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Nr. 6 / 2020

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Wertvolle Beiträge Rund

Wertvolle Beiträge Rund ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung zählt zur älteren Generation. Ein Teil von ihr empfindet sich von der Gesellschaft wenig wertgeschätzt oder gar entwürdigt. Einige Stichwörter kommen in den Medien im Zusammenhang mit dem Alter auffallend häufig vor: «Überalterung», «Pflegekosten», «Demenz», «sinkende Renten» und ähnliche mehr. Sie führen dazu, dass sich manche Seniorinnen und Senioren als Belastung für die Gesellschaft empfinden. Doch dieser Eindruck vermittelt eine sehr einseitige und verzerrte Darstellung der tatsächlichen Situation. Menschen im dritten Lebensabschnitt unterstützen die Gesellschaft in vielfältiger Weise und tragen zu deren Gedeihen bei. Dies zeigt sich beispielsweise im wirtschaftlichen Bereich. Das Marketing kennt den Begriff der «Silver Consumer», gemeint sind Konsumentinnen und Konsumenten ab fünfzig. Grauhaarige Frauen und Männer sind zum Teil finanziell gut gestellt und daher interessante Kunden für zahlreiche Branchen, angefangen bei Coiffeursalons und Kosmetikerinnen. Weiter tragen sie zum Umsatz der Reisebüros bei, sei es für eine Rundreise durch Südafrika, für eine Flusskreuzfahrt oder einen Trip mit dem Wohnmobil durch die Vereinigten Staaten*. Und auch bei Bahn, Bus und Passagierschiff sind sie geschätzte Fahrgäste: Pensionierte fliegen gerne aus, auch mit den E-Bikes, die sich insbesondere bei ihnen gut verkaufen. Im Weiteren nehmen sie Brillengeschäfte und Läden für Hörgeräte in Anspruch. Und sie benötigen Zahnersatz. Auch die Drogerien und Apotheken sind bezüglich Einnahmen froh um die ältere Generation. Zudem unterstützen manche gut situierte Ältere ihre erwachsenen Kinder bei der Finanzierung ihres Eigenheims, damit kommt das Baugewerbe zu Aufträgen. Dies sind lediglich einige Beispiele, wie Menschen in der zweiten Lebenshälfte erheblich zur Volkswirtschaft und damit zur Rentenfinanzierung beitragen; sie sind damit keineswegs nur einseitig Empfänger von Leistungen der Gesellschaft. Vorbeugung gegen Altersgebrechen Wie die Wissenschaft ermittelt hat, wird der dritte Lebensabschnitt aus Sicht der jüngeren Generation vor allem mit einem Abbau der körperlichen Verfassung und der Vitalität gleichgesetzt. Doch dieses Bild des Alters stimmt heutzutage nur bedingt mit der Wirklichkeit überein. Die Menschen sind im 21. Jahrhundert insgesamt in besserer körperlicher und geistiger Verfassung als frühere Generationen von Senioren. Sie wandern, walken, schwimmen, tanzen, sie fahren Velo und Ski, spielen Golf und sie besuchen Fitnessstudios. Im Gegensatz dazu waren sie vor fünfzig Jahren von langer, harter, körperlicher Arbeit und von vielen Schwangerschaften körperlich verbraucht. Und der Medizin standen bei Herzschwäche, bei Krebs und bei Gelenkverschleiss nur wenige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Ersatz von Knie- und Hüftgelenken, aber auch Herzschrittmacher ermöglichen heute trotz gesundheitlichen Einschränkungen ein bewegungsaktives Leben. In der Folge bleiben die Älteren lange selbstständig, die Pflegebedürftigkeit wird hinausgezögert und reduziert. Durch ihren aktiven Lebensstil nach der Pensionierung reduzieren sie das Risiko von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Problemen, von Osteoporose und von Demenz. Und es kommt auch weniger leicht zu depressiven Verstimmungen, die durch einen eingeschränkten Bewegungsradius begünstigt werden. Damit sinken die Folgekosten für zusätzliche ärztliche Behandlungen und Pflege. Fazit: Die Menschen in reiferen Jahren tragen selbst wesentlich zu ihrer Gesunderhaltung bei und helfen aktiv, Krankenkassen- und Pflegekosten zu sparen. Ältere vermitteln Stabilität Auch wenn man den nichtmateriellen Bereich unter die Lupe nimmt, ist das Bild der älteren Menschen vornehmlich als Leistungsbezüger der Allgemeinheit unzutreffend. In der Schweiz erbringt die Grosselterngeneration laut Statistik jedes Jahr einige Millionen Stunden in der familiären Betreuung. Damit ist zum einen Hilfe im Alltag bei Angehörigen und bei Nachbarn gemeint. Vor allem aber engagiert sie sich für ihre Enkel. Dies verschafft den Eltern zeitliche Freiräume für Erwerbstätigkeit und für Weiterbildungen. Grossväter und Grossmütter verfügen meistens über das, woran es den berufstätigen Eltern neben Zeit oft mangelt, nämlich Musse und Gelassenheit. Zudem ist das grosse Wohlwollen der Grosseltern eine wertvolle psychische Stütze für die Enkel. Viele Kleinkinder bezeichnen Oma und Opa als ihre liebsten Personen nach ihren Müttern und Vätern. Sie sind in den Augen der Kinder oft geduldiger, toleranter, grosszügiger und humorvoller als die eigenen Eltern, wie eine wissenschaftliche Umfrage ergab. Jede fünfte Person über fünfzig betreut regelmässig ihre Enkelkinder. Dies war nicht immer so. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Grosseltern weniger als wichtige Stütze des Familienlebens wahrgenommen. Es hiess, sie würden die Enkel nur verwöh- nen, seien aber körper- lich 38 Schweizer Hausapotheke 6-2020

lich und geistig mehr fähig, nicht mehr in der Lage, sich aktiv um die Kinder zu kümmern. Sie galten eher als gebrechliche Störenfriede, die die Erziehungsbemühungen der Eltern durchkreuzten. Heutige Omas und Opas hingegen entlasten dank ihrem mehrheitlich guten Gesundheitszustand die Eltern. Es sind oft die Grosseltern, die den Kleinen das Schwimmen oder das Velofahren beibringen. Aus Sicht der Enkel sind vor allem die Stabilität der Beziehung, das Vertrauensverhältnis sowie die uneingeschränkte Akzeptanz vonseiten der Grosseltern wichtig. Insbesondere während der Pubertät bildet ein verlässliches Verhältnis zur Oma und/oder zum Opa einen wichtigen Anker und Ausgleich. Wenn die emotionale Beziehung zu den Eltern von Auf und Ab geprägt ist, sind zuverlässige Bezugspersonen besonders wichtig. Opa und Oma seien geduldiger beim Zuhören als die eigenen Eltern, stellen die Enkel laut einer Studie fest. Sie fallen einem weniger ins Wort und können besser andere Meinungen gelten lassen. Den Grosseltern kommt auch eine besonders grosse Bedeutung zu, wenn es in der Partnerschaft der Eltern immer kriselt. Dann sind sie für die Kinder und die Jugendlichen ein stabilisierender Faktor ausserhalb des eigenen Zuhauses. In der Sozialkompetenz sind ältere Menschen jüngeren vielfach überlegen. Sie wissen aus Erfahrung, was der Lebensqualität zuträglich ist und was ihr schadet. In den Jahrzehnten ihres Lebens haben sie Höhen und Tiefen durchlebt und damit ein gewisses Mass an reifer Gelassenheit entwickelt. Sie rennen nicht mehr jedem schnelllebigen Trend nach und geniessen vermehrt den schönen Augenblick, etwa in einer geselligen Runde oder in der Natur. Seniorinnen und Senioren bringen Kontinuität in die von Hektik getriebene Gesellschaft. Bereichernde Gesten Viele Menschen im Pensionsalter sind als Fahrer von Mahlzeitendiensten oder Rollstuhltaxis aktiv und sie pflegen die Markierungen von Wanderwegen. Sie gehören keineswegs «zum alten Eisen», sondern übernehmen oft Aufgaben für die Gemeinschaft. Dank ihrer Rente sind sie nicht mehr auf ein Erwerbseinkommen angewiesen und können daher ehrenamtlich zur Gesellschaft beitragen. Die Industriegesellschaften bewerten Prestige, Wohlstand und Jugendlichkeit sehr hoch. Die gedruckten und die elektronischen Medien sind gespickt mit Fotos von Spitzenathleten, von attraktiven Schauspielerinnen und von erfolgreichen Firmenchefs. Doch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt braucht es auch Faktoren, die sich nicht mit Geld aufwiegen lassen, wie die gegenseitige menschliche Unterstützung. Selbst wenn die körperlichen Kräfte im höheren Alter etwas nachlassen, leisten viele Seniorinnen und Senioren mit Briefen, Geburtstagskarten oder auch per E-Mail und Skype wertvolle Beiträge auf der zwischenmenschlichen Ebene. Für dieses Fördern des Soziallebens und auch für ihre Lebensleistung haben sie Wertschätzung verdient. * Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde vor der Coronakrise verfasst. Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit 1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig. Verstopfung, was tun? Unsere Verdauung funktioniert dann am besten, wenn sich das System im Gleichgewicht befindet. Dabei geht es unter anderem um die Menge an Flüssigkeit, die dem Nahrungsbrei im Darmtrakt entzogen wird. Ist es zu wenig, dann entsteht Durchfall. Ist es zu viel, kommt es zu einer sogenannten Verstopfung. Claudia Schiely, diplomierte Drogistin HF, erklärt, wie einer Verstopfung auf natürliche Weise begegnet und vorgebeugt werden kann. Frau Schiely, wann spricht man von einer Verstopfung? Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis zu einmal alle drei Tage normal. Bleibt der Stuhlgang länger aus, dann spricht man von einer Verstopfung. Kurzfristiges Ausbleiben kann etwa auf gewisse Medi- kamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antidepressiva oder situative emotionale Belas tungen zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt ist besonders empfindlich für Anspannung oder Stress. Dauert die Verstopfung länger an, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Gibt es noch andere Gründe für Verstopfung? Vielfach kommt es etwa auf Reisen in ferne Länder zu einer Art «Toiletten-Angst». Dabei wird der Reflex zur Darmentleerung unterdrückt. Aber nicht nur die Psyche, auch das eigene Verhalten beeinflusst das Funktionieren des Verdauungssystems: Wenig Bewegung, ungesunde und einseitige Ernährung sowie mangelnde Aufnahme von Flüssigkeit können zu Verstopfung führen. Grundsätzlich ist die Verdauung eine hoch individuelle Angelegenheit und von Mensch zu Mensch verschieden. Genügend Bewegung und Flüssigkeit braucht der Körper aber in jedem Fall. Welche Mittel aus der Natur können helfen? Die Sennapflanze ist ein altbewährtes Mittel aus der Natur und wird von Menschen seit jeher insbesondere bei akuter Verstopfung verwendet. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden auch wissenschaftlich nachgewiesen. Sie regt in erster Linie die Darmwand zu verstärkter Bewegung an und fördert die Flüssigkeitsaufnahme in den Darm. Damit wird der Stuhl weicher und die Entleerung vereinfacht. Vor der Einnahme sollte eine Fachperson konsultiert oder die Packungsbeilage gelesen werden. Claudia Schiely, Drogistin HF Schweizer Hausapotheke 6-2020 39

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