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Nr. 5 / 2018

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Hören ist

Hören ist Lebensqualität Hören ist einer der wichtigsten Sinne für die Kommunikation und für das Erleben unserer Umwelt. Mit dem Hörsinn empfangen wir nicht nur Informationen, sondern spüren durch Tonfall und Lautstärke Stimmungen bei unseren Mitmenschen heraus. So kann ein Ja oder ein Nein durch unterschiedliche Betonung ganz verschieden gemeint sein. Ohrmuschel Die Funktionsweise des Gehörs Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) Hörverlust Rund 12 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben heute Probleme mit dem Hörvermögen. Viele Störungen des Gehörs könnten bei frühzeitiger Diagnose erfolgreich behandelt oder mit Hörhilfen ausgeglichen werden. Und dennoch entschliesst sich nur jeder Dritte bis Vierte zu einem Hörtest. Studien zeigen, dass Schwerhörigkeit je nach Ausprägung zu einer drastischen Abnahme der Lebensqualität führen kann. Denn Hören hat eben nicht nur mit den Ohren zu Haarsinneszellen jedoch das Tragen von Sehhilfen heute vollkommen akzeptiert ist, denken viele Menschen weiterhin schlecht über Hörgeräte. Dabei ist es für die Erhaltung des Hörsinns besonders wichtig, einen Hörverlust rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Selbstdiagnose ist beim Thema Hörverlust jedoch kein guter Ratgeber. Graduelle Hörverluste können so langsam fortschreiten, dass Betroffenen kaum auffällt, dass ihr Hörvermögen nachlässt. Oft wird das Problem auch einfach verdrängt: Sich zu seiner Schwerhörigkeit zu bekennen und ein Hörgerät zu tragen ist für viele immer noch keine leichte Entscheidung. Der Schall wird in der Ohrmuschel gesammelt. Gehörgang Im Gehörgang wird der Schall ins Mittelohr weitergeleitet. Der Klang von Stimmen, der Natur oder anderen Quellen bereichert unser Dasein und trägt zu einer hohen Lebensqualität bei. Das Ohr hat aber noch weitere wichtige Funktionen: Einerseits ist es verantwortlich für den Gleichgewichtssinn und hilft, Körperbewegungen präzise zu steuern. Andererseits orientieren wir uns mit Hilfe von Tönen im Raum und können Gefahren einschätzen, zum Beispiel aus welcher Richtung ein Auto kommt und wie weit es entfernt ist. Mittelohr Trommelfell Dort lässt der Schall das Trommelfell schwingen, wodurch auch die Gehörknöchelchen in Bewegung versetzt werden und den Schall verstärken. Unser Gehör Das Ohr besteht aus drei Teilen: dem Aussen-, dem Mittel- und dem Innenohr. Mit dem Aussenohr wird Schall aufgefangen und zum Trommelfell geleitet. Dieses gibt die Schwingungen an die Gehörknöchelchen im Mittelohr weiter, welche den Schall zwanzigfach verstärken und an die Gehörschnecke im Innenohr übertragen. Dort werden über eine Membran feine Sinneshärchen in Schwingung versetzt. Die Bewegung dieser Sinneshärchen löst elektrische Impulse im Hörnerv aus. Das Gehirn interpretiert die Impulse dann als Tonhöhe und Lautstärke. Jeder dieser Vorgänge muss funktionieren, damit wir einwandfrei hören können. Hörnerv Der Schall wird anschliessend in der Hörschnecke in elektrische Signale umgewandelt und vom Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet. Hörschnecke (Cochlea) Eustachische Röhre tun: Bei nicht korrigiertem Hörverlust bilden sich im akustischen Zentrum des Gehirns nicht genutzte Nervenverbindungen zurück, die Auswertung von Schallsignalen wird dadurch verlernt. Je früher Hörprobleme mit einem Hörgerät korrigiert werden, desto wirksamer ist der Einsatz der Hörhilfe. Handeln statt ignorieren: Hörverlust erkennen und rechtzeitig korrigieren Hörprobleme können in jedem Lebensalter auftreten. Während Professionelle Diagnostik durch einen Hörtest beim Experten Ein professioneller Hörtest muss von einem erfahrenen, ausgebildeten Spezialisten durchgeführt werden, der über professionelle Testgeräte verfügt. Nur so kann festgestellt werden, ob ein Hörverlust vorliegt und wie dieser behandelt werden kann. Das Gehör sollte ab dem fünfzigsten Lebensjahr jährlich überprüft werden. Diese Vorsorgemassnahme ermöglicht eine rechtzeitige Erkennung und einen raschen Ausgleich von Hörverlusten und damit eine optimale Erhaltung des Hörsinns durch Hörgeräte. Moderne Hörgeräte sind leistungsfähig, individuell und diskret. Sie sind nicht nur so klein, dass man sie kaum sieht, sie können sich zudem an verschiedene Hörsituationen anpassen, bieten einen angenehmen Klang und hohen Tragekomfort. Für eine kostenlose, professionelle Höranalyse oder weitere Informationen rund um Hörlösungen konsultieren Sie Amplifon unter der Gratisnummer 0800 800 881oder www.amplifon.ch. 32 Schweizer Hausapotheke 5-2018

Mondfinsternis Totalität Während der totalen Verfinsterung erhält der Mond seine charakteristische rötliche Farbe. Jahrhundert-Mondfinsternis Am 27. Juli kann bei uns die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts beobachtet werden. Mit einer ungewöhnlich langen Totalität von einer Stunde und 43 Minuten ist sie etwas Ausserordentliches, das wir für den Rest unseres Lebens nicht mehr zu sehen bekommen. Am Abend des 27. Juli stehen Sonne, Erde und Mond wieder einmal exakt in einer Linie, was zu einer totalen Mondfinsternis führt. Die Mondbahn verläuft nicht ganz genau in der gleichen Ebene wie die Erdbahn, sie ist um fünf Grad zur Erdbahn geneigt. Wäre dies nicht der Fall, gäbe es bei jedem Vollmond eine Mondfinsternis und bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis. Bei einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schatten der Erde. Doch selbst in der Kernschattenzone wird er nicht gänzlich verfinstert. Die Erdatmosphäre lässt aufgrund ihrer Streuwirkung nur noch rotes Licht in den Kernschattenbereich passieren, was dem Mond seine rötliche Farbe während der totalen Verfinsterung verleiht. Befände sich ein Astronaut zu diesem Zeitpunkt auf dem Mond, so könnte er eine totale Sonnenfinsternis erleben; denn vom Mond aus gesehen schiebt sich die Erde vor die Sonne. Der Beobachter auf dem Mond sähe um den dunklen Erdschatten einen rötlichen Ring und um die Sonne die sog. Korona (Strahlenkranz), wie dies auch bei einer Sonnenfinsternis auf der Erde der Fall ist. Für diese Mondfinsternis sind Jahreszeit, Tageszeit und Wochentag absolut optimal. Am Freitagabend geht der Mond um 20.56 Uhr auf, zehn Minuten nachdem er in den Kernschatten der Erde getreten ist. Bereits dieser Anblick dürfte an einem lauen Sommerabend in der Dämmerung sehr spektakulär sein. Von 21.30 Uhr bis 23.13 Uhr wird der Mond gänzlich verfinstert sein und vor allem in verschiedenen Rottönen erscheinen. Da er zentral durch den Erdschatten läuft, dauert die Finsternis extrem lange und dürfte in der Mitte der Totalität sehr dunkel werden, was sehr selten ist. Schliesslich ist um 00.19 Uhr mit dem Austritt aus dem Kernschatten die Finsternis zu Ende. Wichtigste Bedingung zur Beobachtung der Mondfinsternis ist schönes Wetter. Bei lockerer Bewölkung hat man die Chance den Mond hin und wieder klar zu sehen. Die Mondfinsternis ist von blossem Auge gut sichtbar. Ein Feldstecher leistet bereits gute Dienste für nähere Beobachtungen. Der Beginn der Finsternis beginnt bereits am Horizont; denn beim Mondaufgang hat die Finsternis schon begonnen. Im Sommer ist die Vollmondbahn tief, deshalb wird bis zum Ende der Mondfinsternis der Mond eine Höhe von nur etwa 20 Grad erreicht haben. Wer freie Sicht bis zum Ende der Totalität haben will, muss also darauf achten, dass der östliche und südliche Horizont tief liegt und der Mond nicht durch Berge oder Hügel verdeckt wird. Sollte das Wetter mitspielen, dürfte dieses Schauspiel in einer lauen Juli-Nacht ziemlich eindrücklich werden. Eine Mondfinsternis unterstützte Christoph Kolumbus Als Christoph Kolumbus an der Küste von Jamaica strandete, wurde seine Mannschaft sehr unzufrieden, die Schiffe waren von Würmern zerfressen und die Bevölkerung war abweisend, da die Ankömmlinge die Dörfer plünderten. Glücklicherweise wusste Kolumbus aus den Tabellen des Astronomen Johannes Müller, dass bald eine totale Mondfinsternis fällig war. Verzweifelt rief er die Eingeborenen zusammen und drohte ihnen, sein Gott werde den Mond vom Himmel verschwinden lassen, wenn sie ihm seine Unterstützung verweigerten. Kurz darauf begann die Mondfinsternis, worauf die Eingeborenen Kolumbus baten, seinen Gott wieder gnädig zu stimmen. Mit der Mondfinsternis vom 29. Februar 1504 gelang es dem Entdecker von Amerika schliesslich, die Unterstützung der einheimischen Bevölkerung zu gewinnen. Foto: Andreas Walker Dr. Andreas Walker ist Wissenschaftsjournalist, Buchautor und Naturfotograf. Schweizer Hausapotheke 5-2018 33

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