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Nr. 1 / 2019

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Eine Augenweide Akelei

Eine Augenweide Akelei aus der Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae) Die gemeine Akelei wächst in unseren Gegenden an Wald- und Wegrändern. Ihre Blüte ist ungewöhnlich schön und deshalb ist die Pflanze auch in Ziergärten beliebt. Es gibt eine grosse Zahl von Unterarten mit unterschiedlichen Farbvarianten. Am häufigsten ist diejenige mit den dunkelblauen Blüten. Mit etwas Glück kann man auf einer Wanderung aber auch weisse oder rötliche und violette Varianten entdecken. Pralle Sonne mag sie nicht besonders, aber lichte Schatten mit hoher Luftfeuchtigkeit zieht sie jedem anderen Standort vor. Die Akelei blüht im späten Frühling und zieht ihre Blätter über den Winter hinweg ganz ein. Dank ihrem kräftigen Rhizom (Wurzelstock) schlägt sie dann im nächsten Jahr wieder aus. Deshalb findet man die Akelei über mehrere Jahre immer am gleichen Standort wieder. 18 Schweizer Hausapotheke 1-2019 Ihrer Schönheit wegen war sie bei den Germa nen der mütterlichen Schutzgöttin Frigga geweiht und im Christentum der Muttergöttin Maria. Hummelblume Die Blüten der Akelei werden von Insekten bestäubt. Diese kleinen Tiere übernehmen den Liebesdienst aber nur, wenn sie im Gegenzug Nektar erhalten. Die bizarr gebaute Blüte hat tief drinnen einen leckeren Honigtopf, an dem sich die Bestäuber laben dürfen. Allerdings ist der richtig weit unten, so dass nur Insekten mit langem Rüssel bis zu ihm hinkommen. Die Akelei ist deshalb eine Hummelblume. Die pelzigen Brummer werden mit Hilfe der Farbe und feinen Düften zur Blüte gelockt. Hummelarten mit kurzem Rüssel wollen sich den süssen Brei aber nicht entgehen lassen. Zuweilen kann man deshalb Insekten beobachten, die – statt in die Blüte zu kriechen – diese von aussen anbeissen und so ohne Gegenleistung am Nektar naschen. Zierpflanze In früheren Zeiten wuchsen im Garten mehrheitlich Nutzpflanzen, die den täglichen Speiseplan bereicherten. Doch Zierpflanzen sind trotzdem keine neuzeitliche Erfindung. Die Schönheit einer Blüte wussten die Menschen immer schon zu schätzen. Das sieht man daran, dass viele Gegenstände mit dekorativen Blüten verziert wurden. Die Akelei war bei den Künstlern ganz besonders beliebt und diente als natürliche Vorlage. Dazu gehörten sogar bis heute bekannte Maler. Leonardo da Vinci malte die Akelei mit schwungvollem Pinsel und in dezenten Farben. Die Blume wird von der schönen Columbine in Händen gehalten. Albrecht Dürer, dem bekannten Renaissance- Maler, wird das Aquarell «Akelei» zugesprochen; auch wenn das für Experten nicht hundertprozentig sicher ist. Die hübsche Pflan ze ist auf diversen Tafelbildern, auf Holz oder mit Öl verewigt worden und dadurch weltweit berühmt. Hildegard von Bingen Spätestens seit dem Mittelalter, in dem die berühmte Heilerin Hildegard von Bingen lebte, ist die Akelei auch eine Heilpflanze. Es soll damals über zweihundert verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für das zierliche Pflänzchen gegeben haben. Der Aufguss soll die Hitze wütiger Menschen gekühlt und der Weinextrakt die Impotenz auf Grund eines Hexenspruchs geheilt haben. Legte man das frisch gepflügte Blümlein unter das Schlafstroh, half es unfruchtbaren Frauen, ein Kindlein zu empfangen. Heute ist die Akelei als Heilpflanze nicht mehr gefragt; und das hat auch einen guten Grund: Die Pflanze enthält nämlich krebserregende Inhaltsstoffe und bewirkt in grösseren Mengen Vergiftungserscheinungen. Das ist der Blausäure zuzuschreiben, die in der Pflanze reichlich vorhanden ist: sie verursacht Übelkeit und Durchfall. Die Akelei wird deshalb heute zu den Giftpflanzen gezählt. In homöopathischen Dosen hingegen hat die Pflanze noch eine gewisse Bedeutung. Sie wird als Arzneimittel gegen Menstruationsbeschwerden, Nervosität und bei Schwächezuständen verschrieben. Judith Dominguez ist Diplom-Biologin, Pflegefachfrau HF und diplomierte interdisziplinäre Gerontologin.

Abwehrstark durch die Erkältungszeit mit naturreinen ätherischen Ölen Ein Kribbeln in der Nase, ein leichtes Kratzen im Hals, ein unangenehmes Kältegefühl. Wer kennt sie nicht, die typischen Anzeichen einer beginnenden Erkältung? Im Interview erläutert Philipp Meyer, dipl. Drogist HF und Inhaber der dropa Drogerie Meyer in Langenthal, welch wunderbare Helfer die Natur für uns bereithält. Herr Meyer, in welchen Beratungssituationen empfehlen Sie Eucalyptus radiata und Thymian linalool? Diese ätherischen Öle lindern Beschwerden bei Erkältungskrankheiten aller Art. Insbesondere für die Behandlung von Schnupfenund Hustensymptomen sind es zwei starke Wirkstoffe. Eukalyptus und Thymian eignen sich nach Rücksprache mit einer Fachperson auch bestens in der Kinderheilkunde. Beide sind besonders mild und gut verträglich. Seit die neue Produktelinie AbwehrStark auf dem Markt ist, kann ich die Öle gleich kombiniert als Mischung einsetzen. Welche Eigenschaften besitzen diese ätherischen Öle? Thymian Linalool ist ein mildes ätherisches Öl, hat aber eine starke, breitgefächerte Wirkung gegen krank machende Keime. Es unterstützt den Atemtrakt, wirkt schleimlösend und lindert bei langwierigen Erkältungen. Eucalyptus radiata lässt uns tief durchatmen. Der schöne Wellnessduft wirkt entzündungshemmend und öffnend auf die Atemwege. Bei einer beginnenden Erkältungskrankheit eingesetzt, vermag es die Keime abzuwehren. Die beiden Öle werden zum Teil direkt über die Lunge ausgeschieden, passieren also genau ihr Einsatzgebiet und entfalten die Wirkung gleich vor Ort. Zu welcher Anwendung raten Sie? Ätherische Öle sollten stets bewusst und achtsam verwendet werden, es handelt sich um reine Wirkstoffe. Dieser Grundsatz gilt für Kinder wie auch für Erwachsene. Geben Sie zwei bis drei Tropfen des gewünschten ätherischen Öls auf ein Taschentuch und atmen Sie tief ein. Zuhause eignet sich die Anwendung in einem Aromaver- Die Duftmischung und der Aromaspray AbwehrStark eignen sich bestens für die Raumbeduftung, zur Desinfektion und als Kissenspray. nebler, auf einem Duftstein oder in der Duftlampe. Der neue AbwehrStark Aromaspray kann sehr gut als Kissenspray eingesetzt werden. Die ätherischen Öle entfachen so eine direkte Wirkung und dies die ganze Nacht lang. Als Raumspray schützt er die ganze Familie vor Infektionen und sorgt für eine gesunde Raumluft. Philipp Meyer, dipl. Drogist HF und Inhaber der dropa Drogerie Meyer in Langenthal Schweizer Hausapotheke 1-2019 19

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