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Nr. 8 / 2019

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Strafe und Macht Strafen

Strafe und Macht Strafen ist nur möglich, wo ein Machtgefälle besteht, das vom Bestraften anerkannt wird. Wie oben schon angetönt, kann erzieherischen Einfluss nur gewinnen, wer an inneren Motiven andocken kann. Aus Berichten standhafter Folteropfer wissen wir, dass starke, verinnerlichte Ideale auch schweren körperlichen und seelischen Torturen standhalten können, wenn die Gefühlsbindung an bestimmte Ideale (ethische, religiöse oder sogar politische) stärker sind als der Schmerz. Der Kampf um die Persönlichkeit ist wesentlich ein innerer Kampf, wem ich die Macht gebe (vgl. Beitrag in der letzten Ausgabe: «Mitläufer, Führer und Fanatiker»). Nun sind in der Familie meistens die frühen Gefühlsbindungen sehr starke Kräfte, die sich Kinder – und auch Eltern – gegenseitig erhalten wollen. Eltern können ihre Kinder aber nur erziehen, wenn sie einen Ausgleich zwischen ihren Idealen (Normen) finden, die sie den Kindern einpflanzen wollen und ihrer emotionalen Bindung an diese. Ängstigen sich Eltern zu sehr vor dem Liebesverlust ihrer Kinder, dass sie ihre Vorstellungen und Überzeugungen nicht mehr durchzusetzen wagen, kehrt sich das Machtverhältnis um. Dann kommt es für Kinder zu Pyrrhus-Siegen: Sie gewinnen im Augenblick die Oberhand, verlieren aber auf lange Sicht an Autonomie. Der «Sieg» verführt sie zur falschen Annahme, sie seien massgeblicher als alle Erwachsenen. Machtmissbrauch und Gewalt Machtmissbrauch ist sozusagen die Kehrseite elterlicher Schwäche. Bis in die Pubertät sind die Eltern meistens körperlich die Stärkeren. Aber auch hinsichtlich Kenntnis der Realität, gesellschaftlicher Forderungen und ethischer 56 Schweizer Hausapotheke 8-2019 Massstäbe haben sie einen natürlichen Vorsprung. Hier gilt es, sich selber immer wieder zu vergewissern, ob ich aus einer höheren Warte betrachtet recht habe mit meinen Forderungen; oder ob ich bloss meinen Machtvorsprung für eigennützige Zwecke oder auch aus Bequemlichkeit durchsetze. Übrigens kann auch Machtverzicht (laisser faire) Bequemlichkeit sein und so als Machtmissbrauch qualifiziert werden. Je älter und «aufgeklärter» ein Kind ist, desto stärker können solche Fragen ausgehandelt werden. Einerseits lernen Kinder und Eltern dabei, ihr Verhalten zu überdenken. An de rer seits führt es zu doppeltem Erkenntnisgewinn: Die eigenen Motive werden bewusster erfasst und die Gültigkeit (resp. Unsinnigkeit) der geforderten Normen kann erkannt werden – auf Seiten sowohl der Kinder als auch der Eltern. Der Weg, den ich empfehle, ist beschwerlich. Eindruck und Willfährigkeit mit Gewalt zu erringen, erscheint den momentan «Starken» der einfachere Weg. Aber auch hier gilt: Das erzwungene Einlenken, ohne den Prozess über Einsicht und gefühlsmässige Verankerung, führt nicht dorthin, wo die Gewalttätigen denken. Emotional wird nicht die erpresste Verhaltensänderung verankert, sondern der Hass gegen die Gewalttätigen. Der Samen der Rache wurzelt im Gemüt: Wenn ich stark sein werde, zahle ich es allen heim! Gerechtigkeitsgerede Gewalt ist in einem Teil der Gesellschaft verpönt. Also braucht es bei Gewaltanwendung der Rechtfertigung (der öffentlichen und manchmal auch der eigenen innerseelischen). Und da kommt nur allzu oft das schöne, humanistische Ideal der Gerechtigkeit ins Spiel. Ich stelle mich keineswegs gegen dieses hohe Ideal der Menschlichkeit. Ich sehe aber, wie oft und leichtfertig es missbraucht wird, um Gewalt zu rechtfertigen. Denn immer ist zu hinterfragen, wer setzt die Regeln? Wer bestimmt, was gerecht, frei, liberal im konkreten Moment des Handelns bedeutet? Theoretische Definitionen sind recht leicht gemacht, Pauschalurteile auch. Aber werden nicht oft egoistische Interessen hinter der Maske von Recht und Gerechtigkeit versteckt? Wir haben gesehen, dass Ideale, ethische Richtlinien und Verhaltensregeln emotional nicht mit Gewalt verankert werden können. Erst wenn in Verhandlungen geklärt ist, was für alle gelten soll, kann über Strafen und Sanktionen nachgedacht werden. Natürlich muss bei kleinen Kindern auch mal durchgesetzt werden, was sie einfach noch nicht verstehen können. Aber je älter sie sind, desto stärker müssen sie an den Verhandlungen beteiligt werden: Was muss oder soll weshalb gelten? Entlarvende Sprache Auch in der «grossen Politik» gibt es den Rechtfertigungsdruck für Gewalt oder die Einstimmung der Bevölkerung zu Gewaltanwendung. Mächtige und ihre Medien sprechen von Strafzöllen und Sanktionen – und rücken damit sprachlich ihre Gewalt in die Nähe der Heiligung ihrer selbstbestimmten Massstäbe. Strafzölle suggerieren die moralische Überlegenheit und höhere Rechtfertigung des Strafenden. Die Rede unterstellt den «Bestraften» Regelverstösse und/oder moralische Unterlegenheit. Schauen wir kritisch hinter die Fassade des Sprachgebrauches, sehen wir die manipulative Absicht. Durch die dauernde Wiederholung dieser Wendungen wird emotional die Vorstellung implementiert, das Verhalten der Mächtigen sei gerechtfertigt und die weniger Mächtigen (zu Strafwürdigen gemacht) befänden sich im Unrecht. Verschleiert wird die Tatsache, dass es um einen primitiven Machtkampf geht, wer das Sagen haben soll und wer gehorchen muss, ohne dass sie beim Aushandeln der Regeln mitsprechen können. Solches Gebaren war immer Vorläufer oder Vorbereiter von Kriegen: Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt. Dieselben Gefahren wie im politischen können wir auch im familiären Kontext beobachten. Wenn die Rechthabersprache eskaliert – sei es zwischen Kindern und Eltern, aber vor allem auch zwischen Eltern – steigt die Gefahr häuslicher Gewalt. Ich schliesse meine Serie «vom Umgang mit Kindern» mit einem Gedicht von Heinrich Heine «Deutschland. Ein Wintermärchen, Kap. VI»: Ein vermummter Kerl mit scharfem Beil verfolgt den Dichter. Als dieser ihn zur Rede stellt, erklärt ihm die Gestalt: «Dem Konsul trug man ein Beil voran zu Rom, in alten Tagen. Auch Du hast Deinen Liktor, doch wird das Beil dir nachgetragen. Ich bin dein Liktor, und ich geh beständig mit dem blanken Richtbeil hinter dir – ich bin die Tat von deinem Gedanken.» Zu ergänzen wäre einzig: … und «die Tat deiner Sprache». Dr. phil. Rudolf Buchmann ist Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Familien. www.praxis-buchmann.ch

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