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Nr. 3 / 2018

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Damit der Frühling schön und farbenfroh wird, hat der Osterhase mit der übriggebliebenen Eierfarbe den Himmel bemalt. Mit der vorliegenden Ausgabe wünschen wir Ihnen den einen wundervoll bunten Start in die warme und helle Zeit des Jahres!

Dem Himmel näher Sie

Dem Himmel näher Sie ist eine Frau, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht, tierliebend ist, Kinderbücher schreibt, unter anderem Schiffspfarrerin war und viele Jahre das «Wort zum Sonntag» im Schweizer Fernsehen sprach. Heute ist die charismatische Theologin in einer grossen Gemeinde im Kanton Baselland tätig. Die Antworten von Florence Develey auf meine Fragen waren für mich berührend und lehrreich. Florence, warum bist du Pfarrerin geworden? Im Progymnasium hatten wir einen tollen Lateinlehrer. Obwohl wir in einem schwierigen Teenageralter waren, haben wir diesen Lehrer geliebt. Später fanden wir heraus, dass er vor seiner Heirat ein Mönch war. Dieser Mensch hat mich sehr beeindruckt. Er war ein Vorbild für mich. Der zweite Grund war, dass meine jüngste Schwester schwer behindert auf die Welt kam. Während der Schwangerschaft betete meine ganze Familie, dass es meiner Mutter und dem werdenden Kind gut gehen möge. Das kam aber ganz anders. Ich fand keinen Grund dafür. Die Antwort meines Vaters, der Arzt ist, genügte mir nicht. Er meinte, dass in der Natur solche Dinge passieren. Ich wollte eine Antwort und überlegte, mit welchen Menschen ich diese Fragen diskutieren könnte. Am ehesten wohl mit Theologen und Philosophen. Das waren für mich Gründe, das Theologiestudium zu beginnen. Sicher gab es noch andere Beweggründe, abgesehen davon, dass ich immer ein gläubiger Mensch war und mich diese Thematik extrem interessierte. Hast du eine Antwort erhalten? Nach vielen Studien, Recherchen, gewälzten Büchern und nächtelangen Gesprächen bin ich zum Schluss gekommen, dass es auf diese Fragen keine Antwort gibt. Es hat viel Zeit gebraucht, um diese Erkenntnis zu akzeptieren. Für mich kann nichts schön geredet werden. Es ist eine tiefe Erkenntnis, dass es keine Antwort gibt. Ich lernte zu akzeptieren, dass es gewisse Sachen gibt, die wir nicht verstehen können und bei denen uns auch keine Antwort zusteht. Ich stelle mir aber vor – es ist ein wenig kindlich – dass ich nach meinem Tod beim lieben Gott auf der Schoss sitze und er mir alle Antworten gibt, die ich auf der Welt nie bekommen habe. Darauf freue ich mich jetzt schon. Solange wir auf der Erde so begrenzt leben, bekommen wir keine Antworten. Vielleicht stellen wir auch nicht die richtigen Fragen?! Ich bin überzeugt, dass es zwischen Himmel und Erde sehr viel gibt, das wir nicht einmal ansatzweise verstehen. War für dich diese Erkenntnis versöhnlich? Ich suchte eigentlich keinen «runden» Abschluss. Es hat sich so ergeben. Ich kann auch gut damit leben, dass etwas nicht aufgeht und nicht unbedingt versöhnlich ist. Es ist auch schwierig auszuhalten, dass es auf Fragen keine Antworten gibt. Das erlebe ich auch im Alltag zum Beispiel bei einer Sterbebegleitung oder in Gesprächen mit Angehörigen. Es gilt zu lernen etwas auszuhalten. Sich auch mit Themen zu beschäftigen, die Fragen aufwerfen. Sich nicht abzulenken ist wohl mit der Zeit einfacher. 6 Schweizer Hausapotheke 3-2018

Hat sich in deiner langen Tätigkeit etwas verändert oder hast du dich geändert? Der Beruf als solcher hat sich nicht verändert. Ich aber habe mich sicher verändert. Ich würde nicht mehr unbedarft Sätze weitergeben, die ich einmal gelernt habe. Zum Beispiel, dass der Herrgott etwas auferlegt, um uns zu prüfen. Man wird bescheidener und handelt reflektierter. Als ich eine junge Pfarrerin war, habe ich viel über Stolz oder dass wir stolz sein dürfen geredet. Nach einer Predigt machte mich jemand darauf aufmerksam, dass er das Wort Demut viel wichtiger fände als Stolz. Im Moment freute mich dieser Input nicht. Je älter ich aber werde, desto mehr rückt das Thema Stolz in den Hintergrund und macht der Demut Platz. Das hat sicher mit der eigenen Entwicklung zu tun. Wenn du deine Frau stehst, deinen Platz gefunden hast auf dieser Welt, rückt die Demut näher. Wie definierst du Demut? Dass ich nicht immer zuerst überlege, was mir etwas bringt, welchen Nutzen ich daraus ziehen kann, sondern ich trete einmal ins zweite Glied zurück und lass die anderen gross sein. Ab einem gewissen Alter ist vieles erreicht oder nicht mehr so wesentlich. Bei Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen diesen Punkt nicht erreicht haben, wird es wichtig, dies zu fördern. Ihnen zu zeigen, dass sie Teil eines Ganzen und deshalb sehr wichtig sind. Konkret wird Teamarbeit viel wichtiger. Gemeinsam etwas erreichen, gemeinsam unterwegs sein, das ist wichtig. Eher die Stillen in die erste Reihe lassen. Lindert Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen. Original DR. ANDRES Wallwurzsalbe Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Andres Pharma AG Schweizer Hausapotheke 3-2018 7

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