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Nr. 8 Dezember/Januar 2017

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Seelenhunger | Immunsystem | Pilates

Harnwegsinfekte Die

Harnwegsinfekte Die häufigste Harnwegserkrankung ist sicherlich die meist unkompliziert verlaufende Blasenentzündung. Doch auch Harnröhre, Harnleiter und Niere können betroffen sein. Wie kann man unterscheiden, um welchen Infekt es sich handelt und wie reagiert man richtig? Harnwegsinfekte werden meist durch Bakterien ausgelöst. Diese Bakterien (vor allem Escherichia Coli und Enterokokken) befinden sich im Darm, wo sie keinen Schaden anrichten. Werden sie aber vom Darmausgang auf die Harnröhre übertragen, können sie von dort aus in die Blase und manchmal bis in die Niere aufsteigen und sich stark vermehren. Das Resultat ist eine Entzündung des Gewebes, welches die ableitenden Harnwege auskleidet, also eine Harnwegsinfektion. Welche Organe sind betroffen? Man unterscheidet zwischen einem unteren und einem oberen Harnwegsinfekt, je nachdem welche Organe betroffen sind. Zu den un- Sie müssen nicht immer müssen! ALPINAMED ® Preiselbeer Trinkgranulat Zur Prävention von wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Medizinprodukt mit Preiselbeerextrakt. Alpinamed Preiselbeer Trinkgranulat. www.alpinamed.ch 60 Schweizer Hausapotheke 8-2017 teren Harnwegen zählen die Harnröhre und die Harnblase sowie beim Mann auch die Prostata und die Samenblase. Zu den oberen Harnwegen gehören die Nieren und die Harnleiter. Ein oberer Harnwegsinfekt entsteht meist erst in der Folge eines unteren Harnwegsinfektes und kann einen potentiell gefährlicheren Verlauf – bis hin zu einer Blutvergiftung – nehmen. In vielen Fällen handelt es sich jedoch, vor allem wenn lediglich die unteren Harnwege betroffen sind, um unkomplizierte Infekte. Sie heilen entweder ohne Antibiotika ab oder sind gut mit Antibiotika behandelbar. Zu den komplizierten Fällen gehören Infekte, die durch eingeschränkte Abwehrkräfte (z. B. bei Immunsuppression) entstehen, die Folgeschäden nach sich ziehen können (z. B. während der Schwangerschaft oder in fortgeschrittenem Alter), die auf eine anatomische oder neurologische Störung sowie auf eine Fehlbildung der Harnwege zurückzuführen sind oder die bei Männern oder Kindern auftreten (bei ihnen sind Harnwegsinfekte eher selten). In all diesen Fällen ist eine ärztliche Konsultation nötig. Was sind die jeweiligen Symptome? Die Symptome verschlimmern sich in der Regel, je weiter die Bakterien im Harnwegssystem aufgestiegen sind. Ist lediglich die Harnröhre befallen, spürt man meistens ein Jucken und leichtere Schmerzen beim Wasserlassen. Ist auch die Blase betroffen, kann es zusätzlich zu den genannten Beschwerden zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen kommen (es besteht zwar Harndrang, aber es können immer nur kleine Mengen Urin abgegeben werden) und der Urin kann durch kleinere Mengen Blut verfärbt sein. Eine Nierenbeckenentzündung macht sich zusätzlich oft durch Fieber und Schmerzen in der Nierengegend bemerkbar, hinzu können Übelkeit und Brechreiz kommen. Eine Mitbeteiligung der Prostata bei Männern kann ein schweres Krankheitsbild mit Unterbauchschmerzen und Fieber aufweisen. Im Akutfall richtig handeln Schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung sollten Sie richtig reagieren. So kann es gelingen, die Erkrankung schnell und ohne Komplikationen abklingen zu lassen. ● Trinken Sie so viel, dass die Urinmenge pro vierundzwanzig Stunden zwei bis drei Liter beträgt. Dies führt zu einer guten Durchspülung von Niere und Blase und hilft, die Bakterien auszuscheiden. ● Halten Sie nach Möglichkeit den Harndrang so lange zurück, bis die Harnmenge etwa dreihundert Milliliter erreicht und entleeren Sie Ihre Blase jeweils ganz. Sitzen Sie dabei gerade, denn vorgebeugtes Sitzen verhindert oft eine vollständige Blasenentleerung. ● Pflanzliche Wirkstoffe (z. B. Extrakte aus Preiselbeeren, Brennnessel-, Bärentrauben- und Birkenblättern) helfen oft in Form von Dragées, Fruchtsäften, Tees oder Tropfen. Je nach Pflanze wirken die Präparate entzündungshemmend, entwässernd, krampflösend oder entspannend. ● Durch Warmhalten der Blasen- und Nierengegend können Sie die Symptome lindern. Bettwärme, warme Unterwäsche oder eine Wärmflasche leisten hier gute Dienste. ● Bei starken Schmerzen können Sie kurzfristig krampflösende, entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente einnehmen. Eine Selbstbehandlung ist nur in leichteren Fällen angebracht. Sollten obige Massnahmen nicht innerhalb weniger Tage zu einer Besserung führen, gehen Sie bitte zum Arzt. Dieser wird Ihnen dann nötigenfalls ein Antibiotikum verschreiben, um Komplikationen zu vermeiden. Christiane Schittny ist Apothekerin und Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie als Fachjournalistin für diverse Printmedien.

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