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Nr. 8 / 2017

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Seelenhunger | Immunsystem | Pilates

Dentophobie: Wenn die

Dentophobie: Wenn die Angst vorm Zahnarzt stärker ist als der Schmerz Wer kennt es nicht, das mulmige Gefühl vor dem Zahnarztbesuch? Etwa 30 Prozent der Bevölkerung gibt an, Angst vor dem Zahnarzt zu empfinden. Bei manchen ist diese Angst so stark, dass sie erst zum Zahnarzt gehen, wenn die Schmerzen unerträglich sind. Bisweilen sind traumatische Kindheitserlebnisse, zum Beispiel ein brutaler Schulzahnarzt, der nachvollziehbare Grund für eine sogenannte Dentophobie. Oft ist diese Panik aber auch eine unerklärliche Urangst. Das Bewusstsein, dass der Zahnarzt heute «gar nicht mehr weh tut», hilft den Betroffenen wenig, die zudem auch noch häufig mit ihrer Angst nicht ernst genommen werden. sondern auch das Aussehen der Patienten: Dentophobiker lächeln nicht mehr, sie haben Angst, als abstossend wahrgenommen zu werden, sie schämen sich wegen ihres Mundgeruchs. So entsteht ein sozialer Teufelskreis. Das Schlimmste: Die Leidgeplagten sind mit ihrer Angst allein und Die Symptome beginnen oft bereits am Vorabend des Zahnarzttermins mit langsam aufkommender Nervosität und nachfolgender Schlaflosigkeit. Während der fühlen sich von niemandem ernst genommen. Von Familienangehörigen ausgelacht, finden sie häufig selbst beim eigenen Zahnarzt wenig Verständnis. Behandlung können Herzrasen, Schweissausbrüche, Würgereiz und Blutdruckabfall bis hin zu Übelkeit oder Kreislaufkollaps dazukommen. Unser Behandlungskonzept hat sich seit über 10 Jahren bei mehr als tausend Angstpatienten bewährt und basiert auf drei Pfeilern: Zuwendung, Angstabbau, Die Folgen für die Zahngesundheit schonende und schmerzlose und das körperliche bzw. psychische Allgemeinbefinden sind oft verheerend: Karies und Parodontitis breiten sich ungehindert Behandlung. Am Anfang steht das Beratungsgespräch, das wir grundsätzlich nicht im Behandlungszimmer, sondern in einem zerstörerisch aus. Darunter neutralen Besprechungsraum leidet nicht nur die Kaufunktion, führen. Hier hat der Patient Ge- Ganz entspannt:Dr. Schulte verabreicht einer Angstpatientin Lachgas. keine Nebenwirkungen. Lachgas wirkt beruhigend und hypnotisch, angstlösend, dämpft Würgereiz und ist schmerzstillend. Dieser schmerzlindernde Effekt führt dazu, dass die gefürchtete Betäubungsspritze oft gar nicht mehr wahrgenommen wird. Ein weiterer Vorteil: Lachgas hat keine Nachwirkungen. Bereits wenige Minuten nach der Behandlung kann der Patient allein und mit klarem Kopf nach Hause gehen. legenheit, stressfrei über seine Ängste zu reden und mit uns das weitere Vorgehen zu besprechen. Danach wird er ins Behandlungszimmer begleitet. Dort findet jedoch noch keine eigentliche Behandlung, sondern lediglich eine Testsitzung mit Lachgas-Anwendung statt: Ein Kopfhörer spielt Vier von fünf Angstpatienten sind mit Lachgas gut und entspannt behandelbar. Den anderen können wir mit stärkeren Beruhigungsmitteln oder einer Vollnarkose helfen. Die Vollnarkose bietet sich vor allem bei grösseren Eingriffen an, wie zum Beispiel angenehme Entspannungsmusik Totalsanierungen, grosse Implantateingriffe, und schirmt Aussengeräusche ab. Über eine kleine Nasenmaske atmet der Patient ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas ein. Entfernung aller Weisheitszähne in einer Sitzung. Ein Team erfahrener Narkoseärzte steht uns dabei zur Seite. Nach wenigen Atemzügen setzt bereits die Wirkung ein: Stress und Verspannung lösen sich und weichen einem wohligen Geborgenheitsgefühl. Die Musik unterstützt dabei die hypnotische Wirkung des Lachgases. In der richtigen Dosierung ist das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch absolut Der für uns wichtigste Aspekt ist aber, dass die meisten Dentophobie-Patienten im Laufe der Behandlung allmählich ihre Angst verlieren, nach einer gewissen Zeit oft gar kein Lachgas mehr benötigen und dann ganz normal behandelt werden können. unschädlich und hat praktisch Öffentliche Vorträge von Dr. Markus Schulte zum Thema «Feste Zähne an einem Tag»: Zürich: Mittwoch, 22. November 2017, 19.00 Uhr Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9, 8001 Zürich Luzern: Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19.00 Uhr Vortragsraum, Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern Anmeldung erbeten an Tel. 041 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch Autor: Dr. med. dent. Markus Schulte ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie Praxisklinik: Zahnarzt Team Luzern Winkelriedstrasse 37 6003 Luzern Tel. 041 210 58 58 Ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch 26 Schweizer Hausapotheke 8-2017

« Betroffene ignorieren oftmals erste Anzeichen von COPD » Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit COPD ist in der Schweiz weit verbreitet, rund 400 000 Menschen sind davon betroffen. Trotzdem kennen viele Personen die Krankheit nicht. Pierre-Olivier Bridevaux, wann kommen Personen, die an COPD leiden, in der Regel zu Ihnen? Viele Leute kommen erst zu mir, wenn sie an starkem, lang anhaltenden Husten, Bronchitis oder gar einer Lungenentzündung leiden und grosse Mühe mit dem Atmen haben. Da viele Personen nicht wissen, was COPD ist, ignorieren sie oftmals erste Anzeichen wie Husten, Auswurf und Atemnot, tun diese als normale Alterserscheinungen ab und vermeiden körperliche Anstrengungen, um die Atemnot zu umgehen. So konsultieren Betroffene leider häufig erst fünf bis zehn Jahre nach dem Auftreten der ersten Beschwerden einen Spezialisten. Wann sollte jemand einen Arzt aufsuchen? Besonders gefährdet sind Personen, die während längerer Zeit Schadstoffe eingeatmet haben, beispielsweise durch Rauchen, aber auch durch gewisse Arbeiten, bei denen sie Feinstaub, Gasen oder Rauch ausgesetzt waren. Wer solche Risikofaktoren aufweist und an chronischem Husten, Auswurf oder Atemnot leidet, sollte Abklärungen treffen. Erste Hinweise auf eine mögli- Ursache für die chronisch obstruktive Lungenkrankheit COPD ist fast immer das Einatmen von Schadstoffen über eine lange Zeit, meist durch das Rauchen. Diese Schadstoffe führen zu einer Entzündung der Bronchialschleimhaut und schädigen das Lungengewebe. Eine zunehmende Verengung der Atemwege ist die Folge. Die Lungenliga informiert zu COPD und bietet viele Dienst leistungen an: • Machen Sie online den COPD-Risikotest (www.lungenliga.ch/ copd-test) • Stellen Sie dem Online-Arzt vom 6. bis 24. November Ihre Fragen zu Atemwegs- und Lungenkrankheiten (www.lungenliga.ch/ online-arzt) • Testen Sie bei Ihrer kantonalen Lungenliga Ihre Lungenfunktion (Daten und Orte unter www.lungenliga.ch/spirometrie) • Finden Sie mehr Informationen zu COPD (www.lungenliga.ch/ copd) und bestellen Sie online kostenlose Informationsbroschüren (www.lungenliga.ch/publikationen) • Ab Januar 2018 startet die Lungenliga in sieben Kantonen ein Selbst management-Coaching für COPD-Betroffene «Besser leben mit COPD». Dank dieser Patientenschulung lernen sie, mit ihrer Krankheit im Alltag besser umzugehen, was zugleich Ärzte und medizinisches Fachpersonal entlastet. Jetzt anmelden unter www.lungenliga.ch/copdcoaching che Erkrankung gibt der COPD- nicht-medizinischen Massnahmen: Risikotest der Lungenliga. Weiter sind die Lungenfunktionstests, die sich beim Pneumologen, bei der Lungenliga oder beim Hausarzt durchführen lassen, recht aufschlussreich. Umfassendere Untersuchungen nimmt schliesslich der Lungenspezialist vor. So muss die Schadstoffbe- lastung reduziert werden, bei Personen, die rauchen, bedeutet dies einen Rauchstopp. Wichtig sind auch regelmässige körperliche Aktivitäten wie etwa Laufen. Weiter gibt es in mehreren Kantonen Selbsthilfeprogramme unter dem Namen «Besser leben mit Warum ist eine frühzeitige Diagnose wichtig? COPD ist nicht heilbar, die Betroffenen können aber viel tun, um den Krankheitsverlauf zu beeinflussen. Der erste Schritt sind die COPD». Dadurch vermindert sich das Risiko einer Exazerbation, also einer Verschlechterung der Krankheit, und Betroffene können ihre Lebensqualität verbessern. Zu den medizinischen Massnahmen gehören eine jährliche Grippeschutzimpfung sowie eine medikamentöse inhalative Therapie. Je eher jemand mit all diesen Massnahmen beginnt, desto effizienter sind sie und desto länger lässt sich eine Sauerstofftherapie vermeiden. Die Lungenliga berät und betreut Menschen mit Lungenkrankheiten und Atembehinderungen, damit sie möglichst beschwerdefrei und selbständig leben können und eine höhere Lebensqualität erreichen. Fachlich gut vernetzt vertritt sie die Anliegen ihrer Patientinnen und Patienten und fördert deren Selbsthilfe. Mit Prävention und ihrem Engagement für saubere Luft setzt sich die Lungenliga dafür ein, dass immer weniger Menschen an Lunge und Atemwegen erkranken. Prof. Pierre-Olivier Bridevaux ist leitender Arzt Pneumologie am Spital Wallis in Sitten. Die Natur hilft sich selbst am besten Eine wissenschaftliche Arbeit (1) hat die wichtigsten Untersuchungen für die Wirksamkeit von den natürlichen Inhaltsstoffen des Oraflogo Gel ® auf die Regeneration der Mundschleimhaut, insbesondere von Ulcera, die traumatisch oder infektiös bedingt sind, bewertet. Oraflogo Gel enthält natürliche Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Aloe barbadensis, Macadamia alternifolia, Centella asiatica, Cupressus sempervirens, Rosskastanie und Coenzym Q 10 . Fazit: Es wurde versucht, die natürlichen Bestandteile des Oraflogo Gel zu analysieren, um ihre Wirkung in der Mundpathologie auszuwerten. Separat wurde es als nützliches orales Arzneimittel anerkannt. Besonders gute Ergebnisse zur Verringerung postoperativer Blutungen, Zahnfleischblutungen und Zahnfleischerkrankungen zeigte sich in der Wirkung der Kombination natürlicher Inhaltsstoffe in Form dieses topischen Gels. (1) = komplette Untersuchung anfordern: info@w3solutions.ch alle Infos: www.oraflogo.ch Erhältlich in Apotheken, Drogerien, beim Arzt, Zahnarzt und Hygienisten, Pharmacode 6021664 Schweizer Hausapotheke 8-2017 27

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