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Nr. 6 / 2017

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Hirn oder Herz? | Entschleunigung | Starke Bären

stapeln. Das ist

stapeln. Das ist sinnvoll, wenn ein Ziel (Projekt) besteht, eine höhere Summe später wieder in Umlauf zu bringen. Aber sparen um des Sparens willen, wie es Kindern oft anerzogen wird, bringt der Gemeinschaft und dem Einzelnen nichts. Nun wird das Geld, das wir zum Beispiel bei einer Bank oder Pensionskasse ansparen, ja nicht in ein Kässeli gesteckt und bleibt dort, bis wir es wieder abholen. Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1 Sparen und Inflation Unsere Einzahlung ist eigentlich ein Kredit, den wir der Pensionskasse geben. Sie bleibt über Jahrzehnte unsere Schuldnerin. Sie wird unser Geld – möglichst lukrativ – an andere Schuldenmacher als Kredit ausgeben. Oder die Pensionskasse kauft mit unserem Kredit unser eigenes Wohnhaus. Da sie gezwungen ist Gewinn zu machen, wird sie uns möglichst hohe Mietzinsen abverlangen. Da Liegenschaften knapp sind und die Zinseinnahmen steigen, steigen auch die Immobilienpreise. Unser Sparen führt so zur Preissteigerung bei Mieten und Hauspreisen. Die erhöhten Mieten steigern auch die Ladenpreise. Das Geld wird weniger wert. Damit sinkt auch der Wert unseres Kredits bei der Pensionskasse: Auch wenn sie Zins gutschreibt, wird durch die Geldentwertung diese höhere Anzahl Franken, die wir dannzumal erhalten, eine geringere Kaufkraft haben als heute. Dieser «Inflationsgewinn» bleibt immer bei den Schuldnern auf Kosten der Kreditgeber. Der Franken rollt – allerdings nicht mehr gemäss unserer eigenen Kontrolle. Aus dem relativ günstigen Geld, das die Pensionskasse einnimmt, vergibt sie möglichst gewinnbringende Kredite oder Investitionen. Werden daraus Gewinne erzielt, bleiben diese bei der Sparinstitution. Ein Teil davon geht als Boni an Verwaltungsräte und Personal. War Ihnen das bewusst, als gegen die Initiative Ausbau der AHV als Volkspension abgestimmt wurde? Geld ausgeben Zu selten wird beim Geldausgeben unterschieden zwischen Kosten, Verbrauch und Investition. Wenn wir eine Glace kaufen, werden wir sie konsumieren (müssen). Sie ist nicht haltbar. Aber wir wollen sie ja auch konsumieren. Wir kaufen also kurzfristigen Genuss. Das Geld ist weg (resp. als Einkommen bei der Verkäuferin), der eingehandelte Genuss bleibt eine kurze Zeit als Erinnerung. Wenn wir ein Haus kaufen, haben wir für unser Geld einen beständigen Gegenwert, der uns über Jahre hinweg bleibt. Diese Geldausgabe ist eine Investition. Ebenso wenn aus Steuergeldern ein Schulhaus gebaut oder die Strassen erneuert werden, handelt es sich um Investitionen. Was wir gekauft haben, können wir mehr oder weniger sinnvoll noch lange nutzen. Das gilt sogar für Gesundheitsdienstleistungen, sofern sie notwendig und erfolgreich sind. Der genaue Sprachgebrauch ist wichtig! Als ich letzthin einen Reporter hörte, der davon sprach, in welchen Konsum Jugendlich investierten, bekam ich Gänsehaut. Die Unfähigkeit – Individuell dosierbar Variantenvielfalt beim Backen – und das glutenfrei! Die neue Mehl-Linie von Morga bringt neben Abwechslung beim Backen auch andere Vorteile: Sie sind alle glutenfrei und in vielen Fällen kohlenhydratarm und proteinreich. Gelegentlich verstopft? Midro ® – Pflanzliche Abführhilfe bei gelegentlicher Verstopfung. Rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Dies sind Arzneimittel. Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Midro AG, CH-4125 Riehen suisse Natürlicher Genuss aus der Schweiz. MORGA AG, 9642 Ebnat-Kappel, www.morga.ch 52 Schweizer Hausapotheke 6-2017

selbst des Reporters – zwischen investieren und konsumieren zu unterscheiden, ist jugendgefährdend! Kinder und Jugendliche müssen lernen, dass nicht alle Formen des Geldausgebens dieselben Folgen haben. Schulden Die Werbung für Konsumkredite richtet sich hauptsächlich an Jugendliche und Menschen, die von Geld zu wenig verstehen. Es macht einen grossen Unterschied, ob ich mich für eine Ferienreise, ein Auto oder für eine Wohnungsausstattung verschulde. Zwar sind alle drei Güter kaum wieder zu verkaufen. Das Kreditgeld ist in allen drei Fällen weg. Aber bei der Wohnungseinrichtung kann ich sie langfristig nutzen, beim Auto mittelfristig, bei den Ferien kurzfristig. Die Schulden (Kredit) bleiben in jedem Falle. Beim Thema Schuldenmachen ist wichtig, mit Jugendlichen darüber zu sprechen, ob ihnen der Gegenwert, den sie sich mit den Schulden einhandeln, wirklich wertvoll genug ist. Auch muss zwingend unterschieden werden zwischen Schulden für eine Lebensinvestition (z.B. Weiterbildung) und Schulden für den reinen Konsum: Bei der Investition bleibt ein Gegenwert in meinem Besitz. Der Wert des Erworbenen hält mit den Schulden die Waage (fachsprachlich: Die Bilanz ist ausgeglichen; mein neuer Besitz minus meine Schulden ergibt 0 Fr.) Bei Konsum ist der Geldwert weg und die Schulden bleiben. Schulden bedeuten immer: Verbrauch heute auf Kosten des Zukünftigen. Im Konsumkredit verkauft der Kreditnehmer künftige Einkünfte an den Kreditgeber, ohne künftigen Nutzen zu erhalten. In der Investition erwerbe ich dagegen Zukunftschancen, die ich ohne diesen Kredit (Schulden) nicht hätte. Kosten und Einkommen Kann man in das Alter investieren? Zugegeben, «die RentnerInnen» kosten die AHV und die Pensionskassen eine Menge Geld. Ist dieses Geld nun eine Konsumausgabe oder eine Investition? Was machen die Alten mit diesem Geld? Sie geben es aus, sie konsumieren. Dieses Konsumieren bedeutet aber auf der andern Seite Arbeit für die heute Arbeitsfähigen. Sie erhalten dadurch ein Einkommen. Wenn ich zum Beispiel die Tourismusbranche betrachte, sind die Alten auf Reisen, in Restaurants, auf Schiffen und in Residenzen ein gewaltiger Arbeitgeber. Auch Gesundheitswesen und Alterspflege sind einerseits Kostenaufwand, andererseits aber auch Einkommen! Mit Rentenbeträgen wird Arbeit geschaffen. Die Alten sind ein Wirtschaftsfaktor – vor allem, wenn sie nur angemessen und nicht übermässig viel sparen. Noch besser als im Pensionskassensystem rollt im AHV-System der Franken. Es wird wenig Geld dazwischen herausgenommen, weil das eingenommene Geld nicht irgendwo zwischengelagert wird, sondern direkt bei den Alten landet. Gewinne Bleibt die Frage, wo der Franken überall hin rollt. Wenn eine Bank ausweist, dass sie 2016 fast nur noch «bei den Institutionellen» Gewinn machte, heisst dies im Klartext, dass ihre Gewinne vornehmlich aus Pensionskassengeldern stammen. Wenn eine Kleiderladenkette oder ein Möbelhaus sagenhafte Gewinne aus dem Handel erzielt, heisst das, dass die Konsumenten zu viel für die Ware zahlen. Oder aber: Die Löhne jener Handwerker, Transportarbeiter und Rohstoffproduzenten sind zu niedrig; denn alle diese Lohnkosten drücken offenbar den Gewinn nicht. Und dies, obwohl die Klamotten teilweise erschreckend billig sind. Der Franken rollt offenbar stärker zu den Organisatoren des Handels als zu den Werktätigen. ZECHSTEIN MAGNESIUM OIL Magnesium – einfach auf die Haut gesprüht • Ideal nach dem Sport oder zur Entspannung Vertrieb: Natural Power Distribution AG, Volketswil, info@naturalpower.ch www.zechstein-magnesium-oil.com 1_2_Ins_Zechstein_Magnesium_Oil_Druck.indd 1 Schweizer Hausapotheke 14.09.16 6-2017 12:2253

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