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Nr. 4 März/Juni 2018

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Gesunde Lektüre

Frauen nicht für sich

Frauen nicht für sich und ihren Anteil am gemeinsamen Geld einstehen können. So sagt die Ratgeberautorin Helma Sick (siehe Buchtipp): «Seit dreissig Jahren berate ich Frauen. Seit dreissig Jahren höre ich von Coiffeusen, Anwältinnen, Sekretärinnen und Ärztinnen, eine Ehe sei doch Liebe und kein Wirtschaftsunternehmen. Die Frauen denken viel zu wenig an sich selbst.» Diesbezüglich könnten Frauen etwas von den Männern lernen. Denn Männer würden ihren Job nicht aufgeben: «Die wissen, dass sich das für sie nicht lohnt, weil sie später ein Problem mit ihrer Rente bekämen.» Das liebe Geld Am Anfang ihrer Beziehung war alles einfach: Stefan und Lydia verdienten beide gut. Beide waren finanziell unabhängig und hatten je eine eigene Wohnung, alles war klar geregelt … Dann heirateten sie, bezogen eine gemeinsame Wohnung – und schon kam das erste Kind. Damit wurde vieles komplizierter. Beide behielt ihr Konto, und sie eröffneten noch ein gemeinsames, auf das beide einzahlten: für die Miete, für Einkäufe, für Strom, Ferien usw. Beim ersten Kind pausierte Lydia nur kurz, doch beim zweiten wollte sie sich und dem Kind eine längere Auszeit von zehn Monaten gönnen. Doch das kostete Geld und das Konto von Lydia schmolz, im Gegenzug wuchs Stefans Konto. Nach ein paar Monaten war ihr Konto leer, seines voll. Es gibt Situationen, bei der eine beginnende Romanze bereits vorbei ist, bevor sie richtig angefangen hat, wie die von Anna und Lorenz. Beide lernten sich auf einer Party kennen und verabredeten sich ein paar Tage später in einer Bar. Sie unterhielten sich stundenlang, lachten viel, doch am Ende leistete sich Lorenz etwas Ungeheuerliches, findet jedenfalls Anna. Als der Kellner mit der Rechnung kam, sagte Lorenz: «Ich zahle.» Er fragte nicht einmal, ob er sie einladen dürfe. Er legte einfach den Schein auf den Tisch und ging über ihren Einwand, sie wolle sich an der Rechnung beteiligen, gönnerhaft hinweg. Viele Männer, die das jetzt lesen, werden denken, Anna solle sich nicht so anstellen. Da sei einer noch ein Kavalier und sie «zicke» herum. Tatsächlich finden es viele Männer normal, eine Frau beim ersten Restaurantbesuch einzuladen. Fast jeder zweite Mann bekennt in Umfragen, der Mann solle zahlen, das sei doch klar. Doch nur jede dritte Frau mag das. Die Mehrheit des weiblichen Geschlechts würde die Rechnung beim ersten Date lieber teilen oder selbst bezahlen. Im Grunde kommt es darauf an, ob ein Mann einer Frau signalisiert: Ich würde dich gern einladen, du kannst dich dafür ja später revanchieren – oder ob er selbstverständlich zahlt. Macht er Letzteres, entlarvt er sich umgehend als sehr konservativer Mann, der es gar nicht erst zulassen kann, dass eine Frau ihr Essen selbst zahlt. Cleverer ist also die Taktik, zumindest beim ersten Treffen getrennt zu zahlen. Geld ist das letzte grosse Tabu der Liebe. Während die meisten Paare mittlerweile sogar offen über sexuelle Wünsche sprechen, machen sie um das Geld noch einen grossen Bogen. Die Scheu, das Thema anzusprechen, ist nachvollziehbar. Kein Paar möchte seine Liebe durch etwas so Profanes wie Geld beschädigen. Doch ein Drittel aller geschiedenen Paare in Deutschland gibt als Hauptgrund für die Trennung Streit ums Geld an. Liebe ist zutiefst persönlich und hoch emotional, Geld hingegen ist unpersönlich und kalt. Und obwohl Geld und Liebe kaum gegensätzlicher sein könnten, gehen sie in einer Beziehung eine untrennbare Allianz ein. Gleichzeitig ist es eine Tatsache, dass viele Frauen wehren sich nicht oder zu wenig Viele Partnerinnen wehren sich nicht oder zu wenig dagegen, finanziell schlechter gestellt zu sein. Ein entsprechendes Kontenmodell könnte für mehr Gerechtigkeit sorgen. Wenn Lydia und Stefan im ersten Beispiel auch nur ein einziges gemeinsames Konto hätten, wäre Lydia nicht so unter Druck. Dann würde Lydias Mutterschaftsgeld und Stefans Gehalt auf ein Konto gehen, von dem der Familienalltag bestritten wird. Paare mit gemeinsamem Konto haben erfahrungsgemäss weniger Konflikte bzw. sie müssen am wenigsten über Geld diskutieren. Auch ein Drei-Konten-Modell, das aber anders organisiert ist als das von Stefan und Lydia, wäre weniger konfliktanfällig. Bei diesem Modell gehen beide Gehälter auf ein Konto, von dem alles bezahlt wird: Miete, Lebensmittel, Dinge für die Kinder, die gemeinsamen Ferien usw. Was übrig bleibt, wird monatlich durch zwei geteilt und auf zwei getrennte Konten überwiesen. So hat jeder Partner gleich viel Geld zur eigenen Verfügung. Dies stellt eine gerechte Lösung dar; denn wenn eine Frau weniger verdient, in Teilzeit angestellt ist oder wegen der Kinder nicht ausser Haus arbeitet, bedeutet dies nicht, dass sie weniger arbeitet. Ein anderes Beispiel: Ein Paar führt getrennte Kassen. Beide arbeiten, der Mann hat ein höheres Einkommen. Die beiden haben sich anfangs auf eine hälftige Teilung der Hausarbeit und darauf geeinigt, dass er mehr Geld zum Lebensunterhalt beiträgt. Solange er mehr verdient, zahlt er zwei Drittel des Haushaltsgeldes. Dies war sein Vorschlag. Doch im Laufe eines Jahres zeigte sich dann, dass der Mann im Haushalt immer weniger mitarbeitete, was seine Frau zunehmend ärgerte. Es kommt zu Diskussionen und Streitereien. Er argumentiert, er trage finanziell mehr zum gemeinsamen Unterhalt bei, da finde er es kleinlich, dass sie sich über «das Bisschen» Hausarbeit beschwere. Der Mann stellt also die einst getroffenen Abmachungen unausgesprochen in Frage, indem er sich vor der Hausarbeit drückt. Die beiden 44 Schweizer Hausapotheke 4-2018

hatten nie vereinbart, dass er zum Ausgleich für seine höheren Zahlungen weniger Hausarbeit leiste müsse, und die Freundin hätte einer solchen Vereinbarung auch nicht zugestimmt. Würde der Mann unverblümt fordern: «Weil ich mehr Geld in die Haushaltskasse tue, musst du für mich putzen», würde er eine neue partnerschaftliche Verhandlung einleiten mit dem ziemlich sicheren Ausgang, dass seine Freundin nicht mitspielte. Diese denkt nicht daran, dem Tausch «Geld gegen Hausarbeit» zuzustimmen. Sie sagt nämlich: «Ich bin nach der Arbeit genauso müde wie du und habe genauso wenig Lust auf Hausarbeit wie du. Also bleibt es dabei, dass wir uns diese unangenehme Last teilen.» Tipps Solange ein Paar nicht zusammengezogen oder verheiratet ist, behalten beide am besten ihr eigenes Konto. Davon bestreiten sie je ihre Ausgaben. Im Restaurant lädt man sich wechselweise ein, Ferien werden gemeinsam bezahlt. Dabei sollte sich der Besserverdiener an den Wenigverdiener anpassen, so bleibt keiner dem anderen etwas schuldig. Wird ein Partner dauerhaft vom anderen «ausgehalten», kann dies zu Beziehungsproblemen führen, weil er oder sie das Gefühl hat, weniger wert zu sein. Wie heisst es doch so schön: Wer sich liebt, wird auch die grössten Hindernisse überwinden? Dennoch löst sich kein Problem von selbst und Streitigkeiten über die Finanzen sind sehr häufig. Deshalb sollte man immer wieder miteinander ins Gespräch kommen und über die Streitpunkte reden. Analysieren Sie beispielsweise einmal gemeinsam alle monatlich anfallenden Fixkosten – oft ist es ganz einfach, hier etwas Geld zu sparen. Für die monatlich zu tragenden Unterhaltskosten empfiehlt sich beispielsweise die Einführung einer gemeinsamen Haushaltskasse. Beide sollten sich bemühen, das Budget nicht zu überschreiten. Mittel- und langfristig müssen sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten. Neigt ein Partner dazu, die Übersicht zu verlieren, kann ein sogenanntes Haushaltsbuch oder eine entsprechende Computer-Software Abhilfe schaffen. Grössere Anschaffungen bespricht man am besten ausgiebig miteinander. So fühlt sich niemand überfahren und es können Lösungen gefunden werden, mit denen beide leben können. Was bei all den Streitigkeiten zum Thema Geld und Beziehung jedoch nicht vergessen werden sollte: Es gibt auch Paare, die gerade in einer schweren finanziellen Lebenskrise erst so richtig zueinandergefunden haben – sozusagen an der Bewältigung dieser Krise gewachsen sind. Dieses Gut ist extrem teuer und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Expertinnen sind sich einig: Paare sollten offen übers Geld reden. Und zwar am besten, wenn die Liebe noch jung ist! Elisabeth Bürkler ist freischaffende Journalistin BR mit den Schwerpunkten Familie, Kinder und Paarbeziehung. Buchtipp Helma Sick, Renate Schmidt: Ein Mann ist keine Altersvorsorge. Kösel Verlag. PUTZTIPP Höchstwirksam entkalken: Wer es verträglich will, nimmt Vepocalc Forte Löst in 1 Stunde 50% mehr Kalk als andere Marken 200 g 160 g 120 g 80 g 40 g 0 Kalklösetest 22.02.2017 Vepocalc Forte andere Marke +33% +52% 10 Min 30 Min 60 Min Sanitär-Entkalker unterscheiden sich vor allem in der Materialverträglichkeit und in der Ergiebigkeit. Wer Wert auf ein vielseitig verwendbares Markenprodukt mit Qualitätsgarantie legt, verwendet für das Absäuern von Steinzeug im Sanitär-, Pool- und Baubereich Vepocalc Forte Entkalker+Rostlöser mit hervorragedem Preisleistungsverhältnis und vielen Zusatznutzen (Richtpreis CHF 17.90/1000 ml): 1. Höchstwirksam. Hochdosierte Kombination von Phosphor- und Methansulfonsäure. 2. Extra-schnell und rückstandsfrei. Löst hartnäckige Ablagerungen von Kalk, Zement, Gips, Urinstein. Löst sogar alte und schwerlösliche Ablagerungen wie Calciumsulfat (Gips) und Rost, die von Produkten ohne diese Säuren nicht gelöst werden können. 4. Keine Korrosionen auf Metallen. Gegenüber herkömmlichen Produkten mit Salzsäure, entstehen auch keine stechenden Dämpfe. 5. Sehr ergiebig. Lässt sich im Verhältnis 1:1 bis 1:3 mit Wasser verdünnen. Für Gartenplatten, Balkone, Sichtbacksteine, Betonstrukturen, Brunnen, Treppen, Rostflecken auf Stein, WC-Spülkästen, WC-Schüsseln, Urinale, Tontöpfe etc. 6. Sichere Refill-Flasche mit kindersicherem Verschluss und 100 ml Dosierstreifen, kann bei vielen Drogerien zum Vorzugspreis nachgefüllt werden Refill Nur wenn die Inhaltsstoffe Ihres Entkalkers auf den Verwendungszweck abgestimmt sind und die Konzentrationen stimmen, erreichen Sie materialschonend das erwünschte Resultat. Wenden Sie sich bei der Wahl Ihres Vepocalc Entkalkers an Ihre Drogerie. www.vepo.ch. Schweizer Hausapotheke 4-2018 45

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