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Nr. 6 September/Oktober 2017

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Hirn oder Herz? | Entschleunigung | Starke Bären

«Du musst an etwas

«Du musst an etwas glauben!» Sie führte schon eine gut gehende Apotheke. Aber dann schmiss die Pharmazeutin alles hin und startete beruflich noch einmal ganz neu durch – mit riesigem Erfolg. Ein lautes Lachen klingt über den Flur, dann fliegt die Tür auf, und da ist sie: Mit leuchtend roter Mähne läuft Dr. Cordula Niedermaier-May wie ein Wirbelwind durch den lichtdurchfluteten Konferenzraum und beginnt sofort, alle zu umsorgen: «Wollen Sie einen Kaffee? Wasser? Kennen Sie schon unseren Anti-Aging- Drink?» Eine Frau voller Lebendigkeit und Leidenschaft. Leidenschaft ist es, die sie antreibt. Aus dem Nichts hat sie eine Firma mit 60 Mitarbeitern aufgebaut, die ihre Produkte in 55 Ländern vertreibt. Dabei wollte sie eigentlich Schlagerstar werden, hatte mit Ralph Siegel sogar schon eine Platte aufgenommen. Dann kam die Zusage für das Pharmaziestudium. «Und es gab keine Diskussionen mehr.» Schliesslich stammt sie aus einer Apotheker-Dynastie: Vater, Onkel, Cousins, Cousinen – alle Apotheker. Gleich nach dem Studium eröffnete auch sie ihre eigene Apotheke bei München – und die lief richtig gut. Mit dem Unternehmen ihres Vaters wollte sie lieber nichts zu tun haben. «Mein Papa war ein weiser Mann, ein Wissenschaftler, aber eben kein Kaufmann.» Er brachte zum Beispiel mit Galama das erste Phytopharmakum nach dem Krieg auf den Markt, zu Hochzeiten wurden 4500 Flaschen am Tag verkauft. «Doch reich sind wir nicht geworden.» Im Gegenteil, die Firma geriet in die roten Zahlen. Und dann geschah etwas Unglaubliches Es war im Jahr 2000, als Dr. Cordula Niedermaier-May ihre Eltern besuchte. Deren Hund lag sterbend in der Küche. Keiner wusste, woran der Yorkshire litt, schon der erste Hund der Niedermaiers 32 Schweizer Hausapotheke 6-2017 Selfmadewoman mit Strahlkraft: Dr. Cordula Niedermaier-May. war ohne ersichtlichen Grund defrei. Dieses Erlebnis hat die ver endet. Da meinte der Vater: Apothekerin zutiefst beeindruckt. «Cordula, gehe doch mal in mein «Wir wussten nicht, was los war. Labor und hole die Essenz, an Es war wie ein Wunder.» der ich gerade arbeite.» In seinem Labor experimentierte der Leben von Dr. Niedermaier-May; Das Wunder änderte das ganze Apotheker mit dem Fermentieren denn sie erkannte sofort die von Enzymen. Zwei Milliliter von Heilwirkung und das Potenzial dem Mittel, das der Vater Regulat nannte, flössten sie dem kran- auf und kaufte ihrem Vater sei- des Mittels. Sie gab ihre Apotheke ken Tier ein, das kaum noch Luft ne marode Firma ab – mit einer bekam und nicht mehr gehen Bedingung: «Das Regulat gehört konnte. «Es dauerte keine 20 Minuten, da stand der Hund in der Die Neugier der Apothekerin war mir.» Tür, konnte wieder schnaufen durch die Wirkung angestachelt, und laufen.» Es flossen natürlich sie begann zu forschen, fand heraus, dass beide Hunde der Fami- Tränen der Erleichterung. Und es floss mehr von der Essenz! Nach lie an Pestizidvergiftung erkrankt sechs Stunden war der Hund fit, waren – durch Spaziergänge an fröhlich und für immer beschwer- gesprühten Feldern. Das Mittel hatte die Stoffwechselvorgänge, die für die Nervenreizleitung zuständig sind, anscheinend wieder in Gang gebracht. Früchte, Nüsse und Gemüse sind die 16 Ausgangsstoffe, ein Heilmittel aus der Natur Durch die von Dr. Niedermaier- May patentierte Kaskadenfermentation werden frische, sonnengereifte Bio-Pflanzen, Obst, Gemüse und Nüsse in kleine, molekulare Bestandteile aufgeschlossen. Durch dieses aufwändige Verfahren werden die wertvollen Wirkstoffe potenziert und für den Körper leicht aufnehmbar aufbereitet. «Unsere Regulatessenz ist wie ein flüssiges Taxi, das in kürzester Zeit die essenziellen Wirkstoffe in den Körper transportiert.» Es machte also Sinn, das einzigartige Mittel in Form von hochwirksamen und natürlichen Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetikprodukten zu verarbeiten. Diese Health- und Beauty- Schätze liefern Körper und Haut alles, was sie brauchen, um in gesunder Schönheit zu erstrahlen. «Es war mir wichtig, ehrliche Produkte mit einer belegbaren Wirksamkeit zu kreieren», sagt Dr. Niedermaier-May. Das ist wohl auch der Grund, weshalb das Unternehmen mittlerweile über 50 Untersuchungen zur Regulatessenz vorweisen kann. Und auch Allergiker vertragen die Essenzen und Cremes hervorragend. «Durch die Kaskadenfermentation verlieren alle Zutaten ihr allergenes Potenzial», erklärt Dr. Niedermaier-May. Der neueste Clou aus ihrem Hause ist der vegane und preisgekrönte Anti-Aging-Beauty- Drink «Regulat pro Hyaluron». Die Essenz wurde mit Hyaluronsäure, Biotin, Kieselsäure, Zink und Kupfer kombiniert und schafft in kürzester Zeit eine deutliche Reduktion von Falten, eine Erhöhung der Hautfeuchtigkeit, eine Straffung des Bindegewebes, eine Verbesserung der Hautbeschaffenheit und eine Stärkung der Haare und Nägel. Das unabhängige For-

schungslabor Dermatest Münster belegt die Verschönerungen in einer aktuellen Untersuchung und zeichnet den Drink mit exzellenter Verträglichkeit aus. Der Beginn aber war nicht leicht Die Apothekerin sass da mit einer Wunderessenz, 750 000 Mark Schulden und musste nach einem Rosenkrieg mit ihrem Mann allein für ihre Söhne sorgen. «Aber es gab für mich keine Alternative, ich musste das einfach machen.» Sie ist von Heilpraktiker zu Heilpraktiker gefahren, hat Klinken geputzt. Doch der Erfolg liess auf sich warten. Bis Mai 2003 kämpfte sie sich durch und machte – wie sie sagt – alles mit sich allein aus. Dabei war sie oft genug am Verzweifeln. Geholfen haben ihr ihr Glaube, die Überzeugung und ihr Lachen. «Das habe ich von meiner Mutter geerbt, ich lache Schwierigkeiten einfach weg, das hat mich immer aus Krisen herausgeholt.» Und endlich kam der Durchbruch Ein Journalist, der nach eigenem Bekunden durch die Essenz von einer schweren Erkrankung geheilt wurde, schrieb einen Artikel darüber in einem Magazin für gesundes Leben. «Plötzlich standen die Telefone nicht mehr still, auf einmal hatten wir Bestellungen für Tausende von Flaschen.» In der kleinen Firma überschlug sich alles. Waren vorher die Früchte per Hand zerkleinert worden, mussten plötzlich Maschinen her, die Produktion musste erweitert werden. «Aber da wusste ich: Ich habe es geschafft», erzählt die Selfmadefrau. Ihr Vater durfte den überwältigenden Erfolg gerade noch erleben, bevor er mit 90 Jahren ein halbes Jahr später starb. Inzwischen ist das Unternehmen fest in Familienhand. Sohn Alex ander leitet den internationalen Vertrieb von der Schweiz aus und wird irgendwann den Betrieb übernehmen. Auch ihr Stiefsohn Seba- Im neuen Firmensitz ist alles hell und lichtdurchflutet – viel Raum für neue Ideen, die Dr. Cordula NIedermaier-May mit ihren Mitarbeiterinnen entwickelt. stian, zu dem sie ein enges Verhältnis Und das scheint zu funktionie- um 9 Uhr im neuen Firmensitz in hat, arbeitet für die Firma. ren, sonst wäre der randvolle Hohenbrunn eintrudelt, hat sie Er ist es, der sie oft aus ihrem Alltag Tag der Powerfrau wohl kaum zu keine ruhige Minute. «Alle wollen herausholt und mit ihr in die schaffen. Um 5.30 Uhr wacht sie etwas von mir.» So geht es weiter Berge fährt zum Wandern. auf. «Aber ich bleibe noch eine bis zum Abend. «Aber dann wird «Das Mittel ist mein Leben», sagt halbe Stunde liegen, dann gehe das Telefon ausgeschaltet – und die Wissenschaftlerin. Schliesslich ich mit meinem Hund Lilly raus.» ich koche. Im Sommer ernähre ich hat sie sich auch selbst damit Beim Frühstück werden schon mich aus meinem Garten, ziehe geheilt: Bis zu ihrem 40. Lebensjahr mal E-Mails gecheckt. Wenn sie Salat, Radieschen, Rucola, Lauch, litt sie an einer extremen Neurodermitis. Sie reiste zum Toten Meer, aber die Haut war so kaputt, dass sie nicht ins Salzwasser konnte. Zwar heilte alles in drei Tagen an der salzhaltigen Luft, aber kaum im Flieger, ging es wieder los mit Juckreiz und Entzündungen. Nach dem zweiten Kind wurde es schlimmer, es kamen auch noch Asthma und Allergien gegen Wolle und Seide dazu. «Ich war ein wirklich armes Madl», kann die Bayerin heute lächelnd erzählen. «Erst mit unserer Essenz habe ich die Neurodermitis weggebracht.» Ein halbes Jahr hat es gedauert, dann war ihre Haut gesund. «Es geht ums Immunsystem, das muss komplett in die Regulierung gebracht werden.» Es wird nur biologisch angebautes Gemüse und Obst, wie etwa Artischocken, für die Regulatessenz verwendet. Schweizer Hausapotheke 6-2017 33

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