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Nr. 1 / 2021

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HOMÖOPATHIE Burnout –

HOMÖOPATHIE Burnout – homöopathisch behandeln Frau M., 55-jährig, Lehrerin, kommt im März 2002 zur Behandlung. Sie fühlt sich psychisch niedergeschlagen, überfordert, ausgelaugt. Sie empfindet keine Lebensfreude mehr, alles ist zur Last geworden. Sie erträgt nichts zu Hause und reagiert sehr gereizt auf die Familie. Sie fühlt sich seit längerer Zeit zunehmend durch die Arbeitssituation belastet. Sie betreut zurzeit eine schwierige Klasse und stösst an ihre Grenzen. Sie ist eine Perfektionistin und hat Versagensängste. Sie ist auch belastet durch einen langwierigen Streit mit einem Nachbarn. Frau M. ist eine schlanke, blasse Frau. Sie wirkt nervös und zugleich sehr schlapp. Sie ist sehr lärmempfindlich geworden und erträgt keine Musik. Musik macht sie auch trauriger. Sie ermüdet sehr schnell beim Reden und meidet soziale Kontakte; die Situation ist aber noch schlimmer, wenn sie alleine ist. Am besten geht es ihr zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung. Sie hat grosse Stimmungsschwankungen. Sie kann sich nicht mehr an Namen von gut bekannten Personen erinnern. Sie fühlt sich etwas besser nach dem Essen und nach dem Schlafen. In der Nacht hat sie Muskelkrämpfe, in den Waden und im Rücken und in der rechten Schulter. Sie erwacht schreiend vor Schmerzen. Weiter hat sie unwillkürliche Zuckungen an den Beinen und beschreibt eine Art von «innerem Zucken» im Körper. Sie hat folgende Schlafstörungen: kann nicht abschalten und kann nicht einschlafen; oder erwacht mehrmals in der Nacht und fühlt sich dadurch nicht ausgeruht; oder fühlt sich sehr müde, wird aber hellwach sobald sie im Bett liegt. Verschreibung Ich verschreibe Frau M. Ambra C10 000, Einmaldosis. Kontrolle nach zwei Monaten Sie erlebte folgende Reaktionen nach dem Mittel: Zuerst fühlte sie sich noch trauriger und niedergeschlagener. In diesen Tagen kamen Versagensängste hoch. Dann wurde der psychische Zustand schlagartig besser. Sie bekam eine Art eitrigen Hautausschlag im Gesicht. 50 Schweizer Hausapotheke 1-2021 Sie empfindet wieder Lebensfreude, kann besser schlafen und ist weniger lärmempfindlich. Sie hat nachts nur noch selten Muskelkrämpfe. Kontrolle nach sechs Monaten Sie fühlt sich sehr gut. Sie hat meinen Rat befolgt und treibt mehr Sport. Bemerkung Ambra wurde aufgrund folgender Symptome/ Überlegungen verschrieben: • Folge von geistiger Überanstrengung, Mittel für Lehrer und Intellektuelle • Folge von Streit • Abneigung gegen Gesellschaft, will alleine sein, dadurch in gewohnter Umgebung • Stimmungsschwankungen • Lärmenpfindlich, Musik • Reden • Schlafstörungen, müde, aber hellwach sobald im Bett; kann nicht abschalten • Muskelzuckungen, Muskelkrämpfe, Wadenkrämpfe nachts Ambra grisea Ambra grisea ist ein homöopathisches Mittel, das aus dem Darmsekret des Pottwals hergestellt wird. Es ist von wachsartiger Konsistenz und schwimmt auf dem Wasser. Homöopathisch zubereitet entfaltet es eine starke Wirkung auf die Nerven und ist indiziert unter anderem bei Schlafstörungen, Burnout, Depression, Schwindel und verschiedenen neurovegetativen Störungen. Es wird angewendet für geistig erschöpfte Personen mit schlechtem Kreislauf, Krämpfen und Schlafstörungen. Es ist indiziert bei übermüdeten Menschen, Studierenden, Geschäftsführern oder Lehrern, die unter der grossen Verantwortung knacken, seit längerer Zeit zu wenig schlafen oder keine Ferien gehabt haben. Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Medizin, die sich weltweit seit über 200 Jahren in der Behandlung von akuten und chronischen Beschwerden etabliert hat. Besonders chronische Beschwerden, wie in diesem Fallbericht beschrieben, sollten nur von ausgebildeten Homöopathen behandelt werden. Wie jeder von uns ein Unikum, ein ganz spezielles Individuum ist, so ist auch jeder Fall von Burnout anders, mit einer eigenen Vorgeschichte und eigenen Symptomen. Dem Homöopathen stehen Hunderte von homöopathischen Mitteln zur Verfügung, um einen Menschen mit Burnout zu behandeln. In einem umfassenden Gespräch wird das für den betroffenen Menschen indizierte homöopathische Mittel ausgewählt; dazu braucht es fundierte Fachkenntnisse. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten. Martine Jus, dipl. Homöopathin SHI/hfnh, Praxisleitung SHI Homöopathische Praxis in Zug Über 130 homöopathische Pflanzenarten — ein Garten Der SHI Homöopathie-Garten in Zug ist jederzeit öffentlich zugänglich und kann mit der bereitgestellten homöopathischen Pflanzen- Dokumentation im Alleingang entdeckt werden. Auf Anfrage werden ab acht Personen auch Führungen organisiert. SHI Haus der Homöopathie Steinhauserstrasse 51 6300 Zug shi.ch/garten

Periorale Dermatitis – wenn der Haut alles zu viel ist Bei perioraler Dermatitis hilft vor allem eins: Geduld. Wir zeigen, woran Sie eine periorale Dermatitis erkennen und wie einfühlsame Pflege die Therapie begleiten kann. Periorale Dermatitis ist ein Hilferuf der Haut! Die Hauterkrankung zeigt sich typischerweise um den Mund herum (perioral) bis zu den Wangen hin. Hier bilden sich Bläschen und Knötchen, die oberste Hautschicht ist aufgequollen und schuppt. Ein leichter Juckreiz oder ein brennendes Spannungsgefühl begleiten diese Hauterscheinungen. Charakteristisch: Ein schmaler Saum rund um die Lippen bleibt frei. Seltener tritt die Hauterkrankung auch um die Augen herum als periorbitale beziehungsweise periokuläre Dermatitis auf. Sie kann sich sogar auf fast das ganze Gesicht ausdehnen. Früher nannte man die periorale Dermatitis auch «Stewardessenkrankheit». Denn besonders bei Flugbegleiterinnen war es üblich, für ein makelloses Äusseres reichlich Make-up aufzulegen, es sehr lang auf der Haut zu lassen und die Haut durch immer neue Kosmetika zu überpflegen. Sicherlich trugen weitere Stressfaktoren dazu bei, dass die Haut sich nicht wohlfühlen konnte und mit Hautausschlag reagierte. Fakt ist: Die periorale Dermatitis kommt auch bei Frauen und Männern vor, die beruflich am Boden bleiben. Sogar Kinderhaut kann betroffen sein. zu viel Pflege, zu viele verschiedene Produkte, zu viele mechanische Reize – und das in der Regel bei ohnehin empfindlicher, trockener und fettarmer Haut. Periorale Dermatitis ist gewissermassen eine «Kosmetikallergie». Wie genau es zu dieser Hautreaktion kommt, hat die dermatologische Forschung noch nicht endgültig geklärt. Es scheint jedoch so zu sein, dass bei übermässiger Verwendung von Kosmetikprodukten die Schutzbarriere der Haut gestört wird. Das beeinträchtigt die Fähigkeit, Wasser zu speichern; und die Besiedelung der Haut mit Bakterien gerät aus ihrem Gleichgewicht. Das bedeutet, die Haut ist anfälliger für Entzündungen. Wenn dann noch Sonne, hormonelle Schwankungen und Reizungen – zum Beispiel durch intensives Reinigen oder falsche Pflege – hinzukommen, kann sich die periorale Dermatitis weiter verstärken. EXPERTEN-TIPP Setzen Sie alle bislang verwendeten Kosmetikprodukte ab, beziehungsweise reduzieren Sie deren Anwendungshäufigkeit zum Entwöhnen der Haut. Was tun bei perioraler Dermatitis? Wenn Sie vermuten, dass die Rötungen in Ihrem Gesicht Zeichen einer perioralen Dermatitis sind, sollten Sie das auf jeden Fall erst einmal mit einem Hautarzt abklären. Es kann nämlich sein, dass Sie eine andere Hauterkrankung haben, die ähnlich aussieht, zum Beispiel Akne oder Rosacea. Die müssen aber ganz anders behandelt werden! So frustrierend es klingen mag, zumal Sie bestimmt möglichst schnell wieder einen ausgeglichenen Teint haben möchten: Geduld, ein achtsamer Lebensstil und eine wohlüberlegte Hautpflege helfen jetzt mehr als übereilte Massnahmen. Folgende Massnahmen helfen bei perioraler Dermatitis: Nulltherapie Nulltherapie ist die Massnahme für Geduldige mit viel Selbstdisziplin: Über einen längeren Zeitraum verzichtet man komplett auf kosmeti- sche Produkte (Reinigung, Creme, Make-up). Die Haut wird nur mit Wasser gereinigt und von allem anderen systematisch entwöhnt. Eventuell verschlechtert sich ihr Zustand kurzfristig, aber nach und nach regeneriert sie sich. Die richtige Pflege Therapiebegleitend ist bei perioraler Dermatitis eine sehr behutsame Reinigung mit einem leichten Schaum und besänftigende Spezialpflege mit einer besonders milden Creme möglich. Dazu eignet sich unsere PROBALANCE Pflegeserie mit Süssholzwurzel und Aloe vera. Sie hilft der Haut behutsam, ihr natürliches Gleichgewicht wiederzufinden und nach und nach die hauteigenen Abwehrkräfte zu stärken. Auf nässenden oder stark geröteten Partien trägt die SOS CARE AKUTCREME mit Süssholzwurzel, Beta-Glucanen und Zink zur Linderung bei. Die AKUTCRE- ME ist vielfältig einsetzbar. So kann sie auch Juckreiz und Brennen lindern und eignet sich deswegen bestens bei Insektenstichen. Wie kommt es überhaupt zu einer perioralen Dermatitis? Wenn die Haut mit Papeln und Rötungen in der charakteristischen Verteilung rund um Mund und Augen reagiert, ist das ein Zeichen dafür, dass der Haut alles «zu viel» ist: Schweizer Hausapotheke 1-2021 51

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