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Nr. 6 September/Oktober 2018

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leicht high. Darunter

leicht high. Darunter leiden die Leistungen in der Schule, im Studium oder bei der Arbeit. Weiter kann Cannabis abhängig machen. Etwa eine von zehn Personen wird süchtig, das ist vergleichbar mit Alkohol. Gefährdet sind besonders Jugendliche, da sich ihr Gehirn noch formt und damit besonders anfällig auf Einwirkungen via Drogen ist. Von jenen Teenagern, die sich täglich einen Joint reinziehen, wird jeder zweite süchtig. Dies mit verheerenden Folgen. Kiffer Dario wird, weil er oft schwänzt, schliesslich von der Schule gewiesen, er versifft den Schulabschluss. Sein Selbstvertrauen leidet, er ist orientierungslos, Halt gibt ihm nur der tägliche Joint. Dario spielt mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Dann bietet sich die Chance für einen Neustart in einer anderen Umgebung, er findet eine Lehrstelle, die ihm gefällt; so überwindet er die mehrjährige Krise. Ex-Kiffer in der Psychiatrie Nicht immer gibt es ein Happy End – manchmal führt die Sucht in die Psychiatrie. «Raucht man als Jugendlicher regelmässig Cannabis», sagt der deutsche Suchtmediziner Ulrich Preuss in der Zeitschrift Stern, «kann dies zu langfristigen psychischen Schäden führen.» Oft sind es ehemalige Kiffer, die mit Psychosen in psychiatrischen Kliniken landen, wie der Psychiater und Drogenexperte Kurosch Yazdi weiss. Er hat ein Buch mit dem Titel «Die Cannabis-Lüge» verfasst und sagt in einem Interview mit dem österreichischen Kurier: «In Colorado, also in Sie müssen nicht immer müssen! ALPINAMED ® Preiselbeer Trinkgranulat Zur Prävention von wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Medizinprodukt mit Preiselbeerextrakt. Alpinamed Preiselbeer Trinkgranulat. www.alpinamed.ch einem der ersten Staaten, wo Cannabis legalisiert wurde, musste die Kapazität der Jugendpsychiatrie verdoppelt werden, weil sie so viele Jugendliche hatten, die süchtig nach Cannabis oder dadurch psychotisch geworden waren.» Hat man eine Psychose, nimmt man die Realität verzerrt wahr. Farben und Töne werden intensiver, die Erfahrung von Zeit verändert sich. «Bei den meisten Kiffern ist das harmlos, weil die Symptome mit dem Rausch vergehen. Bei einem kleinen Prozentsatz vergehen diese Symptome aber nicht mehr», sagt Kurosch Yazdi. Die Betroffenen schlittern in eine Psychose, die chronisch werden kann, auch wenn man nicht mehr kifft, dies vor allem dann, wenn diese Krankheit in der Familie bereits vorkommt. Das kann einem Jugendlichen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen: So musste Fabio, der kiffte, zwei Ausbildungen abbrechen, erlebte eine Odyssee mit Aufenthalten in Psychiatrien. Seine Chancen sind geschwunden, den Einstieg in die Arbeits- und Erwachsenenwelt zu finden; denn seine Psyche ist nicht gesund. Fatales Experiment Cannabis ist jedoch nicht gleich Cannabis. Eine Hanfpflanze kann aus mehr als 100 Cannabinoiden bestehen. Je nach Inhaltsstoff kann sie, medizinisch sinnvoll eingesetzt, Schmerzen lindern. Der Hauptwirkstoff ist THC, Tetrahydrocannabinol; er führt zum Rausch. Raucht man Cannabis mit THC unter einem Prozent, hat dies vor allem eine entspannende Wirkung – ohne Sucht- oder Psychose-Gefahr. Und: Cannabis mit einem THC-Gehalt unter einem Prozent fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Ein weiteres Cannabinoid ist CBD, Cannabidiol. Es löst Ängste und wirkt gegen Psychosen. Es gibt Hasch mit wenig THC und mehr CBD. So kann man etwas Legales kiffen. Um jedoch eine gewisse berauschende Wirkung zu erzielen, muss man viel mehr davon konsumieren – was vor allem den Besitzern von Shops dient, die legales Cannabis verkaufen: Sie haben mehr Umsatz. Mike, der seit Teenagertagen regelmässig kiffte, entschloss sich zu einem Experiment: einen Monat CBD-Cannabis rauchen. Dies erzielte einen positiven Effekt, wie der Journalist in einem Beitrag auf tillate.com erzählt: «Es fühlte sich gut an, dass ich nicht mehr ständig komplett stoned war. Mein Umfeld klopfte mir ausserdem kollektiv auf die Schulter: Ich, der Vorzeige-Kiffer, hatte THC aufgegeben. Sogar Mama war ein bisschen stolz.» Nach einer gewissen Zeit vermisste er jedoch den Flash – und rauchte wieder das Cannabis von früher. «War ich high! Gedanklich driftete ich endlich wieder in völlig andere Sphären ab, ich war kreativ wie lange nicht mehr und erlangte eine neue Perspektive auf Probleme, die mich in dem Moment beschäftigten.» Doch dann raste sein Herz, er bekam Schweissausbrüche – eine Panikattacke. «Von einem Moment auf den anderen war ich mit dem Flash komplett überfordert.» Die nächsten Wochen waren geprägt von Angststörungen. «Ich fiel zurück in alte Muster meiner Zwangsneurose und hatte Gedanken, die definitiv in eine schizophrene Richtung gingen.» Der Grund für den Rückfall: Mike hatte seine Immunität für THC verloren. «Wenn man den THC-Konsum aussetzt, wirkt es danach wieder deutlich stärker als bei einem Dauerkonsumenten», zitiert Mike in seinem Beitrag Franjo Grotenhermen, Arzt und Geschäftsführer der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoid-Medikamente. Seit der Panik attacke ist Kiffen für Mike nicht mehr dasselbe. «Nun schwingt jedes Mal die Angst mit, wieder in dunkle Orte abzudriften und erneut eine Panikattacke zu erleiden.» Trotzdem ist er in der Sucht gefangen: «Ich will nicht ganz aufhören.» Anders als Renato, von dem am Anfang die Rede war. Seine Sucht wird ihm bewusst, als der dauernde Stress zu einer Nierenkolik führt. Danach gelingt es ihm nach und nach, das Leben gemütlicher zu nehmen – und er findet mit Yoga eine Alternative, sich regelmässig zu entspannen. * alle Namen geändert Marcel Friedli hat einen Abschluss in Geschichte und Kom- munikationswissen- schaften. Er arbeitet als Journalist und Yogalehrer. 36 Schweizer Hausapotheke 6-2018

Verstopfung, was tun? Unsere Verdauung funktioniert dann am besten, wenn sich das System im Gleichgewicht befindet. Dabei geht es unter anderem um die Menge an Flüssigkeit, die dem Nahrungsbrei im Darmtrakt entzogen wird. Ist es zu wenig, dann entsteht Durchfall. Ist es zu viel, kommt es zu einer sogenannten Verstopfung. Claudia Hörler, Filialleiterin und diplomierte Drogistin HF bei Müller Rerformhaus in Basel erklärt, wie einer Verstopfung auf natürliche Weise begegnet und vorgebeugt werden kann. Frau Hörler, wann spricht man von einer Verstopfung? Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis zu einmal alle drei Tage normal. Bleibt der Stuhlgang länger aus, dann spricht man von einer Verstopfung. Kurzfristiges Ausbleiben kann etwa auf gewisse Medikamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antidepressiva oder situative emotionale Belastungen zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt ist besonders empfindlich für Anspannung oder Stress. Dauert die Verstopfung länger an, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Gibt es noch andere Gründe für Verstopfung? Vielfach kommt es etwa auf Reisen in ferne Länder zu einer Art «Toiletten-Angst». Dabei wird der Reflex zur Darmentleerung unterdrückt. Aber nicht nur die Psyche, auch das eigene Verhalten beeinflusst das Funktionieren des Verdauungssystems: Wenig Bewegung, ungesunde und einseitige Ernährung sowie mangelnde Aufnahme von Flüssigkeit können zu Verstopfung führen. Grundsätzlich ist die Verdauung eine hoch individuelle Angelegenheit und von Mensch zu Mensch verschieden. Genügend Bewegung und Flüssigkeit braucht der Körper aber in jedem Fall. Welche Mittel aus der Natur können helfen? Die Sennapflanze ist ein altbewährtes Mittel aus der Natur und wird von Menschen seit jeher insbesondere bei akuter Verstopfung verwendet. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden auch wissenschaftlich nachgewiesen. Sie regt in erster Linie die Darmwand zu verstärkter Bewegung an und fördert die Flüssigkeitsaufnahme in den Darm. Damit wird der Stuhl weicher und die Entleerung vereinfacht. Vor der Einnahme sollte eine Fachperson konsultiert oder die Packungsbeilage gelesen werden. Claudia Hörler, Drogistin HF, leitet die MÜLLER Reformhaus Vital Drogerie an der Gerbergasse 35 in Basel. Lubex anti-age ® intelligence refining & correcting biostimulator Das intelligente Wirksystem mit 6 Biostimulatoren • verfeinert die Poren und mattiert die Haut sofort • macht die Haut glatter und strahlender • polstert Fältchen von innen auf In Apotheken und Drogerien erhältlich Intelligentes Wirksystem mit 6 Biostimulatoren Permamed unterstützt mit jeder verkauften Packung Lubex anti-age ® die Krebsliga Schweiz im Programm Brustkrebsprävention mit einem Franken. auch für empfindliche Haut | mit Dermatologen entwickelt | klinisch getestet | ohne Konservierungsmittel | ohne allergene Parfumstoffe | ohne Farbstoffe und Paraffinöl 4106 Therwil • Ringstrasse 29 • Tel. 061 725 20 20 • Fax 061 725 20 40 • E-mail: permamed@permamed.ch • www.lubexantiage.ch IS/int/180526 Schweizer Hausapotheke 6-2018 37

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