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Teddy Zeit 2018

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Das Magazin für junge Eltern

Ernährung bei

Ernährung bei Kleinkindern Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung ist eine Grundvoraussetzung für Gesundheit. Das wissen bereits Kinder. Welche Lebensmittel für kleine und ganz kleine Menschen besonders wichtig sind, das weiss die Naturheilpraktikerin und Ernährungsexpertin Michèle Wattinger. «Gesund» ist ein geläufiges Adjektiv, insbesondere bei der Ernährung. Jeder Mensch hat eine zumindest diffuse Vorstellung davon, welche Lebensmittel dem Körper nützen und welche ihm eher schaden. Würden hundert Passanten gefragt, was sich auf dem Teller befinden sollte, es kämen wohl mehrheitlich stereotype, gemüselastige und alkoholarme Antworten. Einen guten Anhaltspunkt für die Zusammenstellung eines ausgewogenen Speiseplans bietet die Ernährungspyramide, in der Schweiz bekannt als Lebensmittelpyramide. Das Konstrukt gibt es in dutzendfacher Ausführung. Dabei setzen unterschiedliche Länder und Organisationen gerne ihre eigenen Schwerpunkte. Der Haupttenor tönt wie folgt: Viel Flüssigkeit und Getreideprodukte, ausreichend Früchte und Gemüse, wenig Tierisches sowie kaum Fett- und Zuckerhaltiges. Weil Kinder ihren Körper aufbauen und entwickeln müssen, haben sie zum Teil andere Ansprüche an die Ernährung als Erwachsene. «Für sie ist zum Beispiel Eiweiss wichtiger, weil der Körper Knochen, Muskeln und Zellen bilden muss. Zudem ist der Flüssigkeitsbedarf von Kindern im Verhältnis zur Körpermasse erhöht», erklärt Wattinger. Sie selbst ist unlängst Mutter eines zweiten Kindes geworden. Michèle Wattinger ist diplomierte Naturheilpraktikerin TEN. Sie arbeitet im MÜLLER Reformhaus Vital Shop in Aarau. www.tenvital.ch Da drängt sich natürlich die Frage auf, wie und vor allem was die Expertin zu Hause für ihre Liebsten kocht. Wie geb’ ichs meinem Kinde? Was in der Theorie pyramidenmässig logisch klingt, muss in der Realität der eigenen Küche und natürlich des Stubentisches kreiert, verkauft und manchmal auch durchgesetzt werden. Die Vorstellung, dass Kinder aufgrund natürlicher Instinkte bevorzugt zu Gesundem greifen, ist realitätsfremd. So spricht auch Michèle Wattinger immer wieder liebevoll davon, wie sie ihren Kindern «Gemüse im Rührei versteckt» oder «als Saft getarnt unterjubelt». Ihr Grundsatz laute ohnehin «80 zu 20»: «Mein Ziel ist es, dass 80 Prozent von dem, was jeden Tag im Teller landet, gesund und wertvoll ist.» Daneben erlaubt auch die Expertin einmal eine süsse oder salzige Sünde. Jedoch betont sie, dass zu viele Ausnahmen auch zu schlechten Gewohnheiten führten, die nur schwer wieder zu korrigieren seien. Will heissen: Ist Grünfutter einmal ritualisiert, dann gibt es auch weniger täglichen Protest; denn Kinder gewöhnen sich an den Speiseplan. Michèle Wattinger schwört zudem auf eine angenehme Atmosphäre am Esstisch: «Ich bestimme, was gegessen wird. Meine Kinder jedoch dürfen selbst entscheiden, wie viel sie davon essen.» Ernährung von Säuglingen Bei den Allerkleinsten hält sich der Widerstand bei der Nahrungsaufnahme in Grenzen. Das macht es jedoch kaum einfacher; gehe es doch darum, die richtigen Gewohnheiten aufzubauen: «In den ersten sechs Monaten sollte ausschliesslich gestillt werden.» Die wasserlastige und nährstoffreiche Muttermilch ist die ideale Säuglingsnahrung. Bis wann gestillt werden soll, sei eine sehr persönliche Frage: «Ich habe nach einem halben Jahr mit Beikost begonnen.» Sie habe jeweils am Mittag etwas Gemüse gegeben. Früchte kamen erst später hinzu: «Um die Gewöhnung an Süsses etwas hinauszuzögern.» Wird vor dem ersten Geburtstag abgestillt, so bietet käufliche Säuglingsmilch eine gute Alternative. Einerseits enthält diese viel wertvolle Inhaltsstoffe wie Eiweiss, Vitamine und Mineralien, andererseits haben Säuglinge und Kleinkinder oft Mühe, herkömmliche Kuhmilch zu verdauen: «Bei solchen Produkten ist mir wichtig, dass sie keine schädlichen Stoffe wie etwa Palmöl enthalten und nach Möglichkeit aus der Schweiz stammen», so Wattinger. Die Fleischfrage Ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Lebensmittelauswahl spielt die persönliche Konstitution eines Menschen. Neben der allenfalls fragwürdigen Verträglichkeit fördere Milch auch die Schleimbildung. Das mache sie zu einer wertvollen Hilfe bei Trockenheit: «Ist jedoch eine Erkältung akut, dann sollte der Milchkonsum reduziert werden.» Heiss diskutiert unter jungen Eltern werde auch die Fleischfrage. Im Hause Wattinger komme im Schnitt etwa zweimal pro Woche Fleisch auf den Tisch: «Mir ist die Qualität wichtiger als die Quantität.» Auch beim Kauf von Fleischprodukten achte sie auf die Herkunft – und selbstverständlich auf die Tierhaltung. Für Kinder ab halbjährig sei Fleisch ein hervorragender Eisenlieferant. Generell sei es wichtig, allfällige Mängel zu erkennen und mit der entsprechenden Ernährung auszugleichen. Als Expertin arbeite sie deshalb auch im Beratungsalltag gerne mit Schüssler Salzen. Mischa Felber 14 TeddyZeit 2018 SCHWEIZER Hausapotheke

Darmgesundheit von Geburt an Die Entstehung der Darmflora bei Babys Während der Schwangerschaft ist das Baby optimal in der Fruchtblase der Mutter vor äusseren Einflüssen geschützt. Klinische Studien zeigen jedoch, dass das Baby nicht – wie bisher vermutet – im Mutterleib steril ist. Die Fruchtblase ist bereits mit Bakterien ausgestattet, die der Mundhöhle der Mutter ähneln. Durch die vaginale Geburt erfährt das Baby eine wichtige Grundbesiedlung mit sogenannten Lactobazillen. Bifidobakterien werden zusätzlich durch die Muttermilch mitgegeben. Diese Bakterienausstattung benötigt das Baby, damit sich das Immunsystem richtig entwickeln kann. Darmbeschwerden wie Durchfall, Blähungen oder Verstopfung treten bei vaginal geborenen und gestillten Babys seltener auf. Was tun bei einer Fehlbesiedelung der Darmflora? Gezielte Gaben eines Probiotikums legen den ersten Grundstein für eine ausgewogene Darmbesiedlung und sollte daher bereit ab Geburt erfolgen. Ein Ungleichgewicht kann weitreichende Folgen haben; denn der Darm ist weit mehr als nur ein Verdauungsorgan. Er ist eng verknüpft mit unserem Immunsystem und hat damit wichtigen Einfluss auf unsere Gesundheit. Viele Beschwerden, die man zuerst nicht mit dem Darm in Verbindung bringt, haben ihren Ursprung genau dort. Lactobact ® BABY+ enthält drei ausgesuchte probiotische Bakterienkulturen sowie Pantothensäure (Vitamin B 5 ) und Folsäure (Vitamin B 9 ). Folsäure trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt zusätzlich die körpereigenen Abwehrkräfte. Lactobact ® BABY+ ist in Ihrer Apotheke und Drogerie oder bei VitaCura AG erhältlich. Von der Natur liebevoll umsorgt. MIT DER WELEDA CALENDULA BABYPFLEGE. Natürlich sanfte, schützende Pflege mit wertvoller Bio- Calendula. Garantiert frei von Rohstoffen auf Mineralölbasis und synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen. Gewinner Swiss Ethics Award 2016. www.weleda.ch/calendula AZ_CalendulaBaby2017_210x139_CH_d.indd 1 05.04.18 09:53 SCHWEIZER Hausapotheke TeddyZeit 2018 15

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