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Nr. 7 / 2018

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wir was dagegen tun?

wir was dagegen tun? Geld wurde schon in gigantischen Grössen eingesetzt, aber die Schreckensbilder bleiben. Hat da das ganze Helfen überhaupt einen Sinn? Schwarze Pädagogik In den 1980igern setzten sich Erziehungswissenschaft und pädagogische Geschichtsforschung mit den Erziehungsmethoden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts auseinander. Es gab in jener Zeit verschiedene Strömungen. Eine davon arbeitete hauptsächlich mit Angst, Härte, Abschreckung und Strafandrohung. Die zu Tage geförderten Praktiken waren oft brutal, manchmal grausam und jedenfalls angstbesessen. Deshalb erhielt die Geisteshaltung dieser Erziehungslehren und -praktiken den Namen «schwarze Pädagogik». (Sie gilt auch als eine der Wegbereiter der Nazi-Herrschaft). Man glaubte unter modernen Pädagogen, diese Geisteshaltung sei ein für alle mal überwunden. In den Kampagnen sehe ich sie aber wieder salonfähig werden. Die Folgen der schwarzen Pädagogik sind: Negativ gefärbte Erwartungshaltungen, wenig Sinn für Eigenverantwortung und generell eher misanthropische Einstellungen (jeder Mensch ist des nächsten Feind, «Homo homini lupus»). Also wird kaum Vertrauen ins Gemeinschaftliche und in Mitmenschen gesät. Hinter der patriarchalen Fürsorge steht dieselbe Geisteshaltung: Der Mensch ist ein Egoist, er sucht nur den eigenen Vorteil; und lässt sich nur dadurch von rücksichtslosem Eigennutz abhalten, dass er einen Mächtigeren (z. B. den Tod) wirklich fürchten muss. 56 Schweizer Hausapotheke 7-2018 Versagen dieser Theorie Wir wissen allerdings auch, dass selbst unter dieser Vorstellung die Macht der Schreckensherrschaft dort endet, wo sich Menschen von Drohungen und Schmerz nicht mehr imponieren lassen – seien das zum Beispiel die sogenannt «schwer Erziehbaren», seien das überzeugte Widerstandskämpfer. Und auch bei Märtyrern endet ja die Macht der Mächtigen. So ist es auch bei vielen Jugendlichen: Gesundheitskampagnen mit Schreckensbildern und Todesdrohungen laufen bei ihnen bestenfalls ins Leere, schlimmstenfalls verführen sie diese zu gesundheitsschädigendem Verhalten. Viele Jugendliche durchlaufen Phasen der Todessehnsucht, wenn nicht gar suizidaler Phantasien. Etliche beschäftigen sich mit der Idee, gar nicht älter als 30 werden zu wollen. Was bedeutet nun der Satz auf dem Paket: «Rauchen tötet»? Erstens wissen Jugendliche, dass es nicht unmittelbar wahr ist. Auf lange Sicht vielleicht. Aber interessiert sie die lange Sicht? Zweitens können sie sich sagen, wenn ich sowieso sterben resp. nicht alt werden will, dann wenigstens mit Genuss. Ich habe den Eindruck, die WerbeberaterInnen solcher Kampagnen sind einer unzulänglichen Theorie aufgesessen. Das könnte für viele ihrer Adressaten sogar tödlich enden. Motivationslehre Hinter ihrem Denken steht ein bestimmtes Welt- und Menschenbild: Die Vorstellung lautet, dass Menschen innerlich gesteuert werden. Sie sind getrieben – von Begierden, Lust, Genuss etc. Wenn ihnen nichts entgegentritt, setzen sich diese Triebe durch. Drohung und Schmerz sind Mittel, welche die Triebe stoppen. Ist die Angst, Schaden zu erleiden, grösser als der persönlich zu erwartende Gewinn, lässt man es bleiben. Diese Lehre ist nicht einfach falsch. Katastrophal wird sie erst, wenn sie absolut gesetzt wird – als einzige, wirklich funktionierende Motivationsmechanik. In dieser Mechanik kommt Schreckensbildern «natürlich» eine zentrale Bedeutung zu. In der Theorie ist deren Erfolg logisch! Durch einige psychologische Experimente wird die These sogar erhärtet. Dennoch entspricht sie nicht der Lebenserfahrung. Experimente sind notwendigerweise zu eng angelegt; denn Leben ist immer von bedeutend mehr Einflüssen geprägt, als sie in der künstlichen Situation eines Experimentes auftauchen. Zwei mächtige Wirkfaktoren werden übersehen: Die Macht der Liebe und die Kraft der Hoffnung. Diese müssen in jedem Experiment ausgeblendet werden; denn nur Gier und Angst sind verfahrenstechnisch kontrollierbar, Beziehungskräfte hingegen nicht. Liebeskraft Auch wenn kein experimenteller Beweis vorliegt: Jeder, der Kinder hat, weiss, dass sie auch bald einmal bereit sind, aus Liebe zu verzichten. Und sie haben das nicht gelernt, sondern leben diese Liebe von sich aus. Auch beobachten wir, dass es ihnen Freude bereitet, die glücklich zu sehen, die sie lieben (eine starke Motivationskraft); dass sie (wenn auch nicht immer) ohne Belohnung hilfsbereit sind; dass es Freundschaft als Kraft zu handeln (Motivationskraft) gibt. Dies geschieht vielleicht nicht im Labor, aber im Leben. Es ist geradezu primitiv, zum Beispiel Freundschaft nur unter dem Aspekt zu verstehen, dass man dann ein andermal selber davon profitieren könnte. Natürlich gibt es berechnende Freundschaften. Dass dies möglich ist, rechtfertigt aber nicht, all diese Empfindungen unter den Verdacht des Selbstbezuges zu stellen, oder gar zu behaupten, das andere gebe es nicht! Unter diesem Aspekt sind die KampagnenleiterInnen der Verkehrserziehung offenbar besser beraten, wenn sie das Helmtragen für Motorradfahrer mit dem Kind oder dem Ehepartner zuhause begründen. Hoffnung Was alle Menschen brauchen, Jugendliche aber ganz besonders, sind positive Perspektiven. Hoffnung, dass sie gebraucht werden, Hoffnung, dass sie und wir auch etwas erreichen können, wenn wir uns einsetzen. Schreckensbilder lähmen: Auch wenn sie aufrütteln, wissen wir noch lange nicht, was wir tun können. Aber das Wecken von schlechtem Gewissen öffnet allem Anschein nach die Geldbeutel. Ohne Perspektive (Hoffnung), was wir selber tun können, verbessern die «Bilder vom Elend dieser Welt» die seelische Lage der Betrachter ebenso wenig, wie sie Gutes bewirken. Gerade auch Jugendliche werden sich als blosse Almosenspendende und angstgesteuerte Gefahrenvermeidende nicht gut fühlen (und schon gar nicht als ausgebeutete Opfer der Eltern- und Grosselterngeneration). Sie brauchen Bilder (und praktisch erreichbare Angebote), wo sie sich einsetzen können. Sie brauchen Beispiele, wo es in der Welt dank Einsatz besser geht. Sie brauchen Anleitung, wie sie für sich selber und für ihre Freunde gesund leben können (ohne dass dies mehr kostet als sie verdienen). Diese Initiativen und Gruppen gibt es auch. Reden wir von ihnen und lassen die Schreckensbilderpädagogik aus einem ziemlich dunklen Jahrhundert in ihr wohlverdientes Grab sinken. Dr. phil. Rudolf Buchmann ist Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Familien. www.praxis-buchmann.ch

Bei Schwindel, Schwäche und Benommenheit kennt: «Es herrscht quasi ein Man- Schwindel ist ein häufiges Phänomen, insbesondere bei älteren Menschen. Dabei ist die Ursache meistens unklar und effiziente Behandlungsmethoden sind rar. Eine gute Alternative findet sich im Regal der homöopathischen Komplex-Arzneimittel. Der Drogist Roland Wagner von der Alpstein Drogerie in St. Gallen kennt sich aus mit den verschiedenen Schwindelproblematiken. Viele Kunden beklagen sich über Schwindel, meistens in Kombination mit anderen Symptomen: «Da die Ursachen oft schwierig zu erkennen sind, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert. Insbesondere bei häufigem Vorkommen.» Wenn organische und psychologische Ursachen ausgeschlossen wurden, strandet der Patient dort, wo die Medizin nicht gel an geeigneten und zuverlässig wirkenden Medikamenten.» Häufig liegt dem Schwindelgefühl eine Durchblutungsstörung im Innenohr und Gehirn zugrunde – also dort, wo die aufrechte Haltung und Raumorientierung des Menschen gesteuert werden. Die immer eine zuverlässige Antwort gravierendsten Konsequenzen von Schwindel sind Stürze und Anzeige-Tapes-A5_DE_003b_Print.pdf 1 09.05.2017 11:15:48 deren Folgen, insbesondere bei älteren Menschen, deren Knochenbau mit fortschreitender Lebensdauer ohnehin viel empfindlicher geworden ist. Eine weitere Quelle für Schwindel sind jene diffusen Wechselwirkungen, die entstehen, wenn ein Patient regelmässig eine Vielzahl von Medikamenten einnehmen muss. Das homöopathische Komplex- Arzneimittel Circuvin hat sich in der therapeutischen Praxis als besonders geeignete Ergänzung erwiesen, wenn es darum geht, ohne bekannte Nebenwirkungen die Durchblutung zu verbessern und Symptome wie Schwindel, Schwäche und Benommenheit einzugrenzen. Roland Wagner ist Drogist in der Alpstein Drogerie St. Gallen. 1,6 MILLIARDEN verkaufte POWER TAPES weltweit NEU C M Y CM MY CY CMY K STARK STANDARD POWER TAPES 70 Stk. CHF 19.90 Art. Nr. XEPT7200 Pharmacode 5378482 STÄRKER X30 POWER TAPES X30 50 Stk. CHF 22.50 Art. Nr. XEPT7300 Pharmacode 5343443 AM STÄRKSTEN METAX METAX TAPES 50 Stk. CHF 24.95 Art. Nr. PT730000 Pharmacode 6665522 WENNS ZWICKT ... direkt auf den betroffenen Punkt anbringen nach 2-3 Tagen wechseln Erhältlich in Drogerie und Apotheke (Pharmacode angeben) Cizen Inc. sports&health • Monbijoustrasse 22 • 3011 Bern Tel. 031 371 46 24 • info@phiten.ch • www.phiten.ch Schweizer Hausapotheke 7-2018 57

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