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Nr. 1 / 2021

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Männersolidarität –

Männersolidarität – für viele eine Selbstverständlichkeit «Wann ist ein Mann ein Mann?» Diese Frage quälte nicht erst den Sänger Herbert Grönemeyer. Das Männerbild ist im Wandel und alte Gewissheiten gelten nicht mehr unbedingt. Ob das gut ist oder schlecht – die Solidarität unter Männern leidet darunter in keiner Weise. Alle kennen das Gefühl, anderen Menschen verbunden und nah zu sein. In Familien, unter Freunden, unter Arbeitskollegen ist es selbstverständlich, sich zu unterstützen und zu helfen – auch wenn kein unmittelbarer Nutzen für diejenigen, die helfen, dabei herausspringt. Antrieb dafür ist nicht selten ein Gefühl der Zugehörigkeit, des Zusammengehörens. Das ist Solidarität, eines der wichtigsten Fundamente, das bis heute das Zusammenleben von Menschen in grösseren Gruppen und in komplexen Gesellschaften ermöglicht. Ein Schüler empfindet, dass sein Freund zum Beispiel von einem Lehrer ungerecht behandelt wird. Er steht auf und sagt dies laut. Er bezieht also klar Stellung und zeigt so sein Zusammengehörigkeitsgefühl, seine Solidarität. Der Begriff kommt aus dem Lateinisch-Französischen und heisst genau das: «Zusammengehörigkeit». Es können auch mehrere Personen oder auch Gruppen sein, die sich gegenseitig helfen und unterstützen, zum Beispiel Nachbarschaftshilfe leisten und so zeigen, dass sie solidarisch sind. In der christlichen Religion wird Solidarität mit den Armen als Nächstenliebe bezeichnet. Solidarität und soziales Miteinander Politisch hat sich das solidarische Handeln im 19. Jahrhundert entwickelt, als sich die Menschen gemeinsam für bessere Lebensund Arbeitsbedingungen einsetzten. Solidarität kann also durchaus auch ausgeübt werden, wenn man sich persönlich gar nicht kennt. Man fühlt sich dann solidarisch, weil jemand anderes die gleiche politische Überzeugung wie man selbst hat; oder weil es ihm schlecht geht und er Not leidet. Solidarität in einer Gesellschaft brauchen auch Minderheiten und Randgruppen, die benachteiligt werden. Solidarität brauchen Menschen, die hungern, was in vielen Staaten dieser Welt noch immer der Fall ist. Unsere Solidarität brauchen auch jene Menschen, die auf der Flucht sind, weil sie politisch verfolgt werden. Ein Zeichen dieser Solidarität ist unter anderem die Bereitschaft, diesen Menschen Asyl zu gewähren. Das Mannsein stärken Von einem Mann wird heute viel erwartet. Ein fürsorglicher Vater und trotzdem engagiert im Beruf soll er sein, ohne dabei seine Rolle als Partner und in der Gesellschaft zu vernachlässigen. Kein Wunder also, dass viele durch die vielschichtigen Anforderungen und die Veränderungen der traditionellen Rollenbilder verunsichert sind. Sich mit den eigenen Männlichkeitsnormen auseinanderzusetzen, ist allerdings auch äusserst komplex und unbequem. Und: Vielen Männern fehlt das Bewusstsein für ihre erlernte Männlichkeit. Während die Frauen schon Jahrzehnte daran sind, sich eine Pluralisierung der Rollen zu erkämpfen, stecken Männer noch mitten im Lernprozess. Es existieren noch veraltete Rollenbilder und es wird hingenommen, dass Männlichkeit nicht sehr vielfältig ist. Männer müssen noch immer stark sein gegenüber Frauen und stark sein gegenüber anderen Männern. Für einen 62 Schweizer Hausapotheke 1-2021

Mann ist es meist eine grosse emotionale Herausforderung zu sagen, dass er etwas nicht im Griff hat, dass erleidet, dass er unsicher ist. Die gesellschaftlichen Anforderungen an einen «richtigen Mann», also das Männlichkeitsideal sowie der eigene Entwurf von Mannsein stellen für jeden Mann ein riesengrosses Spannungsfeld dar. Es ist aber auch richtig schwer, seinen Mann zu stehen – und das beginnt schon früh. «Hubi, Hubi, Hubi!» Eine ganz Schar schaulustiger Schülerinnen und Schüler feuert einen Knaben an. Der «Sieger» wird als Held gefeiert, der Verlierer steht einsam in einer Ecke und weint. Nach der Pause betritt er als letzter das Klassenzimmer. Er setzt sich hin und versteckt sein Gesicht hinter seinen Händen. Der Lehrer tadelt den Schläger und er erhält eine Strafaufgabe. Sein Ansehen steigt trotzdem … Eigenen USP finden Angesichts der Tatsache, dass die männliche Identität in der Vergangenheit auch immer stark auf die Arbeitswelt fixiert war, verwundert es nicht, dass die heutige Situation des Mannes strukturelle Ähnlichkeiten zum Wirtschaftssystem aufweist. Im Zeichen des digitalen Wandels stehen Unternehmen an einem ähnlichen Wendepunkt wie der Mann: Beide müssen herausfinden, wie sie künftig konkurrenzfähig bleiben können. Beide müssen ihren USP, ihr einzigartiges Nutzungsversprechen, mit dem sie sich gegenüber gleichartigen «Angeboten» abheben, neu definieren, um zukunftsfähige Strategien zu entwickeln. Das Stehaufmännchen Ein aussichtsreiches Erfolgsrezept lautet: Resilienz. Und dieser Begriff könnte auch den Schlüssel für ein neues, zukunftsweisendes Männerbild liefern. Resilienz entstammt dem Lateinischen resilire und bedeutet so viel wie abprallen. Es geht also um eine Störungstoleranz, um die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umzugehen. Und ein populäres Sinnbild für Resilienz ist geradezu auf den verunsicherten Mann von heute zugeschnitten: Es ist das Stehaufmännchen, das sich aus jeder Lage wieder aufrichten kann. Wie aber können sich Männer diese Widerstandsfähigkeit aneignen? Zunächst müssen sie lernen, jenseits von Geschlechterrollen zu denken. Der Mann der Zukunft wird keine Rolle spielen, weder die des Starken noch die des Softies. Er wird Gefühle zeigen – aber nicht, um sich behaupten oder gefallen zu müssen. Er ist reflektiert, selbstbewusst und hat emotional dazugelernt. Männer für Männer Privilegien sind unsichtbar für jene Menschen, die privilegiert sind. Es ist nicht leicht einzugestehen, dass das, was man in seinem Leben erreicht hat, nicht nur Folge eigener Entscheidungen und Anstrengungen ist, sondern in einem erheblichen Masse von Glück und den Lebensumständen abhängt – von Land, Zeit und Familie, in die man geboren wird, von Hautfarbe, Umfeld, und den vielen Menschen, die das eigene Leben prägen. Und eben vor allem auch vom eigenen Geschlecht. Es lässt sich nicht leugnen, dass Männer in der Gesellschaft und im Berufsleben viele Vorteile geniessen, was sich auf Status, Einfluss und die Rolle in der Familie auswirkt. Obwohl Männer heute keine bessere Bildung und Ausbildung als Frauen erlangen, haben sie doch häufig einen deutlich besseren Berufsteinstieg, Berufe mit höheren Löhnen und bessere Aufstiegschancen. Durch die Dominanz von Männern an Schlüsselstellen im Berufsleben fällt es ihnen deutlich leichter, Netzwerke aufzubauen und sich Karrierechancen zu eröffnen. Echte Freundschaften Wer sein Leben als Mann wirklich geniessen will, kann das weder allein noch ausschliesslich mit Frauen. Ein Mann braucht Männer, die er kennt und mag und die mit ihm verbunden sind, denn viele Aspekte des Mannseins lassen sich nur mit Männern zusammen erleben. Hier erlebt sich Mann im Spiegel anderer Männer. Viele Männer sind es leid, stets Rücksicht auf Frauen zu nehmen. Ein falsches Wort, eine zu feste Berührung, ein blöder Witz — und schon gibt es ein Drama und eine endlose Diskussion über Befindlichkeiten. Nicht nur nett und lieb zu tanzen, sondern zu rempeln, zu pöbeln und Pogo mit viel Körperkontakt zu tanzen, geht nur unter Männern. Wenn jemand zu hart angerempelt wurde, dann schnauzt er herum oder rammt dem Übeltäter den Ellenbogen in die Seite, danach ist es wieder gut. Wenn jemand nicht aus dem Weg will, dann gibt es eine Rauferei, aber danach eine Umarmung. Positive Aggression ist das Stichwort: Jemand tanzt energiegeladen und provoziert Konflikte, die sonst möglichst vermieden werden. Dann entstehen Rempeleien und Kämpfe, welche den Mann seine eigene Kraft und Wildheit fühlen lassen. Urs Tiefenauer Der Blaue mit dem roten Ring Für sie & ihn Maximaler Schutz für spröde und rissige Lippen! Der Blaue mit den Aktiv- Substanzen im roten Ring pflegt, schützt und schmiert nicht, beugt vor und hindert die Bakterien am Eindringen. Distribution Suisse – Tanner SA Cham, www.tanner-sa.ch Schweizer Hausapotheke 1-2021 63 Hausapotheke_73x282_d.indd 1 02.02.17 21:04

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