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Nr. 3 / 2019

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Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1 Lernen auf drei dialektische Individuell dosierbar Gelegentlich verstopft? Midro ® – Pflanzliche Abführhilfe bei gelegentlicher Verstopfung. Rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Dies sind Arzneimittel. Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. kräuter - frisch beugt Entzündungen vor gesundes Zahnfleisch gegen Mundgeruch frischer Geschmack gegen Heiserkeit seit 100 Jahren gegen Aphthen hoch wirksam nachfüllbar Schweizer Qualitätsprodukt; erhältlich in Apotheken und Drogerien Midro AG, CH-4125 Riehen Wer gar keine oder nur zwei Alternativen denken kann, bleibt in der Entwicklung seiner geistigen Möglichkeiten zurück. Es ist ein grosser Schritt in der Entwicklung der Intelligenz, vom zweidimensionalen Denken in die dritte Ebene vorzustossen; das heisst, vom «Entweder-oder» über das «Sowohlals-auch» Wege zu kreativen Lösungen zu finden. Die erste Welterfassung des Kindes wird geprägt von seinen Mitmenschen, die den Dingen einen Namen geben. Bald lernt es, die benannten Dinge auch in Zusammenhänge zu bringen. Im vorsprachlichen Lernen geschieht dies im geistigen Verbinden eigener Sinneseindrücke und eigener Bewegungen. Daher nannte der Genfer Experimentalpsychologe Piaget die ersten Lebensjahre «senso-motorische» Phase der Intelligenz. Intelligenz lässt sich übersetzen in «Fähigkeit, die Welt zu verstehen» oder in «Einsichtsfähigkeit». Von Motorik zu Handeln Die ersten Einsichten, die ein Säugling so gewinnt, sind vermutlich zufälliger Natur. Seine unwillkürlichen Bewegungen treffen die Dinge seiner Welt an. Diese geben ihm Rückmeldung über ihre Beschaffenheit: kalt oder warm, hart oder weich, flüssig oder fest und andere mehr. Aus der Bewegung (Aktion) und den Berührungen, die als Sinneseindrücke ins geistige Zentrum zurückfliessen, entstehen Bilder. Sie bestehen aus einer Erinnerung der motorischen und einer Erinnerung der sinnlichen Erfahrung. Die ersten intelligenten Akte sind die Verknüpfungen dieser beiden Erfahrungen: Der geistige Prozess beginnt mit der Vorstellung, dass meine Bewegung mit diesem bestimmten Sinneseindruck in Zusammenhang steht. Das ist ein in höchstem Masse aufregender Erkenntnisschritt. Bald beginnen Kinder, solche Erfahrungen einer Überprüfung zu unterziehen. Sie wiederholen die Bewegung und erwarten in der Folge den bekannten Sinneseindruck. Aus diesem Schritt gehen vielfältige Intelligenz-, Gefühlsund Willensprozesse hervor. Auf der geistigen Ebene wird das Experimentieren zum Zweck des Erkenntnisgewinns erworben. Emotional entstehen einerseits Entdeckerfreude und Neugier (Motivation), andererseits Beruhigung und Befriedigung (Sicherheitsempfinden), wenn sich das Experiment als geglückt erweist – Frust und Angst (Misstrauen), wenn es misslingt; denn dann stimmt ja die als sicher geglaubte Ordnung nicht mehr. Auf der Willensebene geht aus der rein motorisch zufälligen Bewegung das planende Handeln hervor. Sie wird der Grundstein sein, auf dem ich mein Selbstbewusstsein und vor allem meine Selbstsicherheit aufbaue und mir zutraue, mein Leben selber in die Hand zu nehmen. Beruhigende Ordnung Ich bleibe im Folgenden beim emotionalen Aspekt des Denkens. Schon immer ist bekannt, dass es Mut braucht, aus gewohnten Denkbahnen auszusteigen. Wenn die geltende Ordnung, 38 Schweizer Hausapotheke 3-2019

zählen und das Denken die sich ein Kind noch kriechend aufzubauen beginnt, plötzlich ins Wanken gerät, kehrt die alte Urangst zurück: Ich bin auf Gedeih und Verderben unbekannten Kräften, fremdem Willen und dem Gutdünken der andern ausgeliefert. Ich kann nicht sicher sein, dass ich mein Leben selber beherrsche. Die bestehende Ordnung! Nun besteht aber diese Ordnung nie für alle Menschen in derselben Form. Was für den einen Sicherheit bedeutet, ist für den andern ein Gefängnis. Was die Mutter allerliebst findet, ist für den Vater – oder gar den Bruder – dummes Zeug. Die häuslichen Ordnungsvorstellungen – sei es beim Aufräumen oder beim Anstand – können stark auseinandergehen. Und erst recht die Kindergärtnerin: Was die für eine Ordnung verlangt, hat schon gar nichts mehr mit dem zu tun, was ich bisher als sicher glaubte und an dem ich mich orientierte. Da ist es ganz zentral, mit dieser Vielfältigkeit umgehen zu lernen: Ambiguitätstoleranz nennt dies die Psychologie: Aushalten können, dass es verschiedene Ordnungen gibt. Wer das nicht kann, muss sich um seines Seelenheiles und seines inneren Friedens willen gegen die «falsche Ordnung» wehren. Alternativlosigkeit Wer in sich selber nur ungenügende Selbstsicherheit aufbauen durfte, hat schlechte Karten in einer multikulturellen Welt. Um seine innere Balance zu stabilisieren, kann er nicht neugierig auf unbekannte Ordnungen (Alternativen zum eigenen Lebensvollzug) sein. Er kennt nur die eine Ordnung, die er erlernt hat und die ihm Heimat ist. Eine Zumutung, wenn verlangt wird, diese zu relativieren. Relativieren heisst in Bezug setzen: Es gilt, einerseits das eigene Leben oder die Zustände der Herkunft als zeit- und ortsgebunden zu erkennen; und andererseits unbekannte Lebens- und Ordnungsvorstellungen neugierig in ihrem geschichtlichen Zusammenhang zu untersuchen. Wem das unmöglich ist, verfällt der Alternativlosigkeit. Sie ist die Folge sowohl geistiger als auch emotionaler Beschränkung, die – so meine These – bei vielen Kindern aus zu früher Überforderung mit diesen Lebensfragen erwächst. Verlangen wir von Kindern bereits geistige Prozesse und/oder gefühlsmässige Flexibilität, bevor sie dazu entwicklungspsychologisch fähig sind, so treiben wir sie in eine tiefe Verunsicherung. Diese Weleda Euphrasia- Augentropfen ohne ohne Konservierungsmittel Konservierungsmittel GEREIZTE AUGEN? Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Weleda AG, Schweiz Packungsbeilage. Weleda AG, Schweiz Schweizer Hausapotheke 3-2019 39 Wel_Anz_Euph_92x256_df.indd 1 15.03.19 11:37 Wel_Anz_Euph_92x256_df.indd 1 15.03.19 11:37

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