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Nr. 1 / 2020

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GEMMOTHERAPIE Juniperus

GEMMOTHERAPIE Juniperus communis Der Wacholder Der Wacholder ist ein wahrer Verwandlungskünstler: Säulenförmig in die Höhe oder breit ausladend wächst er langsam und ändert durch die vielen Seitentriebe fortwährend seine Gestalt. Wacholderbüsche im Nebel oder in der Dämmerung erinnern an bucklige Gestalten und beflügelten seit je die Fantasie von Wanderern. Kein Wunder ist der Baum in Sagen und Geschichten reich vertreten: In seinen Zweigen sollen Schlüssel zu verborgenen Schätzen, unter Wacholderbüschen der Eingang zur Anderswelt zu finden sein. In gewissen Nächten höre man daraus Klänge von Musik und Gelächter. Der Nadelbaum aus der Familie der Zypressengewächse kommt auf der gesamten Nordhalbkugel vor; und war den Menschen so wichtig, dass er fast unzählige Namen trägt: Räucherstrauch, Knistebusch, Kranewitt, Knirk, Machandel, Feuerbaum, Krammetsbaum. Weckholder, Reckholder oder Queckholder sind besonders interessant: Sie bedeuten Wachhalter, Lebendigmacher, ein Hinweis auf die innewohnenden Heilkräfte. Wacholder ist zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Nicht nur für das Wachsen nimmt er sich Zeit; die Beeren, die botanisch Zapfen sind, brauchen rund drei Jahre, bis sie reif sind. Etliche Vögel — wie Amseln, Drosseln, aber auch Birkhühner und Schneehühner — fressen sie und sorgen so für die Verbreitung. 12 Schweizer Hausapotheke 1-2020 Bescheiden und anspruchsvoll In seinen Ansprüchen an den Lebensraum ist der Wacholder bescheiden und anspruchsvoll zugleich. Er gibt sich zwar mit fast jedem Boden zufrieden, benötigt aber viel Licht und Freiraum. Gegenüber anderen Bäumen kann er sich nicht durchsetzen, weicht deshalb oft auf karge Böden aus, wo er allein oder unter seinesgleichen wächst. Besonders gut gedeiht der sensible Eigenbrötler auf Weideland, wo Schafe den wehrhaften Gesellen meiden, etwaige Konkurrenz hingegen kurzhalten. Daraus entstand sogar eine eigene Kulturlandschaft, die Wacholderheide. Wacholder wird drei bis fünf Meter hoch, selten höher. Bei milden Temperaturen vermag er auch im Winter weiterzuwachsen. Dabei hilft ihm, dass er keine versiegelten Winterknospen bildet, sondern die Wachstumszonen einfach mit seinen Nadeln abdeckt. Der Stamm wird durch eine rötliche Borke geschützt, die sich in Streifen ablöst, was gut zum urtümlich-wilden Aussehen passt. Wacholder wird sehr alt: Im Neuenburger Jura steht der älteste Vertreter hierzulande, der rund 1 000 Jahre auf dem Buckel hat. Ewiges Leben Einen echten Wacholderstrauch im Garten zu pflanzen, ist ökologisch wertvoll und würdigt die alte Heil- und Ritualpflanze. Er gilt als europäischer Totembaum und war den alten Völkern heilig. Mit seinen immergrünen Nadeln steht er für ewiges Leben. Rituelle Räucherungen, die den Geist klären, Stärke und Schutz geben, reichen weit zurück in der Menschheitsgeschichte. Der Rauch sollte unheilvolle Einflüsse fernhalten und zugleich die eigene Lebenskraft bewahren. Geräuchert wurde mit Zweigen, Nadeln und Beeren. Wacholder galt als stärkste Abwehrpflanze. «Esst Kranewitt und Bibernell, dann sterbt ihr nicht so schnell», sollen die Vögel während der Pestzüge von den Dächern gepfiffen haben. Das Kauen der Beeren und das Räuchern mit den Zweigen war in einer Zeit ohne Antibiotika die einzige Schutzmöglichkeit vor der verheerenden Seuche. Das grosse Ansehen, das der Wacholder genoss, zeigt sich auch im bekannten Spruch «Vor dem Holunder zieh den Hut, vor dem Wacholder geh in die Knie». Bei einem Hausbau wurde oft ein Wacholderzweig ins Fundament gesteckt, um schlechte Energien abzuwehren. Wacholdernadeln unter den Dielenbrettern dick eingestreut sollten zudem Mäuse fernhalten. Ruht sich ein ermatteter Wanderer unter einem Wacholder aus, fühlt er sich bald erfrischt und gestärkt. Die Beeren sind noch heute in der Küche ein unentbehrliches Gewürz für Wildgerichte, Sauerkraut und Würste. Aus ihnen werden zudem Spirituosen wie Gin, Genever oder Kranewitter destilliert. Wacholder hat sich seit mehreren Tausend Jahren als Heilpflanze bewährt. Die Wirkstoffe sind ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze und organische Säuren. Bei Nierenschwäche und während der Schwangerschaft sollten jedoch Wacholderbeeren und -tinkturen gemieden werden. In der Gemmotherapie regt die Essenz von Wacholder die Ausscheidungsorgane Leber und Niere an. Sie verbessert den gesamten Stoffwechsel, stärkt den Magen, hilft bei Sodbrennen und Völlegefühl, hemmt Gärungsprozesse im Darm. Wacholder facht das schwächer werdende Verdauungsfeuer älterer Menschen wieder an. Er schützt und regeneriert die Leber, verbessert die Nierenleistung, spült die Harnwege durch und hilft bei immer wiederkehrenden Blasenentzündungen. Zudem fördert die Essenz die Harnsäureausscheidung und lindert rheumatische Beschwerden, Gicht und Arthritis. Wacholder ist blutreinigend, verbessert die Blutwerte und stärkt die Milz. Bei allergischer Veranlagung hilft er, auszuleiten. Und nicht zuletzt wirkt die Wacholderessenz als Jungbrunnen, stärkt die Lebenskraft, erfrischt und stimmt fröhlich – der «Weckholder» wird seinem Namen gerecht! Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste 2008 das Buch «Kaninchenapotheke».

Virtuelles Magenband lässt Pfunde verschwinden Im Gegensatz zum operativen Eingriff verspricht die imaginäre Magenband-Hypnose eine risikofreie Alternative. Übergewichtige, die sich für eine Magenband-Hypnose interessieren, haben oft schon unzählige Diäten erfolglos hinter sich. Sie sehen in dieser Behandlung ihre letzte Hoffnung. Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Hypnose muss der Wille vorhanden sein, die Ernährung und andere Lebensgewohnheiten umstellen zu wollen. Zudem sollte man gegenüber alternativen Methoden aufgeschlossen sein und keine Kontraindikationen (zum Beispiel Psychosen) aufweisen. Vorgehensweise Die Hypnose versetzt eine Person in einen durch sie kontrollierten Zustand zwischen Schlaf und Wachsein: Gesprochene Worte werden in Vorstellungen umgewandelt und als real erlebt. Das in der fiktiven OP gelegte Magenband ist nun im Langzeitgedächtnis abgespeichert und suggeriert einen verkleinerten Magen. Dadurch entsteht ein frühzeitiges Sättigungsgefühl. Oft geht es auch um das Aufdecken der Ursachen, etwa von negativen Ereignissen aus der Vergangenheit, die hinter einem kompensierenden Essverhalten stecken können. Mit der Hypnose können falsche Verhaltensmuster wirksam verändert werden. Erfahrung Diverse Studien belegen einen signifikanten positiven Effekt beim Abnehmen mit Hypnose im Vergleich zum Abnehmen ohne Hypnose. Wie viele Sitzungen nötig sind, ist von Klient zu Klient unterschiedlich und hängt auch von den jeweiligen Ursachen ab. Wichtig ist ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit den Klienten, deshalb sollte man sich nur in die Hände erfahrener Experten begeben. Ein Klient hat damit nach einer Sitzung à drei Stunden fünfzig Kilogramminnert eines Jahres abgenommen. Daria Peter mental coaching Bäderstrasse 25 5400 Baden dariapetermentalcoaching.ch IM WACHSTUM LIEGT DIE KRAFT Mit Gemmotherapie von PHYTOMED NATÜRLICH GESUND In der Schweiz gesammelte Knospen aus Wildsammlung oder biologischem Anbau. Produkte ohne Zusatzstoffe. 40 der wichtigsten Präparate aus eigener Herstellung. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf der äusseren Packung oder lassen Sie sich von einer Fachperson beraten. Zulassungsinhaberin/Herstellerin: www.phytomed.ch PHYTOMED AG · CH-3415 Hasle/Burgdorf Telefon +41 (0)34 460 22 11 Schweizer Hausapotheke 1-2020 13

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