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Nr. 5 / 2019

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Können uns Heilpflanzen

Können uns Heilpflanzen helfen? Schätzungsweise ein Viertel aller pharmazeutischen Mittel, auf die Menschen in der heutigen Zeit angewiesen sind, wurden ursprünglich ganz oder teilweise aus pflanzlichen Substanzen gewonnen – eine Tatsache, die von Befürwortern verschiedener Kräutermittel oft angeführt wird. Seit jeher werden Pflanzen zur Behandlung von Krankheiten verwendet. In den ägyptischen Papyros Ebers (zirka 1550 v. u. Z.) sind Hunderte von volksmedizinischen Rezepten gegen die unterschiedlichsten Beschwerden aufgezeichnet. In der Regel wurde das Wissen über die Heilpflanzen jedoch mündlich überliefert. Die abendländische Pflanzenheilkunde nahm anscheinend mit dem griechischen Arzt Dioskurides aus Anazarbos (1. Jahrhundert v. Chr.) ihren Anfang. Dieser schrieb das Werk «De Materia Medica», das für die nächsten 1600 Jahre massgebend blieb. Vielfältige Überlieferungen In vielen Teilen der Welt wird die überlieferte Pflanzenheilkunde immer noch häufig angewendet. Manchmal wird die Ansicht vertreten, Heilkräuter oder die Volksmedizin seien weniger gefährlich als die heutigen pharmazeutischen Präparate. Das ist aber nicht immer der Fall. Daher stellt sich die Frage: Welche Vorsichtsmassnahmen oder Hinweise sind zu berücksichtigen, wenn allein eine Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln erwägt wird? Durch das selber durchgeführte Heilprogramm wird womöglich eine leichte Erkrankung geheilt, doch eine andere verschlimmert sich vielleicht, wie zum Beispiel der Bluthochdruck. Eine weitere potenziell 12 Schweizer Hausapotheke 5-2019 gefährliche Kombination besteht darin, dass Heilpflanzen und Arzneimittel sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen können. Wer verschreibungspflichtige Medikamente einnimmt, fragt deshalb zuvor besser seinen Arzt. Heilkräuter werden in den unterschiedlichsten Formen angewendet: unter anderem als Aufguss, Absud, Tinktur, Salbe, Creme oder als Breiumschlag. Bei Aufgüssen werden Pflanzenteile mit siedendem Wasser übergossen. Es wird aber davon abgeraten, Heilkräuter, die für Aufgüsse verwendet werden, in Wasser zu kochen. Bei Absuden von Wurzeln und Rinde werden die Pflanzenteile dagegen gekocht, damit ihre Wirkstoffe freigesetzt werden. Wie Heilpflanzen helfen können In der traditionellen europäischen Naturheilkunde werden um die 150 Heilpflanzen genutzt und zu therapeutischen Zwecken gezielt ausgewählt – primär aus der Region. Pflanzen werden viele Heilwirkungen zugeschrieben. Ein pflanzliches Heilmittel vermag den Menschen auf den drei Ebenen von Psyche, Regulation und Stoffwechsel zu erfassen. Manche sollen dem Körper bei der Abwehr von Infektionen helfen, andere die Verdauung fördern, die Nerven beruhigen, abführend wirken oder die Drüsentätigkeit beeinflussen. Heilpflanzen haben neben heilenden Stoffen auch solche, die für die Ernährung wichtig sind. Zum Beispiel sind manche harntreibenden Pflanzen wie die Petersilie auch reich an Kalium. Das über die Nieren ausgeschiedene Kalium wird durch das pflanzliche wieder ersetzt. In ähnlicher Weise enthält Baldrian (Valeriana officinalis), der schon lange zur Beruhigung eingenommen wird, viel Kalzium. Das Kalzium kann die beruhigende Wirkung des Baldrians verstärken. Oder beispielweise die Wirkungsweise der Heilpflanze Arnica bei rheumatischen Beschwerden wie Arthrose, Arthritis und Gicht. Mit Vorsicht zu geniessen Auch wenn eine Heilpflanze allgemein als ungefährlich gilt, ist Vorsicht geboten: Man sollte nicht weniger vorsichtig sein, nur weil irgendetwas als «natürliches Mittel» bezeichnet wird. Manche pflanzlichen Substanzen können die Herzfrequenz oder den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Wer an einer Herzkrankheit, unter dem erwähnten Bluthochdruck oder an Diabetes leidet, muss besonders vorsichtig sein. In der Regel beschränken sich die Nebenwirkungen auf allergische Reaktionen: Zu diesen gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Hautausschläge. Es kann auch sein, dass Heilpflanzen eine sogenannte Erstverschlimmerung verursachen, bei der Symptome auftreten können wie bei einer Grippe oder Ähnlichem. Diese Reaktion wird angeblich durch Abbauprodukte ausgelöst, die im Anfangsstadium der Behandlung vermehrt ausgeschieden werden. Fazit: Nicht jede Krankheit kann mit pflanzlichen Heilmitteln allein behandelt werden, aber als Basis oder Abrundung sind sie ein bedeutender Teil jeder umfassenden Therapie; denn jede Heilpflanze ist einzigartig und überträgt ihren eigenen Charakter auf den Körper des Menschen. Jacqueline Trachsel ist Journalistin BR. Seit 1994 schreibt sie als selbständige Journalistin und Redaktorin für diverse Medien.

Die Wallwurzpflanze blüht Die Wurzeln der Wallwurzpflanze enthalten eine Reihe von Wirkstoffen, die sich hervorragend zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eignen. Nur sorgfältig zubereitete Extrakte garantieren eine gute Wirkung. Deshalb legt Dr. Andres viel Wert auf Anbau, Ernte und Verarbeitung der frischen Wurzeln. Erdbeeren können fad und geschmacklos oder aber süss und köstlich sein – jeder kennt das. Je nachdem, woher sie stammen, wann sie geerntet wurden und unter welchen Bedingungen sie gewachsen sind. Genau so verhält es sich auch mit der Heilpflanze Wallwurz. Soll sie von bester Qualität sein, muss sie aus biologischem Anbau stammen, auf geeignetem Boden wachsen können, sorgfältig gepflegt sein und zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden. Zum Extrahieren natürliche Stoffe Dr. Andres ist persönlich bei der Ernte der Wallwurzpflanze dabei, die für seine Original Wallwurzsalbe bestimmt ist. Verwendet werden die Wurzeln einer bestimmten Unterart. Unmittelbar nach der Ernte werden die frischen Wurzeln extrahiert. Denn die Wirkstoffe der Wallwurz sind sehr empfindlich. Sie müssen rasch verarbeitet werden, damit sie ihre volle Wirkung behalten. Für die Extraktion gelten strenge Regeln. Dr. Andres erklärt dazu: «Für einen guten Extrakt sollen nur Lösungsmittel verwendet werden, an die der menschliche Organismus seit Jahrtausenden gewöhnt ist. In unserem Fall ist dies ein Gemisch von Wasser und Alkohol.» Nur so kann vermieden werden, dass auch Stoffe aus der Pflanze herausgelöst werden, die der Körper nicht kennt und die nicht selten zu Nebenwirkungen führen. Gegen Schmerzen und Entzündungen Dank dieser sorgfältigen Zubereitung und den angenehmen Anwen- Die Wallwurzernte ist aufwändige Handarbeit. Die gewaschenen Wurzeln werden unmittelbar nach der Ernte schonend weiterverarbeitet. In der Schweiz biologisch angebaute Wallwurzpflanze. dungseigenschaften ist die Wallwurzsalbe so erfolgreich. Schmerzen in Gelenken bei Rheuma, Arthritis und Arthrose, Sportverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Sehnenscheidenentzündungen, Venenentzündungen, Krampfadern und Hämorrhoiden lassen sich rasch und wirksam behandeln. Achten Sie einfach darauf, dass es das Original ist. Denn wie gesagt: Wie bei den Erdbeeren gibt es auch bei der Wallwurz entscheidende Unterschiede. Schweizer Hausapotheke 5-2019 13

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