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Nr. 6 / 2020

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Milbenallergie: Schutz

Milbenallergie: Schutz gegen unsichtbare Hausgenossen Neben der Pollenallergie zählt die sogenannte Hausstauballergie schweizweit zu den häufigsten Allergien. Nach aktuellen Angaben des Allergiezentrums Schweiz sind 6,25 Prozent der Gesamtbevölkerung betroffen. Europaweit zeigen sogar 49 Prozent der Patienten mit allergischem Schnupfen eine Sensibilisierung auf Hausstaubmilben, die mit typischen Beschwerden wie Niesreiz, Schnupfen, tränenden Augen, Husten und milbenbedingtem Asthma einhergehen kann. Aufgrund dessen reagiert fast ein Zehntel der Bevölkerung allergisch auf die Ausscheidungen von Milben, die sich insbesondere im Hausstaub finden. Da man also nicht direkt auf den Hausstaub, sondern auf ein Allergen, das sich vor allem im Kot der Hausstaubmilbe findet, allergisch reagiert, sollte man die Hausstauballergie richtigerweise als Hausstaubmilbenallergie bezeichnen. Oft hat man ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung oder eben beim Heuschnupfen. Aber auch Spätreaktionen wie Hautausschläge und allergisches Asthma können Folge einer Hausstaubmilbenallergie sein. Diese Symptome lassen sich kurzfristig mit Medikamenten lindern, doch langfristig kann eine Hyposensibilisierung Abhilfe schaffen. Lebensraum Hausstaubmilben besiedeln nahezu jede Art von Textilien, solange ein optimales Klima herrscht. Bei Temperaturen um 25 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent vermehren sie sich besonders schnell. Vorrangig leben sie in Betten, aber auch in Teppichen, Polstermöbeln, Vorhängen, Fellen, Stofftapeten und sogar in Kleidern und Stofftieren. Die Hauptnahrungsquelle von Milben sind menschliche und tierische Hautschuppen. Daher sind hohe Milbenbesiedelungen in der Regel dort zu finden, wo sich Menschen häufig aufhalten. Das Vorkommen von Milben ist kein Zeichen von mangelnder Hygiene, da sie das ganze Jahr über natürlicherweise in unseren Wohnräumen vorkommen. Bei Allergikern reagiert das Immunsystem übermässig stark auf die Milbenallergene im Hausstaub. Vor allem bei der Wohnraumreinigung, zum Beispiel beim Staubsaugen, gelangen die Allergene unwillkürlich in die Atemwege und können Beschwerden auslösen. Besonders gegen den Herbst und im Winterhalbjahr steigt die Anzahl der Milbenallergene, nicht zuletzt wegen der trockenen Heizungsluft. Behandlungsmöglichkeiten kennen Wenn bei Ihnen allergische Reaktionen auftreten, wird Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich Medikamente empfehlen, die die Krankheitserscheinungen mildern. Für eine solche Sofortmassnahme werden sogenannte Antiallergika verwendet. Eine Linderung der Allergiebeschwerden lässt sich damit allerdings nur für die Dauer der Anwendung erreichen. Eine Bekämpfung der Ursachen Ihrer Allergie erfolgt auf diesem Weg nicht. Ursächlich behandeln lässt sich die Milbenallergie ausschliesslich durch eine spezifische Immuntherapie. Sie kann durch die regelmässige Verabreichung der allergieauslösenden Fremdstoffe Ihr Immunsystem positiv beeinflussen und damit eine körpereigene Toleranz gegenüber den Allergenen aufbauen. Wichtige Fakten Spezifische Immuntherapien können eine dauerhafte Rückbildung der Krankheitserscheinungen bewirken und Ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern. Sie sollten jedoch möglichst früh im Krankheitsverlauf eingesetzt werden und können unter anderem in Form von Spritzen erfolgen. Die Behandlungsdauer für eine erfolgreiche Therapie beträgt fortlaufend mindestens drei Jahre. Sollten Sie an Symptomen leiden, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Weitere Informationen zu Allergien finden sich unter www.allergopharma.ch. 18 Schweizer Hausapotheke 6-2020

Rhus-t – ein wichtiges Mittel für Menschen, die sich gerne bewegen Rhus toxicodendron ist eines der wichtigsten Mittel bei Beschwerden und Verletzungen des Bewegungsapparates und wird deshalb auch das Sportlermittel genannt. Jetzt, wo die Berge noch immer locken, die Tage aber wieder etwas kühler werden, wird das homöopathische Mittel Rhus toxicodendron aktuell. Wir schwitzen beim steilen Aufstieg auf den Gipfel und oben angekommen, wird der verschwitzte Körper durch Wind und kühlere Temperaturen schnell abgekühlt. Dies ist ein typisches Szenario, bei dem Beschwerden auftreten können, die mit Rhus-t, wie es in der Homöopathie abgekürzt wird, gelindert werden können. Das Mittel wird auch Sportlermittel genannt, weil es eine starke Wirkung auf den Bewegungsapparat hat, vor allem auf Sehnen und Bänder, aber auch auf die Muskulatur. Es wird bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt wie zum Beispiel Muskelkater, Tennisellbogen, Sehnenscheidenentzündungen, Verstauchungen, Zerrungen, Rückenschmerzen. Meist sind die Auslöser der Beschwerden Abkühlung nach Erhitzung und Schwitzen, aber auch Überanstrengung und Verheben beim Tragen von schweren Lasten. Vor ein paar Wochen hat dieses Mittel mir selbst sehr geholfen, als ich mir beim Transportieren von schweren Kisten äusserst unangenehme Kreuzschmerzen eingefangen hatte. Bei Rückenschmerzen kommen natürlich noch viele andere homöopathische Mittel in Frage. Meine Schmerzen waren am Morgen nach dem Schlafen am schlimmsten, so dass ich kaum aus dem Bett aufstehen konnte. Die ersten Bewegungen am Morgen waren fast unerträglich, und der ganze Körper fühlte sich steif an. Die Schmerzen wurden aber weniger, je länger ich mich bewegte, und im Verlauf des Tages verschwanden sie fast ganz. Zudem hatte ich das Bedürfnis, ein Wärmekissen auf die schmerzende Stelle zu legen. Dies sind die typischen Symptome von Rhus-t: Das Gefühl von Steifheit und Schmerzen, die durch Ruhe und bei der ersten Bewegung schlimmer werden und bei fortgesetzter Bewegung und durch Wärme bessern. Patienten, die Rhus-t benötigen, fühlen sich in Ruhe unwohl, weil die Schmerzen dann stärker sind. Dies löst eine grosse Unruhe aus und das Bedürfnis, sich ständig zu bewegen. Rhus-t oder Arnica? Diese Ruhelosigkeit und das Bedürfnis nach Bewegung sind wichtige Kriterien bei der Wahl eines homöopathischen Mittels nach einer Verletzung des Bewegungsapparates, bei Überanstrengung oder bei Muskelkater. Wenn das Bedürfnis nach Ruhe gross ist und Ruhe die Schmerzen lindert, wird das Mittel Arnica gute Hilfe leisten. Wenn hingegen das Bedürfnis nach Bewegung besteht und die Schmerzen durch fortgesetzte Bewegung bessern, wird die Wahl auf Rhus-t fallen. Und manchmal wird man beide Mittel brauchen: Arnica als erstes Akutmittel und Rhus-t als passendes Folgemittel. Eine Allergie auslösende Pflanze Rhus toxicodendron oder der Giftsumach ist ein Strauch, der in Nordamerika heimisch ist, aber auch bei uns oft in Gärten als Zierpflanze gesehen wird. Für die Herstellung des homöopathischen Mittels werden die Blätter der jungen Triebe verwendet. Die Pflanze enthält einen Milchsaft, der stark reizend ist und allergische Reaktionen auslösen kann. Bei empfindlichen Personen kommt es bei Kontakt zu einem juckenden Ekzem mit Bläschenbildung. Entsprechend dem homöopathischen Gesetz, dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird, wird Rhus-t auch bei Erkrankungen eingesetzt, die einen solchen Bläschenausschlag zeigen. Ein typisches Beispiel dafür sind die stark verbreiteten Fieberbläschen. Wenn Sie sich das nächste Mal bei einem ehrgeizigen sportlichen Ziel überanstrengen und sich dadurch nicht nur starke Muskelschmerzen holen, sondern auch noch stressbedingte Fieberbläschen bekommen, denken Sie an Rhus-t! Olivia Scherrer Homöopathie für Mensch und Tier www.oliviascherrer.ch Schweizer Hausapotheke 6-2020 19

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