Aufrufe
vor 2 Monaten

Nr. 6 / 2020

  • Text
  • Schweizer
  • Menschen
  • Hausapotheke
  • Kinder
  • Wirkung
  • Natur
  • Pflanzen
  • Eltern
  • Zeit
  • Zudem
NATÜRLICHE HEILMITTEL AUS WILD- UND GARTENPFLANZEN | HOMÖOPATHISCHE KREISLAUFTROPFEN | VITALPILZE | STUMPFE VERLETZUNGEN | HOMÖOPATHISCHE APOTHEKE| UMGANG MIT PHOBIEN | GLASTRINKFLASCHEN | FERIENFEELING IM THERMALBAD| DER MENSCH ALS SOZIALES WESEN | EICHENKNOSPEN GEGEN STRESS | MUSKELGESUNDHEIT IM ALTER | ABWEHRKRÄFTE NATÜRLICH STÄRKEN | HAUSSTAUBALLERGIE | BEWEGUNGSSCHMERZEN | DER BERNSTEIN | FEUCHTIGKEIT DURCH FEIGENKAKTUS| AUS WUT WIRD MUT | KOMFORTSCHUHE | VERDAUUNGSBESCHWERDEN | HYPNOSE ALS THERAPIE | ERNÄHRUNGS- UND STOFFWECHSELTHERAPIE | NATÜRLICHE SCHWEIZER PRODUKTE | STÜTZSTRÜMPFE | VERLUST DER URTEILSFÄHIGKEIT, PRÄVENTIV HANDELN | LÖSUNGEN FÜR ZAHNUNGSBESCHWERDEN| HÖRPROBLEME| WORTWEISE | SONNENHUT ALS HEILPFLANZE | WENN DER DARM STREIKT | EISENMANGEL | WERTVOLLE BEITRÄGE | VERSTOPFUNGEN | DIE KUNST DES WARTENS | BIO-SHAMPOOS OHNE SILIKONE | PATIENTENVERFÜGUNG| PFLEGE BEI TROCKENER HAUT | SCHUHE ZUM WOHLFÜHLEN | GELBER ENZIAN, GEMMOTHERAPIE| FRUSTRATIONSTOLERANZ | FOLGEN EINES SCHLAGANFALLS | BEWEGUNG IN DER NATUR | HÖRTEST | GESUNDE GELENKE | ANTI-AGE BEHANDLUNG |RÜCKENREPORT 2020 | HAGEBUTTE FÜR HAUSTIERE | UMWELTSCHONENDER SONNENSCHUTZ | DRITTE ZÄHNE | WUNDEN RICHTIG BEHANDELN | NATÜRLICHER VIRENHEMMER | FAMILIE – GRUNDSCHULE DES LEBENS | HEILPFLANZENKUNDE | DARMENTGIFTUNG | MIKRONÄHRSTOFFE

Die Kunst desWartens Wer

Die Kunst desWartens Wer Wartezeiten sinnvoll nutzt, hat mehr vom Leben. Wir Menschen verbringen viel Zeit mit Warten. Man wartet auf freudige Ereignisse, die nicht schnell genug eintreten können. Sehnsüchtig warten wir auf die Rückkehr eines geliebten Menschen, mit unbändiger Vorfreude auf den nächsten Urlaub oder mit gespannter Erwartung auf das Resultat einer abgelegten Prüfung. Ohne Wartezeiten ist ein Leben unvorstellbar, und nicht selten ärgern wir uns gewaltig über diese verlorene Lebenszeit. Wir warten auf den Bus, auf einen verspäteten Freund oder sitzen ungeduldig im Wartezimmer. Hängen wir in der musikberieselten Warteschlange am Telefon mit irgendeinem Amt oder stehen uns die Beine in den Bauch vor einem Schalter, kochen die Gefühle in uns so richtig hoch. Wir hätten weiss Gott Besseres zu tun, als herumstehen Sie müssen nicht immer müssen! Medizinprodukt zur Akutbehandlung und Vorbeugung von Blasenentzündungen. Ohne Antibiotika, Zuckerzusatz, künstliche Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe. www.alpinamed.ch Alpinamed Preiselbeer D-Mannose Trinkgranulat zum kalt oder warm Trinken und warten. Noch belastender ist das Warten auf ungewisse Ziele wie die Beförderung in unserer beruflichen Karriere oder auf einen schönen Prinzen. Diese Warterei macht uns unglücklich und beschert uns Lebensjahre unerfüllter Wünsche. Warten wir unter lebensbedrohlichen Umständen auf eine Organspende, wird warten zu einem gewaltigem Stressereignis. Manchmal sind wir jedoch ganz froh über eine Verzögerung. Plagt uns die Angst vor einer heiklen Operation oder rückt der Prüfungstermin näher, ohne dass wir uns gut vorbereitet wissen, kann eine unvorhergesehene Terminverschiebung einen Moment der Erleichterung bedeuten. Allen diesen Wartezeiten gemeinsam ist, dass wir nicht wirklich leben, sondern nur warten. Unsere ganze Aufmerksamkeit ist auf das zukünftige Ereignis gerichtet, und die Gegenwart nehmen wir darüber kaum richtig wahr. Die Wartezeit verstreicht mit quälender Langsamkeit, mit Stress oder Sorgen, und das schadet unserer Gesundheit. Im Wartezimmer Das Gesundheitswesen ist ein System von Institutionen und Fachleuten, deren Aufgabe es ist, Menschen mit gesundheitlichen Problemen zu helfen. Hier sollen kranke Personen geheilt oder ihre Leiden gelindert werden. Doch gerade in diesen Institutionen sind langwierige Wartezeiten an der Tagesordnung. Nach Untersuchungen warten wir voller Bange auf das Resultat. Wir fragen uns, ob es gut oder bösartig sein wird, und grübeln verzweifelt darüber nach. Doch Tage vergehen und noch immer hat uns niemand informiert. Steht eine Operation an, warten wir voller Unbehagen nicht selten wochenlang auf den Termin. Die Angst sitzt uns so sehr im Nacken, dass ein gutes Leben während dieser unendlichen Wartezeit kaum möglich erscheint. Wir denken und sprechen von nichts anderem, das Gegenwartsleben wird zur Nebensache. Liegen wir auf der Notfallstation, erwarten wir sofort Hilfe. Unsere eigene Situation nehmen wir verständlicherweise bedrohlich war, auch wenn aus ärztlicher Sicht keine Lebensgefahr droht. Die Einschätzung unserer Notlage prägt das Wartegefühl. Wenige Minuten Warten fühlen sich wie Stunden an, und mit jeder Sekunde steigen der innere Stress und das Unverständnis für das Verhalten der Fachleute. Es ist vor allem unsere eigene Erwartungshaltung, die das Wartegefühl beeinflusst. Je dringlicher wir uns etwas wünschen oder je stärker unsere Angst, desto langsamer vergeht die Wartezeit. Dies gilt ganz besonders, wenn wir unter Schmerzen leiden. Je stärker uns die Schmerzen plagen, desto weniger lang sind wir bereit zu warten. In dieser Situation können wir kein Verständnis für die Hektik einer Gesundheitsinstitution aufbringen. Verärgert werfen wir den Ärzten Inkompetenz vor und fühlen uns als Opfer. Von zu wenig Personal ist die Rede, von Sparmassnahmen und nicht einfühlsamen Gesundheitsfachleuten. Tatsache ist, dass im Gesundheitswesen immer Prioritäten gesetzt werden müssen, denn unvorhergesehene Situationen zwingen dazu. In den meisten Notfallstationen sind die Behandlungsräume so hinter Milchglas verborgen, dass man zwar nichts genau sehen, aber doch hin und her eilende Personen erkennen kann. Das ist psychologisch durchdacht. Sehe ich die Hektik und das arbeitsame Bemühen des Personals hinter der Mattscheibe, verstehe ich die Warterei besser. Wir sehen, dass die nicht etwa am Kaffeetrinken sind und uns absichtlich warten lassen, sondern dass sie in allergrösster Eile arbeiten. Mit Hilfe dieses Verständnisses fällt uns das Warten leichter, und der Ärger ist kleiner. Aus dem gleichen Grund werden heu- 40 Schweizer Hausapotheke 6-2020

te im öffentlichen Verkehr die Wartezeiten angezeigt. Weiss man nämlich, wie lange man voraussichtlich warten muss, lindert dies den Ärger. Besonders schwer ertragbar ist die ungewisse Dauer des Wartens. Das sollten die Gesundheitsfachleute bedenken und entsprechend informieren. Mit verlässlichen Informationen lassen sich viele Beschwerden über zu lange Wartezeiten vermeiden. Vermutlich liessen sich mit guter Organisation zudem lange Wartezeiten vermindern. Entspannt warten Wir selbst können auch einiges dafür tun, dass Warten keinen Ärger in uns verursacht. Wartezeit ist Lebenszeit und kann wie diese mit einiger Übung sinnvoll erlebt werden. Zuallererst müssen wir akzeptieren lernen, dass Warten wie das Atmen oder Schlafen zum täglichen Leben gehört. Richten wir in Wartezeiten unsere Gedanken bewusst weg vom erwarteten Ereignis und hin zur Gegenwart, können wir lernen, diese zu geniessen. Statt den langsam vorrückenden Sekundenzeiger zu beobachten, können wir ein spannendes Buch lesen und darüber die Zeit vergessen. Die heutigen technischen Möglichkeiten unterstützen uns beim Warten. Wir können, wo auch immer wir sind, Filme schauen, mit Freunden chatten, Korrespondenz erledigen und Projekte entwerfen. Wir können unseren nächsten Urlaub planen, uns nach geeigneten Rehabilitationskliniken umschauen oder Fotos ansehen und in schönen Erinnerungen schwelgen. Hörbücher sind eine schöne Abwechslung und ärgern wir uns gerade sehr, kann meditative Musik weiterhelfen. Rätsel lösen oder gamen, wie jüngere Menschen das Spielen nennen, sorgt für Unterhaltung und Entspannung. Alles, was Sorgen und Ängste löst, Stress reduziert und entspannt, ist für Wartezeiten nutzbar. Man kann sich zwar im Wartezimmer nicht auf die Yogamatte setzten, aber rein gedanklich zu meditieren, ist durchaus denkbar. Während der Wartezeiten haben wir Gelegenheit, Pläne zu schmieden und an Ideen herumzutüfteln. Wer mit dem Gedanken spielt, eine Fremdsprache zu lernen oder einen Malkurs zu besuchen, kann das Warten dafür nutzen, im Internet nach geeigneten Angeboten zu suchen. Je nachdem, wie wir mit Wartezeiten umgehen und sie nutzen, können wir sie auch als wohlverdiente Pause betrachten. Immerzu hetzen wir durch den Alltag, und auf einmal zwingen uns die Umstände zum Ruhen. Pausen tun der eilenden Seele gut, deshalb sollten uns Wartezeiten willkommen sein. Mit geduldig erlebter Wartezeit können wir unsere Energiespeicher auftanken und sind danach ausgeruht und leistungsfähig. Angst lässt sich mit einfachen Übungen lindern. Drücken Sie die Zunge fest gegen den Gaumen und entspannen Sie sie wieder. Oder stecken Sie Ihre Hände in die Hosentasche, machen Sie ganz fest die Faust und lassen Sie wieder locker. Nicht ein Mitwartender wird von diesen Übungen etwas mitbekommen. Entspannen Sie sich mit einer imaginären Reise. Stellen Sie sich einen Lieblingsort vor und verweilen Sie gedanklich dort. Viele Menschen fühlen sich heute einsam und haben kaum Gelegenheit, mit andern ins Gespräch zu kommen. Mitwartendende Leidensgenossen sind über einen Austausch deshalb vielleicht sehr erfreut. Es lohnt sich, Menschen anzusprechen, und der Ärger über die Wartezeit ist ein ebenso guter Anfang wie das Jammern über das scheussliche Wetter. Wer weiss, vielleicht entsteht durch ein solches gemeinsames Warteerlebnis sogar eine neue Freundschaft. Judith Dominguez Für mehr Gelassenheit Individuell dosierbar Rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Verspannungen oder krampfartige Schmerzen können zu gesundheitlichen Störungen führen, deren Folgen schwer zu erkennen sind. Unsere Lebensqualität wird eingeschränkt, wir verlieren unsere Gelassenheit auf Probleme zu reagieren, sind nicht mehr wie früher belastbar und werden zunehmend reizbar. CRAMPEX – homöopathisch und nebenwirkungsfrei kann helfen. CRAMPEX vereinigt acht bewährte und aufeinander abgestimmte homöopathische Wirkstoffe in niedrigen Potenzen wie Ambra, Belladonna, Calcium, Kalium, Magnesium, Kupfer, Zink und Silicium. Packungen zu 100 und 250 Tabletten. Erhältlich in allen Drogerien und Apotheken. Ergo-Pharm GmbH 4415 Lausen ergopharm@bluewin.ch www.ergopharm.ch Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1 Gelegentlich verstopft? Midro ® – Pflanzliche Abführhilfe bei gelegentlicher Verstopfung. Dies sind Arzneimittel. Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Midro AG, CH-4125 Riehen Schweizer Hausapotheke 6-2020 41

Unsere Zeitschriften

Schweizer Hausapotheke

Nr. 6 / 2020
Nr. 5 / 2020
Nr. 4 / 2020
Nr. 3 / 2020
Nr. 2 / 2020
Nr. 1 / 2020
Nr. 8 / 2019
Nr. 6 / 2019
Nr. 5 / 2019
Nr. 4 / 2019
Nr. 1 / 2019
Nr. 3 / 2019
Nr. 2 / 2019
Nr. 1 / 2019
Nr. 8 / 2018
Nr. 7 / 2018
Nr. 6 / 2018
Nr. 5 / 2018
Nr. 1 / 2018
Nr. 4 / 2018
Nr. 3 / 2018
Nr. 2 / 2018
Nr. 1 / 2018
Nr. 8 / 2017
Nr. 7 / 2017
Nr. 6 / 2017
Beckenbodentraining