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Nr. 5 / 2018

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Spielen gehört zum

Spielen gehört zum Leben – und macht Spass Spielen ist vermutlich die älteste Kulturtechnik des Menschen. Lange bevor der Homo sapiens sprechen, lesen und schreiben konnte, entwickelte er sich zum Homo ludens, zum spielenden Menschen. Und auch heute wird noch gespielt, weil es Spass macht, weil es besondere Kräfte weckt und weil es die Persönlichkeit fördert. Das Spiel ist seit Jahrtausenden eng verknüpft mit der menschlichen Kultur. Das bezeugen zahlreiche Funde und Schriften aus der Frühgeschichte und Antike. Das erste Spielebuch verdanken wir König Alfons X von Kastilien. Darin bemerkte er um 1284: «Da es Gottes Wille ist, dass die Menschen von Natur aus alle Arten der Freude in sich trügen, damit sie Sorgen und Mühen, wenn sie ihnen widerfahren, ertragen könnten, deshalb suchten die Menschen vielerlei Wege, diese Freuden in ganzer Fülle erlangen zu können. Und aus diesem Grund erfanden und schufen sie verschiedene Arten von Spielen und Spielsteinen, mit denen sie sich erfreuen.» Spielen gehört zum Menschsein Wenn wir uns den Begriff «Spiel» näher zu Gemüte führen, so stellen wir mit Erstaunen fest, wie viele Arten es gibt: Geschicklichkeitsspiele, Sprachspiele, Gesellschaftsspiele, Lernspiele, Rollenspiele, Kim-Spiele, Strategiespiele, Computerspiele... Im Rahmen der Entwicklung des Spielbegriffs tauchen auch die zwei bedeutenden Namen Kant und Schiller auf. Während Immanuel Kant, der deutsche Philosoph der Aufklärung, im Spiel eine Abgrenzung zur Arbeitswelt erkannte, unterstrich Friedrich Schiller, deutscher Arzt, Dichter und Philosoph, das Freiheitsmoment und die Notwendigkeit des Spiels mit dem Satz: «Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.» 16 Schweizer Hausapotheke 5-2018 Spielen ist Alltag Die wahrscheinlich am häufigsten bemühte Begriffsbestimmung des Spiels stammt allerdings aus Johan Huizingas «Homo Ludens». Er definierte Spiel als «…eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des Andersseins als das gewöhnliche Leben». Ja, und oftmals begleitet uns ein Spiel irgendwann im Alltag, ohne dass wir es als solches wahrnehmen. Denken Sie nur an das Slalomfahren mit dem Fahrrad. Da beginnen Sie plötzlich jeden Schachtdeckel zu umfahren und bestimmten Merkmalen auf der Strasse auszuweichen, einfach so. Oder Sie stehen vor der Ampel auf Rot und versuchen genau abzupassen, wann die Grünphase beginnt. Eines der verbreitetsten Spiele im Alltag ist das «Nicht-auf-die-Rille-Treten»: Sie sind zu Fuss auf dem Weg von A nach B. Je bekannter Ihnen der Weg ist, bzw. je weniger Ablenkung Sie dabei erleben, desto öfter beginnen Sie einfach einmal nicht mehr auf die Rillen und Spalten auf dem Fussweg zu treten. Jede Art von Spiel lehrt Immer wenn Kinder spielen, lernen sie etwas dabei. Sie lernen, sich geschickt zu bewegen, sie lernen wahrzunehmen, zu denken und mit anderen umzugehen. Sie lernen ihre Welt, andere Menschen und sich selbst im Spiel kennen. Dieses Lernen geschieht ganz unabsichtlich, auch ohne die gezielte Mitwirkung von Eltern und Pädagogen. Diese Einsicht hat sich in den vergangenen 300 Jahren zunehmend durchgesetzt. Zuvor war man davon ausgegangen, dass Fähigkeiten angeboren sind. Erfahrungen aus Entwicklungspsychologie und Hirnforschung haben gezeigt: Spielerisches Tun der Kinder ist eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für das spätere Leben. Auch wenn Jugendliche oder Erwachsene spielen, lernen sie etwas dabei, selbst wenn sie gar nichts lernen möchten, sondern nur ihren Spass haben wollen. Wir lernen uns in unterschiedlichsten Rollen kennen und üben Interaktion aus verschiedenen Perspektiven. Wir lernen Risiken, eigene Möglichkeiten und Grenzen einzuschätzen, mit Anstand zu verlieren und zu gewinnen. Als Spieler bringen wir uns ganz real mit unserem Denken und unseren Gefühlen in das Spiel ein, und wenn es uns so richtig packt, dann ist es ein tolles Spiel. Negative Einflüsse Schlecht für das Kind ist die konsequente und bewusste Vermarktung der kindlichen Bedürfnisse, Interessen und Sehnsüchte. Durch die Spielzeug-, Medien- und Konsumindustrie werden die Kinder mit verlockenden Spielangeboten konfrontiert. Ihr Ziel ist Unterhaltung,

Konsum, Animation und damit vorrangig eine Jahren und mit Zurückhaltung gespielt werden, frühe Anpassung der Kinder an gesellschaftliche da ihre visuelle Verarbeitung anstrengender ist Normen, Handlungsmuster und Werto- als jene herkömmlicher 2D-Darstellungen. rientierungen. Dabei werden die freien Spielmöglichkeiten auf subtile Weise eingeschränkt. Zurück zu den Wurzeln Die Kinder durchschauen das nicht und haben Je schneller sich unsere moderne Lebenswelt diesen faszinierenden Angeboten daher wenig verändert und je grösser damit der Anpassungsdruck entgegenzusetzen. Die mit diesen Handlungsmustern und die Lernanforderungen an die verbundenen fremdbestimmten und nachfolgende Generation werden, desto wichtiger hohen Anforderungen können bei den Kindern wird das freie Spielen für die Kinder. In der das Gleichgewicht ihrer inneren Strukturen Erziehung wurde bisher zu einseitig versucht, beeinträchtigen und zu psychischen Schäden das Spiel nur für eine Verbesserung, Beschleunigung führen. und Effektivierung der Lernprozesse zu Kaum ein anderes Medium hat in den letzten nutzen. In Zukunft müssen wir ganz bewusst Dekaden eine so grosse Entwicklung durchgemacht stärker darauf achten, dass die Kinder im freien wie das Videospiel. Es kommen Spiel Strategien zur Selbstvergewisserung und stets raffiniertere Spiele auf den Markt, die Selbsterhaltung, Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung sich dabei nicht nur an Kinder und Jugendliche, erwerben. Nur dann werden sie sondern auch an Erwachsene wenden. die Herausforderungen ihrer Lebenswelt bewältigen Die Meinungen in Bezug auf Nutzen und negative und sich für die Zukunft eine humane Auswirkungen von Videospielen gehen und menschenwürdige Lebenswelt erhalten zwar auseinander. Wichtig ist alleine ein verantwortungsvoller können. Tentan AG Umgang mit dem Medium 15. 03. 2018 und eine aufmerksame Begleitung von Kindern Einfach spielen lassen Leucen EST_Pic Roll-on und Jugendlichen durch die Eltern. 3D-Spiele Kinder brauchen Freiräume für ihr Spiel, in denen Inserat_Hausapotheke 189 x 126 mm beispielsweise können für die Entwicklung der sie sich möglichst frei von einer pädagogischen räumlichen deutsch Wahrnehmung von kleinen Kindern Druckdaten Steuerung ihres Handelns und ungehindert von gar schädlich sein. Daher sollten sie erst ab 6 kleinlichen Geboten oder Verboten entwickeln, ihre Kräfte und Fähigkeiten entfalten und ihre grundlegenden Bedürfnisse ausleben können. Sie benötigen Bewegungsräume, in denen sie sich auf vielfältigste Art unbekümmert bewegen und dabei unterschiedlichste Handlungsmuster erwerben, ihren Körper kennen lernen, ihre Kräfte, Beweglichkeit und Geschicklichkeit ausbilden können. Sie haben Handlungsräume nötig, in denen sie spontan aktiv sein, bauen, experimentieren, beobachten, basteln, werken, handarbeiten und sich dabei als Schöpfer bestimmter Werke erleben können. Und sie haben auch Bedarf an Lern- und Übungsräumen, in denen sie Neues entdecken und erforschen, Abenteuer erleben, Geheimnisse erkunden und hüten, in denen sie sich in sozialen Beziehungen bewähren und selbst erkennen, Zuund Abneigung, Freundschaft und Feindschaft, Solidarität und Streit erleben und erleiden können. Dort können sie auch in verschiedene Rollen schlüpfen und bei ihrer Umsetzung das Handeln nach Spielregeln lernen und grundlegende soziale Verhaltensmuster, Tugenden und Wertorientierungen einüben. Urs Tiefenauer blochmonterstrasse 3 4054 basel info@fischbachervock.ch 0041 (0)61 311 57 40 Essigsaures Tonerde-Gel Wohltuend kühlendes Gel mit essigsaurer Tonerde, Kamille, Arnika und Dexpanthenol. Leucen Pic ® Roll-on bei Insektenstichen www.leucen.ch Vertrieb: Tentan AG, 4452 Itingen Schweizer Hausapotheke 5-2018 17

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