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Nr. 8 Dezember/Januar 2017

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Seelenhunger | Immunsystem | Pilates

Kleine Beere mit

Kleine Beere mit schlechtem Ruf Vogelbeeren (Sorbus aucuparia) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) Die Vogelbeeren wachsen an der Eberesche. Ein schöner Baum, der oft schmucke Gärten ziert. Die Borke wurde in früheren Zeiten zum Färben von Wolle verwendet und ihre Zweige schützten vor bösen Geistern und Hexen. Die Beeren selbst sind beliebte Früchte im Reich der Vögel. Aus diesem Grund nennt man sie nach ihnen. Die Drosseln und Krähen danken es dem Baum, indem sie seine Samen mit dem Kot ausscheiden und so die Pflanze in weitem Umkreis verbreiten. Für Menschen hingegen sind die Vogelbeeren giftig, sagt man. Eltern halten ihre Schützlinge ängstlich davon ab, die appetitlich aussehenden Früchte ins hungrige Mäulchen zu stopfen. Diese Vorsicht ist nicht ganz unbegründet. Den mörderischen Ruf hat die kleine Beere aber trotzdem nicht verdient. Vergiftung Unreife Vogelbeeren enthalten Parasorbinsäure und diese ist schon ein wenig giftig, besonders für kleine Kinder. In grösseren Mengen gegessen, verursachen sie Bauchschmerzen und Übelkeit. In noch grösseren Mengen zeigen sich Symptome einer richtigen Vergiftung. Die Patienten erbrechen und leiden unter Durchfall. In schlimmen Fällen können die Beeren sogar die Niere schädigen. Mit Vergiftungen ist nicht zu spassen und einen Arzt aufzusuchen kann man nur empfehlen. Geben sie dem Kind, welches von den verbotenen Früchten genascht hat nur ja keine Milch zu trinken; denn das darin 38 Schweizer Hausapotheke 8-2017 enthaltene Fett erhöht noch die Aufnahme des Gifts im Darm. Da ist es schon besser reichlich Wasser zu verabreichen, um die Giftstoffe zu verdünnen. Damit dies alles gar nicht notwendig wird, überlässt man die hübschen Früchte doch lieber den Vögeln. Sie mögen sie gern und offensichtlich macht ihnen das Gift nicht zu schaffen. Unverarbeitet sind sie für uns Menschen sowieso nicht schmackhaft, sondern eher herb und bitter. Gekocht und aufgebrüht Das pflanzliche Gift sitzt nur in den frischen Früchten. Kocht man die Beeren zu Marmelade ein, ist dies völlig unbedenklich. Die giftige Parasorbinsäure wird durch die Hitze in Sorbinsäure, die gut verträglich ist, umgewandelt. Als man noch keinen künstlichen Zucker herzustellen wusste, war Sorbit, hergestellt aus der Sorbose der Vogelbeeren der bekannteste Zuckerersatz für Diabetiker. Die gekochten Beeren sind sehr gesund. Sie enthalten grosse Mengen Vitamin C und wurden früher deshalb zur Behandlung von Skorbut verordnet. Die Eberesche ist seit tausenden von Jahren als Heilpflanze bekannt. Um einen wirksamen Hustentee zu brauen, nimmt man die Blätter und Blüten. Heiss getrunken lindert er Bronchitis und Heiserkeit. Wer unter Verstopfung leidet, kann natürlich zum Abführen auch ein paar erbsengrosse Beeren roh essen. Mit viel Wasser hinuntergespült bewirken sie ein sanftes tägliches Geschäft und ganz ohne lästiges Drücken und Pressen. Besondern den von Hämorrhoiden Geplagten tut der weiche Stuhlgang gut. Augenheilkunde Trotz oder gerade wegen der rasanten Entwicklung in der Medizin sind natürliche Heilmethoden heute wieder sehr beliebt. Das gilt auch für die Augenheilkunde. Ebereschentropfen werden aus den Früchten hergestellt. Diese müssen über mehrere Wochen drei Mal täglich eingenommen werden und sollen den Augendruck senken. Der grüne Star, wie das Glaukom auch genannt wird, entsteht in Folge eines erhöhten Augeninnendrucks oder einer verminderten Durchblutung des zuständigen Nervenkopfs. Damit ist nicht zu spassen. Die Schädigung schränkt das Sehfeld ein und kann bis zur Erblindung führen. Zum Glück stehen der Medizin heute verschiedene erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die ein Fortschreiten verhindert. Eine Therapieart ist der Vogelbeere zu verdanken; denn Sorbit intravenös verabreicht soll unter Umständen gute Wirkung zeigen. Judith Dominguez

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