Aufrufe
vor 2 Monaten

Nr. 1 / 2020

  • Text
  • Menschen
  • Schweizer
  • Hausapotheke
  • Zeit
  • Wirkung
  • Zudem
  • Wirkt
  • Behandlung
  • Angst
  • Antibiotika
GEFÄNGNIS IM KOPF | HOMÖOPATHISCHE KREISLAUFTROPFEN | VITALPILZE | STUMPFE VERLETZUNGEN | LINSEN | HAUTUNREINHEITEN | WACHOLDER | HYPNOSETHERAPIE | HEILPFLANZENSÄFTE | HAUTPFLEGE BEI AKNE | OHNE ANTIBIOTIKA GEGEN ERKÄLTUNGEN | HÖRTRAINING | SCHÜTZENDE HALSTABLETTEN | PUBERTÄT | WALLWURZ BEI GELENKSCHMERZEN | EIWEISS IN DER ERNÄHRUNG | GLUTENUNVERTRÄGLICHKEIT | HEIMAT UND IDENTITÄT | HEILPFLANZEN GEGEN VERSTIMMUNGEN | SCHWEIZER NATURKOSMETIK | HEUSCHNUPFEN NATÜRLICH BEKÄMPFEN | BERATUNG FÜR ANGEHÖRIGE VON PSYCHISCH KRANKEN MENSCHEN | HAUT UND PSYCHE | NAHRUNGSERGÄNZUNG SEHKRAFT | MUTIG SEIN | ABWEHRKRÄFTE, ÄTHERISCHE ÖLE | NATÜRLICHER NASENSPRAY | BEZIEHUNG: AKZEPTIEREN UND GENIESSEN | PIONIER IN DER MUNDHYGIENE | DETOX-KUR | NATÜRLICHE ENTSPANNUNG | NATÜRLICHE WÄRMEPFLASTER | SCHMERZENDE GELENKE | SAFTFASTEN | WORTWEISE | THERMALBAD | VERMENSCHLICHTE HUNDE | NARBENPFLEGE | BEHANDLUNG VON ERKÄLTUNGEN | ERKÄLTUNGSHUSTEN | WEISHEIT UND WISSEN | WIRKSAMES INHALIEREN | DENTOPHOBIE | ANTIBIOTIKA-RESISTENZEN | VITAL- UND MIKRONÄHRSTOFFE | FRUCTOSEINTOLERANZ | MEERRETTICHWURZEL

Der vermenschlichte Hund

Der vermenschlichte Hund Vor einigen Jahren hat sich Paris Hilton für über 10 000 Franken einen 20 Zentimeter grossen Zwergspitz zugelegt, den sie wie ein Baby herumträgt. Zwergwüchsige Hunde sind längst nicht mehr nur bei Prominenten im Trend. Was diese Vermenschlichung für die Vierbeiner bedeutet, erklärt die Juristin Michelle Richner von der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) in Zürich im folgenden Interview. Werden Hunde heute immer mehr verhätschelt und als Ersatz für ein Kind oder einen Partner gehalten? Wir von der Stiftung für das Tier im Recht beobachten mit Sorge, dass heute vor allem klein- oder zwergwüchsige Hunde zu Accessoires werden. Sie werden in Designer-Handtaschen herumgetragen, verbringen viel Zeit auf dem Schoss ihrer Halterin oder tragen chice Kleidchen, obwohl dies keineswegs ihrem Bedürfnis entspricht. Nicht selten kommt es auch vor, dass Halter ihre Vierbeiner aus falsch verstandener Tierliebe überfüttern. Übersteigerte Tierliebe kann sich aber etwa auch in Form von Animal Hoarding äussern. So wurden beispielsweise im März dieses Jahres 20 Katzen im Gefrierfach eines Haushaltes im Thurgau entdeckt. Die verantwortliche Person wollte diese Katzen retten, wollte also eigentlich etwas Gutes tun. Menschen, die Tiere horten, verpassen aber oftmals den Zeitpunkt, in dem ihnen alles zu viel wird. Sie nehmen zu viele Tiere bei sich auf, weil sie eine verzerrte Wahrnehmung haben und überzeugt sind, dass es die Tiere nur bei ihnen gut haben können. Oftmals leben die Tiere aber unter miserablen Bedingungen, sind krank und vernachlässigt, was leider häufig tragische Folgen nach sich zieht. Warum ist es nicht gut, einen Hund zu verhätscheln? Ein Halter erschwert seinem Tier so ein artgerechtes Leben. Hunde sind nicht dafür gemacht, ständig herumgetragen zu werden. Sie müssen sich von Natur aus regelmässig 44 Schweizer Hausapotheke 1-2020 bewegen können. Wer seinen Hund die ganze Zeit herumträgt, behandelt ihn hingegen vielmehr wie ein schutzbedürftiges Baby. Die Probleme beginnen aber schon bei der Zucht der zwergwüchsigen Hunde. Die Stiftung für das Tier im Recht erachtet diese extremen Zuchtformen, die auch Qual- oder Defektzuchten genannt werden, als äusserst problematisch. Der Wunsch des Menschen nach einem extrem kleinen, dem Kindchenschema entsprechenden Hund führt zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen für das Tier. So etwa können zwergwüchsige Hunde oft nicht auf natürlichem Weg gebären. Sie haben Mühe mit der Atmung, weil ihre Atemwege zusammengedrückt sind. Da ihre Schädeldecke sehr dünn ist, sind sie besonders anfällig für Verletzungen. Zwergwüchsigkeit hat auch einen Einfluss auf die Grösse des Gehirns eines Tieres: Zwergwüchsige Hunde verdummen deshalb häufig. Manche haben aufgrund ihrer zu kurzen Beine Mühe, normal zu laufen oder zu sitzen. Sie können sich also nicht mehr so frei bewegen, wie es ein normaler Hund tut. Ausserdem ist ihr Hör- und Sehvermögen oftmals beeinträchtigt. Die Überzüchtung tangiert nicht nur ihr Skelett und ihre Muskulatur, sondern auch ihr Nervensystem. Welche zwergwüchsigen Hunde sind zurzeit in Mode? Beliebt sind etwa Yorkshire Terrier, Zwergpudel und der Chihuahua. Viele Menschen finden diese Hunde speziell herzig, weil sie kindlich wirken; ohne zu bedenken, dass die Tiere in Gesundheit, Wohlbefinden und Verhalten eingeschränkt sind und dadurch erheblich leiden. Zwar sind in der Schweiz seit 2008 sogenannte Extrem-, Defekt- oder Qualzuchten untersagt; und es dürfen keine Tiere gezüchtet werden, bei denen damit gerechnet werden muss, dass erblich bedingt Körperteile oder Organe für den arttypischen Gebrauch fehlen oder umgestaltet sind. Allerdings wird dieses Verbot von den zuständigen kantonalen Behörden leider kaum bis gar nicht verfolgt und geahndet. Alle extremen Zuchtformen, ob besonders klein oder speziell gross, bringen für die Tiere erhebliche Nachteile mit sich. Das Anzüchten bizarrer Körperformen führt zu verschiedenen Beeinträchtigungen und ist deshalb in keinem Fall durch den Kauf entsprechender Tiere zu unterstützen. Warum kann ein Hund kein Ersatz für einen Menschen sein? Aufgrund seiner biologischen Merkmale gehört ein Hund zur Gattung der Säugetiere. Zwar können wir zu ihm eine emotionale Bindung aufbauen und ihn als Familienmitglied behandeln; wir haben aber zu bedenken, dass der Hund ein Rudeltier ist, das sich dem Alphatier oder dem Menschen unterordnet und in einem Abhängigkeitsverhältnis zu diesem steht. Die Beziehung zu einem Hund kann deshalb nie auf gleicher Ebene sein wie jene zu einem Menschen. Hunde können überdies auch kein Ersatz für einen menschlichen Sexualpartner sein: Sexuelle Handlungen mit Tieren sind seit 2008 denn auch verboten. Manche Hundehalter sind überzeugt, dass ihr Hund sie ganz genau versteht. Warum denken Tierhalter so? Die Interpretation des Verhaltens eines Hundes aus menschlicher Sicht ist heikel; denn ein Hund reagiert nicht wie ein Mensch. Hier fehlt es den Haltern nicht selten am notwendigen Wissen. Um das Wesen des Hundes besser zu verstehen, empfiehlt die Stiftung für das Tier im Recht jedem Tierhalter, einen Hundekurs zu besuchen. Dort lernen die Teilnehmer, das Dr. jur. Michelle Richner arbeitet als rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) in Zürich.

Verhalten ihres Vierbeiners richtig zu interpretieren. Manche Hunde haben einen ausgefüllten Wochenplan. Was halten Sie davon? Grundsätzlich sind solche Freizeitbeschäftigungen zu befürworten, weil der Hundehalter mit seinem Tier etwas unternimmt und dieses geistig und körperlich fördert. Dennoch scheint es mir sehr wichtig, dass das Tier an diesen Aktivitäten Freude hat und nicht überfordert wird. Besonders bei jungen, kranken oder älteren Hunden besteht die Gefahr von Überanstrengung, was laut Tierschutzgesetz verboten ist. Der Tierhalter muss deshalb stets dafür besorgt sein, seinen Hund seinen individuellen Bedürfnissen entsprechend zu bewegen. Die Stiftung für das Tier im Recht hat sich dafür engagiert, dass an Heimtiermessen keine Hundemodenschauen mehr durchgeführt werden. Weshalb? Hier ging es uns in erster Linie um die gesetzlich geschützte Würde der Tiere, die im Rahmen der Ausstellungen tangiert wurde. Wenn man einem Tier Kleider anzieht und es auf den Laufsteg schickt, tut man dies zur Belustigung der Zuschauer. Die finden das unterhaltsam und herzig. Ob es dem Hund gefällt, bleibe dahingestellt. Die Teilnahme an einer Modenschau liegt aber vermutlich kaum im Interesse des Hundes und ist so wenig artgerecht wie etwa der Einsatz von Wildtieren im Zirkus. Hundemodenschauen sind für ein Tier zudem oftmals mit grossem Stress verbunden: Vierbeiner kämen wohl nie auf die Idee, sich freiwillig die Krallen lackieren oder die Haare föhnen zu lassen. Auch das Warten mit vielen anderen Artgenossen hinter der Bühne birgt ein riesiges Stresspotenzial. Gewisse Hunde muss man im Winter selbstverständlich anziehen, um sie vor der Kälte zu schützen. Werden die Tiere aber durch ihre Bekleidung allzu sehr vermenschlicht, stellt sich die Frage, inwiefern sie dadurch profitieren oder ob dies nicht vor allem im Sinne des Menschen ist. Susanna Steimer Miller ist Chefredak torin eines Elternratgebers. Als freie Autorin schreibt sie über diverse Themen. Das brauchen Hunde für ein artgerechtes Leben Das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung sehen vor, dass ein Hund so aufgezogen, gehalten und ausgebildet werden muss, dass er einen ausgeglichenen Charakter hat, gut sozialisiert ist und sich gegenüber Menschen und anderen Tieren nicht aggressiv zeigt. Die Tierschutzverordnung verpflichtet Hundehaltende und -ausbildende daher ausdrücklich, alles zu unternehmen, damit die von ihnen betreuten Hunde weder Menschen noch Tiere gefährden. Hunde müssen täglich mit Menschen und wenn möglich auch mit Artgenossen zusammen sein können. Sie sollten jeden Tag im Freien ausgeführt werden; wenn erlaubt auch freilaufend. Bei Hunden im Wachstum muss darauf geachtet werden, dass sie nicht überanstrengt werden. Wird ein Hund im Freien gehalten, muss ihm eine Unterkunft mit einer Liegefläche und einem Witterungsschutz – der ausreichend gegen Kälte, Wind und Sonne isoliert – zur Verfügung stehen. Welpen dürfen erst nach 56 Tagen von der Mutter getrennt werden. So glätten Sie Narben auf natürliche Weise. Nach einer Verletzung der Haut – nach Operationen, Hautschürfungen oder Verbrennungen – können noch Wochen oder Monate später kosmetisch oder funktionell störende Wulstnarben auftreten. Eine Narbencrème mit Grünöl aus Bilsenkraut glättet die Narben und hellt sie auf. Hautverletzungen sind so vielfältig wie die Folgen. Nach einer Verletzung ersetzt Bindegewebe den geschädigten Hautbezirk – es wird also nicht der ursprüngliche Hautzustand wieder hergestellt. Das Narbengewebe enthält keine Schweissdrüsen oder Haarwurzeln. Es ist auch leicht rötlich gefärbt. Häufig ist die überschiessende Produktion von Narbengewebe problematisch. Diese Wucherung des Bindegewebes entsteht erst Wochen oder Monate nach Abheilung der Verletzung. Sie geht oft über das Narbenfeld hinaus und kann auch unbeschädigte Hautpartien erfassen. Die effektivste Behandlungs-Methode ist die Narbenmassage mit einer entsprechenden Narbencrème, zum Beispiel Kelosoft®. Die Durchblutung des betroffenen Gewebes wird verbessert, die Narben werden weich und geschmeidig und die Wucherung bildet sich deutlich zurück. Die Narbencrème kann auch vorbeugend zur Verhütung einer Narbenbildung nach Hautverletzungen oder Operationen angewendet werden. Narbenkosmetik – natürliche Basis Die Narbencrème kann leicht in die Haut einmassiert werden und entfaltet ihre volle Wirkung bei täglicher Anwendung: • Wulstnarben werden geglättet und bilden sich zurück • Auch altes Narbengewebe wird weicher • Folgeoperationen werden vielfach hinfällig Kelosoft ® macht Narben unsichtbar... Glatt, braun, makellos: Das entspricht dem heutigen Bild schöner Haut. Narben nach Schnitten und Abschürfungen, aber auch Verbrennungen oder Operationen sind nicht nur kosmetisch störend, sie können auch körperliche und psychische Beschwerden hervorrufen. Kelosoft ® Narbencrème hilft natürlich: Grünöl (pflanzlicher Wirkstoff aus Bilsenkraut) zur effektiven und schonenden Narbenbehandlung. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Geistlich Pharma AG, 6110 Wolhusen. NEU : www.geistlich-medical.com Ins_Kelosoft_dt.indd 1 Schweizer Hausapotheke 14.09.17 1-202011:53 45

Unsere Zeitschriften

Schweizer Hausapotheke

Nr. 2 / 2020
Nr. 1 / 2020
Nr. 8 / 2019
Nr. 6 / 2019
Nr. 5 / 2019
Nr. 4 / 2019
Nr. 1 / 2019
Nr. 3 / 2019
Nr. 2 / 2019
Nr. 1 / 2019
Nr. 8 / 2018
Nr. 7 / 2018
Nr. 6 / 2018
Nr. 5 / 2018
Nr. 1 / 2018
Nr. 4 / 2018
Nr. 3 / 2018
Nr. 2 / 2018
Nr. 1 / 2018
Nr. 8 / 2017
Nr. 7 / 2017
Nr. 6 / 2017
Beckenbodentraining