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Nr. 5 / 2018

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Kampf um die

Kampf um die Selbstbeherrschung. Ich werde darauf im nächsten Artikel «Trio infernal» eingehen. Altersgemässe Moral Wenden wir diese Tatsache auf die Erziehung an. Augenfällig ist, dass jüngere Geschwister in den meisten Fällen den älteren körperlich unterlegen sind. Mit der Einführung moralischer Prinzipien wird den kleineren die Chance eröffnet, auch gegen physisch überlegene Kinder – teils gar gegenüber Erwachsenen – Machtkämpfe erfolgreich zu bestreiten. Dazu müssen sie allerdings zwei Bedingungen erfüllen: Erstens müssen sie geistig so weit entwickelt sein, dass sie Moralvorstellungen begreifen und eigene Bewertungen (Anschuldigungen z. B.) verständlich vortragen können. Zweitens brauchen sie jemanden, der ihnen beipflichtet und einflussreich genug ist, um die moralischen Ansprüche durchzusetzen: Schon in der Kinderstube gilt: «Recht haben genügt nicht; man muss auch recht bekommen.» Aufgeweckte kleinere Geschwister lernen oft überraschend schnell, welche moralischen Fehltritte (der Geschwister) bei den Eltern Eindruck machen. Manchmal haben sie auch einen Verbündeten im Gewissen des älteren Bruders, der Schwester oder bei den Eltern selbst. Gut dargebrachte Beschuldigungen geben den Schwächeren ein Instrument in die Hand, die eigene Sache durchzubringen. Oft unbeachteter Nebeneffekt: Solche Auseinandersetzungen sind eine markante Förderung von Sprache, Denken und Verhaltenstaktik. Recht haben Das «Rechthaben» ist allerdings entwicklungspsychologisch gesehen eine verzwickte Sache. 44 Schweizer Hausapotheke 5-2018 Um zu beurteilen, wer gut und wer böse ist, braucht es einen guten Überblick darüber, was Sache ist und möglichst klare Massstäbe, was als ethisch korrekt gilt. Dabei sind Kinder nicht die einzigen, die da manchmal Schwierigkeiten haben. Seit es Philosophie gibt, wird darüber nachgedacht, geschrieben und gestritten. Dazu nur ein Beispiel: Ungelöst ist die Frage, ob ein Zweck (eine Absicht) alle Mittel heiligt. Entscheidet der Erfolg eines Feldzuges oder einer Kampagne, ob der Besiegte wirklich böse war? Und wenn die Aktion nur mithilfe vager Unterstellungen gelingt, die den Gegner als Bösen hinstellt? Hier wird die ethische Beurteilung rückwirkend angewendet, um die eigene Aggression moralisch vor «dem Publikum» zu rechtfertigen. Das Publikum können Wähler sein, die UN-Vollversammlung, die Eltern oder der «Familienrat»; oder, wenn es um häusliche Gewalt geht, auch Behörden wie die KESB. Vor dem eigenen Gewissen genügt es, sich moralisch richtig zu verhalten – und diese Genugtuung sich selber gegenüber sollten wir nicht gering achten. Im Lebensalltag hilft es aber wenig, wenn die tägliche Umwelt die Beurteilung nicht teilt. Aushalten, böse zu sein Entwicklungspsychologisch kommt hinzu, dass komplexe Erklärungen Kinder bis weit in das Schulalter hinein überfordern. Erst bis zur Pubertät entwickelt sich die Fähigkeit, relativ und abstrakt(grundsätzlich)zu denken – Schritt für Schritt und von Mensch zu Mensch verschieden stark. Erwachsenen müsste klar sein, dass Recht haben nie selbstverständlich ist und in den Augen der Mitmenschen immer auch andere Ansichten gelten können. Nichts ist eindeutig und ein für allemal wahr. Es stellt sich oft sehr bald die Frage, wer in Bezug worauf Recht hat. Das kann der Kindergärteler nicht verstehen: Warum hat die ältere Schwester ein Vorrecht auf einen ruhigen Platz, um Aufgaben zu machen – und er selber soll auf Spielgelegenheiten und -partner klaglos verzichten? Wir können aber mit der Durchsetzung des Rechts der Schülerin nicht warten, bis der Kindergärteler soweit ist, dass er es versteht. So gibt es in der Erziehung viele Gelegenheiten, bei denen wir aushalten müssen, in den Augen der Kinder ungerecht oder gar böse zu sein. Es hilft auch nichts, ihnen alles zu erklären. Weil das die kindlichen Kapazitäten überfordert, fühlen sich kleinere Kinder dann erst recht unverstanden und dumm hingestellt. Auch wenn Eltern oft (nicht immer) Recht haben, dürfen sie sich nicht davon abhängig machen, von ihren Kindern Recht zu bekommen oder auf deren Einverständnis zu warten. Zur Entwicklungspsychologie des Bösen gehört auch aushalten zu lernen, fälschlich als die oder der Böse angeprangert zu werden. Denn nicht nur das Gute, auch das Böse ist relativ. Dr. phil. Rudolf Buchmann ist Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Familien. www.praxis-buchmann.ch

Zähneknirschen macht krank! Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, Zähneknirschen (Bruxismus) ist nicht nur für chronische Kiefergelenksentzündungen, Zahnabrieb, Lockerung der Zähne und Zahnfleischentzündung verantwortlich, sondern auch Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus und Sehstörungen sind mögliche Begleiterscheinungen. Stress ist fast immer die Ursache für Bruxismus, da wundert es nicht, dass heute schon jeder zweite Mensch davon betroffen ist. Eine Behandlung mit Medikamenten gibt es nicht. Die einzige Möglichkeit besteht darin, den Stress abzubauen. Dies ist jedoch oft leichter gesagt als getan. Um aber wenigstens die Folgen des Zähneknirschens zu vermeiden, sollte unbedingt eine individuelle Zahnschiene getragen werden. Diese, von Zahnärzten hergestellt, sind jedoch teuer (500 bis 800 CHF)! Die Universität Münster (D) hat nun in einer grossen Vergleichsstudie festgestellt: Die patentierte, selbst anpassbare Knirscherschiene «SoluBrux» hat die gleiche therapeutische Wirkung wie zahnärztliche Aufbissschienen – und das zu einem Bruchteil des Preises! Erhältlich In Apotheken und Drogerien, (Pharmacode: 4421230) Mehr Infos unter www.SoluBrux.ch www.SoluBrux.de oder info@w3solutions.ch. Schweizer Hausapotheke 5-2018 45

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