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Nr. 1 / 2021

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es kaum glauben. Nebst

es kaum glauben. Nebst Psychopharmaka waren es auch Medikamente gegen Epilepsie. Ein richtiger Hammer, gab die eine Leiterin der Pflege zu. Ich recherchierte im Internet und musste feststellen, dass meine Mutter, weil sie sehr empfindlich war, sämtliche Nebenwirkungen erdulden musste: Mundtrockenheit, Halluzinationen, Schwindel, Gefühllosigkeit in den Extremitäten, Kopfschmerzen und vieles mehr. Bei meinen täglichen Besuchen stellte ich immer mehr Veränderungen fest. Sie konnte kaum mehr reden. Auf ihrer Zunge lag eine fünf Millimeter dicke Kruste, die auch als Nebenwirkung dieser schlimmen Medikamente auftrat. Keine Pflegerin war da; niemand bemerkte, dass man ihr den Mund hätte befeuchten müssen. Ich rief nun das erste Mal den Heimarzt an und beklagte mich über diese Missstände. Er verstand meine Klagen nicht und lobte «sein» Heim. Trotzdem ordnete er an, dass der Mund behandelt werden müsse. Er verharmloste die Situation immer noch. Diese schlimme Zeit endete 18 Tage später, als meine Mutter am 22. März verstarb. Ein vermeidbarer Tod, wenn die Fachleute hingeschaut hätten … Reden, kämpfen – ohne Ende und Erfolg Ich habe während dieser schlimmen Zeit mit vielen Menschen dieser Institution Gespräche geführt: mit dem Geschäftsführer, der Leiterin der Pflegeabteilung und dem CEO. Einen wirklichen Trost oder Empathie bekam ich nicht. Auffällig war, dass mir die Menschen nicht mehr richtig in die Augen schauen konnten. Nach dem Tod meiner Mutter ging ich von Pontius zu Pilatus: Anlaufstellen fürs Alter, Patientenschutzorganisationen, namhafte Tageszeitungen, Fernsehen und viele mehr. Alles nette Menschen; aber leider hatte schlussendlich niemand den Mut, diese Geschichte aufzugreifen. Jemand hat es mit seiner rhetorischen Frage auf den Punkt gebracht: «Sie wissen schon, was für eine Kiste Sie mit Ihrem traurigen Erlebnis öffnen?» Das allerschlimmste Erlebnis hatte ich allerdings mit dem Heimarzt. Ich besuchte ihn ein paar Wochen nach dem Tod meiner Mutter in seiner Praxis. Kurz und bündig sagte er zu mir: «Lassen sie es doch einfach. Es war völlig harmlos.» Das ist die traurige Geschichte, die einerseits abgeschlossen ist und mich andererseits trotzdem nicht loslässt. Es geht um die Würde eines Menschen. Es geht ums Hinsehen. Es geht um Zivilcourage, um Ungerechtigkeit und um Geradestehen für Fehler. Etwas ist mir sehr wichtig: Ich möchte – auch im Namen meiner Familie – diesem Menschen, der am 4. März 2017 meiner Mutter die falschen Medikamente hingestellt hat, verzeihen. Er soll diese Last nicht länger tragen müssen. Wenn Sie Ähnliches erlebt haben, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir schreiben würden: s.felber@schweizerhausapotheke.ch Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin und FCB-Fan. Das lief unter anderem schief: Ich wurde als Angehörige nicht unmittelbar informiert, was eigentlich normal wäre. Meine Mutter litt unter einer Kuhmilchallergie. Beim Eintritt stand das gross auf ihrer Anmeldung. Auch das wurde nicht respektiert. Erst kurz vor ihrem Tod habe ich es bemerkt, da man ihr ein laktosefreies Joghurt einlöffeln wollte. Sie hatte aber keine Laktoseintoleranz, sondern eine Kuhmilchallergie. Vermutlich kam diese wichtige Botschaft gar nie in der Küche an. Meine Mutter wurde schon unter der schweren Last der falschen Medikamente im Rollstuhl an ihren Tisch gesetzt und stundenlang sich selbst überlassen. Irgendwann lag sie am Boden und schrie. Ein Physiotherapeut, der zufällig ihr Schreien hörte, hat sie ins Bett zurückgebracht. Jeden Tag sagte ich, man solle mich anrufen, wenn eine Verschlechterung spürbar werde – auch nachts. Die Antwort war, das werde schwierig, weil nachts niemand anwesend sei, der spüre, ob ein Anruf angebracht sei. Diese Aussage wurde später dementiert; und mir wurde klargemacht, dass ich es falsch verstanden hätte. Die 18 Tage von der Verabreichung der falschen Medikamente bis zu ihrem Tod wurde meine Mutter in die Pflegestufe 10 gehievt, da ihr Zustand mittlerweile sehr schlecht war. Gespürt habe ich von einer Rundumbetreuung nichts. Im Zimmer lag Staub, es wurde nur rudimentär geputzt. Wenn ich dort war, sah ich niemanden, der seinen Pflichten wirklich nachging. Noch in ihrer Wohnung im betreuten Wohnen legte ich meiner Mutter immer die Blutverdünner zum Einnehmen bereit. Als sie in die Pflegeabteilung wechselte, sagte man mir, das dürfe ich jetzt nicht mehr. Die Verantwortung liege jetzt ausschliesslich bei ihnen. Wunderbar – die Folgen dieser Verantwortung kennen wir! Schauen wir doch alle hin und nicht weg! 8 Schweizer Hausapotheke 1-2021

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