schlägt höher beim Gedanken, den Winterstaub aus dem letzten Winkel herauszufegen, aus dem letzten Teppichrest herauszuklopfen. Da ich mit dem Männerherzen beginne, wird die aufmerksame Leserin gleich gemerkt haben, dass ich zur anderen Seite gehöre. Damit wir uns aber richtig verstehen, will ich mich beeilen, zu versichern, dass ich nichts gegen die «Useputzete» einzuwenden habe, nur gegen die unüberlegte «Putzete», gewissermassen den Hausfriedensbruch unter den nötigen Putztagen, habe ich etwas – und zwar eine ganze Menge! Zunächst bin ich der Ansicht, dass die «Useputzete» nicht mit Arbeit beginnen sollte, sondern mit einem Arbeitsplan. Man stellt also einmal fest, welche Arbeiten überhaupt zu erledigen sind, fasst gleichartige Arbeiten zusammen, dann geht es viel schneller, und sorgt vor allen Dingen, dass die erforderlichen Materialien griffbereit liegen. Denn wenn man mitten in der Arbeit erst anfangen muss zu suchen, etwa die Tapetenreste vom Wohnzimmer, um ein Stückchen auszubessern, oder man muss erst Kleis ter, Salzsäure und Ähnliches besorgen, dann geht so viel Zeit verloren, dass auch die tüchtige Hausfrau nicht rechtzeitig fertig wird. Hat man eine Übersicht über die zu erledigenden Arbeiten, dann müsste es möglich sein, sie so auf die einzelnen Tage zu verteilen, dass das Regiment der Schrubber, Putzlappen und Teppichklopfer sich nicht bis in die Abendstunden ausdehnt, sondern dass dann immer wieder ein Minimum von Wohnlichkeit hergestellt ist. Also liebe Hausfrau, muten Sie sich nicht zu viel auf einmal zu, dann schonen Sie nicht nur Ihre Kräfte, sondern auch den Frieden Ihrer Familie! Wenn Sie Ihren Feldzugplan aufstellen, vergessen Sie nicht, dass Ihr Apotheker alles vorrätig hat, was Sie für Ihre Arbeit benötigen. Der Apotheker geht Ihnen auch gern mit Ratschlägen an die Hand, wenn Sie Probleme haben, mit denen Sie nicht fertig werden. (Lina Stirnimann-Rey, Haushaltslehrerin, Rubrik «Von Frau zu Frau», Schweizer Hausapotheke, Nr. 4, April 1952, 23. Jahrgang) Lindert Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen. Original DR. ANDRES Wallwurzsalbe Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Andres Pharma AG Schweizer Hausapotheke 2-2018 7

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