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Nr. 6 / 2017

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Hirn oder Herz? | Entschleunigung | Starke Bären

Hirn oder Herz?

Hirn oder Herz? Intelligenz hat nicht nur etwas mit dem Kopf zu tun. Auch das Herz ist entscheidend. Bewundert werden sie immer: Diejenigen, die in Quizsendungen im Fernsehen fast alle Fragen beantworten können. Sie wissen, wie viele Sinfonien Beethoven komponiert hat, wie die Hauptstadt von Surinam heisst oder was die Abkürzung «SMS» bedeutet? Sie kennen den Begriff «Defemination», sie wissen, wann und wo Napoleon geboren wurde oder wer den Roman «Der Steppenwolf» geschrieben hat. Ebenso kennen Sie den Unterschied zwischen «transformieren» und «transponieren» und sie wissen auch, was eine «Katalyse» ist. Man sagt dann, dass das sehr, sehr intelligente Menschen seien. Nun, falls Sie nicht ganz alles wissen, heisst das noch lange nicht, dass Sie nicht intelligent sind. Lange Zeit galt jemand, der sehr viel wusste, als intelligent. Doch in Wirklichkeit ist Intelligenz viel mehr als blosses Wissen. In der Psychologie ist die Intelligenz ein Sammelbegriff für die «kognitive Leistungsfähigkeit eines Menschen». Das heisst: Intelligenz ist die Fähigkeit zu verstehen, zu abstrahieren, Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verstehen. Intelligenz ist also keine einheitliche Grösse, sie umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Denkleistungen und Fähigkeiten. Mittlerweile umfassen diese Fähigkeiten jedoch nicht nur Denkleistungen, sondern auch weitere Fähigkeiten. So auch der Umgang mit Emotionen. Für eine zarte Haut Erhältlich in Apotheken und Drogerien. www.nutrexin.ch NUT_Basenbad_Hausapo_50x83.indd 18 Schweizer Hausapotheke 36-2017 01.07.16 15:29 Intelligenz-Kategorien Der amerikanische Ingenieur und Psychologe Louis Thurstone teilte die Intelligenzen in folgende Kategorien ein: Raumvorstellung (die Fähigkeit, einen Stadtplan lesen oder ein Möbelstück nach einem Plan zusammenstellen zu können). Wortflüssigkeit (die Fähigkeit, für eine Sache schnell das richtige Wort zu finden), Sprachgefühl (die Fähigkeit, Nuancen von Begriffen zu erkennen, zum Beispiel den Unterschied zwischen «einsam» und «allein» zu verstehen), zahlengebundenes Denken (die Fähigkeit, die Zahlenlogik zu verstehen), Wahrnehmung (die Fähigkeit, eine Situation schnell wahrnehmen und richtig einschätzen zu können), Gedächtnis (die Fähigkeit, etwas im Kopf behalten zu können) sowie logisch-analytisches Denken (die Fähigkeit, Gemeinsames und Unterschiedliches zu erkennen). Ausserdem spricht Thurstone auch noch von weiteren Arten der Intelligenz: Musikalische Intelligenz (die Fähigkeit, singen oder ein Instrument spielen zu können), kinästhetische Intelligenz (die Fähigkeit, den Körper bewegen zu können, zum Beispiel beim Tanzen), soziale Intelligenz (die Fähigkeit, mit anderen Menschen adäquat umgehen zu können) und schliesslich noch etwas ganz Wesentliches: Die emotionale Intelligenz (die Fähigkeit, mit den eigenen Gefühlen und Emotionen sinnvoll umgehen zu können). Gut und Böse Zum Thema «Intelligenz» haben sich schon viele Psychologen und Philosophen Gedanken gemacht. Dabei kommen nicht alle zur gleichen Erkenntnis. Nicht wenige haben eine recht kritische Haltung gegenüber der Intelligenz. «Ich pfeife auf die Intelligenz», sagte Jules Renard, «ich wäre durchaus zufrieden, wenn ich viel Instinkt hätte.» Ähnlich äusserte sich Gustave Flaubert: «Instinkt ersetzt die Intelligenz.» Oliver Kalkofe setzt die Intelligenz des Einzelnen in Beziehung zur ganzen Gesellschaft und kommt zu einer niederschmetterndern Erkenntnis: «Leider versagt der einzelne intelligente Mensch immer wieder gegen die doofe Masse.» Alexandre Vignet sieht gar einen Zusammenhang zwischen der Intelligenz und der Befindlichkeit: «Die Traurigkeit ist das Los der tiefen Seelen und der starken Intelligenzen.» Sicher ist aber etwas: Intelligenz ist weder gut noch schlecht. Die Frage ist nämlich viel mehr, was wir daraus machen. Intelligenz kann bekanntlich für Gutes wie für Böses gleichermassen angewendet werden (eine Atombombe zu bauen benötigt beispielsweise ziemlich viel Intelligenz, genauso wie ein Medikament gegen eine schwere Krankheit zu entwickeln). Emotionalität Wie bereits erwähnt, ist auch die Fähigkeit, mit Emotionen umgehen zu können, eine Art der Intelligenz. Und dies wohl zurecht. Bekanntlich haben wir Menschen ja nicht nur Hirn, sondern auch Herz. Zudem gibt es unzählige Situationen, wo uns die intellektuellen Fähigkeiten gar nichts nützen. Folgender Spruch bringt das auf den Punkt: «Liebes Hirn, das kommt heraus, wenn du alle Entscheidungen ohne mich triffst. Liebe Grüsse, dein Herz.» In ihrem Buch «Engelszorn» stellt die neuseeländische Autorin Nalini Singh folgende Frage: «Verstand oder Gefühl? So einfach ist das nicht. Verstand ohne Gefühl ist doch oft nur ein Deckmäntelchen für Grausamkeit, und Gefühl ohne Verstand dient als Entschuldigung für alle möglichen Ausschweifungen.» Für mehr Gefühl plädierte auch Jean Paul: «Man hört immer wieder von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Ich kenne aber auch viele Menschen, die vor lauter Verstand die Liebe verloren haben.» Intellektuell oder emotional? Wie oft haben wir doch zu einer Sache gemischte Gefühle! Es ist wohl meist dann, wenn

sich Hirn und Herz in die Quere kommen. Der Kopf sagt ja, das Herz sagt nein. Oder umgekehrt. Und dann stellt sich die Frage: Welche Botschaft gewichten wir stärker? Die Botschaft des Hirns oder diejenige des Herzens. Gefragt ist in solchen Fällen dann nicht nur intellektuelle, sondern gleichzeitig auch emotionale Intelligenz. Doch wie macht man das? Als erstes müssen wir uns wohl klar werden, dass fast jede Handlung, die wir vollziehen, mit einer gewissen Unsicherheit verbunden bleiben wird. Vieles, was uns im Leben begegnet, ist nicht absolut klar und eindeutig. Das Leben ist grundsätzlich auch etwas Widersprüchliches. Wichtig ist ebenfalls, dass wir uns stets selbst treu bleiben und nicht zwingend das tun, was andere uns empfehlen oder wie es aus unserer Sicht andere täten. Wenn wir unser Hirn für eine Handlung benutzen, ist das bestimmt gut. Wenn wir aber dabei unsere Gefühle missachten oder unterdrücken, so sind wir möglicherweise auf dem Holzweg. Gefühle haben immer ihre Berechtigung. Wir sollten sie deshalb nicht nur wahrnehmen, sondern sie auch ernst nehmen. Manchmal, wenn wir qualvoll nach einer Antwort auf eine Frage suchen, so kann es uns helfen, wenn wir erst einmal eine Nacht darüber schlafen. Oft findet unser Unterbewusstsein eine bessere Lösung. Dies auch deshalb, weil wir vieles mit dem Verstand nicht begreifen können, selbst dann nicht, wenn wir über eine sehr hohe Intelligenz verfügen. Das Unterbewusstsein wirkt immer auch auf unsere Gefühlswelt und es berührt eher das Herz als das Hirn. Menschen und Sachen Bei der Anwendung unserer Intelligenzen haben wir grundsätzlich drei Ausgangslagen: Es geht um eine Sache, es geht um einen Menschen oder es geht um eine Sache mit Menschen. Wenn ich beispielsweise ein neues Computerprogramm installieren sollte, so benötige ich kaum emotionale Intelligenz. Gefragt ist dann ausschliesslich logisch-analytische Intelligenz. Wenn aber zum Beispiel ein Freund sich in grosser seelischer Not befindet und um Unterstützung bittet, so nützt mir logischanalytisches Denken kaum viel. Dann brauche ich Einfühlungsvermögen, ich brauche ein Herz, welches bereit ist, sich dem Freund zu öffnen, um für ihn etwas Gutes tun zu können. Es gibt aber sehr viele Situationen, wo es gleichzeitig um Menschen und um Sachen geht. Dann sind entsprechend auch das Hirn und das Herz gleichermassen gefragt. Das passiert zum Beispiel dann, wenn es um die Anstellung eines neuen Mitarbeiters geht. Sein Fachwissen allein kann nicht entscheidend sein, auch genügt es nicht, wenn er einfach nur freundlich und nett ist. Einem wirklich intelligenten Personalverantwortlichen gelingt es dann, seine Entscheidung gleichermassen auf einer intellektuellen wie auf einer emotionalen Grundlage zu treffen. Ganz einfach ist das nicht – und es wird es auch nie sein! Albin Rohrer schreibt seit 1997 für die Schweizer Hausapotheke. Er ist als Berater, Coach, Autor, Kursund Seminarleiter und Musiklehrer tätig. Dem Herz Gutes tun Herzinfarkt und Hirnschlag sind weltweit die häufigsten Todesursachen. Der Weltherztag hat zum Ziel, über die Risiken aufzuklären und zu sensibilisieren, denn rund 80 Prozent dieser Todesfälle liessen sich mit einer gesunden Lebensweise vermeiden. Am 29. September ist Weltherztag. Er ruft ins Gedächtnis, welche Gefahren Herz-Kreislauf- Erkrankungen beziehungsweise ein Herzinfarkt haben können und ermahnt uns, dem Herzen Sorge zu tragen. Weltweit sind Schlaganfälle und Herzinfarkte die häufigsten Todesursachen, über 17 Millionen Menschen sterben jährlich an deren Folgen. Wer sich ausgewogen ernährt, seinen Körper fit hält, auf Tabak verzichtet und nur wenig Alkohol konsumiert, tut dem Herzen viel Gutes. Herzgesunde Nahrungsmittel Eine kaloriengerechte, vitaminund nährstoffreiche Ernährung ist gesund. Um die Vitamine aufzunehmen und zu verwerten, benötigt der Körper hochwertige Fette, wie beispielsweise die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Auf das Herz-Kreislauf-System haben sie eine positive Wirkung und sind in Algen, grünem Omega-3-Fettsäuren haben eine positive Wirkung auf das Herz- Kreislauf-System. Blattgemüse sowie fettreichen Meeresfischen enthalten. Für die optimale tägliche Versorgung an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Alternative – wie das Produkt «OMEGA-life ® ». Eine Fischöl- oder neu auch eine vegane Algenölkapsel enthält einen hohen Anteil an den lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und deckt den täglichen Bedarf. www.omega-life.ch/Weltherztag Gewinnen Sie ein Abendessen mit Ihren Freunden! «OMEGA-life ® » verlost ein exklusives Viergang-Menü für sechs Personen bei Ihnen zuhause. Die Störköchin Daria Conti verwöhnt Sie mit auserlesenen Speisen, die reich sind an natürlichen Omega- 3-Fettsäuren. Nehmen Sie unter www.omega-life.ch/wettbewerb bis zum 31. Dezember 2017 am Wettbewerb teil! Schweizer Hausapotheke 6-2017 19

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