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Nr. 7 / 2019

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wendet werden, dafür

wendet werden, dafür brauchen wir viel Kraft. Adrenalin wird in der Umgangssprache deshalb auch als Stresshormon bezeichnet. Wir bekommen Herzrasen und alle im Augenblick nicht wichtigen Körperfunktionen werden gedrosselt. Deshalb zum Beispiel der trockene Mund, wenn wir aufgeregt sind. Das ist in einer mündlichen Prüfung unangenehm und erschwert das Sprechen. Unser biologischer Körper entwickelte sich jedoch in einem ganz anderen Umfeld – und Speichel brauchten die ersten Menschen nicht auf der Flucht vor einer Horde wilder Tiere. Bei einer Unterfunktion der Nebennieren haben wir zu wenig Adrenalin im Blut. Deshalb kommen wir nicht in die Gänge. Wir fühlen uns ausgelaugt und erschöpft. Auch Noradrenalin ist ein Stresshormon, wirkt aber im gesunden Körper als Neurotransmitter. Das heisst, dieses Hormon ist im zentralen Nervensystem als Botenstoff wichtig. Wird in den Nebennieren zu wenig Sie müssen nicht immer müssen! ALPINAMED ® Preiselbeer Trinkgranulat Zur Prävention von wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Medizinprodukt mit Preiselbeerextrakt. Alpinamed Preiselbeer Trinkgranulat. www.alpinamed.ch 30 Schweizer Hausapotheke 7-2019 Noradrenalin gebildet, sinkt die Konzentration und uns fehlt die Motivation. Durch eine Unterfunktion werden wir träge und nichts kann uns begeistern. Vermutlich trägt ein Mangel an Noradrenalin zur Entwicklung einer Depression bei. Ganz anders sieht die Gesundheit bei einer Überproduktion von Adrenalin und Noradrenalin aus: Solche Menschen sind ununterbrochen in Aktion und können kaum eine Minute stillhalten. Sie stehen unter permanenter Anspannung, ganz so, also ob sie andauernd auf der Flucht wären. Menschen mit einer Überfunktion der Nebennieren sind gestresst und fühlen sich von einer inneren Unruhe getrieben. Aus dem Gleichgewicht Die Rinde der Nebennieren wiederum hat völlig andere Aufgaben und Produkte zu bieten. Da werden Hormone wie Cortisol oder Aldosterol gebildet. Diese sind lebenswichtig für die Regulation im Stoffwechsel. Die Hormone der Rinde steuern den Salz- und Wasserhaushalt im Körper, so dass nie zu viel oder zu wenig da ist. Sie harmonisieren den Blutdruck auf einem gesunden Niveau und dosieren den Blutzuckerspiegel. Werden diese Hormone nicht in der genau richtigen Dosierung hergestellt, gerät ganz vieles im Körper zur selben Zeit aus dem Gleichgewicht. Das macht es den Ärzten oft schwer, die Nebenniere als Verursacher der Symptome dingfest zu machen. Glücklicherweise kann man heute im Labor einzelne Substanzen im Blut genau messen und so eine Über- oder Unterfunktion erkennen. Liegt eine Überproduktion an Aldosteron vor, spricht man vom Morbus Conn. Diese Patienten leiden unter Bluthochdruck, Verstopfung, häufigem Wasserlösen und grossem Durst. Ist Cortisol in zu grossen Mengen vorhanden, hat man ein Cushing-Syndrom mit Störungen im Zuckerstoffwechsel. Bei einem Mangel an den genannten Hormonen, also bei einer Unterfunktion der Nebennierenrinde, sprechen die Ärzte von Morbus Addison. Dies ist nur eine ganz kleine Auswahl möglicher Krankheitsbilder, deren Ursachen in den Nebennieren zu finden sind. In diesem winzigen Organ sind Tumore möglich, die das Gewebe zerstören und zu einer Unterfunktion führen – oder Tumore, die zusätzlich Hormone bilden und so eine Überfunktion verursachen. Das kleine Organ kann von Autoimmunreaktionen betroffen sein, die zu Funktionsstörungen führen. Und wie in jedem anderen Organ kann es dort Infektionsherde geben, die alles durcheinanderbringen. Nach anhaltendem Stress leiden die Nebennieren vielleicht unter Erschöpfungszuständen und produzieren immer ein bisschen weniger, als sie sollten. Behandlungsmöglichkeiten Funktionsstörungen der Nebennieren sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und bedürfen – unabhängig der Ursache – einer Behandlung. Ist die Ursache bekannt, muss diese mittels ärztlicher Therapie behandelt werden. Bei Tumoren hilft oft nur das chirurgische Messer und Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Nur bei stressbedingten Ermüdungserscheinungen können wir selbst einiges zur Gesundung beitragen. Um den kleinen Organen mal Ruhe zu gönnen, sind ins tägliche Leben gezielt Erholungsphasen einzubauen. Und niemand soll behaupten, dafür hätte er keine Zeit: Gerade das ist ja ein Symptom und nicht die Wirklichkeit. Hilfreich ist es, täglich gleiche Ruhe- und Schlafzeiten zu planen: Der Körper gewöhnt sich daran, stimmt sich darauf ein und erfährt dadurch mehr Erholung. Parallel dazu kommt man um ein bisschen Bewegung nicht herum. Aber keine stressigen Wettkämpfe, sondern ein gemütlicher Waldspaziergang oder ein paar Runden schwimmen sind angemessen. Bewegung, richtig eingesetzt, wirkt wie ein Katalysator gegen alle möglichen stressauslösenden Faktoren. Die Nebennieren sind wichtig für den Stoffwechsel, deshalb ist auf die Ernährung besonders zu achten. Stimulierend wirken auf das Nebennierenmark Süssholz, Ginseng, Ingwer oder Maca. Letzteres ist in letzter Zeit als Superfood aus den Anden oder Wunderwurzel der Inkas bezeichnet worden. Vitamine der B-Gruppe putschen die Nebennierenrinde auf. Besonders wirkungsvoll soll die Pantothensäure sein, die den Namen Vitamin B5 trägt. Sie kommt in fast allen Lebensmitteln vor, in speziell hohen Dosen jedoch nur in Leber, Eiern und Vollkornprodukten. Für ein gutes Funktionieren der Nebennieren ebenfalls sehr wichtig ist Vitamin E. Dieses findet man reichlich in Nüssen und Milchprodukten, in Vollkorngetreide und in pflanzlichen Ölen. Judith Dominguez ist Diplom-Biologin, Pflegefachfrau HF und diplomierte interdisziplinäre Gerontologin.

Stressfrei mit Lavendel fein Die Aromatherapie ist in vielen Lebensbereichen von grosser Bedeutung. Das wohl bekannteste und ausserordentlich vielseitig einsetzbare ätherische Öl ist das des echten Lavendels, Lavendel fein genannt, aus Frankreich. Es ist das Mittel erster Wahl in kleinen Notfällen und darf in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen. Im Interview erklärt Ramona Nafzger, dipl. Drogistin HF und Betriebsleiterin der DROPA Drogerie Pfäffikon, wie Lavendel fein richtig eingesetzt wird. Frau Nafzger, in welchen Beratungssituationen empfehlen Sie Lavendel fein? Nicht umsonst wird reines Lavendel fein Öl als die kleinste Hausapotheke der Welt bezeichnet, da es sehr vielseitig einsetzbar ist. Lavendel fein eignet sich sehr gut bei Nervosität, Unruhe, Angst- und Spannungszuständen, Kopfschmerzen, bei mühseligen Insektenstichen oder einem leichten Sonnenbrand, um nur einige Beispiele dieses Alleskönners zu erwähnen. Wie raten Sie Ihren Kunden, Lavendel fein Öl anzuwenden? Lavendel fein ist ein mildes und gut verträgliches Öl, welches sogar unverdünnt auf der Haut angewendet werden darf. Es wirkt wundheilungsfördernd, entzündungshemmend, angstlösend und beruhigend. Selbst offene Wunden können zur Not mit wenigen Tropfen erstversorgt werden. Besonders gute Erfahrungen haben wir bei Unruhe, Nervosität, Angst- und Spannungszuständen gesammelt. Hierzu wird ein Tropfen Lavendel fein am besten direkt unter der Nase aufgetragen; oder für einen ruhigen Schlaf drei bis fünf Tropfen direkt auf das Kopfkissen geträufelt. Ramona Nafzger, dipl. Drogistin HF und Betriebsleiterin der DROPA Drogerie Pfäffikon. RUHE MIT LAVENDEL FEIN BIO HAUTE PROVENCE FRANCE PREMIUM QUALITÄT LAVANDULA ANGUSTIFOLIA LAVENDEL FEIN ÄTHERISCHES ÖL AUS KONTROLLIERT BIOLOGISCHEM ANBAU SHA_Inserat Ruhe mit Lavendel.indd 1 Schweizer Hausapotheke 27.08.18 7-2019 13:47 31

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