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Nr. 6 September/Oktober 2017

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Hirn oder Herz? | Entschleunigung | Starke Bären

Herzensangelegenheit

Herzensangelegenheit Reni Moser liegt das Wohl von Kindern sehr am Herzen. Sie ist mit Leib und Seele Kindergärtnerin. Als Fachfrau weiss sie, welche Voraussetzungen wichtig sind, damit sich Kinder gesund entwickeln können. Darum ist ihr Projekt – ein bärenstarker Spielgarten für Kinder – durchdacht und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. An einem heissen Sommertag im Juni fahre ich voller Erwartungen zum von Bürengut. Es sind gefühlte hundert Jahre, seit ich das letzte Mal einen Kindergarten besucht habe. Ich betrete einen hellen und grosszügigen Raum, nehme auf Anhieb eine wunderschöne Atmosphäre war und begrüsse Reni Moser und die Kinder. Sie sind frei am Spielen. Die Kindergärtnerin, das spüre ich sofort, ist kompetent, ruhig und mit ihrer einfühlsamen Art für ihre wichtige Aufgabe berufen. Ich weiss, wovon ich spreche; denn ich war auch einmal mit grosser Begeisterung Kindergärtnerin. Die Art, wie Reni Moser den Kindern begegnet, berührte mich in diesem Moment sehr. Ihre Kreativität kommt nicht nur im Kindergarten zum Ausdruck. Deshalb bin ich gespannt, mehr zu ihrem Projekt «Bärenspielgarten» zu erfahren. Frau Moser, weshalb möchten Sie einen Bärenspielgarten für Berner Kinder realisieren? In unserer schnelllebigen Welt fehlt mir manchmal das wohlige, heimelige Gefühl der Geborgenheit. Der Bär verkörpert für mich dieses Gefühl. Im Kindergarten wohnt ein riesiger Teddybär, der immer dann, wenn ein Kind traurig ist oder sich unwohl fühlt, Schutz, Trost und Gebor- genheit spendet. Die Kinder liegen in den grossen Bär und fühlen sich meist unmittelbar besser. Es muss nicht zwingend ein Bär sein. Ein Bär passt für mich einfach perfekt zur Stadt Bern. Ich möchte Kindern einen Ort schenken, wo sie sich naturverbunden wohl fühlen und ihre Sinne pflegen können. Ich beobachte im Alltag, dass elementare Dinge bei einzelnen Kindern nicht mehr oder kaum vorhanden sind. Zum Beispiel über einen Baumstamm balancieren oder auf allen Vieren herumturnen, mit blossen Füssen auf Steinen laufen oder Naturmaterialien in die Hand nehmen, spüren und daran riechen. Das sind Primärerfahrungen, die fehlen. In meinem Bärenspielgarten kann ein Kind sich auf diesen Ebenen austoben und grundlegende Erfahrungen sammeln. Mein ganzes Projekt besteht aus Holz, das für mich als Material sehr viel Wärme ausstrahlt. Wird es ein Ort der Begegnung? Auf einem Spielplatz begegnen sich Kinder. Sie spielen, lachen, tauschen sich aus, streiten und versöhnen sich. Sie lernen Rücksicht zu nehmen oder sich zu behaupten. Zu teilen und anzustehen. Auch für Erwachsene ist es ein Begegnungsort, um Kontakte zu knüpfen. Ein Spielgarten mit Bärenfiguren würde die Stadt Bern bereichern. Zudem 6 Schweizer Hausapotheke 6-2017

ist der Bär ein wunderbares Krafttier. Kinder mögen Tiere. Sie sprechen im Kindergarten immer sehr gut auf ein Thema rund um ein Tier an. Ich wünsche mir, dass dieser Spielgarten belebt und anregend wird für Kinder und Erwachsene. Dass er einlädt zum Verweilen und den Kindern die Natur näher bringt. Der Artikel 31 umschreibt, welche Rechte Kinder haben, wenn es um ihre Freizeit geht. Es liegt an uns, dass wir geeignete Orte schaffen, die eigens für Kinder bestimmt sind. Wie sieht Ihr Projekt konkret aus? Geplant sind bis jetzt ein Sandbär, ein Kletterbär, ein Holzstammbär zum Balancieren und Kriechen, ein Rutschbär und ein Hüpfbär. Einen Schaukelbär habe ich ebenfalls vor meinem geistigen Auge. Aber sicher gibt es noch unzählige Ideen, die meinen Spielgarten bereichern könnten. UN-Kinderrechtskonvention, Artikel 31 (1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemässe aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. Auf einem kleinen Film im Internet (RENIMO.JIMDO. COM) stellen Sie Ihr Projekt vor. Sie schreiben vom Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Können Sie das näher erklären? Der Schlüssel zu mehr Lebensqualität bei Kindern bedeutet für mich: Gesunde Kinder – glückliche Kinder – selbstbewusste Kinder. Diese drei Aussagen sind selbsterklärend. Wie möchten Sie Ihr Projekt realisieren? Ich stelle mir vor, dass es ohne Sponsoren nicht funktioniert. Ja, eine Idee reicht leider nicht. Ich bin auf Menschen angewiesen, die wie ich hinter diesem Projekt stehen und meine Idee unterstützen möchten. Der wichtigste Punkt ist, dass wir einen geeigneten Standort finden. Es kann ein bestehender Spielplatz in Bern sein, der neu gestaltet werden muss. Oder es wird ein geeigneter Platz zur (2) Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung. Lindert Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen. Original DR. ANDRES Wallwurzsalbe Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Dr. Andres Pharma AG Schweizer Hausapotheke 6-2017 7

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