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Nr. 5 / 2019

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chronischer

chronischer unterbauchschmerz und weibliche beckenbodenstörung Ein verkanntes Problem Gemäss internationaler Beobachtungsstudien leiden zirka zehn Prozent aller Frauen unter Schmerzen im Beckenbodenbereich, die länger als sechs Monate anhalten und nicht den typischen, bekannten Krankheiten – wie zum Beispiel Periodenschmerzen, Endometriose oder Infektionen – zugeordnet werden können. Noch schlimmer: Mindestens jeder zweiten betroffenen Frau kann – trotz mehrfacher ärztlicher Konsultation – keine konkrete Diagnose gestellt werden, um eine entsprechende Therapie einleiten zu können. Auch wenn in der Schweiz noch keine Daten aus grösseren epidemiologischen Studien vorliegen, zeigt uns die klinische Erfahrung doch bereits, dass auch bei uns etliche Frauen unter diesen Symptomen leiden, die allzu häufig auf ein psychisches oder psychosomatisches Leiden zurückgeführt werden. Diese Patientinnen tendieren zu auffällig häufigen Arztbesuchen oder zum Arztwechsel, und auch ihre privaten und beruflichen Aspekte können unter dieser Situation leiden. Der Beckenboden als Schmerzursache Der weibliche Beckenboden ist ein komplexer und vielen Ansprüchen ausgesetzter Bereich. In engem Kontakt mit dem muskulären Kern des Beckenbodens befinden sich verschiedene Organe aus diversen Systemen des Körpers: Die weiblichen Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eierstöcke, Scheide), der untere Harntrakt (Harnblase, Harnröhre), der Verdauungstrakt (Mastund Enddarm, analer Schliessmuskel), Gelenke und Muskelgruppen (Hüftgelenk, M. piriformis, M. gluteus), Nerven und Gefässe, die sowohl für die Versorgung des Unterleibs und der unteren Extremitäten als auch für die Sexualfunktion verantwortlich sind. All diese Strukturen sollen in anatomischer Korrektheit und funktionellem Einklang «arbeiten». Unterschiedlich belastende Faktoren können diese harmonische Zusammenarbeit jedoch empfindlich stören: Verletzungen (etwa nach einer Operation oder einer schweren Geburt), akute oder chronische Infektionen (wie Blasen- oder Darmentzündungen, Infektionen der Eileiter), chronische Belastung des Beckenbodens (Übergewicht, Schwangerschaften, Hochleistungssport), systemische Erkrankungen (wie Diabetes, Multiple Sklerose), aber auch die Alterung des Bindegewebes. All diese Faktoren, die wohl meist in Kombination und seltener einzeln auftreten, können zu einer Beckenboden störung führen. Dieses Problem kann dann bei den betroffenen Frauen verschiedene Störungen auslösen – von Inkontinenz und Organvorfall bis hin zu Blasen- und Darmentleerungsstörung und Schmerzen. Diese Schmerzen wiederum können im Urogenital-, Scham- oder Analbereich wahrgenommen werden, sind meist dumpf und langanhaltend und sprechen weniger gut als akute, krampfartige Schmerzen auf die üblichen Schmerzmittel an. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Grossteil dieser Schmerzen auf eine pathologische Reaktion (Verspannung) der Beckenbodenmuskulatur zurückzuführen ist. In vielen Fällen jedoch bleibt – auch nach etlichen Untersuchungen – die Ursache der Schmerzen unerkannt. Wie kann der Arzt helfen? Eine genaue Untersuchung durch auf Beckenbodenfunktionsstörungen spezialisierte Ärztinnen oder Ärzte kann die Schmerzursache aufdecken. Eine sehr schmerzhafte Muskulatur mit Reproduktion der Beschwerden während des Abtastens, ein verspannter Beckenboden, aber auch die Entdeckung der sogenannten «Triggerpunkte» können hinweisend für die Diagnose sein. Triggerpunkte sind empfindliche Stellen in einem tastbar verspannten Bündel von Muskelfasern. Natürlich sollten im voraus bösartige, entzündliche oder andere Krankheiten ausgeschlossen werden, weswegen die Zusammenarbeit zwischen Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen von grosser Bedeutung ist. In unserer Klinik arbeiten wir dazu sehr eng mit den Kollegen zum Beispiel aus der Chirurgie, Urologie und Neurologie, aber auch mit vielen Hausärzten zusammen, um unseren Patientinnen die optimale Behandlung anbieten zu können. Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten? Die Daten zeigen es ziemlich klar: Es gibt keine einzelne Therapie, die für alle Patientinnen gleich erfolg- 44 Schweizer Hausapotheke 5-2019

eich ist. Deswegen ist das ärztliche Gespräch von grosser Bedeutung, um die individuellen Beschwerden, die Ziele und Wünsche der Patientin zu identifizieren und zu definieren. Wichtig dabei ist, sich nicht nur auf das Hauptsymptom zu konzentrieren – in diesem Fall auf den Schmerz –, sondern die gesamte Beckenbodenfunktion im Blick zu haben. Der Kern der Behandlungsmöglichkeiten ist ohne Zweifel die Physiotherapie. Diese spielt nicht nur in der Linderung der Symptome eine zentrale Rolle, sondern auch in der Vorbeugung der Aspekte, die zum Wiederauftreten der Beschwerden nach der Therapie führen können. Zum Glück gibt es in Tentan der Schweiz AG ein gutes Netz von professionellen und hochqualifizierten Physiotherapeutinnen und Leucen EST_Pic Roll-on Inserat_Hausapotheke Physiotherapeuten, mit welchen wir deutsch erfolgreich und auf hohem Niveau arbeiten können. Physiotherapie allein allerdings ist nicht immer ausreichend. Hier kommen dann interprofessionelle und multimodale Therapiemöglichkeiten zum Einsatz: Diät und Gewichtsreduktion, Lifestyle-Modifikation und -Beratung, Behandlung gynäkologischer, urologischer oder auch orthopädischer Probleme, medikamentöse, aber auch operative Therapien (zum Beispiel bei ausgeprägter 09. 05. 2019 189 x 126 mm Druckdaten Gebärmutter- oder Blasensenkung). Aus diesem Grunde sollten Frauen mit solchen Beschwerden nicht länger schweigend leiden, sondern sich bei einem Experten melden. Der Schmerz ist meistens «nur» ein Symptom. Die eigentliche Ursache – nämlich eine Beckenbodenfunktionsstörung – kann und soll behandelt werden. Dr. Tilemachos Kavvadias Oberarzt Urogynäkologie Leiter der Spezialsprechstunde Urogynäkologie blochmonterstrasse 3 Frauenklinik 4054 basel Universitätsspital info@fischbachervock.ch Basel 0041 (0)61 311 57 40 Essigsaures Tonerde-Gel Wohltuend kühlendes Gel mit essigsaurer Tonerde, Kamille, Arnika und Dexpanthenol. Leucen Pic ® Roll-on bei Insektenstichen www.leucen.ch Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Vertrieb: Tentan AG, 4452 Itingen Schweizer Hausapotheke 5-2019 45

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