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Nr. 4 März/Juni 2018

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Gesunde Lektüre

Zufrieden leben Nicht

Zufrieden leben Nicht immer sind wir mit dem Leben zufrieden. Weshalb eigentlich? Morgens um sieben Uhr im Zug zwischen Luzern und Zürich: Alle Plätze sind besetzt, viele müssen sich mit einem Stehplatz begnügen. Und fast alle hängen an ihrem Smartphone. Es wird kaum gesprochen. Das ist jetzt halt seit einiger Zeit so, man kommuniziert nicht mehr mit denjenigen Menschen, die gerade in der Nähe sind, sondern mit irgendwelchen Personen, die irgendwo sind. Oder man surft im Internet. Doch was im Zug frühmorgens vor allem auffallend ist: die Gesichter. Da könnte man schon den Eindruck erhalten, dass wir ein Volk von Miesepetern sind. Kaum jemand lächelt, kaum jemand blickt zufrieden in die Welt hinaus. Ein ganzer Zug voller unzufriedener Menschen, jeder mit sich selbst beschäftigt? Ist es denn so schlimm, wenn man am Morgen zur Arbeit fährt? Oder was eigentlich bedrückt all diese Menschen? Alltagsmühen Es gibt vieles im Leben, was nicht ganz so läuft, wie wir es gerne hätten: die Arbeit, der Chef, der Lohn, das Wetter, die Nachbarn, die Politik, die Kinder, das Fernsehprogramm, verstopfte Strassen oder komplett überfüllte Züge. Und das alles wirkt sich auf unsere Zufriedenheit aus. Nicht unbedingt im positiven Sinne. Die einen leiden mehr darunter und sind tendenziell eher unzufrieden, andere können mit all den Unannehmlichkeiten gelassener umgehen und sind tendenziell zufriedener. Woran liegt das? 30 Schweizer Hausapotheke 4-2018 Der Begriff «Zufriedenheit» sagt es ja an sich schon. Ihm liegt das Wort «Frieden» zu Grunde. Zufrieden sein heisst also, mit sich selbst, mit dem Leben und mit der Welt einigermassen im Frieden zu leben. Zufriedenheit ist also ein innerer Zustand. Er hängt weniger von den äusseren Umständen ab, sondern hat viel mehr mit einer inneren Haltung zu tun. Sehr oft ist es also eine Frage der Sichtweise. Oder der Fähigkeit der Gelassenheit. Aktiv werden Sicher kennen Sie auch Menschen, die permanent jammern, klönen, dauernd alle und alles kritisieren. Sie schimpfen über die Politiker, über das Geschäft, über die SBB, die Polizei, die Gesetze, über ihre Arbeitskollegen. Nichts ist so, wie sie es gerne hätten. Alle anderen machen alles falsch und sie selbst wüssten natürlich immer besser, wie man irgendetwas tun sollte. Auffallend dabei ist aber, dass diese jammernden Menschen in der Regel selbst wenig machen. Menschen, die selbst aktiv sind, haben weder Zeit noch Lust, über jedes und jeden zu jammern und zu klönen. Viel zu reden und zu jammern ist sehr oft eine Ersatzhandlung für das Nichtstun. Und somit geht es beim Thema Unzufriedenheit um folgende Frage: Wollen wir unser Leben passiv erdulden und ständig jammern oder wollen wir unser Leben – zumindest soweit wie möglich – selber in die Hand nehmen und aktiv gestalten? Wer sich für die Passivität entscheidet, begibt sich logischerweise in die Ohnmacht. Also in das Gefühl, selbst nichts tun zu können. Er delegiert die Macht an andere. Wer das Leben aktiv gestaltet, der merkt schnell, dass zwar nicht immer alles möglich ist, dass aber doch einiges in den eigenen Händen liegt. Oder wie ein altes Sprichwort besagt: «Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.» Und dies gilt in allen Bereichen: bei der Arbeit, in der Freizeit, in der Familie oder auch in einer Beziehung. Sicher ist eines: Passivität führt niemals zu Zufriedenheit. Wer aktiv bleibt, hat zumindest das Gefühl, das, was möglich war, gemacht zu haben. Und das ist ein gutes Gefühl! Was erwarten wir? Wir alle haben ganz bestimmte Vorstellungen davon, wie das Leben sein müsste. Wir stellen uns eine ideale Arbeit vor, eine absolut tolle Beziehung, wir haben Vorstellungen davon, wie die Politik agieren müsste, wie die Gesellschaft sich verhalten sollte, wie die Strassen, der Verkehr, das Fernsehprogramm, der Chef und die Nachbarn sein sollten. Die Realität aber weicht oft ziemlich stark von unseren Idealvorstellungen ab. Das Leben ist niemals in allen Belangen so, wie wir es gerne hätten. Und das kann es auch gar nicht sein. Hohe Erwartungen aber führen zwangsläufig zu schweren Enttäuschungen. Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof! Zum Leben gehören auch Verzicht, Schmerz, Trauer,

Angst, Ungewissheit, zum Leben gehören Tiefschläge, Missgeschicke, Mangel oder Schwierigkeiten. Wer das nicht akzeptieren kann, wird niemals inneren Frieden erlangen. Und damit auch keine Zufriedenheit. Das Leben einigermassen zufrieden leben können beinhaltet also die Fähigkeit, die eigenen Erwartungen zu senken und sie den Realitäten anzupassen, ohne aber gleichgültig zu werden. Gefragt ist also ein gewisses Mass an Gelassenheit. Nicht dem Glück nachjagen Aus verschiedenen Untersuchungen und Studien weiss man, dass diejenigen Menschen am unglücklichsten sind, die ständig (und nicht selten krampfhaft) dem Glück nachjagen. Je mehr wir also unbedingt glücklich sein wollen, desto weniger stellt sich Glück und Zufriedenheit ein. Wenn wir unsere Realität ständig mit unseren Idealvorstellungen vergleichen, dann hat die Realität einen ziemlich schweren Stand. Es gibt zwar tatsächlich Momente im Leben, wo alles nahezu perfekt ist – oder zumindest so scheint. Doch diese Momente sind eher die Ausnahme als die Regel und meist sind sie nur von kurzer Dauer. Selten nämlich ist alles genau so, wie wir es gerne hätten. Wer das nicht akzeptieren kann, wird niemals Zufriedenheit erlangen. Ich bin, was ich bin Sich selbst annehmen müsste man können, um Zufriedenheit zu erlangen. Das klingt so leicht, ist aber in der Praxis nicht immer ganz einfach. Wir haben das Gefühl, wir seien zu jung, zu alt, zu dick, zu dünn, wir glauben, andere wären intelligenter, geschickter, schöner, begabter, reicher oder besser. Und wir vergessen manchmal, dass jeder Mensch etwas ganz Eigenes ist und dass es überhaupt keinen Sinn macht, sich mit anderen zu vergleichen. Ein Heidelbeerstrauch muss sich ja auch nicht mit einer Tanne vergleichen (und er tut das wahrscheinlich auch nicht).Wer sich selbst nicht annehmen kann, wird niemals Zufriedenheit erlangen können. Sich selbst anzunehmen heisst auch, sich nicht zu überschätzen, sich nicht zu unterschätzen, sondern sich selbst einfach nur zu schätzen. Mit allen Vorzügen und Nachteilen, mit allen Stärken und Schwächen, mit allen Fähigkeiten, Eignungen und Neigungen. Natürlich schadet es nichts, gelegentlich einen kritischen Blick in den Spiegel zu werfen und dann zu versuchen, den einen oder anderen Punkt an sich zu verbessern. Doch dabei sollte man sich selbst nicht zerfleischen. Wir alle haben unsere Grenzen bezüglich Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Diese Grenzen sollten wir nicht nur erkennen, sondern auch akzeptieren. Das heisst aber nicht, dass wir als Erwachsene nichts mehr dazulernen könnten. Kleine Kinder beispielsweise sind ausgesprochen wissbegierig und neugierig, sie lernen praktisch den ganzen Tag und freuen sich über alles, was sie soeben neu gelernt haben. Bei Erwachsenen wäre es ebenso. Auch Erwachsenen bringt neu Erlerntes sehr viel Freude und Befriedigung. Es muss ja nicht unbedingt etwas Weltbewegendes sein, manchmal genügt schon eine Kleinigkeit an Neuem, die einem Befriedigung und dadurch mehr Zufriedenheit bringt. Und noch schöner ist das, wenn wir es zusammen mit anderen Menschen tun. Bekanntlich ist der Mensch ein soziales Wesen und kein Einzelgänger (mit vielleicht ganz wenigen Ausnahmen). Eine gute Partnerschaft, guten Kontakt mit Familienangehörigen, Kolleginnen und Kollegen sowie Freundschaften tragen viel dazu bei, dass wir uns wohl fühlen und entsprechend zufriedener sind. Denn: Was nützen uns Reichtum und Anerkennung, wenn wir das mit niemandem teilen können und uns vielleicht sogar einsam fühlen? «Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid». «Die Zufriedenheit», sagte einst Wilhelm Busch, «ist die grösste Freude». Albin Rohrer Intensive Booster, 4 types mit 4 hochaktiven Hyaluron-Wirkstoffen NEU Lubex anti-age ® hyaluron 4 types • hydratisiert 4-fach intensiv von der Oberfläche bis in die Tiefe und füllt die Feuchtigkeitsdepots auf • polstert Falten sichtbar auf und strafft die Haut • wirkt antioxidativ und schützt vor Hautalterung Permamed unterstützt mit jeder verkauften Packung Lubex anti-age ® die Krebsliga Schweiz im Programm Brustkrebsprävention mit einem Franken. 4 types 4 hochaktive Hyaluron-Wirkstoffe auch für empfi ndliche Haut mit Dermatologen entwickelt klinisch getestet ohne Konservierungsmittel ohne allergene Parfumstoffe ohne Farbstoffe und Paraffi nöl dermatological competence In Apotheken und Drogerien erhältlich. 4106 Therwil • Ringstrasse 29 • Tel. 061 725 20 20 • Fax 061 725 20 40 • E-mail: permamed@permamed.ch • www.lubexantiage.ch IS/hya/180423 Schweizer Hausapotheke 4-2018 31

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