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Nr. 5 / 2019

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Geschlechtslose

Geschlechtslose Erziehung – Gefahr oder Vorteil? Wir leben in einer Zeit der kulturellen Grenzauflösung. Mix ist angesagt: In der Kunstszene entwickelte sich über Jahrzehnte die Idee der Grenzüberwindung (Cross-over) und die Philosophie zieht mit «Dekonstruktion» nach. Kategorien sollen nicht mehr gelten. Was bedeutet das für Kinder und für die menschliche Entwicklung, wenn diese Idee die biologische Ebene des Leibes erreicht? Dass die Idee einer geschlechtslosen Erziehung aufkommen kann, sehe ich in einem grösseren Zusammenhang: Häufig beginnt in Kreisen der Kreativen, vielleicht auch der Randständigen, eine Veränderung der gerade gültigen Selbstverständlichkeiten. Die Vorstellungen der Elterngenerationen werden «hinterfragt». In einer Nische der Gesellschaft wird ausprobiert, was bisher undenkbar oder doch ungehörig war. In die Öffentlichkeit gebracht, soll es schockieren. Aber sobald es sich heutzutage als marktgängig erwiesen hat, wird vieles modisch propagiert und so zur neuen Normalität. Marktgängig Dass die Marktfähigkeit zum entscheidenden Kriterium wurde, ist übrigens auch ein Zeitphänomen. Wo früher Glaubenslehren Massstäbe alles Erwünschten respektive Verbotenen setzten – oder politische Ideen von Idealisten getragen und opfervoll erkämpft wurden – scheint heute rasch alles eingepreist zu werden; auch Patriotismus, Genderthemen (inklusive Pornografierung der Gesellschaft) oder Erziehungslehren werden vermarktet und in entsprechende Artikel und Reklame verpackt. Der geldwerte Markt ist zu einem mächtigen Mit-Erzieher herangewachsen. Die Macht des Marktes entscheidet nicht zuletzt darüber, welche Kunstexperimente «gross rauskommen» und welche bestenfalls in Nischen überleben. So wurde zum Beispiel die «Bohème» marktfähig. Wo früher nur Freaks, Arme oder «Heruntergekommene» in zerrissenen Klamotten rumlaufen konnten (mussten), sind Jugendliche im Moment völlig out, wenn sie nicht für teures Geld künstlich abgeschabte, geschlenzte Kleider kaufen. Wenn vor Jahren Seeleute mit Tattoos als solche geduldet, aber kaum in «feinen Kreisen» auftreten konnten, müssen sich jetzt alle – fast schon als Kinder – tätowieren lassen, um in zu sein. Von Künstlern erfunden, an sich oder ihren Produkten erprobte Rebellion, verharmlost der Markt ihre Extravaganzen zur neuen Normalität. Rebellen Jugendrebellionen werden gleichsam eingekauft. Die evolutionäre Aufgabe von Rebellen und Künstlern ist es, Verkrustungen aufzubrechen. Sie sind Motoren der Entwicklung und bieten manchmal ein riesiges Potential zukünftiger Lebensformen an. Vorstellungen, die nur schon vor dreissig Jahren noch sakrosankt waren, müssen offenbar gar nicht oder doch nicht so sein! Oft werden geheiligte Gewohnheiten aber auch «nur» in ihr Gegenteil verkehrt oder zur neuen Religion pervertiert. Die positive Kraft von Rebellion gerät und wird dort zur Gefahr, wo sich daraus neue und oft sehr rigorose Verhaltensnormen entwickeln. Wenn die Frauenemanzipation beispielsweise die engen Korsetts und freiheitsberaubenden Vorstellungen des biedermeierlichen Familienbildes sprengen sollten, wurde der Verhaltenskodex bald einmal in ein libertinäres Diktat gegossen. Mädchen und Frauen, die sich als Hausfrauen fantasierten und gar heiraten wollten, waren beschämend unmodern und sexuelle Treue wurde zum Auslaufmodell erklärt. Künstliche Grenzen Es gibt verschiedene Sorten von Grenzen und Abgrenzungen. Für unsere Orientierung, unser Denken und unsere Intelligenz sind geistig festgelegte Abgrenzungen unverzichtbar: Wir nennen dies «Definieren». Das Wort kommt vom lateinischen finis (Grenze). 6 Schweizer Hausapotheke 5-2019

Wenn wir miteinander reden, sollten wir wissen, worüber wir im Moment sprechen. Das muss oft in ausführlicher Diskussion geklärt werden, um nicht in babylonischem Durcheinander und Gequatsche zu enden. Wer sich an die Sendung «Arena» gemahnt fühlt, hat mich verstanden. Auch für die Organisation des Zusammenlebens brauchen wir Grenzen, und diese müssen einigermassen stabil, klar bezeichnet und anerkannt sein. Nicht überall kann (und soll) dasselbe gelten: Sprachtraditionen, philosophische und religiöse Vorstellungen entwickeln sich überall parallel und durcheinander. Um einigermassen friedlich und vor allem sicher zu leben, sollten wir wissen, was wo gilt. Um uns in der Fremde zu orientieren, müssen wir wiederum wissen, in welchem Land wir reisen und welche Regeln, Werte und Gewohnheiten hier normal sind. Andernorts ist es anders, das sollten wir zunächst wertungsfrei anerkennen. Die Orte unterscheiden sich; zwar ist die Grenze weder natur- noch gottgegeben, sondern prinzipiell künstlich – aber trotzdem real und wirkmächtig. Diese Grenzen, die Begriffe, Definitionen und Territorien sind von Menschen geschaffen und verhandelbar. Sie ändern sich laufend, leider oft auch in Kämpfen. Wer nicht reden kann, braucht Gewalt. Wo Mächtige (und seien es Erziehende) nicht mit sich reden lassen, kommt es zu Revolten, Aufständen, Machtkämpfen und Kriegen. Natürliche Grenzen … Dank unserer menschlichen Fähigkeit, herkömmliche Begrenzungen im Denken, im Experimentieren und im Forschen immer wieder auszuweiten, entdeckt die Menschheit immer wieder neue Formen, wie über Grenzen hinweg kommuniziert wird. Wenn eine Maispflanze einer anderen mitteilt, dass sie von einem Schädling befallen wird, muss sie dazu ihre Abgrenzung aber nicht auflösen; nur wenn diese erhalten bleibt, kann sie sich so entwickeln, wie es ihrer inneren Anlage entspricht. Natürliche Grenzen sind nicht verhandelbar, sondern eine Frage über Leben und Tod. Natürliche Grenzen sind also von künstlichen grundsätzlich zu unterscheiden. Nur wo sich Leben innerhalb seiner Grenzen entfalten kann, bleibt es erhalten. Individuen kommunizieren miteinander über ihre Grenzen hinaus. Nur wo die Grenze des andern unangetastet bleibt, gibt es einen Austausch zwischen beiden. Lösen sich die Grenzen etwa in einer Fangruppe zwischen den Individuen auf, entsteht eine Masse, mit der niemand kommunizieren kann. Zwar können solche Entgrenzungserlebnisse für Teilnehmende ekstatisch sein, aber als Dauerzustand taugen sie nicht zum Leben. Prellungen, Lindert Verstauchungen und Quetschungen. Original DR. ANDRES Wallwurz Salbe Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Andres Pharma AG Schweizer Hausapotheke 5-2019 7

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