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Teddy Zeit 2018

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Das Magazin für junge Eltern

für seine Mutter ist.

für seine Mutter ist. Es will sie einfach nur dauernd um sich haben. So weit so einfach: Aber wie bei allen äusseren Ansprüchen stellen sich Fragen der Verständigung. Säuglinge sind nicht so leicht zu managen wie der vorherige Alltag. Sie halten sich nicht an Zeiten und nicht an Abläufe. Sie haben noch keine Geduld. Sie verstehen die guten Absichten nicht, sondern reagieren nur auf Taten resp. Unterlassungen. Sie drücken sich schwer verständlich aus. Das zusätzliche Problem: Niemand kann da helfen; denn das Kind ist neu, das heisst: Es ist einzigartig. Beidseitiges Kennenlernen braucht viel Zeit, einen freien Kopf und eine umfassende Offenheit. Trotz Bekanntschaft im Bauch ist das Neugeborene doch jemand zunächst Fremder. Es gilt sich anzufreunden und Spannungen und Unverständnisse auszuhalten. Einfühlung ist ein schönes Wort und – natürlich – wird es von einer Mutter erwartet. Aber wenn sie einfach nicht drauskommt, ob das Kind «nur» etwas will oder doch Schmerzen hat oder gar eine Gefahr ausdrücken will? Zudem sollte man ja nicht immer nachgeben: Der kleine Tyrann droht – sagen Ratgeber, die keine Kinder haben. Hilfen Die wichtigste Hilfe in solchen Stressmomenten sind die Väter, sofern sie anerkennen können, dass den Müttern ihrer Kinder manchmal das Wasser bis zum Hals steht. Auch die Grosseltern und vielleicht Geschwister können viel Unterstützung bieten. Da stellt sich allerdings die Frage, wie gut die Beziehung zur Tochter resp. Schwiegertochter ist: Insbesondere muss die pubertäre Ablösung ohne allzu grosse Schrammen abgeschlossen sein, so dass die junge Mutter als erwachsene Respektsperson geachtet wird. Umgekehrt ist das Vertrauen der jungen Mutter in ihre Helfer von Belang. In den meisten jungen Familien ist Zeit die grosse Mangelware. Es fehlt die Zeit für sich selber, die Zeit zu zweit, die Zeit für den Partner resp. die Partnerin und die gewünschte Zeit mit dem Neugeborenen ebenso wie die Zeit für die allfälligen Geschwister. Generell gilt, dass Hilfe zuerst und vor allem darin besteht, der jungen Mutter (und dem jungen Vater) Zeit zu verschaffen. Die zweite Hilfe sind offene Gespräche, in denen die Mutter – ohne innere oder äussere Einschränkung – darüber reden kann, wie es ihr geht. Selbstvergewisserung braucht GesprächspartnerInnen, die möglichst vorurteilslos zuhören können. Wenn sie auch noch in der Lage sind, das Gehörte in eigene Worte zu fassen und nachzufragen, ob sie es so richtig verstanden haben, ist ein ganz bedeutsamer Schritt in der Psychohygiene der Mutter geschafft. Gift Besonders wichtig: Unangeforderte Ratschläge sind keine Hilfen! Auch gut gemeinte Besserwissereien spülen Wasser auf die Mühlen der Selbstzweifel, des schlechten Gewissens und der Überforderung. Fragen Sie erst nach, ob und gegebenenfalls was die Mutter an Ratschlag oder Hilfe wünscht. Gift entsteht fast zwangsläufig im Beziehungsgeflecht der Familie, wenn Eifersuchtsgefühle zu lange unbemerkt keimen. Auf sie ist von beiden Eltern aktiv zu achten. Nicht selten sind Väter – so merkwürdig dies klingen mag – auf ihre eigenen Kinder eifersüchtig; denn sie «stehlen» die Zeit und die Zärtlichkeit der Partnerin weg. Sind ältere Kinder da, schlägt der Zeitmangel noch mehr in Eifersucht um. Gift sind natürlich auch alle Anschuldigungen und Vorwürfe, zum Beispiel aus der Nachbarschaft, wegen Ruhestörung durch Geschrei. Wie schnell ist jemand eine Rabenmutter, weil sie ihr Kind nicht beruhigen kann. Zwar tut man den Raben unrecht, erst recht aber den Müttern, die dadurch noch mehr in den Stress getrieben werden. Ausserfamiliäre Hilfen Für viele Mütter ist es eine echte Hilfe, wenn sie weiterhin arbeiten gehen können. Das tönt zwar in vielen Ohren absurd, und manche Mütter haben Gewissenbisse, wenn sie das sagen. Aber die Zeit ausser Hause, der Wechsel der Ansprüche und die so gewonnene eigene Zeit erleben viele als erholsam. Sie können besser dringend benötigten Abstand gewinnen von häuslichen Sorgen als bei einem «blossen» Spaziergang. Natürlich setzt dies voraus, dass die Arbeit einigermassen zufrieden macht und dass das Arbeitsarrangement nicht völlig quer zur Kinderbetreuung steht. 24 TeddyZeit 2018 SCHWEIZER Hausapotheke

(Dies muss aber auch für junge Väter der Familie und insbesondere jene der Wort «Sozialisierung» missverstanden. eingefordert werden). Mütter, aber ebenso jenes der Kinder Was damit gemeint ist, hat überhaupt Was in der Schweiz allerdings noch behindert. nichts mit Sozialismus zu tun. Der Be- völlig im Argen liegt, sind die ausserfamiliären Familienhilfen. Gute Kindertagesstätten wären auch aus pädagogi- Erziehung zur Beziehungsfähigkeit griff bezeichnet allein den Aspekt der Entwicklung des Beziehungsverhaltens (also der Frage, wie wir miteinander scher Sicht eine Investition in die Zu- Die Kinderpsychologie ist eventuell umgehen). kunft. Nicht nur, dass sie Familien und nicht ganz unschuldig an der verfehl- Es wäre an der Zeit, nicht nur eine ins besondere Mütter mehr dringend ten politischen Debatte, hat sie doch Frauenbefreiungsdiskussion zu füh- be nötigte Zeit anbieten, auch für die den Aspekt der ausserfamiliären Be- ren, sondern auch eine darüber, wie soziale Entwicklung der Kinder wäre treuung zu wenig untersucht und mehr- Kinder stärker zu gruppen- und ge- dies überaus wünschenswert. Das biedermeierliche Ideal der Kern- oder Kleinfamilie ist ein Mythos, der seit dem heitlich ein ideologisches Raster über die Fragestellungen, die zu untersuchen wären, gezogen. Vielleicht ha- meinschaftsfähigen Menschen erzogen werden können. Rudolf Buchmann h Ende der Dorfidylle die Entwicklung ben viele Politiker und Forscher das Die reinsten Baby-Feuchttücher der Welt Empfindliche Babyhaut verdient die natürlichsten Inhaltsstoffe Babyhaut ist viel empfindlicher als die eines Erwachsenen. Daher sollte sie nur mit den schonendsten und natürlichsten Elementen gereinigt werden. WaterWipes sind die einzigen Feuchttücher, die aus nur zwei Zutaten bestehen: Speziell gefiltertes und enthärtetes Wasser und ein kleiner Tropfen Grapefruitkernextrakt. Eine geeignete Alternative zu Baumwolle und Wasser WaterWipes wurden für die schonende Anwendung auf empfindlicher Babyhaut konzipiert. Sie sind die einzigen Feuchttücher, die absolut keine chemisch hergestellten Zusätze enthalten. Nur 99,9 Prozent Wasser und ein kleiner Tropfen Grapefruitkernextrakt – ein natürliches Hautpflegemittel. Sie reizen die Haut nicht und können sogar dazu beitragen, Windelausschlag und anderen Hautreizungen vorzubeugen. Erhältlich in Apotheken und Drogerien (Pharmacode 7341276) oder im Babyfachhandel online und stationär. SCHWEIZER Hausapotheke TeddyZeit 2018 25

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