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Nr. 1 / 2019

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Haltungen einüben Der

Haltungen einüben Der Geist wirkt auf den Körper, das wissen wir. Was weniger bekannt ist: Es funktioniert auch umgekehrt. Durch die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck können wir unsere innere Haltung beeinflussen. Unser Körper widerspiegelt unser Denken und Fühlen. Wie Albert Schweitzer sagte: «Mit 20 hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat, mit 40 das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat, und mit 60 das Gesicht, das er verdient.» Allerdings ist darin nicht so sehr gespeichert, was wir erlebt haben, sondern wie wir damit umgegangen sind. Es gibt Menschen, die mehrere schwere Schicksalsschläge erfahren mussten und deren Gesicht dennoch einen heiteren, offenen, zuversichtlichen Ausdruck zeigt. Und es gibt andere, denen man die Verbitterung von Weitem ansieht, obwohl ihnen im Leben nichts wirklich Schlimmes widerfahren ist. Das Körpergedächtnis Ein Geruch, ein Klang, ein Bild oder auch ein Wort, eine Berührung können in uns die Erinnerung an ein Erlebnis auslösen, und zwar nicht nur an die Geschichte an sich. Vielmehr tauchen gleichzeitig die damaligen Empfindungen ebenfalls in uns auf, seien es Glück oder Schmerz, Angst oder Hoffnung, Stolz oder Scham. Alles, was wir je erlebt haben – selbst wenn wir uns bewusst nicht mehr daran erinnern – ist wie ein Abdruck in uns eingraviert. Nicht nur auf der mentalen und der emotionalen Ebene, sondern sogar in den Genen. Wissenschaftliche Experimente mit Tieren haben bewiesen, dass erfahrene und gelernte Inhalte auf genetischem Weg an die Nachkommen weitergegeben werden. Der Körper vergisst also nichts, keinen Gedanken, keine Gefühlsregung, keine Sinneswahrnehmung. Was wir heute sind, entspricht unserer ganzen bisherigen Lebensgeschichte. Es heisst auch, wer das Fahrradfahren einmal erlernt habe, verlerne es nicht. Das Gleiche gilt für das Schwimmen, das Klettern und andere Bewegungsabläufe. Auch beim Gitarrenoder Klavierspielen nutzen wir das Körpergedächtnis. Wir müssen ein Musikstück nur 46 Schweizer Hausapotheke 1-2019 lange genug üben, damit die Hände die Griffe und Tastenfolgen automatisch ausführen, ohne dass wir dabei denken. Ist es folglich nicht möglich, einmal gespeicherte Muster wieder zu löschen? Löschen im Sinn von Rückgängigmachen funktioniert zwar nicht, aber wir können etwas Neues einüben. Dieses neue Verhalten verändert die neuronalen Vernetzungen im Gehirn und wird mit der Zeit zur Gewohnheit. Innen wie aussen, aussen wie innen Verändern wir durch mentale oder psychologische Methoden unsere Einstellung, so geht die neue innere Haltung nach und nach auch in den Körper über. Wie aber der Geist auf den Körper wirkt, so beeinflusst auch der Körper den Geist. Wir können daher durch die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck unsere innere Haltung und Gefühlswelt beeinflussen, längerfristig ebenso wie in Bezug auf ein momentanes Befinden. Gehen wir gebückt oder sitzen zusammengefallen, schauen zu Boden, machen ein ernstes, trauriges Gesicht, dann fühlen wir uns auch so. Ermahnen wir uns deshalb immer wieder, aufrecht zu gehen, stolz, selbstbewusst, auch wenn uns nicht danach zumute ist, und den Blick geradeaus zu richten, nicht nach unten. Die Wirksamkeit dieser Massnahme lässt sich leicht überprüfen: Befinden Sie sich einmal in einer bedrückten oder traurigen Stimmung, dann glätten Sie die Gesichtszüge, legen ein Lächeln auf die Lippen, wenden den Blick nach oben – und staunen, wie schnell Sie sich besser fühlen! Es handelt sich dabei gewissermassen um ein Überlisten der Psyche: «Ich muss mich ja glücklich fühlen, wenn ich doch lächle!» Neue Haltungen einüben In der Regel ist es für uns einfacher, mit dem Körper zu arbeiten, als festgefahrene innere Einstellungen zu verändern. Oft wissen wir auch nicht (mehr), woher unsere traurigen Augen, die eingezogenen Schultern stammen, und können deshalb nicht auf der psychischen Ebene einwirken. Betrachten wir also unseren Körper, wie er gegenwärtig ist, und üben wir eine neue Haltung ein, die Selbstvertrauen, Zuversicht, Optimismus, Stärke und Zufriedenheit ausdrückt; selbst wenn wir diese Eigenschaften noch nicht besitzen. Unsere Körpersprache führt dazu, dass sie stetig in uns wachsen, und weist zudem eine angenehme Nebenwirkung auf: Dank unserer selbstbewussten Ausstrahlung begegnen uns die Mitmenschen mit mehr Respekt. Sie neigen weniger dazu, uns zu erniedrigen, zu dominieren oder auszunutzen, was es uns wiederum erleichtert, künftig tatsächlich selbstsicherer aufzutreten. Nachfolgend eine kurze Anleitung, wie wir zu einem «neuen» Gesichtsausdruck und einer «neuen» Körperhaltung kommen – und damit zu einer neuen inneren Haltung. 1. Wir schauen unser Gesicht im Spiegel an. – Was sehen wir? Heruntergezogene Mundwinkel, gepresste Lippen, zusammengekniffene Augen, hochgezogene Brauen, tiefe Stirnfalten, …? – Was drücken sie aus? Traurigkeit, Enttäuschung, Unsicherheit, Überheblichkeit, …? – Wir verändern dann vor dem Spiegel bewusst und willentlich die dafür verantwortlichen Stellen des Gesichts: lächeln, entspannen die Lippen, schauen locker in die Ferne, lassen alle Muskeln los, … Während dieser Übung denken wir an etwas Erfreuliches oder holen uns ein liebliches, schönes Bild (eine Blume, eine

Landschaft, ein lachendes Kindergesicht) vor unser inneres Auge. – Diesen neuen Gesichtsausdruck prägen wir uns jetzt mit geschlossenen Augen ein, spüren, wie er sich anfühlt, und merken uns diese Empfindung. – Wir üben ihn über einen längeren Zeitraum täglich mindestens einmal vor dem Spiegel; im Alltag achten wir darauf, ihn wieder einzunehmen, sobald wir merken, dass der alte zurückgekehrt ist. 2. Wir schauen unsere Körperhaltung im Spiegel an, frontal und von der Seite. – Was sehen wir? Gesenkter Kopf, einoder hochgezogene Schultern, zu breiter oder zu schmaler Stand, rückwärtsgeneigter Oberkörper, schlaffe Haltung, gebeugter Rücken, …? – Was drücken sie aus? Niedergeschlagenheit, Angst, Trägheit, Tendenz sich zu ducken, zu unterwerfen, auszuweichen, …? – Wir verändern dann vor dem Spiegel bewusst und willentlich unsere Haltung, sodass wir aufrecht, locker und entspannt (aber nicht träge) stehen und den Blick geradeaus richten, nicht nach unten. Ein Tipp: Um den Körper aufzurichten, heben wir das Brustbein Mit dem soeben erschienenen fünften Band ist die Reihe «Sonnwandeln» von Karin Jundt nun vollständig. Wie in allen ihren Büchern geht es der Autorin auch hier um die innere Entwicklung und Selbstveränderung, die zu mehr Zufriedenheit im gewöhnlichen Alltag führen, und sie versteht diese Buchreihe als praktische Lebenshilfe auf einer spirituellen Grundlage. Band I: Der Sinn des Lebens und die Lebensschule Band II: Alltägliches Handeln im spirituellen Geist Band III: Über allem die Liebe Band IV: Unsere innere Welt Band V: Das spirituelle Leben Mehr Infos: www.nada-verlag.ch an; das ist wirksamer, als den Kopf oder das Kinn zu heben oder die Schultern nach hinten zu ziehen. Auch bei dieser Übung denken wir an etwas Angenehmes oder stellen uns etwas Schönes vor. – Diese neue Haltung prägen wir uns jetzt mit geschlossenen Augen ein; wir spüren gut, wie sie sich anfühlt, und merken uns diese Empfindung. – Wir üben sie über einen längeren Zeitraum täglich mindestens einmal vor dem Spiegel; im Alltag achten wir darauf, sie wieder einzunehmen, sobald wir merken, dass die alte zurückgekehrt ist. Bedenken wir dabei: Unser Gesichtsausdruck und unsere Körperhaltung haben sich über Jahrzehnte gebildet, es wird deshalb Monate oder Jahre dauern, bis die neuen zu unseren «normalen» werden. Aber jedes Mal, wenn wir willentlich einen anderen Gesichtsausdruck, eine andere Haltung einnehmen, tragen wir zu dieser äusseren Wandlung bei. Und, noch viel bedeutsamer, zur inneren. Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga und Spiritualität. Midro_93x129_d_Midro_93x129_d 24.09.13 16:22 Seite 1 Das Beste Individuell dosierbar Gelegentlich verstopft? Midro ® – Pflanzliche Abführhilfe bei gelegentlicher Verstopfung. Rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Dies sind Arzneimittel. Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage. Midro AG, CH-4125 Riehen beugt Entzündungen vor gesundes Zahnfleisch gegen Mundgeruch frischer Geschmack gegen Heiserkeit seit 100 Jahren gegen Aphthen hoch wirksam nachfüllbar Schweizer Qualitätsprodukt; erhältlich in Apotheken und Drogerien Schweizer Hausapotheke 1-2019 47

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