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Nr. 1 / 2018

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Das Magazin für junge Eltern

Eine gesunde

Eine gesunde Hautentwicklung unterstützen Was macht Babyhaut so besonders und welche Pflege braucht sie? Christina Hinderlich ist Leiterin des Fachbereichs Hebammen bei Weleda und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Hautpflege bei Neugeborenen und Babys. Was unterscheidet die Haut von Babys und Kleinkindern von uns Erwachsenen? Und was bedeutet dies für die Pflege? Babys kommen mit einer noch unreifen Haut zu Welt, die im Vergleich zu unserer Erwachsenenhaut dünner ist. Sie muss sich noch entwickeln, zum Beispiel sind die Schutzfunktionen der Haut noch nicht vollständig ausgebildet, weshalb sie unter anderem dazu neigt, vermehrt Feuchtigkeit zu verlieren oder empfindlicher auf äussere Einflüsse zu reagieren. Deshalb ist es wichtig, spezielle Pflegeprodukte für die zarte Baby- und Kinderhaut zu verwenden, die die Haut nicht reizen und sie bei einer gesunden Hautentwicklung unterstützen. Christina Hinderlich ist Leiterin des Fachbereichs Hebammen bei Weleda. Worauf kommt es bei der Babypflege an? Gerne beantworte ich diese Frage mit dem Spruch «Qualität vor Quantität». Ein hochwertiges, natürliches Pflanzenöl und eine Babycreme für den Windelbereich sind am Anfang zur Pflege gut geeignet. Die Babypflege soll der Haut Schutz bieten und sie gleichzeitig in ihrer natürlichen Entwicklung unterstützen. Eine wichtige Rolle kommt dabei den Inhaltsstoffen zu; denn die Haut kann diese einfach aufnehmen. Positive Erfahrungen habe ich mit Produkten gemacht, die Rohstoffe aus Calendula enthalten. Die Ringelblume kann viel Sonnenlicht und Wärme aufnehmen und durch ihre starken Strukturkräfte zu einer gesunden Hautentwicklung beitragen. Das Weleda Calendula Pflegeöl parfümfrei ist zum Beispiel reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die den Aufbau der Hydrolipidschicht unterstützen. Dieses Öl empfehle ich auch zu einer sanften Babymassage. Manche Eltern sind unsicher, wie häufig ein Baby gebadet werden soll. Können Sie hier eine Empfehlung geben? Gerade am Anfang, wenn die Eltern noch unsicher sind, kann das Baden Stress verursachen. Daher kann ich sagen: Es ist nicht notwendig, das Baby jeden Tag zu baden – einmal in der Woche ist bereits ausreichend. Je nachdem, wie sehr Sie und Ihr Baby das Baden aber mögen, ist dies auch öfter möglich. Ein wunderbares Ritual kann als Alternative das tägliche Waschen an einem warmen Ort sein. Hierbei ist es wichtig, zunächst nur den Oberkörper des Babys auszu ziehen, zu waschen und wieder anzuziehen. Dann wiederholen Sie den Ablauf beim Unterkörper. So kühlt der kleine Körper nicht aus. Wichtig dabei ist, dass Sie den kleinen Körper auch in den Hautfalten reinigen. Wenn es Ihr Baby mag, können Sie es nach dem Waschen oder Baden liebevoll mit dem Öl einmassieren. Welche Bedeutung hat der Hautkontakt für die Entwicklung des Kindes? Ein liebevoller und achtsamer Hautkontakt ist für die Entwicklung ganz wichtig. Körpflege ist immer Zuwendung und man kann dies auf verschiedene Weise machen. Ich schätze zum Beispiel den Begriff der achtsamen Pflege. Dabei kommt es auf die in nere Haltung bei der Körperpflege an. Durch eine bewusste und liebevolle Körperpflege kann man dem Baby Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen schenken. Wie das geht? Seien Sie im Moment der Pflege ganz beim Baby und künden Sie ihm an, was Sie als nächstes machen, ob Sie es waschen oder eincremen. Sichere und liebevolle Berührungen geben dem Kind das Gefühl, dass es gut umsorgt wird. Für einen kleinen Neuankömmling auf der Welt ist dies essentiell. Und das bleibt auch wichtig, wenn aus ihm ein krabbelndes Baby und später ein Kleinkind wird. So ist es auch die liebevolle und achtsame Zuwendung bei der Körperpflege, die dem Kind die benötigte innere und äussere Wärme und Hülle schenkt und die ihm dabei hilft, sich seelisch gesund zu entwickeln. Weitere Informationen: www.weleda.ch/baby 16 TeddyZeit 2018 SCHWEIZER Hausapotheke

Sensible Schutzhülle In den ersten Lebensmonaten ist die Babyhaut sehr anfällig für Störungen aller Art, viele von ihnen sind harmlos. Hautpflege bietet eine ideale Möglichkeit, die Beziehung zum Baby zu stärken und es auch in seiner Entwicklung zu fördern. Auf die Körperoberfläche eines Neugeborenen strömt eine kunterbunte Mixtur von Eindrücken ein: Textilfasern, Windeln, Kuscheltiere, Unterschiede der Raumtemperatur, warmes Badewasser, Pflegepuder – und natürlich Zärtlichkeiten. Die der Schwester fühlen sich anders an als die von Opa, derartige Unterschiede registrieren die Babys bereits. Für Erwachsene sind unterschiedliche Beschaffenheiten vertraute Eindrücke, für einen kleinen Erdenbürger sind sie völlig neu. Es sind die ersten prägenden Erfahrungen des neuen Lebensortes, in dem alles anders ist als zuvor im konstant warmen Fruchtwasser. Einiges fühlt sich in der neuen Umgebung sehr angenehm an, anderes weniger. Während Erwachsene ihre Umwelt zu über zwei Dritteln über die Augen wahrnehmen, ist bei Babys die Haut das wichtigste Organ für den Kontakt mit der Umgebung und auch zu anderen Personen. Die visuelle Wahrnehmung entwickelt sich bei Kindern erst nach und nach. Und bis zur sprachlichen Verständigung dauert es noch lange. Über seine Haut erfährt das Kind nicht nur viel über andere Personen in seiner Umgebung, es wird auch emotional beruhigt und versorgt. Häufige Zärtlichkeiten stimulieren die Entwicklung des Säuglings, und sie spenden auch beruhigende Geborgenheit. Kinder mit wenigen Erfahrungen von Körperkontakt sind auch als Erwachsene besonders anfällig auf Stress. Sie vermögen sich weniger leicht zu beruhigen und zu entspannen. Sie fühlen sich unsicherer und reagieren reservierter auf neue zwischenmenschliche Kontakte. Auf rein mechanische Berührungen reagiert das Kind anders als auf liebvolles Streicheln, dies weiss man aus Studien. Kleinkinder, die viel körperliche Zuwendung und Geborgenheit erfahren, können ihre geistigen Anlagen sowie ihre Sinnesorgane schneller entwickeln und entfalten. Sie sind geistig reger. Zudem fördern Streicheln und Schmusen die Durchblutung, die Haut wird intensiver mit Nähstoffen versorgt, gleichzeitig wird sie auch widerstandsfähiger. Kleiderwechsel, Wickeln, Baden und die Hautpflege sind ideale Möglichkeiten, um den Körperkontakt mit dem Kind aufzunehmen und es in seiner Entwicklung zu stimulieren. Sonnenschutz sehr wichtig Babyhaut ist im Vergleich zu der von Erwachsenen besonders dünn und wenig widerstandsfähig. Sie ist anfänglich ungefähr fünf Mal weniger dick. Die verschiedenen Schichten sind erst nach ungefähr zehn Lebensjahren aufgebaut. Kleinkinder reagieren gegenüber der Sonne sehr viel empfindlicher als Erwachsene, da sie noch kein schützendes Melatonin in ihren Zellen entwickelt haben. Leicht kommt es daher zu einem Sonnenbrand. Wegen ihrer sehr dünnen Haut sollten Sonnenschutzmittel bei Kleinkindern frühestens ab dem ersten Lebensjahr aufgetragen werden, zuvor können die Wirkstoffe in den Organismus eindringen. UV-Strahlen werden in der A SCHWEIZER Hausapotheke TeddyZeit 2018 17

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