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Teddy Zeit 2017

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Das Magazin für junge Familien. Von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt. Gesundheit, kindliche Entwicklung, Familie, Psychologie und Ernährung. Wertvolle Tipps zu Fragen von Pflege und Einsatz von Produkten, damit sich die Kleinsten auch wohl fühlen.

Ungenügendes Wachstum

Ungenügendes Wachstum Wachstum ist ein wichtiger Indikator für Gesundheit und Wohlbefinden eines Kindes. Ist ein Kind deutlich kleiner als Gleichaltrige, muss man genau hinschauen. W enn ein Kind unterhalb der 3. Perzentile wächst, steckt nicht immer ein gesundheitliches Problem dahinter. Die Hormon- und Wachstumsspezialistin Dr. Beatrice Kuhlmann, die in Basel eine Praxis betreibt, weiss aus langjähriger Erfahrung, dass Kleinwuchs am häufigsten familiär oder konstitutionell bedingt ist. Sie erklärt: «Da das Wachstum stark von den Genen beeinflusst wird, müssen Eltern, die selber klein sind, damit rechnen, dass ihr Kind auch eher zu den Kleineren im Kindergarten und in der Schule gehören wird.» Manche Kinder oder Jugendliche sind klein, weil sie – wie oft bereits ihre Eltern – zu den Spätzündern gehören, die also erst relativ spät in die Pubertät kommen. Dies widerspiegelt sich zum Beispiel auch in einer verzögerten Knochenreifung im Handröntgenbild. Als Erwachsene werden sie dann aber normalgross und benötigen deshalb in der Kindheit keine medizinische Hilfe. Denn sie haben im Vergleich zu Gleichaltrigen länger Zeit zum Wachsen. Erst mit dem Ende der Pubertät ist die Entwicklung der Körpergrösse abgeschlossen. Einfluss der Gesundheit Hinter Kleinwuchs können aber auch verschiedene gesundheitliche Probleme stehen. Manchmal ist der Grund nicht auf Anhieb erkennbar und das Kind muss von einer Spezialistin oder einem Spezialisten sorgfältig abgeklärt werden. In ihrer Praxis behandelt Dr. Beatrice Kuhlmann Kinder, die aufgrund von genetischen Störungen oder hormonellen Problemen, wie zum Beispiel einem teilweisen oder kompletten Wachstumshormonmangel, einer angeborenen syndromalen Wachstumsstörung oder einer Schilddrüsenunterfunktion nicht richtig wachsen. Einige Kinder bleiben kleiner, weil sie an Nieren- oder Herzproblemen oder an Asthma leiden. Nicht zuletzt wird das Wachstum auch durch die Ernährung beeinflusst. Kinder, die an Zöliakie leiden, also das in vielen Getreide-Sorten enthaltene Protein Gluten nicht vertragen, leiden aufgrund dieser Erkrankung oft an einer Mangelernährung, die zu einem Minderwachstum führt. Zu einer Mangelernährung kann es bereits während der Schwangerschaft kommen, wenn die Plazenta das Ungeborene nicht genügend mit Nährstoffen versorgen kann. Die betroffenen Kinder kommen dann zu klein und/oder zu leicht zur Welt und nicht alle holen diesen Wachstumsrückstand später auf. Die Fachfrau beobachtet ausserdem, dass es auch in der Schweiz zunehmend Kinder gibt, die sich viel bewegen, aber zu wenig Kalorien zu sich nehmen. Diese Kinder haben ein sogenanntes Energiebilanzdefizit. Dr. Beatrice Kuhlmann sieht dafür einen Hauptgrund: «Immer weniger Familien essen heute gemeinsam am Tisch.» Wenn die Kinder satt sind, dürfen sie sofort vom Tisch und schauen dann fern oder spielen mit dem Tablet. Oft sind solche Kinder auch heikle Esser, sie lehnen Fleisch, Gemüse und Salat ab und ernähren sich hauptsächlich von Snacks. Die zugeführte Energie reicht dann zwar für die Bewegung und die Versorgung der Organe aus, für das Wachstum ist sie jedoch unzureichend. Abklärung ist angezeigt Im Alter zwischen zwei und vier Jahren pendelt sich das Wachstum des Kindes so ein, dass es bis zur Pubertät entlang eines bestimmten Perzentilen-Kanals auf der Wachstumskurve wächst. Wenn das Wachstum jedoch nicht der Norm entspricht und nicht zum Familienmuster passt, sollte man abklären, welche Grunderkrankung dafür verantwortlich ist. In den Vorsorgeuntersuchungen misst der Kinderarzt oder die Kinderärztin jedes Kind von Geburt an regelmässig und trägt die Werte auf der Wachstumskurve ein. «Wachstumsstörungen treten in der Kinderarztpraxis nicht so häufig auf – umso wichtiger ist es, dass man diese nicht verpasst», erklärt Dr. Beatrice Kuhlmann. Benachteiligte Mädchen Die Expertin schätzt, dass rund 75 Prozent der wegen Kleinwuchs abgeklärten Kinder männlich sind. Bei Mädchen werden Wachstumsprobleme eher bagatellisiert, weil in der Schweiz immer noch die Meinung vorherrscht, dass nur Männer gross sein müssen. Dadurch bleibt so manchem Mädchen aufgrund dieser Haltung eine adäquate Therapie vorenthalten. Da das Wachstum mit dem Ende der Pubertät abgeschlossen ist, rät die Expertin, kleinwüchsige Kinder möglichst früh abzuklären. Sie erklärt: «Die Endgrösse, die ein kleinwüchsiges Kind einmal erreichen wird, hängt von der Anzahl Behandlungsjahre ab.» Stellt sich nun die Frage, ob man aus jedem kleinen Kind ein grosses Kind machen kann? Dr. Beatrice Kuhlmann verneint: «Nein, die Behandlung mit Wachstumshormon ist nur bei nachgewiesener Wachstumsstörung angezeigt, und auch damit wird ein Kind nicht über seine genetisch festgelegte Zielgrösse hinauswachsen können.» Susanna Steimer Miller 6 TeddyZeit 2017 schweizer hausapotheke

Kindliche Abwehrkräfte stärken Kinder werden mit ausgeklügelten Abwehrmechanismen gegen Krankheitskeime geboren. Doch einen absoluten Schutz bieten diese Barrieren nicht. Ein Teil des Immunsystems entwickelt sich erst mit der Zeit. Eltern können unterstützend wirken. Wenn Babys zur Welt kommen, werden sie mit einer Umgebung voller Mikroben konfrontiert. An jedem Frottiertuch, am Milchfläschchen und auch in den Windeln haben sich Bakterien festgesetzt. Doch Bedenken sind kaum begründet; denn der grösste Teil der Bakterien und der Pilzsporen in der menschlichen Umgebung sind harmlos, manche sind sogar unverzichtbar: Joghurt und Käse entsteht nur, wenn Bakterien die entscheidenden Prozesse steuern. Und eine Verarbeitung von Nahrung ist ohne Bakterien in der Darmflora unmöglich. Um den Übergang vom keimfreien Mutterbauch in die von Mikroben bevölkerte Umgebung möglichst risikoarm zu ermöglichen, hat die Natur gleich in mehrfacher Hinsicht vorgesorgt. Neugeborene sind mit der sogenannten «Käseschmiere» umgeben. Sie bildet eine Barriere gegen 161210_190x125_D_TeddyZeit_Snacks_RZ.pdf 1 16.01.17 13:38 verschiedene Krankheitserreger. Im Weiteren ist das Baby die ersten vier Monate ausserhalb des Mutterbauches zusätzlich mit dem so genannten Nestschutz gewappnet. Dazu werden Wochen vor der Geburt im Organismus der Mutter Antikörper gegen bestimmte Krankheiten gebildet und über die Plazenta auf den Fötus übertragen. Und auch das Fruchtwasser seinerseits enthält Substanzen, die Fortsetzung Seite 8A C M NEU Jetzt probieren Bio-Knabberspass Bio-Knabberspass für die Kleinsten! für die Kleinsten! für die Kleinsten! Y CM MY CY CMY K Knabberspass mit Bio-Getreide – ab dem 8., 10. und 12. Monat Frei von künstlichen Aroma- und Zusatzstoffen1 sowie Kristallzucker2 www.holle.ch Ideal für zwischendurch und unterwegs Praktisch für kleine Händchen 1 Laut Gesetz 2 Zutaten enthalten von Natur aus Zucker schweizer hausapotheke TeddyZeit 2017 7

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