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Nr. 4 / 2020

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Positiv, negativ oder

Positiv, negativ oder einfach nur interessant? ALLTAGSS ZENE Seit Tagen gibt es fast nur noch ein Thema: Das Corona-Virus. Die Auswirkungen sind gigantisch – und wie es weitergeht, weiss auch niemand. Ist das gut oder schlecht? Oder beides? Tausende Flugzeuge stehen am Boden, hunderte von Kreuzfahrtschiffen sind verankert. Strassen und Autobahnen sind halbleer, Busse und Züge nur minimal besetzt. Kein Eishockey und kein Fussball am Fernsehen, dafür unzählige Sendungen zum Thema «Corona». Fakten und Zahlen, Reportagen, Hintergrundsendungen, Einschätzungen, mögliche Auswirkungen, Diskussionen, Kommentare bis fast zur Bewusstlosigkeit. Kaum jemand kommt am Thema vorbei, kaum jemand, der im Alltag nicht davon betroffen ist. Und so sitze auch ich zu Hause und mache mir meine Gedanken. Sicher ist für mich vorerst nur etwas: Ich bin weder Virologe noch Immunologe, ich kann also die Gefährlichkeit dieses Käfers nicht einordnen. Und so halte ich mich bei Diskussionen auch zurück mit Einschätzungen über den Ernst der Lage, oder auch über einen weiteren möglichen Verlauf. Und ich bin nicht Ökonom. Somit kann ich auch nicht wirklich abschätzen, welche wirtschaftlichen Folgen der Ausbruch dieses Virus hat. Dazu kommt ja noch – das habe ich jetzt mehrfach bemerkt – dass sich selbst Fachleute (also Virologen und auch Ökonomen) nicht einig sind, was jetzt wirklich los ist. Die einen beschwichtigen, andere warnen, die einen sehen es weniger tragisch, andere befürchten das Schlimmste. So bleibt mir also noch eines: Ich kann mir Gedanken dazu machen, was diese Situation für mich bedeutet und wie ich mich nun verhalten soll. Bescheidenheit Ich sitze auf dem Sofa, den Fernseher habe ich ausgeschaltet, ich mag diese endlosen Informationen zum Thema kaum mehr verarbeiten. Stattdessen betrachte ich meine ganz persönliche Situation: Also meine Wohnung ist geheizt, ich habe warm genug. Der Kühlschrank ist voll und es gibt ja noch immer die Möglichkeit zum Einkaufen. Die Stromversorgung klappt, ebenfalls verfüge ich über genügend fliessendes Wasser. Sogar die Internetverbindung klappt, mit dem Natel habe ich Verbindung zur Aussenwelt, auch das 12 Schweizer Hausapotheke 4-2020 Telefon funktioniert. Meine Grundbedürfnisse sind also gedeckt. Auch wenn viele Leute die momentane Situation als «schrecklich» beschreiben, ich empfinde das nicht ganz so. Wenn ich daran denke, wie im letzten Krieg tausende von Menschen erfroren oder verhungert sind, wie Hunderttausende auf der Flucht waren, mit nichts, ohne Perspektiven, voller Angst, viele auch noch krank … also dann muss ich doch sagen, dass ich mich im Moment noch immer in einer komfortablen Lage befinde. Was mir in den letzten Tagen auch noch aufgefallen ist: Je mehr die Menschen besitzen, desto grösser ist ihre Angst vor diesem Virus und dessen Auswirkungen. Wer viel hat, der kann bekanntlich ja auch viel verlieren. Da mich beispielsweise Kreuzfahrten niemals interessiert haben, schmerzt es mich jetzt auch nicht extrem, wenn all diese Schiffe stillstehen. Da ich keine Häuser besitze, muss ich mir keine Sorgen machen, dass vielleicht schon bald die Mieten nicht mehr bezahlt werden. Da ich meine Ferien meist in der Schweiz verbringe, macht es mir auch keine Sorgen, wenn jetzt Badeferien auf den Malediven oder in der Karibik nicht mehr möglich sind. Und dass jetzt alle Kleiderläden geschlossen sind, kratzt mich auch nicht wirklich, ich mache ja grundsätzlich keine Käufe aus lauter Frust. Seit Jahren schon lebe ich ganz bewusst bescheiden. Nicht spartanisch, aber doch bescheiden. Und jetzt merke ich, dass mir diese Art zu leben im Moment sehr zugutekommt. Ich habe kaum etwas zu verlieren. Positiv, negativ oder neutral Nein, verharmlosen will ich die Sache nicht, das liegt mir fern. Und wie bereits eingangs erwähnt: Ich verstehe ja auch nichts davon. Was ich aber gerne möchte: die Sichtweise auf die Situation erweitern. Vor vielen Jahren habe ich eine Weiterbildung zum Thema «Kreativität» besucht. Dabei wurde uns gesagt, dass kreative Menschen sich in der Regel mit schnellen Urteilen zurückhalten und stattdessen versuchen, aus jeder Situation das Bestmögliche zu machen. Wir neigen ja bekanntlich dazu, eine neue Situation reflexartig zu bewerten: «Das ist gut» oder «das ist nicht gut». Kreative Menschen tun das nicht. Sie schauen eine neue Situation an und stellen sich dann folgende Frage: Was ist daran positiv, was ist daran negativ und was ist dabei einfach nur interessant? Diese Methode nennt sich «PNI». Wenn ich jetzt also diese Corona-Krise betrachte und sie mit der PNI-Methode «behandle», so komme ich zu folgendem Zwischenergebnis (ein definitives Ergebnis ist jetzt noch nicht möglich, da die Sache ja noch nicht überstanden ist): Gerne beginne ich mit zwei positiven Aspekten: Bis zum Ausbruch der Krise lebten wir bekanntlich in einer schier masslosen Spassund Konsumgesellschaft. Spass haben, sich vergnügen und konsumieren hatten offenbar oberste Priorität. Nun sind alle Restaurants, Vergnügungspark, Feriendestinationen, Kinos, Casinos, Theater- und Konzertsäle geschlossen. Ebenso sind jetzt sämtliche Kleider- und Schuhläden, Schmuckgeschäfte, Baumärkte, Warenhäuser, Fussballstadien und Boutiquen geschlossen. Fertig lustig mit «Lädele» und mit masslosem Konsum. Auch wenn das viele schmerzlich vermissen, ich persönlich bewerte diesen Umstand als positiv. Die Tatsache, dass das alles jetzt nicht mehr möglich ist, hilft uns vielleicht dabei herauszufinden, was im Leben wirklich wesentlich ist. Schränke voller Kleider, stets das neueste Smartphone und neue, noch bessere Autos gehören sicher nicht dazu. Und vielleicht hilft es auch, dass wir uns vermehrt mit uns selbst beschäftigen. Mit den kleinen, einfachen und unscheinbaren Dingen, die das Leben ja auch zu bieten hat! Ein weiterer positiver Aspekt ist für mich die Umwelt. Was Greta Thunberg und die Aktion «Friday for future» nicht geschafft haben, hat dieser Käfer nun im Eilzugstempo vollbracht: 90 Prozent aller Flugzeuge weltweit stehen am Boden, der Autoverkehr hat sich

in vielen Städten um mehr als 50 Prozent reduziert. Lärmgeplagte Anwohner von stark befahrenen Strassen oder an Flughäfen können vorerst wieder tief durchatmen, der Smog, der über vielen Grossstädten hängt, kann sich auflösen, auch die Fische im Meer (zum Beispiel in Venedig) haben dank weniger Schiffsverkehr wieder Ruhe, Platz und zunehmend sauberes Wasser. Die Welt ist ruhiger geworden! Weniger lärmig, weniger hektisch, weniger schnell, weniger dreckig. Und das allmorgendliche Gedränge an den Bahnhöfen hat sich auch fast gänzlich in Luft aufgelöst. Jetzt gibt es an den Bahnhöfen genug Platz für alle Anwesenden! Klar ist: Diese Krise hat auch ihre negativen Seiten. Hier auch zwei Beispiele: Ganz sicher ist es so, dass nun viele Unternehmen in grössere finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das ist hart für die Betroffenen – und ich mag das niemandem gönnen. Ich weiss von einigen Geschäftsleuten, die noch keine Ahnung haben, wie sie die nächsten Wochen und Monate überstehen sollen. Negativ ist ausserdem auch, dass viele zwischenmenschliche Kontakte im Moment nicht möglich sind (oder halt nur über das Telefon). Das trifft auch mich persönlich: Gemütliche Jassabende mit Freunden, das Musizieren in einer Gruppe oder auch der Besuch bei meinen Kindern und Enkelinnen ist im Moment leider nicht möglich. Schliesslich wären noch die interessanten Aspekte, von denen es auch viele gibt: Interessant für mich ist zum Beispiel die Frage, ob nun irgendwann das weit verbreitete egoistische Denken und Handeln ein Ende hat und die Solidarität in unserer Gesellschaft mehr Platz erhält. Werden vielleicht die hochbezahlten CEOs, Banker, Spekulanten, Börsianer oder Fussballspieler von ihren Millionen etwas denjenigen abgeben, die jetzt finanziell in Not geraten und vielleicht schon bald ums nackte Überleben kämpfen? Wie lange kann der Staat die Mittellosen unterstützen? Wie lange dauert es, bis eine Impfung oder wirksame Medikamente entwickelt sind? Werden wir nach der Krise möglichst sofort unsere alte und gewohnte Lebensart wieder aufnehmen, oder wird sich in den Köpfen der Menschen etwas ändern? Vielleicht sogar zum Positiven? Wie wird unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben oder auch unsere Wirtschaft aussehen, wenn dereinst das Virus besiegt sein wird? Und was werden wir tun, falls irgendwann ein neues Virus auf uns zukommt? Also: Falls Sie die Sache nur negativ sehen: Denken Sie doch auch an die positiven Seiten. Falls Sie ein unerschütterlicher Optimist sind und immer alles schönreden, so beachten Sie doch auch die negativen Seiten. Es gibt von beiden genug. Und irgendwie habe ich eine leise Ahnung, dass sich in dieser Krise das Positive und das Negative letztlich die Waage halten. Dann wäre die Sache einfach nur interessant gewesen, so wie das schon oft der Fall war … Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde vor der Lockerung der Massnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 verfasst. Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kurs- und Seminar leiter sowie Musiklehrer. Schützen Sie Hund und Katze vor Zecken! Tierärzte, Apotheken und Drogerien haben die zuverlässige homöopathische Lösung! Schweizer Hausapotheke 4-2020 13

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