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Nr. 8 / 2018

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Zappelig – na und ?

Zappelig – na und ? Unruhige Kinder können Eltern wie Lehrer, aber auch Kameraden fast in den Wahnsinn treiben. Rasch ist die Geduld zu Ende und die Kinder werden gemieden, gemobbt und nur selten situationsgerecht behandelt. Und ganz rasch wird zappeligen Kindern der Stempel ADHS aufgedrückt. Jedes Kind ist ein Individuum. Manch eines blättert stundenlang hingerissen in Bilderbüchern, ein anderes ist von Natur aus lebhafter, lässt sich schneller ablenken, will ständig Neues haben und in Bewegung sein. Solche unruhigen Gemüter müssen jedoch nicht gleich als krank abgestempelt werden. Wenn ein Kind allerdings häufiger durch aggressives oder zerstreutes Betragen aus dem Rahmen fällt, sollte das schon stutzig machen. Vielleicht leidet es ja tatsächlich an einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-Störung, kurz ADHS. Dieser Diagnose begegnen viele Eltern, dies auch darum, weil ein eigenes Krankheitsbild definiert wurde, um auch entsprechende Medikamente verabreichen zu können. Eigentlich kein Nachteil Aufmerksamkeitsprobleme und Hyperaktivität sind heute weit verbreitet – kein Wunder in der gehetzten Zeit massivster Reizüberflutung. Bei fast jedem Kind, das die meist schwammig formulierten und allgegenwärtigen ADHS-Kriterien erfüllt, findet man andere Ursachen und Hintergründe; denn diese sind ja auch multifaktoriell – eine ähnliche Symptomatik kann völlig unterschiedliche Ursachen haben. Es gibt daher nicht «das ADHS-Kind» schlechthin, sondern es gibt unruhige und unkonzentrierte, zappelige und aggressive Kinder. Doch allen Unkenrufen zum Trotz: Mittlerweile ist gar erwiesen, dass unruhige Bewegungen bei Kindern und Jugendlichen ganz natürlich sind und 34 Schweizer Hausapotheke 8-2018 sogar das Gehirn stimulieren. Vor allem der Brust- und Halsbereich von unruhig sitzenden Jugendlichen wird stärker durchblutet, was auf eine besonders gute Sauerstoffversorgung des Gehirns hindeutet. Zappeln aktiviert letztlich also auch die übrigen Sinne im Körper und sorgt unter Umständen sogar für mehr Aufnahmefähigkeit – dies nur nebenbei. Persönlichkeit des Kindes stärken Ganz wesentlich ist in einer Situation übermässiger Unruhe eine Stärkung des Vertrauens des Kindes in sich selbst, in seine Fähigkeiten und Stärken. Eltern sollten ihm immer wieder verdeutlichen, dass sie das Kind so anerkennen, wie es ist; es wertschätzen, gernhaben und bedingungslos lieben. Denn ein stabiles Selbstvertrauen ist auch ohne Hyperaktivität eine der wichtigsten Voraussetzungen, um mit dem Alltag und seinen grossen Anforderungen zurechtzukommen. Viele zappelige Kinder könnten wieder ausgeglichen werden, könnten sich wieder konzentrieren und könnten die Schule wieder als Startbahn in ein erfolgreiches Leben nutzen – wenn sich jemand die Mühe machen würde, gewisse Punkte im Leben des Kindes näher zu beleuchten und dem Kind das zu geben, was es wirklich braucht. Falsch wäre es, einfach abzuwarten, bis sich die Zappeligkeit im Erwachsenenalter auswachsen würde. Leider wird die Geduld nur teilweise belohnt. Denn aus zappeligen Kindern – so eine Studie aus Neuseeland – werden offenbar Erwachsene, die vielleicht nicht mehr zappelig sind, dafür aber ihr Leben nicht in den Griff bekommen. Viele Gründe Wenn also ein Kind zappelig, unausgeglichen und emotional labil ist, wenn es gelegentlich Wutanfälle bekommt, aufsässig und reizbar ist, wenn es schlechte Noten nach Hause bringt und die Lehrer klagen, dass das Kind völlig unkonzentriert, aufgedreht und mit den Gedanken ganz woanders sei, dann lohnt es sich allemal, diesem Verhalten auf den Grund zu gehen – nicht nur Eltern, Lehrern und Kameraden, sondern ganz besonders dem Kind selbst und seiner Zukunft zuliebe. Und Gründe für ein solches Verhalten gibt es viele. Manche Faktoren, die zu einer verstärkten Zappeligkeit führen, können schon die Zeit vor oder bei der Geburt betreffen. So weiss man beispielsweise, dass Kaiserschnittkinder eher zu Aufmerksamkeitsdefiziten oder Konzentrationsstörungen neigen als natürlich geborene Kinder. Manchmal werden Kinder auch aus Angst zappelig. Koffein ist ein weiterer Grund: Koffein macht schon so manchen Erwachsenen zappelig und Kinder reagieren diesbezüglich noch viel sensibler. Auch Sorgen und Trauer spielen in dieser Problematik oftmals eine Rolle. Viel Fingerspitzengefühl, Verständnis und Zeit ist dann für das Kind nötig, damit es die schwierige Situation meistert. In der Schule können Lernstörungen Kinder in grossen Stress versetzen und nervös und zappelig machen.

Mit der Einschulung wird vieles anders. Das Kind muss stundenlang stillsitzen und geistig dem Unterrichtsgeschehen folgen. Bewegung ist – abgesehen vom Sportunterricht und den Pausen – erst wieder am Nachmittag möglich. Wenn dann am Nachmittag die Klavierstunde oder der Nachhilfelehrer wartet und das Kind von der Mutter überallhin chauffiert wird, findet das Kind immer weniger Möglichkeiten, sich die nötige Bewegung zu verschaffen. Wohin also mit der überschüssigen Energie? Es wird zappelig und versucht, seinen Bewegungsdrang auf diese Weise auszuleben. Es gibt aber auch zappelige Kinder durch Überforderung und Langeweile; oder durch eine Überdosis elektronischer Geräte. Bekannt ist ferner, dass Kinder, die bereits zappelig sind, noch nervöser und unkonzentrierter werden können, wenn das (unkontrollierte und stundenlange) Fernsehen zu ihren liebsten Hobbys gehört. Dem Essen Aufmerksamkeit schenken Seit einiger Zeit schenken Experten dem Zusammenhang zwischen Ernährung und Hyperaktivität immer mehr Aufmerksamkeit. Genauer unter die Lupe genommen werden vor allem verarbeitete Lebensmittel, die reich an Zucker, Zusatzstoffen und Konservierungsmitteln sind. Fazit: Durch eine gesunde Ernährung kann bei vielen Kindern das hyperaktive Verhalten verändert und die Konzentrationsfähigkeit gesteigert werden. Kinder sind sehr unterschiedlich und vertragen beziehungsweise verdauen Speisen verschieden. Vor allem die Fähigkeit, den Insulinspiegel möglichst stabil zu halten, dürfte bei der kindlichen Reaktion auf bestimmte Speisen eine tragende Rolle spielen. Auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann hyperaktives Verhalten verstärken. Deshalb sollten Kinder auf gezuckerte Speisen möglichst verzichten und diese nie auf nüchternen Magen essen. Verarbeitete Lebensmittel mit Konservierungsmitteln, Zusatzstoffen und Süssungsmitteln sollten weitgehend gemieden werden. Vor allem Getränke, Fertiggerichte, Süssigkeiten, stark verarbeitete Lebensmittel und viele Kinderlebensmittel enthalten Zucker, Konservierungsmittel und Zusatzstoffe. Auch phosphatreiche Limonaden und Wurstwaren sollten gemieden werden. Dem gegenüber helfen Gemüse, Vollkorn, Naturjoghurt und Nüsse, den Blutzucker stabil zu halten. Hyperaktive Kinder müssen unbedingt frühstücken, um so ihren Blutzucker für den ganzen Tag zu stabilisieren. Ungezuckerte Milchprodukte und Pflanzenöle sollten ebenfalls täglich auf dem Speiseplan stehen. Magnesium beruhigt die Nerven Anders als Muskeln oder Fettgewebe kann unser Gehirn keine Energie speichern. Seine Arbeit hängt davon ab, welche Nährstoffe es zur Verfügung hat. Magnesium etwa ist lebenswichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen und mitverantwortlich für eine gesunde Muskelspannung. Genügend Magnesium trägt deshalb auch dazu bei, die Voraussetzung für Konzentration, Belastbarkeit und Lernfähigkeit zu schaffen. Gleichzeitig ist das Kind weniger reizbar. Die Nerven werden beruhigt, die Muskeln entkrampft und die innere Ausgeglichenheit gefördert. Gute Lieferanten für diesen Mineralstoff sind Fleisch, Gemüse, Nüsse, Milch und Milchprodukte. Urs Tiefenauer «Equazen unterstützt mich beim Lesen und Schreiben» EQUAZEN IQ ® Nahrungsergänzungsmittel mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und der Omega-6-Fettsäure GLA. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei, falls täglich 250mg eingenommen werden. Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung verwendet werden. EQUAZEN IQ ® ist ausschliesslich in Apotheken und Drogerien erhältlich. www.equazen-iq.ch Inserat Equazen 189x126_df.indd 1 Schweizer Hausapotheke 06.11.18 8-2018 17:3135

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