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Nr. 8 / 2017

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Seelenhunger | Immunsystem | Pilates

schlüsse sie erzeugen.

schlüsse sie erzeugen. Sie prägen so die Weltsicht der Menschen dieser Sprachgruppe – ohne dass die meisten Menschen sich darüber klar werden. Sicherheit Wie das zitierte Säuglingsexperiment zeigt, ist aber unser Orientierungssystem eng mit dem Gefühlsleben verkoppelt. Wird an Denkgewohnheiten oder an jahrelang aufgebauten Vorstellungen gerüttelt, löst das schwere Sicherheitsbedenken aus. Zeigt sich, dass die Weltordnung nicht so «funktioniert» wie wir das lernten, reagieren unterschiedliche Menschen unterschiedlich, die meisten jedoch zunächst mit Angstgefühlen. Es ist ein tief verwurzeltes Reaktionsmuster – vor allem bei etlichen männlichen Wesen der Menschen- und der Tierwelt – Angst durch Aggression zu kaschieren. Die Welt muss meinen Vorstellungen entsprechen und dafür muss und kann ich sorgen. Andere Menschen – durchaus auch Männer – stellen ihre Vorstellung in Frage, versuchen andere Zusammenhänge ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Wieder andere suchen das Heil in Abschottung und dem Schliessen von Grenzen. Aus der Sicht der Entwicklungspsychologie und -philosophie ist Veränderung (Evolution) eine Grundtatsache: Alles hat sich bisher über die Jahre beim einzelnen Menschen, über die Jahrzehnte und Jahrhunderte in der Geschichte verändert. Das Beharren auf dem Bestehenden hat nie über Generationen hinweg standgehalten: Ländergrenzen haben sich immer schon verschoben; verändert haben sich aber auch Abgrenzung und Zuordnungen von Geschlecht und Geschlechtsstereotypen (Zuschreibung von geschlechtsspezifischen Eigenschaften). Glaubensvorstellungen haben ihre Gültigkeit verloren oder gewandelt. Der griechische Philosoph Heraklit erkannte vor Jahrtausenden schon, dass alles im Fluss sei (panta rhei). Fehlschlüsse Da dürfen wir aber nicht in die Falle tappen, dass deshalb alles gleich möglich oder gar gleich gültig sei und dass wir auf Abgrenzungen und auf Grenzen verzichten müssen/ sollen. Wie oben angeführt können die meisten Menschen nicht auf Ordnung verzichten – und Ordnung ist nur innerhalb definierter Grenzen zu organisieren, sei das politisch, sei das in der Familie oder sei das in den Wissenschaften. Wir müssen das Gebiet der Gültigkeit abstecken, in dem bestimmte Ordnungen gelten. Ordnungen unseres Geistes können nicht weltweit, d. h. grenzenlos gelten. Entwicklung und Veränderung kann nur neues hervorbringen, wenn Ordnungen überwunden werden. Ein schwerer Fehlschluss ist jedoch, diese Überwindung mit Auflösung von Grenzen gleichzusetzen. Keine Revolution, die nur das Bestehende stürzte, brachte etwas anderes hervor als zuerst das Chaos (völlige Ordnungslosigkeit) und anschliessend das «Recht der Stärkeren». Meistens waren die «Stärkeren» gewalttätige Männer. Doppelgesicht Grenzen sind also zwiespältig: notwendig und gefährlich. Entsteht Angst (Stress), tendieren viele Systeme dazu, sich zu verschliessen oder aber anzugreifen. Weshalb die Thematik so tief in unsere Existenz hinabreicht, bespreche ich in der nächsten Ausgabe. Aus psychologischer Sicht ist es also nicht überraschend, wenn Menschen die Angst entwickeln, durch «Überfremdung» ihre Identität, ihre gewohnte Ordnung und damit ihre Orientierung zu verlieren. Und Angst ist eine enorme Kraft beim Einzelnen und erst recht in Gemeinschaft und Gesellschaft. Wenn wir aber einsehen, dass weder Auflösung noch Abschottung dem Naturgesetz der Evolution gerecht wird, müssen wir einerseits ein «Recht auf Grenzen» anerkennen und andererseits Wege finden, wie wir höhere Organisationen schaffen. Diese dürfen nicht darauf zielen, die bestehenden Grenzen und Abgrenzungen (Identitäten, Variationen etc.) aufzulösen, aber auch nicht diese zu isolieren oder zu separieren (Apartheid). Die EU war ein weitsichtiger Versuch, das zu tun – auch wenn sie an vielen Partikularinteressen und Stärkung der Starken krankt. An solchen Konzepten des Miteinander und der Erschaffung höherwertiger Organisationen der Menschheit – in Anerkennung der Bedürfnisse nach Identitätserhalt und Abgrenzungsbedürfnis – ist zu arbeiten. Das Leugnen der Problematik (z. B. «wir schaffen das» ohne Integrationskonzept) ist gefährlich und erhöht jedenfalls die Explosionsgefahr für die derzeit geltenden Systeme. Dr. phil. Rudolf Buchmann ist Psychotherapeut für Kinder, Jugendliche und Familien. www.praxis-buchmann.ch Die neue VORTEX ® – damit auch die Kleinsten die richtige Hilfe beim Inhalieren haben Bei vielen Erkrankungen der Atemwege, wie zum Beispiel Asthma oder Bronchitis, bekommen kleine Patienten vom Arzt ein Spray zum Inhalieren verordnet, mit dem das Medikament überall und schnell verabreicht werden kann. Doch diese kleinen Dosieraerosole sind gar nicht so leicht anzuwenden. Das einfach erscheinende «Draufdrücken und gleichzeitig Ein atmen» erfordert eine Koordination, die besonders Kinder noch nicht aufbringen können. Oft verbleibt darum zu viel Spray im Mund-Rachen- Raum, so dass das Medikament letztlich geschluckt statt inhaliert wird, was den Behandlungserfolg beeinträchtigen und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Eine Inhalierhilfe wie die neue Vortex trägt dazu bei, diesen Nachteil von Medikamentensprays zu überwinden. Sie wird einfach vor das Dosieraerosol gesteckt, beim Auslösen gelangt das Medikament in die Kammer und kann in aller Ruhe von den kleinen Patienten abgeatmet werden. Die Vortex bietet dabei gleich mehrere Vorteile: Sie ist klein, leicht und handlich und kann mit dem Spray zusammen überall hin mitgenommen werden. Ihr universeller Adapter erlaubt die Anwendung mit allen gängigen Sprays. Die antistatische Metallkammer sorgt für eine zuverlässige Dosierung. Die Vortex ist auskochbar und dadurch hygienisch sicher und jetzt auch spülmaschinengeeignet. Und damit auch den Kleinsten das Inhalieren gelingt und Spass macht, gibt es fröhliche Masken in zwei Grössen. Diese werden einfach auf das Mundstück der Vortex aufgesteckt, so dass die Vortex individuell angepasst werden kann und einfach mitwächst. Die neue Vortex sowie die passenden Kindermasken erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke. 32 Schweizer Hausapotheke 8-2017

Alarm Gereizt Mit den Ursachen ist es nicht mehr so einfach wie mit dem korrekten medizinischen Fachwort. Alles, was das Gewebe irgendwie reizt, führt zu einer Entzündung. Und das können ganz unterschiedliche Dinge sein. Häufig sind es Bakterien, die als Übeltäter ausgemacht werden könim Körper Chronische Entzündungen sind so schädlich wie Stress. Entzündungen kann man überall im Körper haben, auch da, wo sie für unsere Augen nicht sichtbar sind. In der Blase zum Beispiel oder im Darm, im Herzmuskel oder in den Gelenken, im Gehirn oder in der Gallenblase. Sie alle mit dem richtigen Fachbegriff zu benennen ist trotzdem ganz einfach. Die Mediziner hängen einfach ein -itis ans Wort und schon weiss jeder, worum es geht. Lokal begonnene Entzündungen können sich unbehandelt über den ganzen Körper ausbreiten. Das nennt man eine Blutvergiftung oder Sepsis und das ist gefährlich. Deshalb darf man Entzündungen, und seien sie anfänglich noch so harmlos, nie unbehandelt ihrem Schicksal überlassen. Unbehandelt hinterlassen sie an der betroffenen Stelle Schäden und chronisch gewordene Entzündungen beeinträchtigen den gesamten Körper. Sie schwächen unsere Leistungsfähigkeit und sind so schädlich wie jeder andere übermässige Stress auch. nen. Sie sitzen in der Haut oder Schleimhaut und da sie da ein Fremdkörper sind, reizen sie das Gewebe. Übrigens entzünden sich Zellen auch dann, wenn der Fremdkörper ein Holzsplitter ist oder sonst ein Material, das nicht dahin gehört. Mechanisch entstehen Entzündungen durch Reibung oder Druck. Der Dekubitus bei wenig mobilen Menschen ist dafür ein ganz typisches Beispiel oder die entzündlichen Gelenkschmerzen bei abgenutzten Gelenkköpfen. Die rheumatoide Arthritis hingegen ist eine Autoimmunreaktion. Die sonst so nützlichen Immunzellen spielen hier entschieden verrückt und glauben, das eigene Gelenk sei ein fremder Körper. Sie greifen in diesem Irrglauben das eigene Gewebe an und leiten eine Entzündungsreaktion ein. Heiss und rot Ganz gleich, wo sich die Entzündung befindet und durch was sie ausgelöst wurde, die Symptome ähneln sich immer. Die gereizte Stelle wird heiss und rot. Und weil das Gewebe anschwillt, tut es auch noch weh. Das ist ganz einfach erklärbar. Das Immunsystem will mit aller Kraft den Auslöser bekämpfen, die eingedrungenen Bakterien abtöten oder das Insektengift nach einem Stich neutralisieren, die eingedrungenen Pilze fressen oder schädliche Viren vernichten. Das Abwehrsystem will den eingedrungenen Fremdkörper in die Freiheit entlassen oder eine ungesunde Ansammlung von Harnsäure, die Gicht verursacht, bekämpfen. Was auch immer die Ursache ist, die Abwehr läuft nach einem vorprogrammierten Schema ab. Die Blutgefässe dehnen sich aus, damit die Immunzellen rasch an den betroffenen Ort eilen können. Da fliesst mehr Blut als üblich hin und deshalb Zielgenau IBUPROFEN Crème gegen Schmerzen und rheumatische Beschwerden, wie: Arthrose Arthritis Gicht SCHMERZLINDERND ENTZÜNDUNGSHEMMEND HAUTPFLEGEND GERUCHSNEUTRAL Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Melisana AG, 8004 Zürich, www.melisana.ch Dolocyl_Ins_SchweizerHausApo_210x96mm_d.indd 1 20.04.17 11:37 Schweizer Hausapotheke 8-2017 33

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